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Bücher – Medien – Kultur

5. Folge spanischer Bürgerkrieg: Internationale Beteiligung

Publiziert am 23. Mai 2014

Spanischer Bürgerkrieg

Gerda Taro, Kämpferinnen der Republikaner bei der Ausbildung während des spanischen Bürgerkriegs (1937)

Im August 1936 steigt Willy Messerschmidt in Sevilla aus dem Flieger, der am Morgen in Deutschland gestartet ist. In seinem Aktenkoffer trägt der Flugzeug-Konstrukteur die hochbrisanten Papiere, die er wenig später vor seinem Verhandlungspartner ausbreiten wird: General Francisco Franco erwartete ihn bereits in einem nah gelegenen Hotel. Dort werden die beiden über die Unterstützung beraten, die Deutschland den spanischen Truppen in ihrem Kampf gegen die Republikaner zukommen lässt. Bereits wenige Tage nach ihrem Treffen erreichen die ersten deutschen Transportschiffe die andalusischen Häfen – an Bord das versprochene Kriegsmaterial.

Adolf Hitler wittert im spanischen Konflikt zwischen Republikanern und Nationalen eine ausgezeichnete Gelegenheit, um den eigenen Feldzug zu erproben: Der Bürgerkrieg wird zum Übungsfeld für die deutsche Kriegstaktik und die neu entwickelten Waffen. 500 Millionen Reichsmark lässt Hitler der Armee Francos zukommen und schickt darüber hinaus tausende deutsche Soldaten nach Spanien. Im Hamburger Hafen läuft wöchentlich ein Schiff mit Kriegsgütern aus und die deutsche Flotte ist an den bedeutenden spanischen Häfen stationiert. So beginnt die internationale Beteiligung am spanischen Bürgerkrieg. Weiterlesen →

4. Folge spanischer Bürgerkrieg: Kriegsverbrechen

Publiziert am 14. Mai 2014

Kriegsverbrechen Legion Condor

Die Legion Condor in Spanien

Das Motto „No pasarán!“ („Sie werden nicht  durchkommen!“) prangt auf etlichen Plakaten und wird zum Schlagwort der charismatischen Kommunistin Dolores Ibárruri. La Pasionaria, wie die Leitfigur des Widerstandes genannt wird, trifft den Ton des Volkes und ermahnt die Madrileños in ihren flammenden Reden zum Durchhalten. Auch der legendäre Anarchisten-Führer Buenaventura Durutti eilt aus Barcelona herbei, um die Hauptstadt zu verteidigen, obgleich der Sitz der Regierung zu diesem Zeitpunkt bereits nach Valencia verlegt ist. Weiterlesen →

3. Folge spanischer Bürgerkrieg: Der Beginn

Publiziert am 5. Mai 2014

In den Straßen Madrids herrschte dichtes Gedränge. Eine aufgebrachte Menschenmenge fand sich zu einem Protestmarsch gegen die rechten Putschisten in Madrid zusammen und zog mit großen Plakaten durch die Stadt. „No pasarán!“schallte es aus vielen hundert Kehlen, „Lasst sie nicht durch!“

Stempel eines Falange-Dokuments

Stempel eines Dokuments der Falange Española. 17.10.1936  Scan by User:Cornava (Privatsammlung. Navarra. Spanien) [GFDL oder CC-BY-SA-3.0],

So lautete das Motto, das die Anhänger der Republik ihren politischen Feinden entgegenschmetterten. Ihr Zorn richtete sich gegen die eigenen Landsleute, gegen die sie im Bürgerkrieg zu den Waffen griffen.
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Spanischer Bürgerkrieg – 2. Folge: Kriegsverlauf

Publiziert am 2. Mai 2014

Zunächst will ich den Kriegsverlauf des spanischen Bürgerkrieg in Daten vorstellen:

 

16. Februar 1936: Die linke Volkspartei ›Frente Popular‹ gewinnt die Wahlen. Spanien wird unter Präsident Manuel Azaña zur Republik.

17. Juli 1936: Militärputsch unter General Francisco Franco in Marokko. Ausbruch des Bürgerkriegs.

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Kategorien: Sonstiges |


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Der spanische Bürgerkrieg und die Literaten – 1. Folge

Publiziert am 30. April 2014

Bundesarchiv Bild 183-2006-1204-513, Spanien, Schlacht um Guadalajara

Bundesarchiv, Bild 183-2006-1204-513 / Studnitz, von H.G. / CC-BY-SA [CC-BY-SA-3.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

Spanischer Bürgerkrieg: Das ist ein ideales Thema, um exemplarisch die Rolle von Schriftstellern in der Politik zu betrachten. Deshalb wollen wir von Jokers den Bürgerkrieg in Spanien und die Bedeutung der Literaten in diesem Krieg in einer kleinen Serie von Artikeln betrachten. Weiterlesen →

Kinogewinnspiel: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Publiziert am 17. März 2014

Am 20. März 2014 präsentiert Concorde Filmverleih eines der hinreißendsten Kinohighlights des Frühjahrs: DER HUNDERTJÄHRIGE, DER AUS DEM FENSTER STIEG UND VERSCHWAND. Der erfolgreiche schwedische Regisseur und Comedian Felix Herngren hat Jonas Jonassons internationalen Bestseller mit dem typisch schwedischen Fingerspitzengefühl für schwarzen Humor und absurde Situationen für die Leinwand adaptiert.

Copyright: © 2014 Concorde Filmverleih GmbH

Copyright: © 2014 Concorde Filmverleih GmbH

Allan Karlsson (Robert Gustafsson) hat Geburtstag. Er wird 100 Jahre alt. Doch anstatt sich auf die geplante Geburtstagsfeier zu freuen, verschwindet er lieber kurzerhand aus dem Altersheim und macht sich in seinen Pantoffeln auf den Weg zum örtlichen Busbahnhof. Raus aus der Langeweile und rein in ein neues Abenteuer, das ist Allans Ziel.

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Katze zum Kaffee

Publiziert am 20. Januar 2014

Ein Caféhaus-Besuch gilt gemeinhin der Entspannung und Erbauung. Kaffee schlürfen, ein leckeres Stück Torte mit Sahne, gemütlich in einer Zeitung schmökern… Was will man mehr? Eine Katze zum Kaffee vielleicht? Die Schmusetiger sind ja bekannterweise die Stressverminderer unter den Haustieren ( außer sie entledigen sich gerade ihres Mageninhaltes auf dem Teppich). Was liegt da näher, als sie im Café als Wellnesscoach zu engagieren (mit abwischbarem Boden natürlich)?

Und tatsächlich: Es gibt Cafés, in denen Samtpfoten ihr Unwesen treiben – so genannte Katzencafés. Sie gehören ebenso zur Belegschaft wie KellnerInnen oder KonditorInnen, allerdings mit einem sehr speziellen Aufgabengebiet: einfach nur anwesend sein, existieren. Im besten Fall lassen sie sich von den Gästen streicheln, im schlimmsten Fall gibt es Tatzenhiebe.

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Die Stille hören

Publiziert am 16. Januar 2014

Neulich mal wieder eine alte CD ausgegraben, angehört, begeistert gewesen – derzeit läuft sie im Autoradio in Endlosschleife. Es handelt sich dabei um die Filmmusik zu „Jenseits der Stille“, Caroline Links (geb. 1964) Kinodebüt aus dem Jahr 1996, die mit ihrem Oscar-gekrönten Meisterwerk „Nirgendwo in Afrika“ (2001) – einer Verfilmung von Stefanie Zweigs (geb. 1932) autobiographischem Roman – für Furore sorgte. Link drehte außerdem „Pünktchen und Anton“ (1999), „Im Winter ein Jahr“ (2008) und „Exit Marrakech“ (2013).

„Jenseits der Stille“ ist ein bewegender Film, der die große Stille zelebriert und durch seine überragende Begleitmusik und die großartigen Schauspieler unglaublich mitreißend ist. Erzählt wird die Geschichte von Lara (Tatjana Trieb und Sylvie Testud), die als Kind gehörloser Eltern aufwächst. Lara kann hören und bewegt sich in beiden Welten – der der Stille und der lauten. Konflikte bleiben da nicht aus. Durch ihre hörende Tochter können die taubstummen Eltern Kai (Emmanuelle Laborit) und Martin (Howie Seago) zwar besser an der Welt der so genannten „Normalen“ teilhaben, fühlen sich dort aber ziemlich fremd. Sie leben in ihrem eigenen kleinen Universum, das sie nicht durch außen gestört sehen möchten. Am liebsten würden sie Lara dort hinein integrieren, was natürlich nicht gelingt.

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Das perfekte Weihnachtsgeschenk

Publiziert am 18. Dezember 2013

Die Weihnachtsglocken läuten, in den Fenstern brennen Adventskerzen und die besinnliche Zeit rückt immer näher. Sicherlich ist Weihnachten einer der beliebtesten und schönsten Momente des Jahres und dennoch ist diese romantische Zeit auch oftmals mit Stress verbunden. Gerade wenn es an den Geschenkekauf geht, sind viele Menschen überfordert. Dabei ist das perfekte Weihnachtsgeschenk gar nicht so schwer zu finden, wie viele Menschen denken.

Geschenke für den Partner oder die Partnerin

Besonders romantische Geschenke für die Liebste sind leicht zu finden und können schon viele Monate im Voraus gekauft werden. Bei einem romantischen Geschenk sollte man sich immer einige Gedanken machen und gerade Fotogeschenke sind hier sehr beliebt. Ein gemeinsames Bild auf einer Tasse, einem Kissen oder doch in Glas gelasert? Die Möglichkeiten sind mannigfaltig und sicherlich wird es sich lohnen. Sehr romantisch ist auch ein Liebesschloss. Dies kann nicht nur graviert werden, sondern man kann es dann auch an einer Brücke befestigen. Sicherlich ist es ein Symbol der Liebe.

Beste-Weihnachtsgeschenke-Vater-Dezember

Weitere Weihnachtsgeschenkideen

Selbstverständlich gibt es noch viel mehr Geschenke, die sicherlich die Augen zum Strahlen bringen – witzige Ideen findet man unter anderem im Geschenke-Finder auf STYLIGHT.

Sehr beliebt ist dabei schöner Schmuck. Gerade die Damenwelt freut sich über Schmuck und heute gibt es schon eine gigantische Auswahl an hochwertigen und preisgünstigen Schmuck. Soll es etwas persönlicher sein, dann ist ein Wohlfühlwochenende sicherlich die richtige Wahl. Gemeinsam oder alleine kann man einen Lieben in die Erholung schicken und sicherlich ist dies gerade das richtige Geschenk für alle, die etwas Entspannung benötigen. Gerade gemeinsame Wochenenden mit dem Partner sind nicht nur sehr erholsam, sondern auch Romantik pur.

Der Klassiker

Gefallen die Geschenkideen einfach nicht oder findet man dies zu unkreativ, dann kann auch zu den Klassiker der Geschenke gegriffen werden: ein Gutschein. Allerdings sollte man hier keinen 0815-Gutschein verwenden, sondern gerade besondere Gutscheinmodelle sind die perfekte Geschenkidee. Wie wäre es mit Kochgutscheine für Hobbyköche? Mit einem solchen Gutschein kann man einen kleinen Kochkurs verschenken und die Angebote sind dabei sehr vielfältig. Sushi, Italienisch, Spanisch oder doch Pralinen selber machen?

Bücher für die Tasche

Publiziert am 16. Dezember 2013

Warum heißt das Taschenbuch Taschenbuch? Weil man es in die Tasche stecken kann! Das Buch für die Tasche also ist ein kleines Exemplar, ideal zum Schmökern für unterwegs – auch in E-Book-Zeiten. Denn es gibt immer noch Menschen, die ein „richtiges“ Buch mit Seiten zum klassischen Umblättern einer modernen Lesemaschine vorziehen.

Lange Zeit standen Taschenbücher in dem Ruf „billig“ zu sein. Der Pappeinband ohne Schutzumschlag irgendwie lapperig, die Klebebindung nicht sehr haltbar, die Schrift klein, der Satzspiegel eng, das Papier grob. Aber billig sollten sie ja auch sein, wenigstens im Verkauf. Deswegen wurden und werden sie in hoher Auflage gedruckt, meistens nach Erscheinen des Originals. Heute hat sich viel getan auf dem Taschenbuchmarkt. Nicht nur die Qualität hat sich stark verbessert. Oftmals erscheinen Werke sogar gleich im Taschenbuchformat.

Zwar ist da moderne Taschenbuch, wie wir es heute kennen, eine relativ junge Erfindung. Doch es gab Vorläufer und die reichen bis in die Antike zurück. Schon zur Zeit der Christenverfolgung gab es kleine Papyrus-Schriften zum Mitnehmen. Als kleinster gilt der Kölner Mani-Kodex aus dem 5. Jahrhundert. Diese Lebensbeschreibung des persischen Religionsstifters Mani, Begründer des Manichäismus, misst nur rund vier mal vier Zentimeter.

Im Mittelalter führte man so genannte Beutelbücher mit sich, meist mit religiösem Inhalt zur Erbauung. Über dem Ledereinband sorgte ein überstehender zweiter Einband aus Stoff dafür, dass man das Buch an den Gürtel hängen konnte. Diese Gürtelbücher sind kaum erhalten, da man in späteren Zeiten den für die Unterbringung im Bücherregal störenden Stofflappen kurzerhand abschnitt.

Mann-mit-beutelbuch

Die Musenalmanache des 18. Jahrhunderts waren ebenfalls Vorläufer des Taschenbuchs – Schöngeistige Schriften wie Novellen und Gedichte im kleinen Format, bevorzugt von Frauen gelesen und geschrieben von bedeutenden Autoren wie Goethe, Schiller, Tieck, Hölderlin, Schlegel… In dieser Zeit fiel auch wohl erstmals der Begriff „Taschenbuch“, allerdings im Sinne einer Literaturgattung als „Taschenbücher für Frauenzimmer“.

Im 19. Jahrhundert setzten sich Produktionsverfahren durch, die die Buchherstellung immer günstiger machten. Vorreiter waren hier die Verlage Reclam und Tauchnitz. Ersterer war es dann, der den Taschenbuchmarkt revolutionierte. Nach dem Zweiten Weltkrieg, als Papier knapp war, druckte Reclam auf Zeitungspapier im Rotationsverfahren – die Ro-Ro-Ro-Reihe war geboren (Rowohlts Rotations-Romane).

 

Es muss nicht immer ein Taschenbuch sein, auch gebundene Bücher gibt es bei Jokers zum günstigen Preis:

http://www.jokers.de/1/1800000/stoebern-sparen.html

Autorin: Petra Anne-Marie Kollmannsberger