
Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Abnehmen
Die Abnehmpille
Zehn Kilo in vier Wochen runter gerade nach der leckeren Weihnachtszeit wünscht man sich das. Und dann geht es zum Jahreswechsel wieder los mit all den guten Vorsätzen, den Diättipps in sämtlichen Medien, der Reklame für teure Sportgeräte, die angeblich in wenigen Tagen eine Wespentaille zaubern. Motto dabei ist immer: Ohne Hungern und Schweiß zum Idealgewicht. Wie realistisch ist es, in einem Monat stolze zehn Kilo Fett zu verlieren? Ohne Anstrengung, ohne Fasten?
Für texanische Mäuse, die unter zu vielen Fettpolstern »leiden«, ist das Figurproblem schon seit mehreren Jahren gelöst. Für sie haben nämlich Forscher schon vor sieben Jahren eine ominöse »Fettweg-Pille« entwickelt, die es tatsächlich schafft, das angefutterte Fettgewebe von der Blutzufuhr abzuschneiden. Mit der Folge, dass das Fett schmilzt ganz ohne Hungern und Schwitzen. Diese Nager erzielten durch das Medikament »Antipotide« einen Gewichtsverlust von dreißig Prozent! Eigentlich unvorstellbar.
Der Grund, weshalb dieses alte Forschungsergebnis nun wieder durch die Medien spukte, ist, dass der Prozess der selektiven Durchblutungsstörung von unerwünschtem Fettgewebe nun bei Rhesusaffen nachgestellt werden konnte einer Tierart, deren Organismus dem menschlichen sehr ähnlich ist. Innerhalb von vier Wochen reduzierten die übergewichtigen Affen ihr Gewicht durch dieses Medikament um bis zu elf Prozent übertragen auf einen fettleibigen Menschen würde das tatsächlich jene berühmten zehn Kilo in vier Wochen, ganz ohne Sport und Diät, bedeuten. Genau dieses Mittelchen soll 2012 zum Ersteinsatz bei Prostata-Krebs-Patienten kommen, deren Hormonbehandlung die unwillkommene Zunahme von Depotfett mit sich brachte. Die Nebenwirkungen sind, zumindest bei den Rhesus-Affen, gering. Selbstverständlich ist bereits im Gespräch, diese Wunderpille danach auf den gigantischen Markt der magischen Fettkiller-Pillen zu werfen.
Während ich den Einsatz von derartigen Medikamenten im Krankheitsbereich für bedenkenswert halte, bin ich doch, was Gewichtsreduktion bei Menschen, die einfach zu gerne zu viel essen, eher altmodisch. Ich selbst habe auf ganz klassische Art einige Kilo abgespeckt, indem ich mich mehr bewegte und meine Ernährung änderte. Fünf Kilo Gewichtsreduktion hatte ich angestrebt, schlussendlich sind es mehr als zehn Kilo geworden. Ehrlich, fragen Sie meine KollegInnen! Zu Rate zog ich das Buch von Ralph Grieder »In 3 Monaten 30 Kilo abnehmen«. Ja, Sie haben richtig gelesen: Da gibt es tatsächlich eine Methode, zehn Kilo in vier Wochen abzuspecken. Auf gesunde Art. Ralph Grieder hat es vorgemacht.
Buch "In 3 Monaten 30 Kilo abnehmen" bei Jokers
17.01.2012, 11.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Für Schlappschwänze
Gestern habe ich meine Frau »erwischt«, wie sie kichernd und prustend über dem Computer hing: Eine dieser lästigen Werbeanzeigen auf einem »Social Network« hatte sie buchstäblich vom Hocker gerissen. »So nahm ich 20 kg in 4 Wochen ab!« hieß die Überschrift der Anzeige. Das entlockte selbst mir, und in Hinblick auf Diätversprechen bin ich wie viele Männer eher desinteressiert, ein Schmunzeln. Nicht einmal Fettabsaugungen würden fünf Kilo innerhalb von sieben Tagen wegbekommen! Wir haben es uns erspart, dem Abnehmversprechen nachzuspüren: Irgendwann muss der Volksverblödung doch eine Grenze gesetzt werden! Aber so ganz ging meiner Frau der Gedanke des »leichten Abnehmens« doch nicht aus dem Kopf, schließlich haben wir beide die Hoffnung auf heiße Sommertage am Baggersee noch nicht aufgegeben. Allerdings, und das muss ich hinzufügen, sind weder meine Frau noch ich Sport-Fanatiker, und im Biergarten schmeckt der Gerstensaft eben doch besser als die Apfelschorle Was tun, ist also die Frage, um doch noch seinen Körper am See bräunen lassen zu können, ohne dass einem die Schamesröte angesichts der überflüssigen Pfunde ins Gesicht steigt?
Unsere Freundin Marianne, eine liebenswerte und bis vor kurzem mehr als rundliche Dame mittleren Alters, verriet uns ihre Neuentdeckung, mit der sie nicht nur etwas drahtiger werden wollte, sondern auch ihre gute Laune behalten wollte. Im schönsten Schwäbisch erzählte sie uns, das sie ja, was Sport angeht, eher ein »Schlappschwanz« sei und »ganz sicher keine Heuschreckenbeine« hätte aber dass es ihr eben genau die Heuschrecke besonders angetan hätte. Natürlich verstanden weder meine Frau noch ich, was Marianne uns damit sagen wollte. Doch dann machte sie es uns vor. Kurzerhand legte sie sich bäuchlings auf den Boden und streckte Arme und Beine gen Himmel. Wir wunderten uns, aus welchem Selbsthilfebuch zum athletischen Bodenputzen sie diese Übung wohl hatte. »Damit sind sogar meine dauernden Rückenschmerzen viel besser geworden«, strahlte sie, als sie sich wieder aufgerappelt hatte.
»Diese Heuschrecke zählt zu einer der beliebtesten Yoga-Übungen, und sogar ich kann sie machen!«, fuhr sie begeistert fort. Ich konnte es kaum glauben: DAS soll Yoga sein?! Ich dachte immer, Yoga wäre nur etwas für wirklich bewegliche und durchtrainierte Zeitgenossen, jedenfalls nichts für Spätzle- und Bierliebhaber. Aber es stimmte. Marianne zeigte uns ein Übungsbuch, das sie kürzlich entdeckte: »Yoga für Schlappschwänze« heißt es. Es richtet sich an alle, die nicht glauben, dass man in einem Monat 20 Kilo abnehmen kann, die aber trotz ausgeprägter Bewegungsunlust nicht die Hoffnung aufgegeben haben, ein wenig für ihren Körper tun zu können. Es ist ideal für Anfänger, da die Übungen einfach sind, sich problemlos in den Alltag einbauen lassen und die erforderlichen Hilfsmittel in jedem Haushalt vorhanden sind. Nur wenige Minuten Üben am Tag reichen aus, um sich ausgeglichen und fit zu fühlen und nebenbei eben den Rückenschmerzen und den Pfunden den Kampf anzusagen. Klar, dass wir das Buch ins Programm genommen haben!
»Yoga für Schlappschwänze« bei Jokers
18.07.2011, 10.33 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Gegen das Bauchgefühl
Ein neuer
Ernährungsratgeber veröffentlicht sensationelle Einsichten. „Hunger & Lust
– das erste Buch zur Kulinarischen Körperintelligenz“ von Uwe Knop wirft
herkömmliche Veröffentlichungen über gesunde Ernährung über den Haufen. Man
soll nur das essen, was einem schmeckt, wonach man gerade Hunger verspürt.
Bedeutet das also einen neuen Freischein für täglich Pizza und Pommes satt? Im
Spiegelinterview wiegelt der Autor ab. Ausschlaggebend sei der Begriff „echter
Hunger“. Man solle auf das eigene Bauchgefühl hören und essen, wonach der
Körper verlange. Das sei selten ungesund, der Körper wüsste von selbst ganz
genau, was ihm gut tue.
Eine schöne Theorie, wie ich finde. Nur leider bedeutet das, jeden Tag aufs Neue frische Zutaten zu kaufen, eben das, worauf man just heute Appetit hat. Allerdings habe ich zu Hause keinen persönlichen Koch stehen, der allein für meine kulinarischen Wünsche zuständig ist. Also müsste ich mich selbst um die tägliche Nahrungsbeschaffung kümmern, und dafür habe ich echt keine Zeit. Da kann die Theorie noch so schön sein – um wirklich abzunehmen läuft es in der Praxis dann doch wohl wieder auf strenge Diäten und Fastenkuren hinaus. Schade, schade.
03.01.2011, 10.12 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Immer diese Vorsätze …
Mit dem neuen Jahr kamen auch bei mir wieder mal die guten Vorsätze. An oberster Stelle natürlich das Abnehmen. Nachdem ich aber grundsätzlich bei Diäten mangels Selbstbeherrschung scheitere, soll es dieses Jahr per Sport gehen. Und zwar mit jenem Sport, den ich bis vor drei Jahren regelmäßig betrieb, nämlich mit Joggen. Aufgehört hatte ich damals, weil am linken Fuß die Bänder anrissen. Die Verletzung ist zwar mittlerweile ausgeheilt, doch die Angst vor neuen Verletzungen blieb.
Ein kurzer, atemloser Sprint zum Bus zeigte mir schließlich, dass ich handeln muss. So beschloss ich, wieder mit dem Laufen zu beginnen und zwar mit Strategie. Deshalb besorgte ich mir einige hilfreiche Ratgeber. Darunter „Lauf dich schlank!“, „Laufen – der Ratgeber für Ausrüstung, Technik, Training, Ernährung und Laufmedizin“ und zur Motivation „In 12 Wochen zum Marathon“. Lachen Sie nicht!
Ich kenne jetzt den Unterschied zwischen aerober und anaerober Verbrennung, kenne meinen optimalen Belastungspuls und habe sogar schon einen Trainingsplan aufgestellt. Doch jedes Mal, wenn ich mir vornehme zu laufen, komme ich einfach nicht von der Couch hoch. Ich brauche wohl noch einen weiteren Ratgeber: „Abnehmen mit dem inneren Schweinehund“ …
(geschrieben von Matthias Stöbener)
23.01.2009, 17.40 | (0/0) Kommentare | TB | PL



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