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Tag: Arthur Miller

Pippa Lee

Als „die Tochter oder der Sohn von ...“ kategorisiert zu werden, nervt nicht nur Autoren, Schauspieler und Künstler. Aber wenn der Vater so prominent ist wie der Dramatiker Arthur Miller, tue ich das jetzt auch einmal: Die Autorin, deren Buch ich lobe, ist die Tochter des Pulitzer-Preisträgers, der nicht nur mit seinem Stück „Tod eines Handlungsreisenden“ weltberühmt wurde, sondern auch als Ehemann von Marilyn Monroe.

021.202.926.jpgAus einer späteren Ehe stammt Rebecca. Sie war zunächst Schauspielerin, Regisseurin und Künstlerin, bevor sie sich dem Schreiben zuwandte. Die Frau hat etwas zu sagen. Ihren Roman „Pippa Lee“ habe ich jedenfalls genossen. Denn die Protagonistin ist ganz schön schräg. Inzwischen eine verheiratete Frau in gesetztem Alter, erfährt man in Rückblenden von allerlei Exzessen in ihrer Jugend – und einen Funken von Wildheit hat sich Pippa Lee offensichtlich bewahrt. Immer auf der Suche nach dem großen Glück und ihren Träumen, fragt sie sich, ob sie tatsächlich im gewünschten Leben gelandet ist.

Als sie sich dabei ertappt, wie sie morgens um zwei Uhr, halb im Schlaf, Kartoffeln kauft und anschließend ihren Wagen samt Schüssel vor der Spätverkaufsstelle stehenlässt, fragt sie sich, ob mit ihrem Leben noch alles in Ordnung ist. Ist es natürlich nicht!

Hinzu kommt, dass ihr Mann sie betrügt und kurz nach der Trennung an einem Schlaganfall stirbt. Pippa erkennt, dass sie nun ihr Leben ändern muss. Die Devise lautet: Jetzt oder nie. Das ist auch ein gutes Motto bei Jokers. „Jetzt zugreifen“ heißt die Devise für Sie, denn „Pippa Lee“ ist richtig gute zeitgenössische amerikanische Literatur zu einem Spitzen-Preis!

„Pippa Lee“ bei Jokers





23.04.2010, 20.47 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Eine Frage der Glaubwürdigkeit

Auch wenn man es gerne lesen würde: Schriftsteller und Philosophen waren nicht von moralischen Irrtümern frei. Sie sind keine Heiligen. Man denke nur an Martin Heidegger, Gottfried Benn, Günter Grass und andere. Es wäre so schön, wären die großen Repräsentanten der Literatur und Philosophie auch große Vorbilder der Ethik. Dem ist aber leider nicht so, wie jüngst auch von Arthur Miller bekannt wurde

Bis zu seinem Tod im Jahr 2005 galt er vielen als eine Art soziales Gewissen, weil er in seinen Stücken die Zukurzgekommenen in den Mittelpunkt stellte („Tod eines Handlungsreisenden“, „Hexenjagd“) und dem Kommunisten-Jäger McCarthy die Stirn bot. Jetzt wurde bekannt, dass er einen Sohn hatte, der an einem Down-Syndrom litt, weswegen er ihn kurz nach seiner Geburt 1966 in ein Heim für Schwerbehinderte gab und ihn – im Gegensatz zur Mutter des Jungen – nie besuchte. Selbst in Arthur Miller Autobiographie „Zeitkurven“ findet Daniel, so heißt der Sohn, keine Beachtung. War es gekränkte Eitelkeit, die den großen Dramatiker so handeln ließ? Auch wenn es früher sicher üblich war, ein Kind, das an einem Down-Syndrom litt, in ein Heim zu geben: Eine solche Verbannung aus dem Leben Arthur Millers hätte niemand vermutet.

Wenigstens hat Arthur Miller seinen Sohn, der heute in einer Schwerbehinderten-Wohngruppe lebt, als vollberechtigten Erben anerkannt. Doch ein Schatten bleibt – auch wenn wir wissen, dass die Großen der Literatur und des Denkens keine Heilige sind oder sein müssen.

04.10.2007, 07.05 | (1/1) Kommentare (RSS) | (1) TB | PL

Bianka Schmidtlein:
Tatsächlich. Auf jokers.de führt die Sucheing
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Ute Berger:
es ist wirklich schlimm was mit den Handys un
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Gabi Bergermann:
Auweia. Jorges Verhalten erinnert schon sehr
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Anne-Marie Kollmannsberger:
Anti-BILD-Mail-Aktion:Hier klicken
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Gabi Bergermann:
Soso, man ist ein paar Wochen in Mittelamerik
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