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Tag: Biografie
Sir Arthur Conan Doyle
Sherlock Holmes kennt jeder. Aber wussten Sie, dass der geistige Vater des findigen Detektiven, Sir Arthur Conan Doyle, schon lange vor „Jurassic Park“ und Co. Geschichten um prähistorische Abenteuer schrieb? In „Die vergessene Welt“ reist zu Anfang des 20. Jahrhunderts der Wissenschaftler Challenger mit einem Forscher-Team ins tiefste Amazonasgebiet. Dabei entdecken sie Dinosaurier, die man seit Millionen von Jahren für ausgestorben geglaubt hat ... Diese faszinierende Geschichte gibt´s bei uns als Hörbuch: 6 Audio-CDs zum Satthören!Am 22. Mai 2009 hätte Sir Arthur Conan Doyle seinen 150. Geburtstag gefeiert. Er wurde in Edinburgh geboren. Nach dem Medizinstudium praktizierte er von 1882 bis 1890 in Southsea. Seine vielen Reisen führten ihn von den Polargebieten bis nach Westafrika.
1887 erschuf er seinen Meisterdetektiv Sherlock Holmes. 1902 wurde der Mediziner zu Sir Arthur Conan Doyle geadelt. Sein Sohn starb früh, bereits im Jahre 1921 fiel er ihm 1. Weltkrieg. Sir Arthur Conan Doyle wandte sich daraufhin dem Spiritismus zu. Er starb am 7. Juli 1930 in Crowborough/Sussex.
Hier finden Sie eine Kurzbiografie des facettenreichen Autors und Arztes:
- 1859 22. Mai: Arthur Conan Doyle wird als Beamtensohn im schottischen Edinburgh geboren.
- 1882 Nach seinem Medizinstudium in Edinburgh praktiziert Doyle als Arzt in Southsea.
- 1887 In der Erzählung "A Study in Scarlet" taucht bereits zum ersten Mal die Figur des Detektivs Sherlock Holmes auf.
- 1890 Doyle nimmt eine Tätigkeit als Schiffsarzt auf.
- ab 1891 Er arbeitet als freischaffender Schriftsteller, veröffentlicht kurze Abenteuer seines Sherlock Holmes im "Strand Magazine". So wird Doyle zum Begründer des modernen Kriminalromans, der zahlreiche Nacheiferer fand. Sein Erzählstil wird zum Vorbild des bürgerlichen Detektivromans des 20. Jahrhunderts.
- 1893 Doyle wollte Sherlock Holmes nach dem Erscheinen des zweiten Sammelbands "The Memoirs of Sherlock Holmes" sterben lassen, beugt sich aber dem Wunsch des Verlegers und der Leserschaft: Holmes darf weiter leben. In den Folgejahren erscheinen nach den ersten zwei Sammelbände mit "The Return of Sherlock Holmes" (1903/04) und "The Case Book of Sherlock Holmes" (1927) noch zwei weitere Ausgaben.
- um 1896 Doyle, die Politik der konservativen Regierung unterstützend, nimmt als Arzt freiwillig am Burenkrieg teil.
- 1900 Danach veröffentlicht er die Schrift "The Great Boor War" ("Der Krieg in Südafrika").
- 1901/02 Die Erzählung "The Hound of the Baskervilles" erscheint.
- 1902 Doyle wird wegen seiner Verdienste im Burenkrieg geadelt.
- um 1918 Scheinbar aus Verzweiflung über den Tod seines Sohns, der im Ersten Weltkrieg gefallen ist, wendet sich Doyle dem Mystizismus und Spiritismus zu.
- 1930 7. Juli: Arthur Conan Doyle stirbt in Crowborough (Sussex).
(Geschrieben von Matthias Stöbener)
08.09.2009, 09.02 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Sehnsucht nach Weite und Freiheit
Dschingis Khan: Jeder hat schon etwas von ihm gehört. Noch immer erinnere ich mich daran, wie ich als Kind im Fernsehen einen Spielfilm über den berühmten Mongolen-Herrscher sah. Dieser Streifen hat mich so beeindruckt, dass ich bis heute einzelne Bilder davon im Kopf habe. Aber sonst? Was wissen wir über den Imperator aus dem Osten wirklich? Was wissen wir über die Mongolen, die im Mittelalter unter eben jenem Dschingis Khan vereint wurde? Warum haben sie die Grenzen ihres Reiches bis nach Europa erweitern wollen?
Eine Freundin träumt von dem einmaligen Steppenland des Dschingis Khan, seit sie den Film „Die Geschichte vom weinenden Kamel“ im Kino sah. Und jetzt hat sie tatsächlich für Anfang September eine Reise in die Mongolei gebucht. Zwei Wochen wird sie auf einem Kamel-Treck unterwegs sein.
Als ich sie fragte, weshalb die unbedingt in dieses Land reisen will, wusste sie keine rechte Antwort zu geben. Eine unbestimmte Sehnsucht bringt sie dazu, vor Ort Weite und Freiheit nachempfinden zu wollen. Ich habe sie überredet, einen Fotoapparat mitzunehmen. Normalerweise weigert sie sich beharrlich, ihre Reiseindrücke woanders als in ihrem Herzen festzuhalten. Wenn sie zurückkehrt, lässt sie mich sicherlich an einigen Erlebnissen teilhaben.
Ich habe ihr derweil schon einmal die geeignete Vorbereitungslektüre herausgesucht. Die Romanbiografie „Dschingis Khan“ beschreibt spannend und anschaulich das Leben und Wirken des großen Mongolenführers im 12. Jahrhundert.
(Geschrieben von Matthias Stöbener)
19.06.2009, 08.02 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Ein weiser Mann
In diesen Tagen wäre Hermann Hesse 130 Jahre geworden, Grund genug, diesen großen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts zu würdigen. Zumal seine Werke „Narziss und Goldmund“, „Der Steppenwolf“, „Das Glasperlenspiel“ und „Siddhartha“ in einem bestimmten Alter zu meinen absoluten Lieblings- büchern zählten. Geboren wurde Hesse am 2. Juli 1877 in der Württembergischen Stadt Calw als eins von 5 Kindern. Dank seines weltoffenen und intellektuellen Eltern- hauses (Vater und Mutter hatten als Missionare in Indien gearbeitet) ent- wickelte er schon früh eine pazifistische Ader, einen Protest gegen alles Totalitäre und einen starken Individualismus.
Nach einer gescheiterten Buchhändlerlehre und 14 Monaten als Mechanikerlehrling arbeitete er ab 1899 in Basel als Buchhändler und Antiquar.
Mit dem Roman „Peter Camenzind“ gelang Hesse 1903 der Durchbruch als Schriftsteller. 1904 heiratete er die Baseler Fotografin Maria Bernoulli. Mit ihr bekam er insgesamt drei Söhne: Bruno (1905–1999), Hans Heinrich, auch „Heiner“ genannt (1909–2003) und Martin (1911–1968).Nach der Trennung von seiner Frau und drei Kindern siedelte Hesse 1919 allein ins Tessin über. 1924 heiratete er Ruth Wenger, allerdings ging die Ehe drei Jahre später ebenfalls in die Brüche. 1931 heiratete er zum dritten Mal, und zwar Ninon Dolbin.
Als wichtigste Meilensteine seines schriftstellerischen Schaffens gelten 1906 „Unterm Rad“, 1910 „Gertrud“, 1914 „Roßhalde“, 1919 „Demian“, 1920 „Klingsors letzter Sommer“, 1922 „Siddhartha“, 1927 „Der Steppenwolf“, 1930 „Narziss und Goldmund“ und 1943 „Das Glasperlenspiel“.
Hermann Hesse starb am 9. August 1962 an einem Gehirnschlag. Er liegt auf dem Friedhof Sant´Abbondio in Gentilino bei Montagnola begraben.
Sein komplettes Lebenswerk lässt sich als Autobiografie lesen, mit der Hesse den Leser auf einen „Weg nach innen“ führt. Am besten verdeutlicht das sein Gedicht „Stufen“.
Sollte glatt mal wieder etwas von ihm lesen!
13.07.2007, 08.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Der neoromantische Vagabund
Heutzutage hätte Stefan George schnell seinen Stempel. Wenn heute jemand als Adresse "ohne festen Wohnsitz" angibt, gilt er als obdachlos. Wer die erstaunliche Biografie des Sohns eines Gastwirts und Weinhändlers liest, mag vielleicht schon in seiner frühen Kindheit Anzeichen erkennen, die zu seinem ungewöhnlichen Lebensstil führten: Stefan George galt immer schon als Einzelgänger, den manchmal Anflüge von Narzissmus überkamen.
Wer das Werk des bedeutenden deutschen Lyrikers kennt, erhält Einblick in eine zarte Seele, die zwischen Zweifel und Hoffnung hin- und her gerissen ist. Die Titel seiner Gedichte reichen von "Sieg des Sommers" bis zu "Der Verworfene".
Geboren wurde Stefan George am 12. Juli 1868 in Büdesheim, er starb am 4.12.1933 in Minusio. Er nutzte seine Begabung. Schon während seiner Gymnasialzeit lernte der Schüler Italienisch, Hebräisch, Griechisch, Latein, Dänisch, Holländisch, Polnisch, Englisch, Französisch und Norwegisch - und entwickelte schließlich seine eigne Sprache. Nach dem Abitur versuchte er es mit der Philosophie, gab das Studium jedoch bald auf und zog durch Europa: "Ohne festen Wohnsitz" quartierte er sich bei Freunden ein - und schrieb. Geld hatte er, das Erbe seiner Eltern war nicht knapp, und dennoch zog Stefan George es vor, der Umtriebigkeit seines Geistes zu folgen.
Er, der immer auf der Suche war, baute sein Leben ab dem Jahr 1900 auf strikten moralischen Grundsätzen auf: Er versuchte, in sich selbst sein Idealbild des "neuen Menschen" zu verwirklichen. Weil es so schön passt, möchte ich die letzte Strophe aus "Juli-Schwermut" zitieren:
"Nichts was mir je war raubt die vergänglichkeit.
Schmachtend wie damals lieg ich in schmachtender flur
Aus mattem munde murmelt es: wie bin ich
Der blumen müd • der schönen blumen müd!"
Für alle, die mehr von Stefan George wissen möchten, gibt es die letzten Reste einer umfangreichen CD-ROM!
Wer das Werk des bedeutenden deutschen Lyrikers kennt, erhält Einblick in eine zarte Seele, die zwischen Zweifel und Hoffnung hin- und her gerissen ist. Die Titel seiner Gedichte reichen von "Sieg des Sommers" bis zu "Der Verworfene".
Geboren wurde Stefan George am 12. Juli 1868 in Büdesheim, er starb am 4.12.1933 in Minusio. Er nutzte seine Begabung. Schon während seiner Gymnasialzeit lernte der Schüler Italienisch, Hebräisch, Griechisch, Latein, Dänisch, Holländisch, Polnisch, Englisch, Französisch und Norwegisch - und entwickelte schließlich seine eigne Sprache. Nach dem Abitur versuchte er es mit der Philosophie, gab das Studium jedoch bald auf und zog durch Europa: "Ohne festen Wohnsitz" quartierte er sich bei Freunden ein - und schrieb. Geld hatte er, das Erbe seiner Eltern war nicht knapp, und dennoch zog Stefan George es vor, der Umtriebigkeit seines Geistes zu folgen.Er, der immer auf der Suche war, baute sein Leben ab dem Jahr 1900 auf strikten moralischen Grundsätzen auf: Er versuchte, in sich selbst sein Idealbild des "neuen Menschen" zu verwirklichen. Weil es so schön passt, möchte ich die letzte Strophe aus "Juli-Schwermut" zitieren:
"Nichts was mir je war raubt die vergänglichkeit.
Schmachtend wie damals lieg ich in schmachtender flur
Aus mattem munde murmelt es: wie bin ich
Der blumen müd • der schönen blumen müd!"
Für alle, die mehr von Stefan George wissen möchten, gibt es die letzten Reste einer umfangreichen CD-ROM!
12.07.2007, 09.09 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Die neue Ehrlichkeit
Selbstdarstellung ist out, ehrliche Menschlichkeit in. So titelte neulich ein Frauenmagazin, das mir zufällig im Zahnarztwartezimmer in die Hände fiel. Das Erstaunliche war, dass es um Autobiografien ging. Vorbei seien die Zeiten, in denen sich Prominente wie „Normalsterbliche“ für große Taten, für Außergewöhnliches rühmten. Vielmehr interessiere heute die menschliche Komponente, die Selbst- erfahrung. Als Paradebeispiel wurde der Entertainer Hape Kerkeling herausgestellt. In seinem Buch „Ich bin dann mal weg“ schildert er seine Pilgerreise auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Das Buch war 2006 viele Wochen ein Bestseller und wird auch heute noch prächtig verkauft.
In eine ähnliche Richtung geht auch „Was in zwei Koffer passt“ von Veronika Peters. In ihrer Biografie schildert sie ihre Klosterjahre. Mit 21 Jahren be- schloss sie, in ein benediktinisches Kloster zu gehen. Sie beschreibt, wie sie knapp 12 Jahre als Nonne lebte, erzählt von ihrem Alltag im Kloster, welche Konflikte sie mit sich und ihren Mit- schwestern austragen musste, und wie sie letztendlich mit 33 Jahren in ihr „altes“ weltliches Leben zurückkehrte. Eine sehr ehrliche, ruhige, unaufgeregte Biografie, die nur wenig gemein hat mit Dieter Bohlens „Nichts als die Wahrheit“ oder anderen reißerischen Selbst- darstellungen.Der Trend weg von der Prominenten-Maske hin zu einer neuen Ehrlichkeit kann nur gut sein. Wenn ich wüsste, ob diese Autobiographien alle ehrlich sind, würde ich ja glatt mal eine lesen.
06.07.2007, 09.16 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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