
Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Brauch
Sie müssen nur noch zugreifen
Die Blumenhändler freuen sich, denn bald gibt es für sie wieder gute Geschäfte: Der Valentinstag am 14. Februar steht vor der Tür. Ähnlich wie das hierzulande ursprünglich gar nicht so populäre Fest »Halloween« wird bei uns auch der Valentinsbrauch seit einigen Jahren immer wichtiger. Er sieht vor, dass sich Verliebte gegenseitig Geschenke machen, vor allem Blumen sind dafür besonders beliebt. Der Preis für rote Rosen, das blumige Liebessymbol par excellence, steigt zu dieser Zeit rasant an.
In den USA, ganz Europa und besonders in England ist der Valentinstag ein ganz wichtiger Tag. In manchen Ländern, zum Beispiel in Finnland, gilt der Valentinstag auch für liebe Freunde, die dann mit einem kleinen Geschenk oder einer netten Karte bedacht werden. Wer an diesem Tag nichts in seinem Briefkasten findet, muss sich ernsthafte Gedanken machen ...
Der Brauch basiert auf der Legende des Bischofs Valentin von Terni, der im 3. Jahrhundert nach Christus als christlicher Märtyrer starb. Er soll Liebende gegen das ausdrückliche Verbot des Kaisers Claudius II. getraut haben, beispielsweise Soldaten, denen die Ehe untersagt war. Aber der schöne Brauch, der geliebten Frau am 14. Februar Blumen zu schenken, könnte auch mit einer entsprechenden Sitte im antiken Rom zu tun haben. Dieser Tag ist nämlich der Gedenktag der Göttin Juno, die als Beschützerin von Ehe und Familie geehrt wurde. Wie dem auch sei, der Valentinstag ist aus dem Jahreslauf nicht mehr wegzudenken. Es ist ja auch wirklich ein schöner Brauch, dem Menschen, der einem besonders am Herzen liegt, eine Kleinigkeit zu schenken.
Es müssen übrigens nicht immer Blumen sein. Ein Buch ist vielleicht eine noch bessere Idee: Das bleibt länger frisch und man kann sogar ein paar liebevolle Worte hineinschreiben. Wir von Jokers haben Ihnen geeignete Titel voller Liebe und Poesie zusammengestellt, Sie müssen nur noch zugreifen!
http://www.jokers.de/1/aktuell1/geschenkideen-zum-valentinstag.html
09.02.2011, 08.44 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Faschingsbrauchtum
Nun ist es wieder vorbei: Die Narren haben den Karneval alias Fasching lautstark und manchmal feucht-fröhlich verabschiedet. Die Bräuche rund um die lustigen Tage sind vielfältig – mancherorts ist tatsächlich die komplette Karnevalszeit, die offiziell am 11.11. um 11.11 Uhr beginnt, ein einziger Ausnahmezustand, anderen- orts konzentrieren sich die Feiern auf eine knappe Woche. Interessieren Sie die unterhaltsamsten Karnevalsbräu- che?Los geht´s mit der „Weiberfastnacht“, die manchmal auch „Schmutziger Donnerstag“ genannt wird: Seit vielen Jahrhunderten wird der „unsinnige“ Donnerstag vor dem Faschingssonntag gefeiert. So findet sich bereits in der Schrift „Walters Werk“ im Kapitel „Der Carneval in Köln vor 1823“ dieser Abschnitt: „Die Vorfeier des Carnevals begann mit der so genannten Weiberfastnacht am Donnerstag vor demselben. Dann herrschte die ganz eigentümliche Sitte, dass Frauen und Mädchen sich untereinander die Hauben abrissen, was man Mötzenbestohl nannte. Nachmittags bewegte sich der Bellegeck, eine echt kölnische Maske, mit vielen Schellen behängt, in den Straßen herum …“ (siehe wikipedia.de).
Der Faschingsfreitag ist auch als der „rußige“ Freitag bekannt. Früher galt der Brauch, sich gegenseitig Asche ins Gesicht zu werfen – nach dem kirchlichen Verbot dieser Sitte lebte sie niemals mehr richtig auf.
Am Karnevalssamstag geht es dann richtig los: In einigen Orten wird der Endspurt in den Fasching mit Krapfen und Schmalzgebäck begangen, so dass der Tag den Beinamen „schmalziger“ Samstag erhielt. Doch am Rhein steht der Spuk im Vordergrund: Seit dem Jahr 1613, so heißt es, bildet der traditionelle Geisterzug am Fastnachtssamstag den Höhepunkt des bunten Treibens. In Blankenheim bei Köln tanzen in Laken gehüllte Gestalten mit hörnerartigen Zipfeln am Kopf durch die Gassen. Ihre Pechfackeln lodern hell in der Nacht.
Im badischen Buchenbach freut sich der ganze Ort am Faschingssonntag eines besonderen Spektakels: Hier entzünden Männer hölzerne Scheiben an einem großen Scheiterhaufen, der bereits am letztjährigen Aschermittwoch errichtet wurde, und werfen die lodernden Flammenscheiben hoch in die Luft. Zum Abschluss des zündenden Sonntags wird ein brennendes Feuerrad einen Hang hinunter gestoßen. Ob dieser Brauch böse Geister vertreiben soll oder nur eine bequeme Entsorgung des alten Holzes war, bleibt ungeklärt – auf alle Fälle ist dieser Sonntag ein Fest für die Sinne!
Der Rosenmontag ist unter den Narren wohl der wichtigste Tag: Keine Stadt, in der an jenem Tag nicht die prächtigen Karnevalszüge durch die Orte rollen. Manche Faschingsgruppe arbeitete das ganze Jahr an den Wagen und Kostümen!
Am Faschingsdienstag wird der Karneval noch einmal ausgiebig gefeiert. Der Narrensprung, wilde Gelage und Zechereien auf den Straßen beenden die närrische Zeit. Nun kehrt wieder Ruhe ein und die Menschen stimmen sich auf die Fastenzeit, die 40 Tage bis zum Ostersonntag dauert.
10.02.2008, 16.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Die Rauhnächte
Kennen Sie noch die „Rauhnächte“? Dieser Brauch geriet in den letzten Jahrzehnten immer mehr in Vergess- enheit. Früher feierte man je nach deutscher oder österreichischer Region bis zu 12 Rauhnächte. Voller Magie und Mystik sind die Thomasnacht (21. 12.), die Christnacht, die Silvesternacht und die Nacht vom 5. auf den 6. Januar (Dreikönig).Es sind die Nächte, in denen Tiere sprechen, in denen die Zukunft entschieden wird, in denen Orakel und Weissagungen besondere Macht haben, in denen schließlich auch geräuchert wird … Manche leiten daher auch den Begriff „Rauhnacht“ her, was aber falsch ist, denn die Bezeichnung geht auf das mittelhochdeutsche Wort für „haarig“ zurück. Die Rauhnächte waren bei unseren Vorfahren die Nächte, in denen sie heidnische Rituale rund um das Nutzvieh abhielten.
Im Volksglauben kann das Glück durch Spenden an Bedürftige (unsere „Dreikönigssinger“) herbeigerufen werden, durch Gaben an das Vieh sollte Unheil abgewendet werden. In der Zeit zwischen den Rauhnächten sollte keine Wäsche vors Haus gehängt werden, auch durfte früher weder gesponnen noch genäht werden, denn das würde, so glaubte man, die böse Frau Holle, die germanische Göttin Hel, herbeirufen und dem Haus entweder Ungeziefer oder Streit für das ganze Jahr bringen.
Manch älterer Mitbürger erzählt, dass in seiner Jugend noch jeder Obstbaum im Garten in jeder der zwölf „rauen“ Nächte berührt und geschüttelt werden musste. Dabei rief man: „Bäumchen, bleibe wach, schlafe nicht, Frau Harre kommt!“ Frau Harre ist eine regionale Bezeichnung für Frau Holle, die der germanischen Sage nach gar nicht so lieb ist, wie wir uns die Dauendecken schüttelnde alte Frau oft vorstellen: Hel flößte mit ihren feuerroten Augen Menschen Furcht ein, weshalb sie angeblich vor allem von Hexen angebetet wurden.
26.12.2007, 15.39 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Der Jöölboom
Jeder kennt und manche lieben ihn: den Christbaum. Hierzulande sind es meist Tannen, die für den heiligen Abend gefällt werden, um dann im heimischen Wohnzimmer prachtvoll geschmückt zu werden. Weihnachten wird überall gefeiert, nur wachsen nicht überall Tannen! Wie behelfen sich zum Beispiel die Bewohner der nordischen Inseln? Wie kommen z. B. die Sylter zu ihrem Christbaum?Heute werden natürlich Tannen auf die Insel verschifft – doch noch bis 1900 mussten sich die Sylter anders behelfen. Und aus der Not wurde ein wunderschöner Weihnachtsbrauch geboren. Man verwendete einen Besenstil, um Weihnachten in die Stuben zu zaubern. Salzteigfiguren, Grünzeug und Früchte wurden kunstvoll um den Besenstil drapiert, jede der Figuren hatte ihre eigene symbolische Bedeutung. Den Sockel des Jöölbooms, wie man diesen Tannenbaum-Ersatz nannte, bildeten Adam und Eva mit einer Schlange, darüber befanden sich ein Pferd, ein Hund und an der Spitze ein Hahn. Adam und Eva mit der Schlange sind Symbol für die Erkenntnis. Das Pferd ist Ausdruck für Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit, der Hund symbolisiert die Treue. Der Hahn steht für Wachsamkeit.
Heute können die Sylter wieder wählen, ob sie eine Tanne oder ihren Jöölboom schmücken möchten. Immer mehr Touristen erwerben einen der außergewöhnlichen Jöölboome, die heute allerdings nicht mehr aus einem Besenstil bestehen. Möglich, dass es nicht mehr lange dauert, bis japanische Christen Weihnachten mit einem Jöölboom feiern …
25.12.2007, 15.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Ein junger Brauch
Bräuche sind oft viele Jahrhunderte alt: Einer unserer beliebtesten Weihnachts- bräuche, das Aufstellen des Christ- baums, gehört zu den jüngeren. Bis vor ungefähr 400 Jahren waren es keine Nadelbäume, die für den Heiligabend geschmückt wurden, sondern man befestigte zur Weihnachtszeit immer- grüne Zweige an den Decken der Räume. Erst im 17 Jahrhundert fanden die Christbäume ihren Platz, den sie bis heute haben: Meist stellt man sie mitten in den Raum und putzt sie mit buntem Schmuck heraus. Früher bestand die Dekoration aus roten Äpfeln (ein Fruchtbarkeitssymbol zur Erinnerung an Adam und Eva), duftenden Lebkuchen, die für ein langes und unbeschwertes Leben standen, und aus Seide wurden Blüten in Form von Rosen angefertigt, um den Christbaum erblühen zu lassen. Die Krippe mit der nachgestellten Bibelszene bildete den Mittelpunkt des Geschehens. Sie wurde unter dem geschmückten Baum aufgestellt.Doch auch wenn der Christbaum als Tanne, Fichte oder Föhre ab dem 19. Jahrhundert weite Verbreitung fand, gibt es auch heute noch Ausnahmen: Was zum Beispiel die Sylter am Weihnachtstag in ihren Zimmern schmücken, lesen Sie im nächsten Blog.
24.12.2007, 11.22 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Santa Lucia
Ein hierzulande eher unbekannter Brauch ist der Tag der Santa Lucia. In Italien und Schweden hingegen wird der 13. Dezember oft noch groß in der Familie gefeiert. In Deutschland feiern ihn nur manche Kirchengemeinden.In Schweden trägt ein weiß gekleidetes Mädchen, die Lussibrud (Lucienbraut), einen Kranz mit brennenden Kerzen auf dem Kopf und weckt in der Familie die Schlafenden. Dabei bringt sie ihnen Gebäck. In christlichen Gemeinden ver- breitet oft ein ebenfalls weiß geklei- detes Mädchen mit dem Lichterkranz in einer dunklen Kirche den Glanz der Kerzen – die Zeit des Lichts bricht also an.
Hintergrund dieses zauberhaften Brauchs ist die Figur der jungen Lucia, einer Christin, die in der Zeit der Christenverfolgung geflüchteten Christen Nahrung in die dunklen Katakomben brachte. Um beide Hände zum Transport des Essens frei zu haben, trug sie einen Kerzenkranz auf dem Kopf, brachte so also Licht in die Dunkelheit der Katakombengewölbe. Ihr Verlobter jedoch verriet Lucia, als sie mit dem Gedanken spielte Nonne zu werden. Lucia sollte von Ochsen zu Tode geschleift werden. Die Tiere jedoch waren nicht dazu zu bringen auch nur einen Schritt zu tun, um Lucia zu töten. Soldaten mussten sie schließlich erstechen, berichtet die Legende.
23.12.2007, 11.55 | (0/0) Kommentare | TB | PL



ø pro Tag: 0,6
Kommentare: 265
ø pro Eintrag: 0,2
Online seit dem: 15.05.2005
in Tagen: 2457





















