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Vom Leiden des Lesers

Kennen Sie das auch? Zufällig haben Sie einen Ihnen unbekannten Autor entdeckt, haben wahllos eines seiner Bücher aus dem Regal gegriffen und gekauft: der Anfang einer großen Leidenschaft. Wochen später ertappen Sie sich dabei, wie Sie sämtliche Ihnen bekannten Online Shops nach dem 8., gerade neu erschienenen Fortsetzungsroman der Serie Ihres neuen Lieblingsautors durchsuchen, seine Werke vielleicht sogar im Original bestellen, weil sie noch nicht auf Deutsch erschienen sind, und sich Tage lang in ihren vier Wänden verbarrikadieren, um zu lesen. Sie tauchen ein in eine wunderbare, spannende, mitreißende Welt schwelgerischen Lesegenusses.


436692_R_K_B_by_Cisco Ripac_pixelio.de.jpgDoch dann passiert es: Lange nach Mitternacht haben Sie die allerletzte Zeile des bislang letzten Werks des Autors gelesen und Sie fallen in ein tiefes Loch. Es ist sogar möglich, dass Sie den Rest dieser sowieso schon kurzen Nacht nicht mehr schlafen können, weil Sie Gedanken um all die endlosen Tage machen, die sich scheinbar ewig düster ohne neuen Lesestoff von ihrem liebgewonnenen Dichter dahin strecken.


Müde klicken Sie sich am nächsten Feierabend durch die Listen mit Neuerscheinungen im Internet, doch irgendwie schafft es kein Titel, kein Autor, erneut Ihr Interesse zu wecken. Ich habe viele solcher deprimierender Phasen hinter mir: Immer dann, wenn ich einen Schriftsteller entdeckte, sah ich mich irgendwann damit konfrontiert, dass auch das beste Buch einmal zu Ende ist.


Zwischenzeitlich habe ich gelernt, wie ich mir »die Phase danach« etwas erleichtern kann. Ich habe es aufgegeben, unzählige andere Werke anzulesen, nur, um sie nach der zwanzigsten Seite enttäuscht aus der Hand zu legen (das hat wahrlich kaum ein Buch verdient), weil sowieso keines meine akut überhöhten Ansprüche erfüllen könnte. Wenn ich heute ein Buch, das mich zutiefst begeisterte, fertig gelesen habe, versüße ich mir die Wartezeit auf meine nächste heiße Buchflamme mit Verfilmungen früherer Lieblingstitel von mir. Und siehe da, die Stimulierung anderer sensorischer Kanäle (also Filmgucken statt Lesen) hilft tatsächlich meinen Kopf frei zu machen für weitere Buchentdeckungen.


Als es also letztens wieder so weit war und schweren Herzens die Lektüre zuklappte, die mich über Wochen gefesselt hielt, besorgte ich mir am nächsten Tag die Doppel-DVD zu genau jenen Geschichten, die mich in Jugendjahren um den Schlaf brachten: Verfilmungen zu »Die unendliche Geschichte« und »Momo«. Wer hätte es geglaubt: Zur Zeit verbringe ich jede Nacht mit Harlan Coben. Meine Augenringe sprechen für sich...


Bild: Buch © Cisco Ripac/www.pixelio.de




28.11.2011, 09.15 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Beim »Wühl-Spiel« sind Grips und Glück gefragt!

Sprachtalent allein reicht nicht, will man es beim Scrabble weit bringen. Es gehört auch immer eine Portion Glück dazu bei diesem Spiel, das regelrecht Suchtcharakter aufweist. Und darin liegt genau der Reiz. Schließlich kann man nicht beeinflussen, welche Buchstabensteinchen man zieht, um daraus Wörter zu bilden. Dann jedoch kommt das Köpfchen ist Spiel, um aus dem Buchstabensalat sinnvolle Wörter zu bilden. Und die sollten auch noch eine hohe Punktzahl bekommen. Nicht jeder Buchstabe zählt gleich viel, und so müssen die gebildeten Begriffe nicht nur existieren (Fantasiewörter sind nicht erlaubt), sondern auch die Buchstaben enthalten, die einen nach vorne katapultieren.


Eine schwierige Sache also! Herumwühlen ist angesagt, herumwühlen in der Sprache. Denn »to scrabble« heißt nichts anderes als wühlen, scharren oder auch krabbeln. Erfunden hat das Buchstabenspiel 1931 ein US-amerikanischer Architekt namens Alfred Mosher Butts. Er nannte es »Lexico«, später »Criss-Crosswords«. Richtig berühmt wurde es allerdings erst unter dem Namen »Scrabble« Ende der 1940er-Jahre. Da gehörten die Rechte bereits einem Anwalt und machten ihn vermutlich steinreich. Denn das Spiel mit den flinken Buchstaben gehört zu den beliebtesten weltweit. In 29 Sprachen kann geknobelt werden und wer eine Fremdsprache lernt und es einmal mit Scrabbeln versucht, weiß, ob er etwas gelernt hat.


Scrabble.jpgEchte Scrabble-Profis treten gerne gegeneinander an. Allein in Deutschland gibt es mehrere konkurrierende Wettbewerbe, etwa das »ZEIT-Scrabble-Turnier«, die »Deutschen Scrabble-Meisterschaften«, die »Scrabbinale« und die »Scrabble Masters«.


Wer es jetzt nicht mehr aushält und unbedingt scrabbeln muss: Bei Jokers findet er oder sie die nötige Grundausstattung!



Scrabble-Spiel Anniversary Edition bei Jokers


Scrabble-Spiel von Mattel bei Jokers


Duden Scrabble-Wörterbuch bei Jokers



Geschrieben von Petra Anne-Marie Kollmannsberger



10.11.2011, 15.21 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Alternative Energien nutzen

Windkraft.jpgAlternative Energien sind in aller Munde. Doch was bedeutet das? Was kann der Einzelne tun, um sich unabhängiger von Atomenergie und den traditionellen Stromerzeugern zu machen? Was sind Vor- und auch Nachteile so genannter alternativer Energiequellen? Atom- und Kohlekraftwerke erreichen ihre Wirtschaftlichkeit auch dadurch, dass sie mit relativ geringem Platzbedarf dezentral Energie liefern können. Dennoch ist es heute nicht mehr vertretbar, die Risiken von Atomkraft und die Umweltbelastung von Kohlekraftwerken, auch vor dem Hintergrund der schwindenden Ressourcen, zugunsten der Wirtschaftlichkeit zu vernachlässigen. Die Umwelt wird durch Atom- wie auch Kohleenergie stark beeinträchtigt: Kohlekraftwerke und Atomkraftwerke erzeugen Abwärme, die in Flüsse oder die Luft abgeleitet werden muss. Was geschieht, wenn die Kühlung im Reaktor versagt, wissen wir alle. Kohlekraftwerke erzeugen enorm hohe Mengen an Kohlendioxid - trotz modernen Rauchgasreinigungsanlagen. Die terrestrische Biosphäre, also Wälder, können ihn »entsorgen« doch mit der fortschreitenden Entwaldung und Wüstenbildung ist dieses natürliche Mittel längst aufgezehrt. Atomkraftwerke werfen, wenn das Risiko, das sich schon im laufenden Betrieb ergibt, nicht weiter beachtet wird, das Problem der Endlagerung auf. Eine sichere Lösung für die Endlagerung von radioaktivem Material ist bis heute nicht gefunden worden.



Um Deutschland flächendeckend mit alternativem Strom zu versorgen, müsste das vorhandene Stromnetz stark ausgebaut werden, wobei die Versorgung mit alternativem Strom durch Wind- oder Sonnenenergie nicht immer konstant sein kann. Deshalb müssten verschiedene alternative Energiequellen kombiniert werden, um eine lückenlose und kontinuierliche Versorgung zu gewährleisten.


Wir kommen wohl nicht darum herum, uns mehr Gedanken um unsere Bauweise zu machen. Heute ist es nicht mehr vertretbar, ein Haus zu bauen, ohne alternative und autonome Energiequellen einzubeziehen. Doch auch in alten Gebäuden kann nachgerüstet werden. Nicht nur Sonnenkollektoren auf dem Dach, auch richtige Dämmstoffe und alternatives Heizmaterial wie z.B. eine Pellets-Heizung machen viel Sinn. Was Sie selbst tun können und welche Energiequelle die richtige für Ihr Heim ist, zeigt das Buch »Handbuch Hausversorgung«.



http://www.jokers.de/3/15560334-1/buch/handbuch-hausversorgung.html


Bild: Windräder © SILKA KAISER/www.pixlio.de




29.04.2011, 10.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Du stirbst nicht

»Du stirbst nicht« das klingt ja zunächst einmal tröstlich. So, als würde alles gut. Aber als Helene Wesendahl, die Hauptperson des Romans mit dem zuversichtlichen Titel, im Krankenhaus erwacht, erscheint ihr gar nichts gut. Denn sie kann sich kaum rühren und Sprechen ist auch unmöglich. Eine fast unerträgliche Situation für die Frau, die als Psychologin und Mutter von fünf Kindern zuvor mitten im Leben stand.


Schmidt.jpgSie hatte eine Hirnblutung, wie sich langsam herausstellt. Nur langsam findet sich die Mittvierzigerin Helene wieder zurecht. Stückchen für Stückchen kehrt die Erinnerung zurück. An ihre Kinder aus zwei Beziehungen, an ihren Mann Matthes und daran, dass sie vor der Hirnblutung offensichtlich drauf und dran war, ihn zu verlassen.


Und sie erinnert sich auch an Viola. Die Transsexuelle war eine der wichtigsten Personen in Helenes Leben, eine Vertraute und Freundin. Die Erinnerung an die intensiven Begegnungen mit Viola helfen Helene, sich allmählich zurück ins Leben zu kämpfen. Sprach- und Gedächtnisverlust machen ihr allerdings schwer zu schaffen mehr als die halbseitige Lähmung, die auch kleinste Bewegungen zur Anstrengung werden lässt.

 


Dass all das so trocken, ironisch und trotz der Krankheitsthematik humorvoll dargestellt wird, das ist das Besondere an diesem Buch. Nicht umsonst hat »Du stirbst nicht« von Kathrin Schmidt 2009 den Deutschen Buchpreis erhalten. Zu Recht, denn die Gothaer Autorin hat ein faszinierendes Buch über ein besonders eindringliches Thema geschrieben, das ich wirklich nur empfehlen kann!



http://www.jokers.de/3/15784980-2/buch/du-stirbst-nicht.html



21.04.2011, 16.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Rekordverdächtige Bücher

Schneller, höher, weiter Dieses Motto gilt nur für sportliche Höchstleistungen? Weit gefehlt! Auch Bücher stellen rasante Rekorde auf. So konkurrieren sie etwa darum, welches denn nun das größte, teuerste, schwerste, seltenste, meistverkaufte, schnellste ist. Ja, Sie haben richtig gelesen: das schnellste Buch. Die Stiftung Lesen wollte herausfinden, ob es möglich ist, ein Buch an einem einzigen Tag zu schreiben, lektorieren, setzen, drucken, binden, ausliefern, verkaufen, lesen, rezensieren. Es klappte. 2003 startete das Turbo-Buch, geschrieben von einem AutorInnen-Kollektiv mit 96 Seiten und einer Auflage von einmalig 1.000 Exemplaren. Thema: Tempo, was sonst...


Normalerweise geht es bei der Buchproduktion nicht mit Überschallgeschwindigkeit zu, vor allem nicht bei schwergewichtigen Schmökern, die jedes Bücherregal sprengen. Lange Zeit galt ein elefantöser Bildband über das Königreich Bhutan als größtes Buch der Welt. Mit 1,52 x 2,13 Metern und einem Gewicht von 65 Kilogramm machte er mächtig was her. Der Rekordhalter wurde allerdings kürzlich entthront von einem noch gewaltigeren Schmöker, der sagenhafte 3,07 x 3,42 Meter misst. Mit diesen Ausmaßen passt der Bildband des Autoherstellers Mazda nicht einmal mehr durch eine normale Tür.


Devil_codex_Gigas.jpgDas größte handschriftlich gefertigte Buch des Mittelalters ist übrigens der »Codex Gigas« (gigas = griechisch für riesig), der es bereits auf 50 x 90 cm und ein Gewicht von fast 75 Kilogramm brachte. Nebenbei bemerkt: Schelme bezeichnen schon mal das Entlebuch als größtes Buch der Schweiz. Dieses malerische Schweizer Tal im Kanton Luzern ist 397 Quadratmeter groß.


Nun sollte man annehmen, derart riesige Bücher seien auch entsprechend schwer. Keine Frage, sie bringen ordentlich Gewicht auf die Waage, aber leider nicht genug. Denn das wohl schwerste Buch Welt ist verhältnismäßig klein. »Das Buch der Apokalypse« von Salvador Dali ist gerade mal 78 x 86 cm groß, mit seinen 210 Kilogramm allerdings so schwer wie ein Pony. Grund dieses stattlichen Übergewichts ist die Herstellung des Wälzers aus dickem Pergament.


Die Liste der Buch-Superlative kommt nun zum Thema Geld. Was kostet das teuerste Buch aller Zeiten? Eine ganze Menge, wenn man einen Fantasiepreis in schwindelnder Höhe ansetzt. Das hat der Schweizer Philosoph Tomas Alexander Hartmann getan und für sein Werk »Die Aufgabe« schlappe 153 Mio.Euro veranschlagt. Kein Pappenstiel für ein 13-seitiges Bändchen. Allerdings machte der Autor geltend, er habe 30 Jahre für die Fertigstellung gebraucht. Das ist trotzdem noch ein fürstliches Honorar. Ob das Werk jemals an den Mann oder die Frau gebracht werden konnte, ist nicht bekannt.


Ganz real teuer hingegen ist das ornithologische Buch »Die Vögel Amerikas« aus dem 19. Jahrhundert, das bei einer Rekordversteigerung bei Sothebys für 8,6 Mio. Euro unter den Hammer kam. Dagegen wirkt die erste Shakespeare-Gesamtausgabe von 1623, die in derselben Auktion für 1,8 Mil. Euro versteigert wurde, fast wie ein Schnäppchen. Lange sparen müsste man auch auf den »Codex Aureus«, so er denn verkäuflich wäre. Diese über und über mit Gold und Edelsteinen verzierte Kostbarkeit lagert im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg und wird auf 80 Mio. Euro geschätzt.


Wir von Jokers backen lieber kleinere Brötchen. Unsere Bücher sind allesamt handlich und ihr Erwerb führt garantiert nicht zum finanziellen Ruin. Stöbern Sie doch mal wieder in unserem Online-Shop!


Bild: Codex Gigas/wikimedia


05.04.2011, 09.19 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Hörbücher: Kino für die Ohren!

Wer nicht lesen will, muss hören Hörbücher sind nur etwas für Lesemuffel? Irrtum! Die »sprechenden Bücher« sind etwas ganz Besonderes und verbreiten ihren eigenen Zauber: große Literatur, knisternde Spannung, beste Unterhaltung vorgetragen von großen Stimmen. Kino für die Ohren!


Maedchenohr.jpgWas heute als Audiobook boomt, begann um 1890 mit der »Beschießung von Paris«, ein etwa zwei Minuten langes »Hörbild«, das eine Schlacht aus dem Deutsch-Französischen Krieg akustisch darstellte gespeichert mittels Tonwalzen auf dem Phonographen. Es folgten erste Tonaufzeichnungen mit Dichterlesungen, die mit dem Aufkommen der Schallplatte Anfang des 20. Jahrhunderts auch einem breiten Publikum zugänglich wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die ersten Hörbücher im eigentlichen Sinne produziert, hauptsächlich für Blinde und Sehbehinderte. Diese so genannten Sprechplatten fanden schnell auch unter sehenden Literaturbegeisterten Anhänger. Legendär ist die Schallplattenfassung von Goethes Faust in der Inszenierung von Gustaf Gründgens aus dem Jahr 1954. Schon damals »liehen« bekannte Schauspieler ihre Stimmen dem Hörbuch: Will Quadflieg etwa oder Thomas Mann, Helmut Qualtinger, Klaus Kinski, Erich Kästner, Günter Grass... In den 1970er-Jahren lösten Hörkassetten die Sprechplatten ab und rund 20 Jahre später setzte sich das auch heute gebräuchlichste Medium für Hörbücher durch, die CD.


Heute gibt es beinahe jedes erdenkliche Buch auch in der Hörversion, entweder als Hörspiel aufbereitet oder vorgetragen von einem Sprecher oder einer Sprecherin. Beide Varianten haben ihren Reiz. Seien wir ehrlich, davon haben wir in der Schule doch geträumt: die endlos langen Klassiker ganz gemütlich zum Lauschen. Einfach zurücklehnen, aufs Knöpfchen drücken und schon ist man mitten drin im Geschehen. So erschließen Hörbücher durch die Kunst des Vortrags auch manch harten literarischen Brocken. Und sie lassen die schöne Tradition des Erzählens wieder aufleben.


Auch bei Jokers gibts was auf die Ohren! Lauschen Sie mal rein in unsere große »Hörbibliothek«:


http://www.jokers.de/1/1200000/hoerbuecher.html


Bild: © Rainer Sturm/PIXELIO



24.03.2011, 10.08 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Australisches Essen: nur Kakerlaken und Mehlwürmer?

Peer ist also der Dschungelkönig. Selbst die, die sich weigerten, auch nur eine Folge des Quotenhits »Ich bin ein Star holt mich hier raus« anzusehen, haben so viel mitbekommen. Und die, die dem Gruppenzwang unterlagen, haben immer noch Albträume, in denen der Fiesling Jay auftaucht, wie er seine Mehlwürmer-Sülze wieder heraus würgt (die vegetarische Variante davon ist, wie Kati ihr vergorenes Enten-Ei erbricht).


Nein, das musste man sich wirklich nicht ansehen. Schon deswegen nicht, weil leicht der Eindruck entstehen konnte, australisches Essen bestünde nur aus widerwärtigem Krabbel-Fastfood oder das MDH überschrittenem anderem Ekelzeugs.


Dabei hat die australische Küche viel mehr zu bieten, als uns RTL glauben lassen will: Haben Sie schon einmal Lachs in Blätterteig gekostet? Oder mit Krabben gefüllte Pilze? Illabo-Lammrücken? Polenta mit gebratenen Auberginen?


Australien.jpgZugegeben: Auch ich kam erst kürzlich in den Genuss dieser exzellenten »Crossover-Küche«: Nämlich, als wir eine Einladung zu einer »Dia-Party« erhielten. Ein Bekannter verbrachte sechs Monate in Australien und Neuseeland und war kürzlich zurückgekehrt.


Martin wollte uns an diesem Abend jedoch nicht nur seine wunderbaren Aufnahmen der abwechslungsreichen Landschaften zeigen, sondern uns auch mit ungewöhnlichen Gaumenfreuden beglücken.


Und das ist ihm vollkommen gelungen! Gerade diese Küche mit ihrem exzentrischen Sammelsurium aus Multi-Kulti-Einflüssen besticht mit ihrer Vielfältigkeit von Geschmacksrichtungen. Unser gesamter Freundeskreis, der sich zu dieser Dia-Party versammelte, war jedenfalls beeindruckt von der zwar manchmal ungewöhnlichen, aber immer erstaunlich leckeren Kombination verschiedenster Zutaten. Erst ganz zum Schluss verriet Martin, dass er all die verführerischen Speisen keineswegs »einfach so« aus dem Hut gezaubert hat. Praktische und anregende Hilfe holte er sich bei »Australien und Neuseeland. Das Kochbuch«. Das Buch hätte er uns besser nicht gezeigt, denn die Rezepte sind um faszinierende Fotos von Australien von Neuseeland ergänzt, die, ganz unter uns, mindestens genauso viel Aufmerksamkeit wie Martins Dias bekamen.


http://www.jokers.de/3/14948989-1/buch/australien-neuseeland-das-kochbuch.html


Bild: © Olga Meier-Sander/PIXELIO



07.03.2011, 10.29 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Martin Knauth weiß, was Bücher-Fans wollen

Knauth.JPGHabe Sie sich schon einmal gefragt, welche Köpfe eigentlich hinter den tollen Angeboten bei Jokers stecken? Tag für Tag arbeitet ein eingeschworenes Team begeisterter Bücherfreunde daran, andere Bücherfreunde mit dem Besten aus Film, Buch und CD zu versorgen. Jetzt können Sie uns mal kennen lernen: Nach und nach stellen sich die Jokerianer vor und plaudern ein bisschen aus dem Nähkästchen.


Heute stelle ich Ihnen Martin Knauth vor, den Mann, der weiß, was Bücher-Fans wollen. Früher traf er in der Augsburger Jokers-Filiale den Geschmack der Kunden - heute tut er das vom Schreibtisch aus. Ständig hält der Filialmanager Augen und Ohren offen für interessante Themen und Ideen. Mit dem richtigen Riecher wählt er dann das Sortiment der Filialen aus, stellt Themen-Tische zusammen und koordiniert das Filial-Marketing. Ein besonders feines Näschen beweist er regelmäßig fürs Antiquariat. So ist Martin Knauth auch immer der Mann der Stunde, wenn für Jokers-Gewinnspiele wertvolle Buch-Preise ausgesucht werden.


Martin Knauths persönliche Leidenschaft gilt dem Hörbuch. Deshalb gibt es in Jokers-Filialen auch eine bessere Auswahl als bei vielen anderen: Jokers ist in Sachen Hörbuch ein echter Geheimtipp und dabei auch noch so günstig. Am Liebsten hört der gelernte Buchhändler die Werke von Sir Peter Ustinov. Den hat er sogar schon persönlich getroffen natürlich bei einer Lesung im Buchladen: »Super Auftritt, cooler Typ, ein echtes Vorbild.«


Privat entdeckt der Metropolen-Fan gerne die Großstädte dieser Welt. Sein großer Wunsch: einmal in eine New Yorker Jazz-Bar gehen.


http://www.jokers.de/3/16073902-1/hoerbuch/was-ich-von-der-liebe-weiss-3-cds.html


04.03.2011, 16.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Der Dschungel ruft

Kakerlaken essen, durch Schlamm waten, auf einem wackligen Steg über einer Schlucht balancieren... Was C-Promis im RTL-Dschungelcamp zu bewältigen haben, ist im Vergleich zu den Abenteuern Mowglis ein Spaziergang. Wir erinnern uns: Mowgli, der kleine Junge, der im Dschungel von Wölfen großgezogen wurde und ohne menschlichen Kontakt aufwuchs. Er kämpfte mit dem verschlagenen Tiger Shir Khan, wehrte sich gegen eine verrückte Affenbande und widerstand den Hypnosekünsten der Schlange Kaa.


Mowgli-vs-sherekhan.jpgRudyard Kipling (1865 - 1936), der in Indien aufgewachsene britische Schriftsteller, hat sich die Mowgli-Geschichten ausgedacht. Sie sind Teil seiner beiden »Dschungelbücher«, die 1894/1895 erschienen. Durch die Walt-Disney-Verfilmung von 1967 wurden die Erzählungen aus dem Dschungel weltberühmt, bekamen aber auch ein neues Flair. Aus einem dramatischen Jugendbuch wurde ein niedlicher Kinderfilm, in dem Mowgli fröhlich durch den Urwald tollt, beschützt von dem Bären Baloo und dem Panther Bagheera. Keine Frage, das Disney-Dschungelbuch ist große Klasse, aber Lichtjahre entfernt von der literarischen Vorlage. In der lässt Kipling Mowgli zu einem Geschöpf heranwachsen, das mit dem Dschungel verwachsen ist. Der Junge muss sich im Rudel gegen Leitwolf Akela behaupten und immer auf der Hut sein vor seinem Erzfeind Shir Khan. In einem Kampf auf Leben und Tod besiegt er den gefährlichen Tiger schließlich, der nicht nur ihn bedroht, sondern die gesamte Tierwelt aufgewiegelt und Unfrieden in den Urwald gebracht hat.
 

Nicht nur, um Mowgli als strahlenden Helden zu erleben, lohnt sich ein Blick ins dschungelige Original - man lernt noch viele andere faszinierende Gestalten kennen: die weiße Robbe Kotick, den Mungo Rikki-Tikki-Tavi, Toomai, den Elefantenjungen Kiplings zweibändiges Dschungelbuch gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Jugendbüchern überhaupt. Robert Baden-Powell, ein Freund Kiplings, gründete 1907 die Pfadfinderbewegung auf der Grundlage der Mowgli-Geschichten. Sie dienten ihm als Vorlage für eine zur damaligen Zeit revolutionären Methode in der pädagogischen Arbeit, wonach Kinder und Jugendliche eigenverantwortlich in einer Art fortschreitender Selbsterziehung zu verantwortungsvollen Mitgliedern der Gesellschaft heranwachsensollen.


Übrigens erhielt Rudyard Kipling 1907 als erster Engländer und damals jüngster Preisträger (mit 42 Jahren) den Nobelpreis für Literatur.


Wer dem Ruf des Dschungels folgen möchte, kann sich hier einlesen:



http://www.jokers.de/3/13733287-1/buch/das-dschungelbuch.html




http://www.jokers.de/3/15598676-1/buch/mein-dschungelbuch.html




Bild: © wikimedia

22.02.2011, 09.39 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Der Struwwelpeter ganz tierisch

Struwwelpeter.jpgEigentlich ist der „Struwwelpeter“ nur etwas für die ganz Hartgesottenen! Dem armen Konrad werden die Daumen abgeschnitten, weil er daran lutscht, Paulinchen zündet sich versehentlich selbst an und der Suppenkaspar verhungert vor dem vollen Teller. Man mag es nicht so recht glauben, aber der Untertitel dieser Geschichtensammlung lautet: „Lustige Geschichten und drollige Bilder“.

 

1845 schrieb und zeichnete der Frankfurter Arzt Dr. Heinrich Hoffmann den „Struwwelpeter“ für seinen dreijährigen Sohn Carl. Ob sich der Kleine über dieses besondere Weihnachtsgeschenk gefreut oder eher davor gefürchtet hat, ist nicht überliefert. Tatsache jedoch ist, dass das Werk unglaublich berühmt wurde. Bezeichnungen wie Zappelphilipp, Suppenkaspar, Struwwelpeter und Hans-Guck-in-die-Luft gehören inzwischen zur Alltagssprache.

 

Wie kommt man auf solche Geschichten? Die literaturgeschichtliche Forschung geht davon aus, dass Hoffmann nicht nur ein drastisches und kurzweiliges „Wie-verhalte-ich-mich-richtig-Buch“ verfassen wollte, sondern eigene Erfahrungen als Arzt in der Jugendpsychiatrie verarbeitet hat – im 19. Jahrhundert hieß das noch „Anstalt für Irre und Epileptische“. So könnten der Zappelphilipp und der Hans-Guck-in-die-Luft Formen des heute so genannten Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms (ADS) sein – der eine mit hyperaktiven Symptomen, der andere ohne, sozusagen der Typ des „Träumers“. Und der Suppenkaspar deutet mit seiner Nahrungsverweigerung auf Magersucht hin.

 

Ob die gar nicht so drolligen Geschichten Schäden im kindlichen Gemüt anrichten, ist umstritten. Generationen von Vätern, Müttern und ErzieherInnen haben darüber diskutiert. Im Laufe der Jahrhunderte gab es so viele Adaptionen des Stoffs wie Meinungen darüber: die„Struwwelliese“ für Mädchen, der „Ägyptische Struwwelpeter“, der antiautoritäte „Anti-Struwwelpeter“, der Struwwelpeter in Mundart, als Comic-Held, in Verfilmungen... Nun ist er auch im Tierreich angekommen! Der Künstler Erwin Grosche hat sich den „Tierischen Struwwelpeter“ ausgedacht, eine neu erzählte Geschichte mit Musik von Toto Blanke und mit Tieren in den Hauptrollen: Paulinchen ist eine Gans, der Suppenkaspar ein Schwein, der Zappelphilipp ein Affe… Eine wirklich kindgerechte Interpretation, die durch originellen Wortwitz und einprägsame Melodien besticht – ein Hörvergnügen für die ganze Familie!

 

"Der tierische Struwwelpeter" auf CD bei Jokers


Bild: wikimedia

 

21.01.2011, 09.22 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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Hallo, vielen Dank für den Buchtipp! Das Buch
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