
Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Buchmesse
Horizonterweiterung
Schon im Vorfeld der Buchmesse gab es kürzlich die ersten Kontroversen mit dem Ehrengast. Es ging um die Anreise von Autoren, die der Regierung Chinas unliebsam sind. Häufig bleiben im Kopf solche Diskussionen hängen und man hat schnell ein Urteil dazu parat. Was dabei manchmal auf der Strecke bleibt, ist die Literatur selbst, die auf einer Veranstaltung wie der Buchmesse neben der Kultur des Landes im Mittelpunkt stehen sollte. Und die Literatur Chinas ist ebenso wie die Bücher über China auf jeden Fall einen Blick wert.Das riesige Land ist faszinierend und verblüfft die Besucher mit wundervollen Landschaften, fremden Gepflogenheiten und erstaunlichen Bauten wie der Chinesischen Mauer. Auch medizinisches und philosophisches Wissen hat in vielen Fällen seinen Ursprung im Reich der Mitte. Wie in wenigen anderen Regionen der Welt treffen in China hochmoderne Wirtschaft und Tradition unmittelbar aufeinander.
Die Literatur, die diesem Spannungsfeld entstammt, ist mit Sicherheit Wert gelesen zu werden. Die vielfältige Kultur des asiatischen Landes kann auf der Messe natürlich nur angerissen werden, aber vielleicht eröffnen sich dem Besucher ja mal wieder neue Horizonte, die den eigenen erweitern helfen …
(Geschrieben von Matthias Stöbener)
12.10.2009, 08.38 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Buchmesse-Podcast mit über 30 Autoren-Interviews
Mehrmals täglich können Sie den Podcast unter
http://www.jokers.de/frankfurt
in der Buchmessezeit vom 14. bis 18. Oktober abrufen und dann auf dem PC oder dem MP3-Player anhören. Auch bei iTunes ist der Podcast gelistet und kann bequem auf iPod oder iPhone geladen werden.
Ich wünsche viel Vergnügen beim audiovirtuellen Messebummel!

(Geschrieben von Matthias Stöbener)
09.10.2009, 08.55 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Ehrengast China
Am 14. Oktober öffnet die Frankfurter Buchmesse ihre Pforten für Abertausende von Besuchern, deren Herzen für Bücher schlagen. China: Alleine bei diesem Ländernamen gerät so mancher ins Träumen, ins Schwärmen! Die wenigsten von uns waren dort, und doch haben wir alle eine Vorstellung von Mandarinenhainen, anmutigen Tanzaufführungen, hochmodernen Milliardenstädten und zerbrechlichem Teegeschirr im Kopf. Wir denken an die farbenprächtigen Trachten, wir stellen uns Hightech-Computer in jeder Wohnzimmerwand vor, die es erlauben, per Stimme das Licht zu dimmen. Wir schwelgen in Vorstellungen der Verbotenen Stadt, wir lassen uns das Wort „Shanghai“ auf der Zunge zergehen. Doch was wissen wir über dieses ferne Land, welche Fakten kennen wir? China liegt im Osten Asiens und hat eine Landesfläche von 9,6 Millionen Quadratkilometern, das ist etwas weniger als die Größe des europäischen Kontinents. Die Hauptstadt Peking heißt auf Chinesisch Beijing, was der Bedeutung von „Nördlicher Hauptstadt“ entspricht.
Die Chinesen rühmen sich einer 5000-jährigen Geschichte. Gerechnet vom Jahr 2698 v. Chr. an, in dem der Gelbe Kaiser (Huang Di), Chinas erstes "Staatsoberhaupt", sein Reich gründete, bis zum Jahr 1911, in dem der letzte Kaiser der letzten Dynastie Chinas, Aisin-Gioro Pu Yi, aus der Verbotenen Stadt vertrieben wurde. Daraufhin wurde die Republik ausgerufen, die bis heute währt.
In diesen 5 Jahrtausenden erlebte China 83 Dynastien unterschiedlicher Größenordnung und verschiedener Lebensdauer mit 559 Herrschern: China hatte 397 Kaiser, darunter eine Kaiserin, und 162 Könige. 95 Hauptstädte wurden in dieser Zeit errichtet.
Ja, ich freue mich darauf, ein wenig mehr über dieses geschichtsträchtige und gleichzeitig hochmoderne Land zu erfahren, wenn ich über die Buchmesse streife und die Veranstaltungen besuche. Und für alle, die nicht persönlich zu dem großen Frankfurter Event reisen können: Klicken Sie doch mal in unserem Programm, welche Filme und Bücher wir über China anbieten!
(Geschrieben von Matthias Stöbener)
08.10.2009, 08.47 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Buchmesse-Kritik
Gestern in der Mittagspause redete ich mit einem Kollegen noch einmal über die Frankfurter Buchmesse, obwohl sie ja schon längst vorbei ist. Mit Besucherrekorden ging sie zu Ende. Vor allem der Samstag übertraf alle Erwartungen: Weit über 70.000 Personen drängten sich in den Gängen.
Mein Kollege, der auf der Messe war, berichteten Seltsames: Denn während an den Fachtagen zuvor Geschäfts- kunden und Fachbesucherinnen in Anzug und Kostüm durch die Hallen drängten, gaben sich am Publikums- wochenende zahlreiche Fans der Fantasy und Science Fiction ein Stelldichein. Nicht nur, dass Aber- tausende von jungen und auch älteren Herrschaften sich wie ihr jeweiliger Comic-Held (oder ihre Heldin) kleideten, sie führten auch deren Waffen mit sich: Riesige, selbst gebastelte Schwerter, Hämmer und Bogen aus Pappmaché. Um die Mittagszeit sammelten sich die bunten Heere im Innenhof. Meinem Kollegen bot sich ein außergewöhnliches Bild. Oder haben Sie schon einmal gesehen, wie sich zahllose Wesen ferner Welten vereinen, um sich mit gezückten Waffen gegenüberzutreten?
Was das alles mit der Buchmesse zu tun habe? Mancher fragte sich das. Mein Kollege berichtete von Kritik an dem Treiben. Was diese vielen Rollenspiel-Fans denn da zu suchen haben, beschwerten sich manche andere Besucher, die nicht mehr durch die verstopften Gänge kamen.
Ich verstehe nicht, weshalb sich die Besucher aufregen. Ich finde es sogar aufregend, auf diese Weise ein wenig in die Welt der Fantasy- und Comic-Anhänger hineinschnuppern zu können. Wer bestimmt denn, was Literatur ist und was nicht, wer zur Messe darf und wer nicht?
(geschrieben von Matthias Stöbener)
31.10.2008, 00.48 | (0/0) Kommentare | TB | PL
China als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2009
Nach der Türkei wird China Gastland der Frankfurter Buchmesse sein. Manchem Verantwortlichen in der Buchbranche schlägt das Gewissen. Es gibt Verlags- leiter, Buchhändler, Ehrenamtliche und Funktionäre der Buchhändler- und Verlagsverbände, denen das quer im Magen liegt und die sich dafür aussprechen, im September 2008 nicht an der chinesischen Buchmesse in Peking teilzunehmen, die ein Jahr vor der Frankfurter Buchmesse stattfindet. Angesichts des Vorgehens der chinesischen Staatsmacht gegen die Tibeter mahnt man Distanz an.Die offizielle Haltung der Frankfurter Buchmesse und der Buchhandelsverbände ist natürlich eine andere. Man glaube an Dialog und freie Meinungsäußerung als Mittel zur Lösung von Konflikten, heißt es. Auch die chinesischen Verbände signalisierten den Wunsch zum Kontakt, gerade auch in dieser schwierigen Situation. Man sei sich einig, dass die weiter Öffnung Chinas nur über persönliche Kontakte und gegenseitiges Verständnis laufen könne. Dafür seien Buchmessen eine mögliche Plattform.
Eine schwierige Situation, gerade für eine Branche, die Freiheit, Menschenrechte, Demokratie, Gewaltlosigkeit und Offenheit mit ihrem Wirken durchsetzen will. Was ist der richtige Weg? Hätte Adolf Hitler den Zweiten Weltkrieg nicht vom Zaun gebrochen, wenn die Länder der Welt seine olympischen Spiele boykottiert hätten? Wäre ein Jude weniger vergast worden? Würde die chinesische Regierung ihre Unterdrückungsmaßnahmen in Tibet stoppen, wenn wir sie boykottieren? Wahrscheinlich ist der Weg des Dialogs der richtige. Die eigene Meinung deutlich sagen, aber den Kontakt nicht lassen. Nur so kann Veränderung geschehen – auch wenn sie uns viel zu langsam zu geschehen scheint.
26.04.2008, 08.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Lesen macht sexy
Um die Kolleginnen und Kollegen auf der Leipziger Buchmesse muss ich mir keine Sorgen machen. Auf den Bildern im Blog unseres Werbeleiters sieht man einen gut gelaunten Chef, eine hübsche Jokers Programmleiterin für English Books und Filme, ein Lesen-macht-sexy-T-shirt, glückliche Gewinnerinnen und verwackelte Nachtbilder.
Schade, dass ich diesmal nicht mitdurfte und alles nur virtuell erleben kann!
14.03.2008, 10.44 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Jokers auf der Buchmesse
Typisch unser Werbeleiter! Lässt keine Gelegenheit aus auf Jokers hinzuweisen. Von unterwegs zur Leipziger Buchmesse schreibt er mir eine Mail:
"Nach den Aufregungen um unsere arme Andrea (eine Kollegin musste wegen des Blinddarms ins Krankenhaus) habe ich jetzt noch schnell ein Blog eigens zum Thema Jokers auf der Leipziger Buchmesse online gebracht. Ich werde versuchen ab Donnerstag stündlich ein neues Foto mit dem Handy hochzuladen und kurz zu kommentieren."
Wir sind gespannt - und schauen euch über die Schulter, liebe Kolleginnen und Kollegen!
Jokers auf der Buchmesse
12.03.2008, 16.31 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Vom Aussterben bedroht
Auf der Frankfurter Buchmesse neh- men die Themen rund um die Digi- talisierung von Büchern von Jahr zu Jahr einen breiteren Raum ein. Dieses Jahr ventilierte eine hochka- rätige Expertenrunde, welche Bücher- themen wohl am schnellsten ins E-Book abwandern. Man war sich einig, dass wohl bald keine oder nur noch wenige Wirtschaftsbücher in papierener Form erscheinen werden. Ebenfalls als Buchspezies gefährdet betrachtete man Sachbücher für den Job, Bücher zur IT und zu den Ingenieurswissenschaften, medizinische Literatur sowie Veröf- fentlichungen im Bereich der Geisteswissenschaften. Und zwar sowohl im Fachbuchbereich wie als Ratgeber für den privaten Bedarf.Nur noch 20 Prozent der Literatur, so die Experten, werden dauerhaft in Papierform überleben. Den Löwenanteil dieser 20 Prozent werde sich die Unterhaltungsliteratur sichern. Das gute alte Buch werde nur noch ein Schattendasein führen. Wann alles digitalisiert und das Buch praktisch ausgestorben sein wird, dazu äußerten sich die Experten nicht. Und da ich nicht hellsehen kann, werden sie von mir hier auch kein Statement dazu bekommen. Ich werde mich nur heute Abend wieder in meine Bibliothek setzen, ein Fläschchen Wein entkorken und jeden schönen Band um mich genießen – so lange es noch möglich ist.
02.11.2007, 08.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Einmal Buchmesse und zurück
Sie hatten große Pläne geschmiedet. Alle Hallen wollten sie erkunden. Vor allem die Stände der Fach- und Kinderbuchverlage sollten besucht sowie mindestens einer Autoren-Lesung beigewohnt werden. „Und wenn wir dann noch Zeit haben, würde ich gerne zu den TV- und Radiosendern schauen“, verkündete Silke, als die drei am Bahnhof Augsburg am frühen Morgen des großen Tages ihre Tickets lösten.
Doch es kam anders als gedacht. Denn nach dreieinhalb Stunden Fahrt wartete als erstes die Pflicht auf die Freiberuflerinnen. Immerhin hatte jede der Frauen Kunden, die besucht werden wollten. Zwei Stunden später – es war mittlerweile Nachmittag – sollte das eigentliche Vergnügen dann losgehen.
Die Fachverlage waren kein Problem. Jeder Stand wurde erkundet, Infomaterial in großen Mengen erbeutet. Auch das moderne Antiquariat, die Sach- und Kunstbuch- sowie die Belletristik- und Kinderbuchabteilung verließ man hoch zufrieden und mittlerweile schwer bepackt mit Broschüren, Postkarten und „kleineren und größeren Schätzen“, wie Susanne sich ausdrückte. „Jedes Jahr unterschätze ich das Angebot“, erklärte sie mir nach ihrer Rückkehr. „Man kann zwar keine Bücher kaufen, aber dafür viele schöne andere Dinge.“
Und diese vielen schönen anderen Dinge sind tückisch. Susanne zählte die gefährlichsten Verlockungen auf: „Es gab zum Beispiel einzelne uralte Comic-Hefte aus meiner Kindheit, zauberhafte Glasfedern mit Tinte, wunderschöne Postkarten mit herrlichen Zeichnungen oder handgefertigte Stempel, die man einfach haben muss.“ Und dann waren da auch noch die fahrenden Händler im Außenbereich, deren Sortiment zwar so gar nichts mit Büchern zu tun hat, die aber mit Schmuck, Kleidern, Hüten und Edelsteinen Jahr für Jahr oft mehr Besucher anziehen als so manch kleine Buchhandlung.
So wie die drei Damen. Als sie sich nach den vielen Ständen schließlich ein wenig nieder- ließen, um für die restlichen Hallen neue Kräfte zu sammeln, geriet Silke in Panik. „Wir haben nur noch eine Stunde und noch keine Autoren-Lesung gehört. Außerdem war ich noch nicht bei Radio und TV. Und Prominente haben wir bislang auch nur Bärbel Schäfer gesehen.“ Genau in diesem Moment stupste Susanne sie an: „Ui, schau! Da ist Tim Mälzer!“ Tatsächlich spazierte der Fernsehkoch gerade an ihnen vorbei, ohne jedoch von der staunenden Susanne Notiz zu nehmen.Die letzte Stunde verging wie im Flug. Eilig durchliefen die Frauen die Hallen und verließen schließlich schwer bepackt und mittlerweile fußkrank das Messegelände. Als die drei in den Zug sprangen, sanken sie dankbar in die - zum Glück - reservierten Sitze. Als sie sich ihre vom Gehen schmerzenden Füße rieb, sah Susanne nachdenklich auf den Messe-Plan und sagte: „Wir haben zwar fast alles geschafft, was wir uns vorgenommen hatten. Aber Autoren-Lesungen haben wir keine gehört und für den kompletten internationalen Buchbereich war gar keine Zeit mehr. Nächstes Jahr bleibe ich die ganzen vier Tage auf der Buchmesse. Dann habe ich garantiert genug Zeit, um wirklich alles zu sehen. Immerhin geht es auf der Buchmesse ja um das Lesen. Und dafür braucht man nun Mal Zeit.“
23.10.2007, 14.06 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Buchmesse-Podcast
http://www.jokers.de/frankfurt
Arno Geiger, Dieter Nuhr, Fay Weldon, Frank Goosen, Hans Leyendecker, Horst Jaedicke, Jess Jochimsen, Judith Franck, Juli Zeh, Katharina Schmidt (Sprecherin), Kathrin Passig, Martin Mosebach, Michael Köhlmeier, Michael Lentz, Nessa Altura, Quim Monzó, Reimer Gronemeyer, Roger Schawinski, Roger Willemsen, Rolf Dobelli, Rüdiger Safranski, Sibylle Berg, Thomas Glavinic, Thomas von Steinäcker, Thommie Bayer, Tommy Jaud, Torsten Casimir (Chefredakteur Börsenblatt), Urs Widmer …
Fünf davon stehen auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis!
Außerdem gibt es Hintergrundberichte zur Buchmesse, Themenbeiträge und vieles mehr. Wenn da nicht für jeden etwas dabei ist!
05.10.2007, 07.20 | (0/0) Kommentare | TB | PL



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