Jokers Blog Deutschland

Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Eden

Pop-Ups - Bücher, die so richtig ins Auge springen

Meine erste große Bilderbuch-Liebe war was sonst Die kleine Raupe Nimmersatt von Eric Carle. Ein absoluter Klassiker, der auch schon zu den Favoriten meiner Tochter zählt. Dann folgte das rückblickend furchtbar naiv anmutende - Mein grosses Teddy-Buch von Helene Weilen. Mit den bunten, lieblichen Illustrationen von Anny Hoffmann im Stil der braven 50er-/60er-Jahre.


Mein erstes Pop-Up-Buch war Goldglöckchen und die drei Bären, das ich schon ziemlich aufregend fand mit seinen dreidimensionalen Zimmern und Schiebeelementen. Doch dann wurde meine kleine Bilderbuchwelt revolutioniert: Bei meiner Freundin Alice sah ich es zum ersten Mal: Jan Pienkows Pop-Up-Buch "Pension zum ewigen Frieden". DAS war ein Buch wie keines zuvor! Besser als jede Geisterbahn!


Knallbunte, dreidimensionale Wesen treiben in diesem Buch ihr gruseliges Unwesen: in der Küche räkelt sich eine Krake, im Badezimmer springt einem ein Alien ins Gesicht und im Speicher umfliegt einen eine Fledermaus. Dazu sich öffnende geheimnisvolle Schranktüren und (zum Glück) zuklappbare Klodeckel gegen weitere Schreckgespenster. Am Seitenrand kann man an kleinen Laschen ziehen und so dem Ganzen noch zusätzliches Leben einhauchen: von rollenden Augen über ein flackerndes Kaminfeuer bis zu einem Krokodil, das nach dem Besucher schnappt.


Hatten Sie als Kind auch ein Lieblingsbuch? Schreiben Sie uns (unter Kommentare)!


Geschrieben von Anne Eichmann


 

14.11.2011, 10.57 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Tag der Freundschaft

Dieses Jahr wird am 30. Juli das erste Mal der »Internationale Tag der Freundschaft« begangen. Am 27. April 2011 wurde dieser Tag durch die Vollversammlung der Vereinten Nationen festgelegt. Er geht auf die paraguayanische Initiative der Cruzada Mundial para la Amistad (Paraguay) aus dem Jahre 1958 zurück. In anderen Teilen dieser Welt hat der »Freundschaftstag« bereits längere Tradition als bei uns in Europa.


So ist es zum Beispiel der 20. Juli in Argentinien und Uruguay oder der 1. Sonntag im August in den USA und Teilen Asiens, der an die Bedeutung der Freundschaft nicht nur zwischen einzelnen Personen, sondern auch zwischen Kulturen und Völkern erinnern soll.


Freundschaft_by_sokaeiko_pixelio.de.jpgGemäß der UN-Resolution soll jetzt der 30. Juli als »Internationaler Tag der Freundschaft« gefeiert werden, »durch die UN-Organisationen, andere internationale und regionale Organisationen, die Zivilgesellschaft, Nichtregierungsorganisationen und Personen im Einklang mit kulturellen Gepflogenheiten und sonstigen örtlichen Gebräuchen...«


Für mich ist Freundschaft nicht nur die unbedingte Zuneigung zwischen Menschen. Freundschaft verdeutlicht uns auch immer wieder, dass wir alle, egal welcher Abstammung, Hautfarbe, Beruf oder Gesinnung, doch eins sind, in einem Boot sitzen, miteinander verbunden sind. Mahatma Gandhi hat dies präzise und wunderschön so zusammengefasst: "Du und ich: Wir sind eins. Ich kann dir nicht wehtun, ohne mich zu verletzen."


Ich weiß auf alle Fälle, was ich an diesem neu erschaffenen Gedenktag tun werde: meinen Freunden Grußkarten schicken! Ganz altmodisch, nicht per E-Mail oder SMS, sondern auf Papier, handgeschrieben. Schauen Sie doch mal hier: Die Kartenbox Freundschaftsgrüße gibt Ihnen die Möglichkeit, an zehn Ihrer Freunde einen liebevollen Gruß zu senden.


Kartenbox Freundschaftsgrüße bei Jokers



Bild: © sokaeiko/www.pixelio.de

21.07.2011, 11.56 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Wangari Muta Maathai

Kenia.jpgSie ist nicht nur die erste afrikanische Frau, die den Friedensnobelpreis erhielt (2004): Die Kenianerin Wangari Muta Maathai ist auch Umweltaktivistin, Biologin, Politikerin, Initiatorin des Aufforstungsprojekts bzw. der Umwelt- und Sozialbewegung »Green Belt Movement (1977) und nicht zuletzt Doktorin der Biologie - als erste ostafrikanische Akademikerin, die in diesem Fach promovierte. Geboren wurde sie am 1. April 1940 in Ihithe, Tetu, Nyeri in Kenia. Wer mehr über ihre Heimat erfahren will: Wir haben gerade eine DVD im Angebot, die Sie auf eine Reise nach Afrika mitnimmt.


Mehrfach wurde Muta Maathai als Kämpferin gegen das autoritäre Regime des kenianischen Präsidenten Daniel arap Moi und als Frauenrechtlerin, Umweltschützerin und Demokratin inhaftiert und misshandelt. Erst durch eine Kampagne von Amnesty International erlangte sie ihre Freiheit zurück. 2002 zog Wangari Muta Maathai für die National Rainbow Coalition in das kenianische Parlament ein. Als stellvertretende Umweltministerin des ostafrikanischen Landes amtiert "Mama Miti", die "Mutter der Bäume", seit 2003. Ihre Verdienste um eine nachhaltige, friedliche und demokratische Entwicklung Afrikas brachten ihr imDezember 2004 als erster Afrikanerin den Friedensnobelpreis.


Maathai verhalf sich selbst zum Erfolg. Sie wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, jedoch erhielt sie aufgrund ihrer Leistungen ein Stipendium, das ihr nach der Schule erlaubte, in den 1960er Jahren in den USA Biologie zu studieren. Dort absolvierte sie ihre Bachelor- und Masterabschlüsse am Mount St. Scholastica College in Kansas und an der Universität Pittsburgh. Auch nach Deutschland führte sie ein Stipendium: Nachdem sie 1971 in Kenia promovierte, forschte sie 1978 an verschiedenen deutschen Universitäten.


Maathai trat 1976 in den National Council of Women in Kenya ein, für den sie sich bis 1987 engagierte. 1977 gründete Maathai das "Green Belt Movement". Diese Bewegung macht sich bis heute mit Wiederaufforstungsprojekten in ganz Afrika verdient. Die Heinrich-Böll-Stiftung ehrte die couragierte Umweltpolitikerin im Frühjahr 2004 mit dem internationalen Petra-Kelly-Preis.



http://www.jokers.de/3/16590846-1/dvd/7-tage-kenia-dvd.html



Bild: Kenia © ULLA TRAMPERT/www.pixelio.de



04.05.2011, 09.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Schlafanzug statt Schlachtfeld

Man kann seine Flitterwochen wahrlich ungewöhnlich zubringen: schwimmen mit Delphinen etwa, leben mit Pueblo-Indianern, in der Luxus-Yacht rund um die Welt Die wohl bizarrste »Hochzeitsreise« aller Zeiten leisteten sich John Lennon und Yoko Ono. Nach ihrer Heirat am 20. März 1969 starteten sie eine Serie höchst ausgefallener Friedensdemonstrationen und legten sich dafür ins Bett. Jeweils eine Woche lang verbreiteten sie, in den Kissen luxuriöser Hotels in Amsterdam, Wien und Montreal liegend, in weiße Schlafanzüge gehüllt und umringt von FriedensfreundInnen und Fans, ihre Botschaft: »Give Peace a Chance!« ReporterInnen gingen für Interviews ein und aus, das Fernsehen zeigte Dauerpräsenz und unter den »DemonstrantInnen« weilten berühmt-berüchtigte Menschen wie Allen Ginsberg, Timothy Leary und Phil Spector.


Bed-In.jpgNatürlich kann man sich fragen, ob Demos generell etwas bringen, speziell solche, die im Bett stattfinden. Eines jedenfalls ist dem wohl berühmtesten Paar der Pop-Geschichte mit den »Bed-Ins« gelungen, nämlich Aufmerksamkeit zu erringen. Und aus dem Slogan »Give Peace a Chance!« wurde ein Lied, das um die Welt ging. Ein genialer PR-Coup also, um mediale Aufmerksamkeit zu erringen? Man könnte es unterstellen. Wohl eher war es aber so, dass John Lennon und Yoko Ono ihre Berühmtheit und den Rummel um ihre Hochzeit nutzten, um ihren Protest gegen den Vietnamkrieg bestmöglich zu inszenieren.


Es ist ihnen gelungen, noch heute, mehr als 40 Jahre später, hat das pazifistische Protest-Pennen nichts von seiner Faszination verloren. Und da die Zeiten keineswegs besser geworden sind, wünscht man sich, so manch politisch einflussreicherMensch würde dem Pyjama-Kult frönen und im Bett bleiben wie es John Lennon in einem Interview ausdrückte: »Wenn Hitler und Churchill im Bett geblieben wären, wären heute noch viele Menschen am Leben.« Schlafanzug statt Schlachtfeld also!


Wer nicht dabei war, kann das Happening hier erleben. Der Bildband zeigt rund 500 Fotos vom Bed-In in Montreal.


http://www.jokers.de/3/15914213-2/buch/give-peace-a-chance.html



11.03.2011, 12.50 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Kommissar Beck ermittelt

Zugegebenermaßen bin ich nicht der Welt größter Krimifan, aber ein gut gemachter Kriminalroman kann mich trotzdem immer begeistern. Zumal wenn der Ermittler einer vom Schlag des Kommissar Martin Beck ist. So lakonisch, nachdenklich und mit einer so eigenen traurigen Familiengeschichte. Das gefällt mir, und offenbar nicht nur mir: Die inzwischen riesige Fangemeinde des kauzigen Kriminalers kann schließlich nicht irren.

Wenn Kommissar Beck im kühlen Stockholm ermittelt, muss man einfach dranbleiben. Denn hinter den Fällen des Schweden menschelt es oft gewaltig. Da tun sich Abgründe auf in der so heil scheinenden Welt der Nordlichter.

Zwar erschien Martin Beck schon Mitte der sechziger Jahre auf dem Markt, aber erst seit einigen Jahren – mit dem Boom der Schwedenkrimis – wird der Ahnherr dieses Krimi-Genres richtig gewürdigt. Das liegt sicherlich auch an der gut gemachten und erfolgreichen Fernsehserie mit Peter Haber in der Rolle von Kommissar Martin Beck. Hier werden immer auch die Schattenseiten der perfekt wirkenden schwedischen Gesellschaft kritisch thematisiert und Beck selbst ist oft zerknirscht und ratlos – einfach menschlich eben. Das Autorenpaar Per Wahlöö und Maj Sjöwall hat hier wirklich ganze Arbeit geleistet.

Komissar_Beck.jpgDass die Bücher um Martin Beck so einen Spaß machen, liegt auch am Ermittlungsteam. Der rüpelhafte und nicht sonderlich beliebte Gunvald Larsson etwa ist einer dieser Charaktere, mit denen man sich als Leser gern beschäftigt. Oder als Hörer. Denn den Kommissar aus dem hohen Norden gibt es auch als Hörbuch. Ein Genuss – immerhin geben sich hier Kultsprecher wie Christian Brückner oder Hannelore Hoger ein Stelldichein.

Die heutige Devise lautet also: kaufen, hören, feinsten Krimistoff genießen!

„Kommissar Beck ermittelt“ als Hörbuch bei Jokers


Bild Stockholm: Alexander Hauk/pixelio.de



14.07.2010, 13.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Mein Kurz-Trip ins All

Dass die Science-Fiction-Literatur nicht gerade mein Spezialgebiet ist, beweist mir immer wieder mein Freund Gerhard. Als bei einer unserer regelmäßigen Stammtischrunden neulich die Sprache auf Frank Schätzings neuen Roman „Limit“ kam, zeigte Gerhard unerwartete Fachkenntnis. Ich wollte gerade Schätzings Vorliebe für wohl recherchierte Hintergründe preisen und über den Abbau neuer Energiestoffe auf dem Mond philosophieren, da brachte er die Sprache auf Stanislaw Lem.

EdenDer polnische Science-Fiction-Autor, der mir bislang nur wenig bekannt war, sei einer seiner Lieblingsautoren. „Dieser Mann hatte noch Visionen und schrieb schon vor über 50 Jahren Romane, an denen sich Nachfahren wie Frank Schätzing, Andreas Eschbach oder der mittlerweile verstorbene John Michael Crichton noch eine Scheibe abschneiden konnten.“

Die heutigen Science-Fiction-Autoren hielten sich zu streng an die Regel, in einem Roman nie mehr als ein spektakuläres wissenschaftliches Gedankenkonstrukt vorzustellen. Dabei kritisierte Gerhard vor allem den Vorsatz, das Publikum geistig keinesfalls zu überfordern. „Derweil gibt es sehr viele Leser, die genau das wollen. Ich liebe es, mit neuen Gedanken herausgefordert zu werden. Eben so, wie es Lem zum Beispiel in seinem letzten Buch `Fiasko´ tut.“ In diesem Werk konstruiert der Autor eine mögliche Zukunftsvision des wissenschaftlichen Menschheitsfortschritts.

Dass Lems Werke ebenso witzig wie anspruchsvoll sind, entdeckte ich vor wenigen Tagen selbst, als ich per Zufall im Fernsehen „Ijon Tichy: Raumpilot“ sah. Basierend auf „Die Sterntagebücher des Weltraumfahrers Ijon Tichy“ erzählt die Kurzfilm-Serie verschiedene Abenteuer einer Art Weltall-Münchhausen. Das hat mir auf jeden Fall Lust auf mehr Science-Fiction gemacht. Ich denke, ich werde meinen Trip ins All mit Stanislaw Lem beginnen.


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

11.12.2009, 08.48 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Überraschende Auszeichnungen

Natürlich haben Sie es mitbekommen, dass der diesjährige Nobelpreis für Literatur an die in Rumänien geborene Deutsche Herta Müller ging. Die Königlich-Schwedische Akademie in Stockholm begründete ihre Auswahl unter anderem mit der „Reinheit der Dichtung“, die Müllers Werke beinhalten. Die Autorin Herta Müller zeichne "mittels der Verdichtung der Poesie und der Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit".

Bereits 1987 war sie mit ihrem Ehemann, dem Schriftsteller Richard Wagner, von Rumänien nach Deutschland ausgewandert, sie ließ damit ein von ihr verabscheutes politisches System zurück, das sie in vielen Erzählungen beschrieb. Müllers Werke sind hauptsächlich von jenen Erfahrungen im totalitären System des rumänischen Ceausescu-Regimes geprägt.

Wichtige Werke sind die Bände "Niederungen" (1984), "Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt" (1986) und "Barfüßiger Februar" (1987). Ihre bedeutendsten Romane sind: "Der Fuchs war damals schon der Jäger" (1992), "Herztier" (1994), "Heute wär ich mir lieber nicht begegnet" (1997) und ihr letztes Werk "Atemschaukel" (2009).

Herta Müller publizierte auch die Essay-Sammlungen "Der fremde Blick oder Das Leben ist ein Furz in der Laterne" (1999), "Der Teufel sitzt im Spiegel" (1991), "Hunger und Seide" (1995) und "Der König verneigt sich und tötet" (2003).
Mit Herta Müller ist zum 13. Mal ein deutschsprachiger Autor mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet worden. Hier eine Übersicht über ihre deutschsprachigen Vorgänger:

1902 Theodor Mommsen
1908 Rudolph Eucken
1910 Paul Heyse
1912 Gerhart Hauptmann
1919 Carl Spitteler (Schweiz)
1929 Thomas Mann
1946 Hermann Hesse (Schweiz)
1966 Nelly Sachs (schwedisches Exil)
1972 Heinrich Böll
1981 Elias Canetti (Bulgarien)
1999 Günter Grass
2004 Elfriede Jellinek (Österreich)
2009 Herta Müller

Die Auszeichnung Herta Müllers ist genauso viel diskutiert worden wie die Ehrung des amerikanischen Präsidenten Barack Obama mit dem Friedensnobelpreis. Der „Hoffnungsträger für eine friedlichere Welt“ ist der dritte US-Präsident, der während seiner Amtszeit den Friedensnobelpreis erhält. Vor ihm hatten Theodore Roosevelt im Jahr 1906 und Woodrow Wilson 1919 die Ehre. Nach ihrem Ausscheiden aus dem Weißen Haus erhielten Jimmy Carter (2002) und Ex-Vizepräsident Al Gore die Auszeichnung.

Egal, wie sehr die beiden frisch gekürten Nobelpreisträger polemisiert werden: Ich finde, beide haben ihren Preis verdient. Und ich gratuliere ihnen aus ganzem Herzen.

(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

23.10.2009, 09.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Friedenspreisverleihung des deutschen Buchhandels

Traditionell wird am Sonntag, dem letzten Tag der Buchmesse, in der Frankfurter Paulskirche der Friedenspreis des deutschen Buchhandels verliehen. Dieses Jahr wurde der italienische Schriftsteller Claudio Magris damit geehrt.

Am 10. April 1939 geboren, studierte der italienische Autor in Turin und Freiburg im Breisgau Germanistik. Heute ist er vor allem als Essayist und Kolumnist für die italienische Tageszeitung Corriere della Sera und andere europäische Zeitungen tätig.

In seiner Dankesrede trat der heute 70-jährige Schriftsteller stark auf: Es sei „Blendwerk, von der Universalität des Kriegs besessen zu sein und ihn für unvermeidlich zu halten“.

Der deutsche Historiker Karl Schlögel hielt die Laudatio auf den Preisträger. Claudio Magris verkörpere mit seiner Literatur die „bessere Seite“ der mitteleuropäischen Tradition. Das bedeute, „die andere Seite immer mitzudenken“, so Karl Schlögel.

Gottfried Honnefelder, der Vorsteher des Börsenvereins des deutschen Buchhandels, meinte, Magris kämpfe für ein Europa, das nicht allein unter ökonomischen Aspekten sein Selbstverständnis erreicht.

Mit 25.000 Euro ist der Friedenspreis dotiert. Auch die diesjährige Nobelpreisträgerin Herta Müller zählte bereits zu den Preisträgern in Frankfurt.


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

19.10.2009, 20.06 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Billy wird 30!

Stieg LarssonSelbstverständlich machen wir hier keine Werbung für irgendwelche skandinavischen oder sonstigen Einrichtungshäuser. Aber wer Bücher hat, vielleicht wie Sie und ich sogar ein paar mehr, hat auch Bücherregale. Man möchte seine Schätze ja schließlich um sich haben und nicht in irgendwelchen Schränken einsperren.

Seit drei Jahrzehnten jedenfalls dominiert besagtes Regal mit fünf Buchstaben viele Arbeitszimmer, Wohnzimmer und Bücherstuben, die ich kenne. Es scheint der kleinste gemeinsame Nenner von Bücherverstauern rund um den Erdball zu sein. Ich habe die Angewohnheit, bei Besuchen in fremden Wohnungen mehr oder weniger unverhohlen das Bücherregal in Augenschein zu nehmen. Dabei ist es mir völlig egal, aus welchem Möbelhaus es stammt, ob es beleuchtet ist oder eine kleine Staubschicht hat. Mich interessiert nur der Inhalt.

Ich finde, aus dem, was jemand liest, kann man eine Menge über ihn erfahren. Was ich außerdem spannend finde: Wie ist das Regal sortiert? Nach Genre? Nach Epochen? Gar nicht? Oder vielleicht nach Größe oder Farbe? Mein Freund Götz beispielsweise sortiert nach dem Herkunftsland des Autors. Ich fand das so pfiffig, dass ich diese Methode nun teilweise auch mit großem Vergnügen anwende (in der Belletristik). Sollten Sie Ihr Regal auffüllen wollen, etwa mit Büchern aus oder über Schweden, gibt es hier reichlich Material. Und besonders günstig, versteht sich.


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

11.09.2009, 08.33 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Krieg und Frieden

Krieg und FriedenEin Klassiker der Weltliteratur, ein Monumentalroman, ein Epos der Historie: Der vierteilige historische Roman von Leo Tolstoi ging in die Geschichte ein. „Krieg und Frieden“ zeichnet das Bild eines Russlands, das durch den Kampf mit Napoleon, mit Westeuropa gebeutelt wird. Sieben Jahre gewaltige Ereignisse (1805-1812) führt der Roman vor, Napoleon, Alexander I., Kutusow prallen aufeinander, „Krieg und Frieden“ ist voller gesellschaftlicher und politischer Gegensätze. 1863 erschien das Werk und gilt noch heute als Pflichtlektüre eines jeden gebildeten Lesers.

Im September ist sein Gedenktag: Geboren wurde Leo Nikolajewitsch Tolstoi am 9. September 1828 in Jasnaja Poljana. Das Adelsgeschlecht, dem er entstammte, soll angeblich vor vielen Jahrhunderten aus Deutschland eingewandert sein, die Familiennamen Dick oder Dickmann wurden in wörtlicher Übersetzung zu Tolstoi.

Leo wurde früh zum Waisen: Seine Mutter starb, als er zwei Jahre alt war, seinen Vater verlor er mit neun Jahren. Von Verwandten erzogen, studierte Leo bereits mit 15 Jahren an der Universität Kasan orientalische Sprachen, dann Recht, 1848 kehrte er auf sein Gut zurück.

Nach einem eher ausschweifenden Leben trat Leo Tolstoi 1851 als Artilleriefähnrich in ein kaukasisches Regiment ein. Im Krimkrieg wurde er zur Donau-Armee versetzt und nahm an Schlachten und Belagerungen teil. Länger als ein halbes Jahr, von November 1854 bis August 1855, befand er sich im belagerten Sewastopol in der gefährlichen "vierten Bastion". Nach dem Friedensschluss nahm er seinen Abschied und widmete nun sein Leben der Schriftstellerei: Während der nächsten 15 Jahre verfasste er seine großen Romane.

Um 1877 trat seine bedeutungsvolle religiöse Krise ein: Als einfacher Bauer lebend und arbeitend lehnte er den ihm zugestandenen Nobelpreis ab. Im März 1901 wurde er von der griechisch-orthodoxen Kirche exkommuniziert. Bereits sehr betagt verließ er 82-jährig im Winter 1910 Haus und Hof, nur wenige Tage später verstarb er am 20. November. Seinen Frieden mit der Kirche fand er nie mehr.


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

10.09.2009, 09.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Wendy:
Hallo, vielen Dank für den Buchtipp! Das Buch
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Near-Dark.de:
Obwohl Polit-Thriller nicht so ganz mein Genr
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flo filmproduktion:
großartiger film! unbedingt ansehen! politthr
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Schüssler Salze abnehmen:
Toll, das ist endlich mal ein gut geschrieben
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E.Rasmus:
Ach ja, "die Rettung der Welt". Oder ist es n
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