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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Film

Wenns im Kino richtig knallt

Manche Filme sind so explosiv, dass sie regelrecht in die Luft gehen. Das liegt jedoch nicht an ihrem Inhalt, sondern an den Stoffen, aus denen sie geschaffen sind. Als die Bilder nämlich laufen lernten, bestand das Trägermaterial der Filmstreifen aus Nitrocellulose. Dieses brisante Gemisch aus Salpeter-, Schwefelsäure und Baumwollresten reagiert empfindlich auf Hitze, Stöße und Erschütterung. In Verbindung mit einer heißen Projektionslampe kann es schon mal zu einer Explosion kommen. In der Anfangszeit des Kinos war es keine Seltenheit, dass nicht nur die Bilder liefen, sondern auch das Publikum; nämlich fluchtartig ins Freie, wenn sich wieder einmal eine Filmrolle entzündet hatte. In Paris etwa kam es 1897 während der Weltausstellung zu einem Kinobrand, der 140 Zuschauern das Leben kostete.


Im Grunde hatten die frühen Filme eine Sprengkraft wie TNT und fallen heute unter das Sprengstoffgesetz. Die historischen Streifen dürfen deswegen nur unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen gelagert werden. In einem Bunker bei Berlin, der zum Bundesfilmarchiv gehört, schlummern hinter dicken Stahlbetonwänden Schätze wie die Werke der Brüder Lumière und der Brüder Skladanowsky, welche unabhängig voneinander und nahezu zeitgleich 1895 den Bildern auf die Beine halfen. Auguste und Louis Lumière taten dies mit ihrem Cinematographen, Max und Emil Skladanowsky mit ihrem Bioscop. Aufgrund technischer Raffinessen setzte sich erstere Apparatur durch. Sie konnte nicht nur aufnehmen, sondern auch abspielen und auf die Leinwand projizieren. Die ersten Filmvorführungen fanden in Varietés, Gaststätten oder Zelten statt. Erst später setzten sich feste Spielstätten durch, Kintopp genannt. Zu sehen gab es kurze Sequenzen mit Alltagsszenen oder kleine Sketche. Bis zu abendfüllenden (Stumm)filmen mit einer richtigen Handlung war es noch ein weiter Weg.


Fratelli_Lumiere.jpgExperimente mit bewegten Bildern gab es schon früh. Bereits im 17. Jahrhundert faszinierten Vorführungen mit der Laterna Magica die Menschen, einer Art handbetriebenem Diaprojektor. Eine Reihe von Bildern, die auf eine Glasplatte gemalt waren, konnten damit an die Wand geworfen werden. 1872 gelangen dem Fotografen Eadweard Muybridge Serienfotografien eines galoppierenden Pferdes, die mittels eines speziell entwickelten Vorführgerätes, dem Zoopraxiskop, auf die Wand projiziert werden konnten; die vielen Einzelbilder ergaben die Illusion einer Bewegungsabfolge. Der Durchbruch in Sachen Film gelang dem Erfinder Thomas Alva Edison. Er führte 1893 nicht nur den 35mm-Filmstreifen auf Zelluloidbasis mit seitlicher Perforation ein, sondern entwickelte auch ein Aufnahme- sowie ein Abspielgerät, den Kinetographen und das Kinetoskop. Letzteres war eine Art Guckkasten, in dem man die Filme betrachten konnte. Die Brüder Lumière waren es dann, die beide Funktionen in einem Gerät zusammenbrachten und mit einer Projektionsmöglichkeit versahen: Das moderne Kino war geboren. Und seit man in den 1930er-Jahren von Nitrofilmen auf so genannte Sicherheitsfilme aus Acetat umstieg, musste man beim Kinogang nicht mehr um Leib und Leben fürchten.


Explosive Filme finden Sie auch bei Jokers aber garantiert ungefährlich für die Gesundheit:


Filme bei Jokers


Geschrieben von Petra Anne-Marie Kollmannsberger



Bild: Auguste Lumière und Louis Lumière/wikimedia

22.03.2012, 14.53 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Von der Arzttochter zur Kult-Regisseurin: Doris Dörrie

Vielleicht sind Sie ja bereits auf unser Gewinnspiel aufmerksam geworden und riskieren Ihr Glück bei unserer Verlosung: Pünktlich zum Kinostart von »Glück« unter der Regie von Doris Dörrie können Sie bei uns das Hörspiel zum Film und ein Kinoplakat ergattern.


Anlass also genug, vielleicht einmal Revue passieren zu lassen, mit welchen Werken uns die begnadete Autorin und Regisseurin bislang erfreute. Und ich wette mit Ihnen: Sollten Ihnen der Name Doris Dörrie noch relativ unbekannt vorkommen sicherlich haben auch Sie schon den einen oder anderen ihrer Filme begeistert gesehen!


Doris Dörrie ist ein Frühlingskind: Am 26. Mai 1955 wurde sie geboren, in einen Arzt-Haushalt hinein. Dennoch schien ihr der Berufswunsch von Anfang an klar zu sein: 1973 ging sie in die USA, um dort Film und Schauspiel zu studieren. 1975 kehrte sie nach Deutschland zurück und studierte in München an der Hochschule für Fernsehen und Film.


Ihr großer Durchbruch ließ nicht lange auf sich warten: Ihre Komödie »Männer«, die 1985 über die Leinwände flimmerte, wurde ihr erster großer Publikumserfolg. Seitdem geht es Schlag auf Schlag: Ein Kinoerfolg reiht sich an den anderen. Doch sie ist nicht nur als Regisseurin und Drehbuchautorin unbestreitbar eine der allerbesten sie ist auch als Autorin erfolgreich tätig. So erstaunt es nicht wirklich, dass sie zahlreiche Auszeichnungen einheimsen konnte.


Stöbern Sie doch einfach mal in unseren Angeboten: Auch wir haben zahlreiche Filme und Bücher von Doris Dörrie auf Lager.


Auszeichnungen von Doris Dörrie:


1984 Max-Ophüls-Preis: Publikumspreis der Stadt Saarbrücken für MITTEN INS HERZ.


1986 Deutscher Filmpreis: Filmband in Silber; Filmband in Gold (Drehbuch) für MÄNNER.


1986 Goldene Leinwand für MÄNNER.


1986 Gildefilmpreis für MÄNNER.


1986 IFF Vevey (Schweiz): Goldener Spazierstock für MÄNNER.


1986 IFF Hof: Filmpreis der Stadt Hof für MÄNNER.


1992 Deutscher Filmpreis: Nominierung für HAPPY BIRTHDAY, TÜRKE.


1994 Journalistenpreis der Gewerkschaft Nahrung-Genuß-Gaststätten für WAS DARF'S DENN SEIN?


1995 Deutscher Filmpreis: Filmband in Silber für KEINER LIEBT MICH.


1995 Ernst Hoferichter-Preis für das schriftstellerische Werk.


1996 Der »Bettina von Arnim-Literaturpreis« der Zeitschrift »Brigitte« für die Kurzgeschichte »Der Vater der Braut«


Literatur von Dörrie:


(Hg. mit Robert Fischer): Kino 78. Bundesdeutsche Filme auf der Leinwand. München: Nüchtern 1978, 216 S., ill.


Liebe, Schmerz und das ganze verdammte Zeug. Vier Geschichten. Zürich: Diogenes 1987, 178 S.


"Was wollen Sie von mir?" und 15 andere Geschichten mit Fotos von Helge Weindler. Zürich: Diogenes 1989, 192 S, ill.


Der Mann meiner Träume. Erzählung. Zürich: Diogenes 1991, 104 S.


Für immer und ewig. Eine Art Reigen. Zürich: Diogenes 1991, 304 S.


Love in Germany. Deutsche Paare im Gespräch mit Doris Dörrie. Unter Mitarbeit von Volker Wach. Zürich: Diogenes 1992, 159 S.


Suche nach Winnetous rechtem Fuss. In: Sonderhefte der Karl May-Gesellschaft, Nr. 98, 1993


Bin ich schön? Erzählungen. Zürich: Diogenes 1994, 352 S.


Samsara. Erzählungen. Zürich: Diogenes 1996, 329 S.


Der Lama von Karlsfeld. In: Ursache & Wirkung. Zeitschrift für Buddhismus in Österreich, Nr. 2, 1997.



Bücher und Filme von Doris Dörrie bei Jokers

21.02.2012, 09.08 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Loriot

87 Jahre ist er alt geworden: Er hatte ein langes Leben. Dennoch hätten wir wohl alle gewünscht, er wäre noch viel älter geworden, hätte uns noch viele Jahre mit seiner Sicht der Dinge erfreut: Vicco von Bülow verstand es wie wenig Andere, aus alltäglichen Ereignissen skurrile, unterhaltsame Anekdoten zu stricken. Am 22. August starb Loriot in seinem Haus in Ammerland am Starnberger See, er ist »sanft entschlafen«, wie Diogenes-Sprecherin Ruth Geiger mitteilte.


Vicco_von_buelow_loriot_08_2005.JPGWarum eigentlich nannte sich Vicco von Bülow Loriot? Die Erklärung ist denkbar einfach, aber dennoch kaum bekannt: Er wählte als Künstlernamen einfach die französische Bezeichnung für das Wappentier der Familie Bülow (Pirol = loriot).


Jeder von uns hat wohl sein eigenes Bild abgespeichert, wenn er an Loriot denkt: Vielleicht ist es die der Herren im Bad, bei denen die Ente draußen bleiben soll, oder aber die Nudel im Gesicht, die beim Rendezvous reichlich stört. Und ganz sicher haben Sie entweder »Ödipussi« oder »Pappa ante portas« nicht nur gesehen, sondern geliebt.


Bekannt wurde von Bülow erstmals mit seinem Knollennasenmännchen in Zeitschriften-Cartoons, dann begeisterten seine Fernseh-Sketche, etwa in der ARD-Serie »Loriot I-VI« in den 70er Jahren, ein breites Publikum. Mit seiner 2007 gestorbenen Kollegin Evelyn Hamann verzauberte er in Sketchen über die Familie Hoppenstedt als talentierter Schauspieler.


Er war auch einer der Ersten, die die heute so populären Differenzen der Geschlechter humorvoll unter die Lupe nahmen: Sein Dialog über das weich- oder hartgekochte Frühstücksei ist ein pointiertes Beispiel für seine pointierte Weltsicht.


Die Liste seiner Kreationen ist schier unendlich: Er erschuf so viele Figuren und Charaktere, dass manch Einer erstaunt entdecken mag, dass zum Beispiel auch das Zeichentrickpärchen Wum und Wendelin in der Fernsehshow »Der große Preis« mit Wim Thoelke aus Loriots Feder stammen.


Loriot erhielt zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen wie den Deutschen Filmpreis, den Deutschen Kleinkunstpreis, die Goldene Kamera, den Karl-Valentin-Orden, den Wilhelm-Busch-Preis und den Ernst-Lubitsch-Preis. Loriot war auch Mitglied der Berliner Akademie der Künste und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.


Wir haben in unserem Shop ein umfangreiches »Loriot Memorial«-Programm zusammengestellt: Von Kalendern bis hin zu Sammelwerken finden Sie sicher genau das Richtige für Sie, um Loriot in Erinnerung zu behalten.


Bild: Loriot/wikimedia commons


Loriot bei Jokers



13.09.2011, 10.22 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Naokos Lächeln

naokos-laecheln_artwork_plakat_a3.jpg"Nur eine Liebesgeschichte" so lautet der Untertitel zu dem poetischen Meisterwerk »Naokos Lächeln«, im Original: »noruwei no mori« (Norwegian Wood) von Haruki Murakami. Doch was so lapidar daherkommt, sich so unscheinbar als eine kleine Erzählung um die Liebe tarnt, ist ein ominöses Prunkwerk, das vehement Leidenschaft gegen Verzweiflung ausspielt. Und uns, den Lesern, den Filmliebhabern, bleibt nichts Anderes übrig, als uns von diesem intensiven, wort- und bildgewaltigen Einblick in die menschliche Seele bannen zu lassen. »Naokos Lächeln« kommt nun in die deutschen Kinos:


Toru hat die Mitte Dreißig bereits überschritten, als ihn «Norwegian Wood, Beatles-Ohrwurm und Lieblingslied der jungen Japanerin Naoko, das er zufällig hört, zusammenbrechen lässt: »And when I awoke I was alone. This bird has flown Isnt it good? Norwegian wood«. Mit den Zeilen des Songs taucht er unvermittelt ein in seine eigene Reise in die Vergangenheit, zwanzig Jahre zurück, in die 1960er Jahre eines Japan, in dem sich die junge Generation wie überall auf der Welt auf die Suche nach sich selbst macht: »I once had a girl / Or I should say, she once had me«. Nicht alle erreichen ihr Ziel, finden ihren Sinn: Torus Freund Kizuki setzt, kaum 17-jährig, seinem Leben ein Ende. Über diesen Selbstmord bricht die Freundschaft von Toru, der sich selbst als Durchschnittsjungen empfindet, und der stillen, anmutigen Naoko auseinander: Naoko zieht sich in die Einsamkeit zurück, begibt sich schließlich in ein abgelegenes Sanatorium, während sich Toru in wilde Ablenkung stürzt, die ihm die Bekanntschaft mit der lebenslustigen Midori schenkt. Viel mehr als »Nur eine Liebesgeschichte« ist die Essenz des wortgewaltigen Romans von Haruki Murakami, der sich in dieser rückblickenden »Studie« der gewaltigen Dialektik von Todessehnsucht und Lebenshunger, Einsamkeit und Sinnsuche, Verzweiflung und Hoffnung stellt.


Jetzt ist die Erzählung, die 2001 unter dem Titel »Naokos Lächeln« das erste Mal auf Deutsch publiziert wurde, von dem vietnamesischen Regisseur Tran Anh Hung verfilmt worden: »Im Leid kann sich Schönheit verbergen«, fasst Tran Anh Hung sein Werk, das von einer bilderreichen Poesie durchdrungen ist, zusammen. Und wahrlich: Unabhängig davon, ob Sie den Roman von Haruki Murakami bereits kennen oder ob Sie mit dieser intensiven Liebesgeschichte das erste Mal in der Verfilmung in Berührung kommen: »Naokos Lächeln« geht unter die Haut.


Der japanische Autor Haruki Murakami, 1949 in Kyoto geboren, ist der gefeierte und mit den höchsten japanischen Literaturpreisen ausgezeichnete Verfasser von Romanen und Erzählungsbänden.


naokos-laecheln_stills_02.jpgAuch hat er die Werke von Raymond Chandler, John Irving, Truman Capote und Raymond Carver ins Japanische übersetzt. »Naokos Lächeln«, im Original »noruwei no mori« (Norwegian Wood), wurde gleich nach seiner Erstveröffentlichung im Jahre 1987 in Japan zum Kultbuch und in 33 Sprachen übersetzt. Dabei ist Haruki Murakami auch in deutschsprachigen Landen durchaus kein Unbekannter: Mitte des letzten Jahrzehnts (2005) sorgte sein anderer weltbekannter Entwicklungsroman für helle Empörung im »Literarischen Quartett«: Die in »Gefährliche Geliebte« geschilderten Sexszenen wurden von den Kritikern mehr als polemisiert. Wer in »Naokos Lächeln« nach vergleichbaren Beschreibungen sucht, wird enttäuscht sein: Natürlich geht es in dieser »Liebesgeschichte« auch um Erotik, um Sex, und doch: Im Vordergrund steht immer das mal zarte, mal heftige Streben nach Erfüllung, nach der Erkenntnis des fernen Sinns dieses so leidenden, so schönen Lebens, stets begleitet von der eindringlichen Musik des Komponisten Jonny Greenwood, der bereits 2007 mit seinem Soundtrack zu Paul Thomas Andersons Film There will be Blood glänzte.


Bei Jokers haben Sie die Chance, einmal zwei Freikarten für den Kinohit »Naokos Lächeln« sowie eine CD mit dem Soundtrack zum Film zu gewinnen!


Schicken Sie uns einfach eine E-Mail an:


aktion@jokers.de


mit der Betreffzeile »Naokos Lächeln«. Wir drücken Ihnen die Daumen, dass Sie sich bald von »Naokos Lächeln« verzaubern lassen können!


Wer mehr über »Naokos Lächeln« (Kinostart am 30.06.2011) erfahren möchte, findet hier alle Infos:

http://naoko.pandorafilm.de/






22.06.2011, 21.31 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Buchgestütztes Wohnen

Der bibliophile Mensch von heute neigt ja dazu, alle möglichen Bücher zu horten, die er nie im Leben lesen wird. Da wären zum Beispiel die Günter Grass Studienausgabe in 20 Bänden. Die macht sich natürlich unglaublich gut an einer präsenten Stelle im Bücherregal. Mehr als Eindruck schinden bei Gästen, die sich pflichtschuldige »Ahs« und »Ohs« abringen, wird man damit jedoch meist nicht bewirken. Nachdem die große Zeit der Bücherverbrennungen hierzulande Gott sei Dank vorbei zu sein scheint, wirkt selbst die Befeuerung des hauseigenen Kamins mit überflüssigen Schmökern irgendwie anrüchig. Was also anstellen mit den unzähligen Seiten gebundenen Papiers?


Eine besonders elegante Lösung ist die Einrichtung einer dekorativen Hausbibliothek. Wie so etwas aussehen kann - und dabei noch kostengünstig mit nur wenigen Stunden angestrengten Schraubens zu bewerkstelligen ist - entdeckt, wer sich samstags durch überfüllte schwedische Möbelhäuser schieben lässt. Doch die Mühe lohnt sich! Farblich sortierte Buchrücken in blütenweiß lackierten Regalen sind laut Feng Shui unglaublich harmonisierend.


Eine andere Möglichkeit der zweckentfremdeten Buchverwendung dann nämlich wenn es mit dem Möbelaufbau wieder einmal nicht so richtig klappen wollte sind die sogenannten »tragenden Bücher«. Analog zur tragenden Wand stabilisieren sie vortrefflich Schränke, Betten oder was da sonst nicht ordentlich stillstehen mag.


Wenn selbst das nichts hilft, bietet sich dem leidgeplagten Do-it-Yourself-Wohndesigner noch ein letzter, viel besserer Ausweg sozusagen die Königsklasse des buchgestützten Wohnens: Man lege eine Glasplatte auf vier gleich hohe Bücherstapel und erhalte im Handumdrehen einen sehr belesen wirkenden Schreibtisch. Auf ähnliche Weise und mit etwas Fantasie lassen sich auch durchaus tragfähige Fernsehtischchen, Sideboards oder gar Wohnwände konstruieren. Nur Mut! Günter Grass wäre sicher nicht beleidigt. Denn auch er weiß: Papier ist geduldig.


Vielleicht möchten Sie einen Film drehen, was man mit Büchern alles machen kann? Es gibt tolle Preise zu gewinnen!


http://www.jokers-spiele.de/gratis-spiele/buecher-film....259./



02.02.2011, 08.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Wo liegt Mittelerde?

An welchen Ort denken Sie, wenn Sie "Mittelerde" lesen? Jeder von uns hat ja seine eigene Vorstellung vom wunderbaren Land der Hobbits, das in Tolkiens "Herr der Ringe" die Heimat der kleinen Wesen darstellt. Die Saga wurde ja bereits verfilmt und brach in den Kinos Kassenrekorde. Zur Zeit soll nun auch die Vorgeschichte zu dem Bestseller von Tolkien, "Der kleine Hobbit", gedreht werden. Als Drehort für den Zweiteiler wurde Neuseeland, die Heimat des Produzenten und neuen Regisseurs Peter Jackson, ausgewählt, also ganz in der Linie von "Der Herr der Ringe".

 

Neuseeland.jpgAber der geplante Streifen stand bislang unter keinem guten Stern: Es gab und gibt Finanzprobleme, der bisherige Regisseur hat das Handtuch geworfen, weil sich das Projekt ständig verzögerte, und die neuseeländische Schauspieler-Gewerkschaft wirft dem Regisseur vor, sich bei den Verträgen für Schauspieler nicht an die Standards zu halten. Der wiederum straft nicht nur die gewerkschaftlichen Vorwürfe in verschiedenen Pressekonferenzen Lügen, sondern will auch kurzen Prozess machen und die Dreharbeiten einfach in den Osten Europas verlagern. Die australische Gewerkschaft Media, Entertainment and Arts Alliance (MEAA) hat nun zu einem internationalen Boykott des Films aufgerufen, um durchzusetzen, dass die Schauspieler nach einem mit den Gewerkschaften ausgehandelten Rahmenvertrag eingestellt werden.

 

Die Dreharbeiten sollen nach Informationen britischer Zeitungen nun Anfang des nächsten Jahres beginnen. Zu einem Casting für Hobbit-Rollen waren erst Ende September 240 Freiwillige in Wellington vermessen worden. Sie durften nicht größer als 1,58 Meter sein. Nun, es bleibt abzuwarten, ob sich auch in Osteuropa genügend Kleinwüchsige finden, die Rollen übernehmen können. Für mich würde es keinen großen Unterschied machen, ob „Der kleine Hobbit“ nun in Neuseeland oder Osteuropa in den Kasten kommt: Mittelerde liegt für mich vor allem an einem Ort. In meinem Kopf nämlich, in meiner Phantasie.

 

Wenn auch Sie Lust haben, sich ein wenig von wundersamen Aufnahmen verzaubern zu lassen, habe ich eine Empfehlung für Sie: Unser Band „Die Tolkien Jahre: Magische Bilderreise nach Mittelerde“ entführt sie in eine gänzlich eigene Traumwelt.


Die Tolkien Jahre: Magische Bilderreise nach Mittelerde“


Bild: Neuseeland; Cornerstone/pixelio.de

 

03.11.2010, 11.08 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Tiger Team

Szenenbild_11jpeg_700x464.jpgAm  06. Mai ist es endlich soweit: Das großartige Detektiv-Trio kommt in die Kinos! Seit langem schon sind die Kinder-Krimis von Thomas Brezina Bestseller unter den Jugend-Büchern: Sie wurden in 26 Sprachen übersetzt und verkauften sich bis heute mehr als 20 Millionen Mal! Vor allem in China ist das Tiger Team der absolute Favorit bei den jungen Lesern – die drei Kinder-Detektive haben dort weitaus mehr Fans als Harry Potter! Kein Wunder, denn die drei Freunde Patrick, Biggi und Luk sind keineswegs nur mutige Helden – im Gegenteil, sie sind manchmal genau so feige, stur und naschsüchtig wie jedes andere Kind auch.
In dem neuen Kino-Highlight führt eine besondere Herausforderung die Kids bis ins ferne China. Zeit haben sie genug, denn es sind Ferien – aber die Rettung der Menschen drängt!
Szenenbild_04jpeg_700x466.jpgDenn die dämonische Q (verkörpert von einer überzeugenden Iris Berben) will sich des sagenumwobenen Zauberelexiers bemächtigen, das ihr Unsterblichkeit und Unbesiegbarkeit verleihen würde. Auf der Jagd nach den legendären Schätzen, die tief im Mondscheinpalast im Berg der 1000 Drachen verborgen liegen, muss das Tiger Team zahlreiche Gefahren überwinden. Und das nur, weil die Drei auf einen mysteriösen Drachen-Schlüssel gestoßen sind und einem uralten chinesischen Mythos auf die Spur kommen wollten…

Thomas Brezina, der erfolgreiche Kinder- und Jugendbuchautor, ist einer der phantasiereichsten Gegenwartschriftsteller mit einem Faible für das Außergewöhnliche: Der gebürtige Wiener sammelt beispielsweise leidenschaftlich Uhren – ein besonderes Exemplar seiner Sammlung zeichnet sich dadurch aus, dass sie rückwärts läuft! Wichtige und witzige Details zu dem sympathischen Mann, von seiner Schuhgröße bis zu seinem Lieblingsbuch als Kind, finden sich unter http://www.thomasbrezina.com.

Cover_Schneider_Buch_Tiger_Team.jpgNehmen Sie jetzt an unserem Jokers Kinogewinnspiel teil! Es gibt jeweils 3 x das Buch zum Film und ein Filmposter zu gewinnen.

Sie brauchen nur folgende Frage zu beantworten:

Wen spielt Iris Berben in „Tiger Team“?

-    Biggi
-    Q
-    Luk

Schicken Sie die Lösung bitte an jokersrestseller@jokers.de mit dem Betreff "Tiger Team".

Teilnahmeschluss ist der 06. Mai 2010.

26.04.2010, 11.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Mein Ideal-Castorp

Der ZauberbergEine Traumbesetzung! Christoph Eichhorn als Hans Castorp in der Verfilmung des Thomas-Mann-Romans „Der Zauberberg“. Noch nie hat meine Vorstellung vom Aussehen einer Romanfigur so perfekt zu der Filmfigur gepasst wie in der Verfilmung von Hans W. Geißendörfer.

Meist muss ich bei einer Buchverfilmung erst ein wenig warm werden mit den fremden Personen auf der Leinwand, die jemanden darstellen, der mir im Laufe des Lesens mit einem bestimmten Bild ans Herz gewachsen ist – zumal wenn das Werk von so epochaler Länge ist wie „Der Zauberberg“ mit seinen fast tausend Seiten.

Hier jedoch war das nicht so – Eichhorn, der Schauspieler mit dem eleganten, leicht blasierten Gesichtsausdruck und der schmalsten Nase, die ich kenne, ist mein Ideal-Castorp. Genau so habe ich mir den Hamburger Patriziersohn vorgestellt, der in einem Schweizer Sanatorium statt wie geplant einige Wochen sieben Jahre verbringt, sich dort verliebt und ausdauernde philosophische Diskussionen führt. Er hält sich in dieser wie zeitlos wirkenden, morbiden Welt übrigens auf ohne selbst krank zu sein.

Hans Castorp ist Held eines Bildungsromans, der gleichzeitig den Geist der gesamten Epoche vor dem Ersten Weltkrieg zeichnet. All das in der typisch Mannschen Manier der kunstvollen Schachtelsätze und intellektuellen Reflexionen, der genauen Milieuschilderung und detailverliebten Ausschmückung.

Wer sich dafür begeistern kann, wird auch die 1981 entstandene Verfilmung des Werkes lieben – sie hat den Deutschen Filmpreis erhalten und das zu Recht. Die leicht makabre Stimmung von Krankheit gemischt mit trotziger Lebensfreude, Eleganz und Pracht, die verschiedenen Charaktere der Sanatoriumsbesucher, all das setzt Geißendörfers Film meisterhaft um. Das ist Unterhaltung vom Feinsten! Also: zugreifen, denn diese DVD gehört in jeden gut sortierten Haushalt und unser Preis ist einfach unschlagbar!


(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

01.03.2010, 08.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Russische Literatur: jetzt genau das Richtige!

Krieg und FriedenWas für ein Winter! Diese Allgegenwart von Schnee und Kälte! Der Anblick von dick vermummten Menschen hat so etwas Russisches, finde ich. Jedenfalls passt derzeit die Lektüre von Dostojewski, Tolstoi, Puschkin und Co. besonders gut in die Landschaft. Beim Blick aus dem Fenster in das Schneetreiben draußen wirken „Schuld und Sühne“, „Krieg und Frieden“ und „Anna Karenina“ einfach noch intensiver.

Und nicht zuletzt sind diese ja meist recht seiten- und personenreichen Werke im Winter besser zu verdauen – flockige Sommerlektüre ist das nicht. Eher etwas für lange Winterabende, an denen man etwa in Dostojewskis „Der Idiot“ den Fürsten Myschkin dabei erlebt, wie er verzweifelt einer unerreichbaren Liebe hinterherhetzt.

Den ganz Lesewütigen empfehle ich natürlich das Hauptwerk des 2010-Jubilars Lew Tolstoi – er hat in diesem Jahr den 100. Todestag – „Krieg  und Frieden“, die faszinierende Geschichte dreier Familien vor dem Hintergrund der russisch-napoleonischen Kriege. Ein Meisterwerk der Weltliteratur und ein Reigen an großen Gefühlen, der seinesgleichen sucht: Krieg, Liebe, Hass, Abenteuer – alles dabei. Dass es sich hier auch um starken Filmstoff handelt, ist klar und für Freunde prächtiger Ausstattungsfilme ein echtes Muss!

Bevor also die Tage wieder frühlingshafter werden und Sie das dringende Bedürfnis nach Spaziergängen und Gartenarbeit verspüren (das wird nicht mehr allzu lange dauern ...), lassen Sie doch noch ein wenig russische Seele einwirken – das ist gut fürs Gemüt und schadet trotz des Seitenreichtums auch dem Geldbeutel nicht!


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

19.02.2010, 09.09 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Woody Allen

Woody Allen„Whatever works“ heißt der neue Kinoerfolg des genialen Komikers, der fast zeitgleich zu seinem Geburstag auf die Leinwände kam. Am 1.12. feierte er seinen 74. Geburtstag. Im Jahre 1935 wurde er als Allan Stewart Konigsberg in Brooklyn, New York, geboren. Was auch immer er anfasst, es verwandelt sich in Gold: Die Talente von Woody Allen sind fast nicht aufzuzählen. So hat er als Komiker, Filmregisseur, Autor, Schauspieler und Musiker große internationale Auftritte.

Dabei hat er selbst sein Können stets vortrefflich aufs Korn genommen. Eines seiner berühmtesten Zitate ist: „Ich habe keine Ahnung, was ich da tue ... Aber Inkompetenz hat mich auch noch nie von etwas abgehalten...“

Über 50 Filme hat er als Drehbuchschreiber und Regisseur gemacht. Daneben schrieb er zahlreiche Erzählungen, Theaterstücke und Kolumnen und auch als Jazzmusiker kann er sich sehen bzw. hören lassen.

Woody Allen ist Balsam für die geschundene Alltags-Seele. Seine Filme umgeben den Zuschauer mit einer ganz bestimmten Gravitation. Angezogen von diesem unendlich erscheinenden Universum voller Melancholie, Verzweiflung und Leidenschaft, Absurdität und tiefer Wahrheit. Woody Allen nimmt uns durch seine Filme in eine Zelluloid-Familie auf und gibt uns eine cineastische Heimat. Jeder findet in Woodys intellektuellem Krieg der Dialoge eine Rechtfertigung- auch für die allerletzte menschliche Regung. Woodys Filme sind Antidepressiva, Aufputschmittel und Seelen-Tankstelle zugleich. Man könnte sich verlieben- in diese Art des Filmemachens. Seine Filme machen glücklich. Zumindest für 90 Minuten.“, heißt es auf der Seite www.woody-allen.de .

Zu Ehren seines Geburtstages haben wir Werke zu dem Künstler ins Angebot genommen.


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

04.01.2010, 08.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Bianka Schmidtlein:
Tatsächlich. Auf jokers.de führt die Sucheing
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Ute Berger:
es ist wirklich schlimm was mit den Handys un
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Gabi Bergermann:
Auweia. Jorges Verhalten erinnert schon sehr
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Anne-Marie Kollmannsberger:
Anti-BILD-Mail-Aktion:Hier klicken
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Gabi Bergermann:
Soso, man ist ein paar Wochen in Mittelamerik
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