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Tag: Fitness
Sport ist Mord!?
Bekennende Sportmuffel sind sich in Folgendem einig: Sie haben absolut keine Lust auf Körperertüchtigung und ein permanent schlechtes Gewissen. Denn eigentlich weiß man ja, dass es besser wäre, sich gelegentlich etwas mehr zu bewegen als nur vom Kühlschrank zum Sofa ... Doch der innere Schweinehund, das schlimmste aller Haustiere, hat es geschafft, Oberwasser zu bekommen. Und wenn diese ganz besondere Spezies der »Faultiere« sich auf seinem Wirt so richtig sauwohl fühlt, ist es zu spät. Dann bringt einen so gut wie nichts mehr zum Waldlauf, Radeln oder Schwimmen. Selbst zur Gymnastik auf dem Wohnzimmerteppich kann man sich nicht aufraffen und schon der Gedanke an ein Fitness-Studio mit all den schlank trainierten Körpern bereitet Unwohlsein.
Und wer hat uns das alles eingebrockt? Man könnte zum Beispiel »Turnvater Jahn« als Schuldigen ausfindig machen, der Anfang des 19. Jahrhunderts mit seinen Turnübungen in freier Natur die Fitness-Bewegung losgetreten hat. Ging es Friedrich Ludwig Jahn (1778 1852) »frisch, fromm, fröhlich, frei« in erster Linie um die körperliche Ertüchtigung vorrangig der Jugend zur Stärkung Preußens, griff die so genannte Lebensreformbewegung gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Gedanken auf: Licht und Luft für den zivilisationsgeplagten, von der aufkommenden Industrialisierung überrollten Menschen; am besten durch Bewegung an der frischen Luft mit gesunder, vollwertiger, gerne auch vegetarischer Kost. Da haben wir den Salat, im wahrsten Sinne des Wortes!
War man in der Folge bedingt durch die beiden Weltkriege in Deutschland weitestgehend mit Überleben beschäftigt, ließ man es sich nach 1945 im Wirtschaftswunderland erst mal so richtig gut gehen. Das dicke Ende folgte auf den Fuß - und ein erneutes Aufflackern des Fitnessgedankens. Bald führten uns in den USA der Bodybuilder Arnold Schwarzenegger und die Aerobic-Queen Jane Fonda ihre gestählten Körper vor. Und bald schossen auch hierzulande die »Mucki-Buden« aus dem Boden. Diese haben sich inzwischen zu einem ernst zu nehmenden Wirtschaftszweig entwickelt. In modernen Fitness-Studios kann man nicht nur die Muskeln aufpumpen und sich die Seele aus dem Leib hüpfen, man wird dort auch mit fernöstlich anmutenden Fitmachern wie »Power-Yoga« bespaßt.
Man muss es ja nicht gleich übertreiben, aber seien wir ehrlich: Gemäßigte Leibesübungen würden uns durchaus nicht schaden. Schließlich trieb auch Winston Churchill, der den Ausspruch »No Sports« auf die Frage, wie er so alt geworden sei, getätigt haben soll, Sport. Der berühmte Brite beschäftigte sich in jungen Jahren mit Reiten, Fechten und dem Polo-Spiel, mit Dingen also, die ihm großes Vergnügen bereiteten. Und genau da liegt der Schweinehund begraben: Sport muss Spaß machen, sonst hört man schneller wieder damit auf, als man begonnen hat. Für den Anfang kann man ja schon mal Aufzug und Rolltreppe meiden und tapfer die Treppe hochstapfen. Und wer sich so gar nicht zum Spazierengehen motivieren kann, parkt auf dem Weg zur Arbeit das Auto einfach ein gutes Stück entfernt oder steigt eine Station früher aus dem Bus aus.
Für alle Couch-Potatoes hier noch ein ganz heißer Geheim-Tipp: das Bewegungsprogramm für alle, deren Geist willig, aber deren Fleisch schwach ist:
http://www.jokers.de/3/13738471-1/buch/fitness-fuer-faule-saecke.html
25.03.2011, 17.14 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Mit Büchern gesund und fit
Allensbach kennt jeder. Nicht den Ort, sondern das Meinungsforschungsinstitut. Die neugierigen Wissenschaftler haben vor ein paar Wochen herausgefunden, dass die so genannten „neuen Alten“ fitter und mobiler sind als früher. Und dass sie sich mehr für Bücher interessieren, weil sie fitter und mobiler sind. 21.000 „neue Alte“ wurden dazu befragt.Indem die neugierigen Wissenschaftler die jetzigen Ergebnisse mit früheren Umfragen verglichen, fanden sie darüber hinaus heraus, dass das Interesse an Büchern unter dieser Gruppe in den letzten Jahren generell gewachsen ist und auch nicht mehr so schnell abnimmt wie in früheren Jahren. Gaben von den 68- bis 74-Jährigen im Jahr 1987 nur 69 Prozent an, sie interessierten sich für Bücher, sind es heute schon 74 Prozent. Über 74 Jahre ist der Anstieg noch bemerkenswerter: 1987 waren nur 53 Prozent der über 74-Jährigen an Büchern interessiert, heute sind es 67 Prozent. Die „neuen Alten“ lesen also nicht nur öfter, sondern auch länger.
Logisch eigentlich. In den letzten 20 Jahren sind die Rentner immer fitter, mobiler und kontaktfreudiger geworden. Und das schlägt sich auch im Buchmarkt nieder. Vielleicht hat sich unter den Pensionären auch herumgesprochen, dass sich das Gehirnjogging per Buch positiv auf die geistige Wachheit auswirkt. Dann wäre das Bücherlesen oder Lesen überhaupt möglicherweise mit ein Grund, warum sich heute ältere Menschen über einen besseren Gesundheits- und Geisteszustand als noch vor Jahrzehnten freuen dürfen.
03.07.2008, 16.16 | (0/0) Kommentare | TB | PL



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