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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Frankfurter Buchmesse

Buchmesse-Kritik

Gestern in der Mittagspause redete ich mit einem Kollegen noch einmal über die Frankfurter Buchmesse, obwohl sie ja schon längst vorbei ist. Mit Besucherrekorden ging sie zu Ende. Vor allem der Samstag übertraf alle Erwartungen: Weit über 70.000 Personen drängten sich in den Gängen.

Comic HeldenMein Kollege, der auf der Messe war, berichteten Seltsames: Denn während an den Fachtagen zuvor Geschäfts- kunden und Fachbesucherinnen in Anzug und Kostüm durch die Hallen drängten, gaben sich am Publikums- wochenende zahlreiche Fans der Fantasy und Science Fiction ein Stelldichein. Nicht nur, dass Aber- tausende von jungen und auch älteren Herrschaften sich wie ihr jeweiliger Comic-Held (oder ihre Heldin) kleideten, sie führten auch deren Waffen mit sich: Riesige, selbst gebastelte Schwerter, Hämmer und Bogen aus Pappmaché. Um die Mittagszeit sammelten sich die bunten Heere im Innenhof. Meinem Kollegen bot sich ein außergewöhnliches Bild. Oder haben Sie schon einmal gesehen, wie sich zahllose Wesen ferner Welten vereinen, um sich mit gezückten Waffen gegenüberzutreten?

Was das alles mit der Buchmesse zu tun habe? Mancher fragte sich das. Mein Kollege berichtete von Kritik an dem Treiben. Was diese vielen Rollenspiel-Fans denn da zu suchen haben, beschwerten sich manche andere Besucher, die nicht mehr durch die verstopften Gänge kamen.

Ich verstehe nicht, weshalb sich die Besucher aufregen. Ich finde es sogar aufregend, auf diese Weise ein wenig in die Welt der Fantasy- und Comic-Anhänger hineinschnuppern zu können. Wer bestimmt denn, was Literatur ist und was nicht, wer zur Messe darf und wer nicht?

(geschrieben von Matthias Stöbener)

31.10.2008, 00.48 | (0/0) Kommentare | TB | PL

China als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2009

chinaNach der Türkei wird China Gastland der Frankfurter Buchmesse sein. Manchem Verantwortlichen in der Buchbranche schlägt das Gewissen. Es gibt Verlags- leiter, Buchhändler, Ehrenamtliche und Funktionäre der Buchhändler- und Verlagsverbände, denen das quer im Magen liegt und die sich dafür aussprechen, im September 2008 nicht an der chinesischen Buchmesse in Peking teilzunehmen, die ein Jahr vor der Frankfurter Buchmesse stattfindet. Angesichts des Vorgehens der chinesischen Staatsmacht gegen die Tibeter mahnt man Distanz an.

Die offizielle Haltung der Frankfurter Buchmesse und der Buchhandelsverbände ist natürlich eine andere. Man glaube an Dialog und freie Meinungsäußerung als Mittel zur Lösung von Konflikten, heißt es. Auch die chinesischen Verbände signalisierten den Wunsch zum Kontakt, gerade auch in dieser schwierigen Situation. Man sei sich einig, dass die weiter Öffnung Chinas nur über persönliche Kontakte und gegenseitiges Verständnis laufen könne. Dafür seien Buchmessen eine mögliche Plattform.

Eine schwierige Situation, gerade für eine Branche, die Freiheit, Menschenrechte, Demokratie, Gewaltlosigkeit und Offenheit mit ihrem Wirken durchsetzen will. Was ist der richtige Weg? Hätte Adolf Hitler den Zweiten Weltkrieg nicht vom Zaun gebrochen, wenn die Länder der Welt seine olympischen Spiele boykottiert hätten? Wäre ein Jude weniger vergast worden? Würde die chinesische Regierung ihre Unterdrückungsmaßnahmen in Tibet stoppen, wenn wir sie boykottieren? Wahrscheinlich ist der Weg des Dialogs der richtige. Die eigene Meinung deutlich sagen, aber den Kontakt nicht lassen. Nur so kann Veränderung geschehen – auch wenn sie uns viel zu langsam zu geschehen scheint.

26.04.2008, 08.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Eine gigantische Veranstaltung

Frankfurter BuchmesseDie 59. Frankfurter Buchmesse nähert sich mit Riesenschritten. Dieses Jahr will ich zum ersten Mal mit meiner Frau und meinem Sohn zur weltgrößten Bücher- schau vom 10. bis 14. Oktober fahren. 7.300 Aussteller aus 110 Ländern haben sich angemeldet. Mehr, so meldet die Messe, geht nicht. Man sei am Ende der Kapazitäten Frankfurts angelangt. 170.000 Quadratmeter sind gebucht, alle sechs monumentalen Hallen belegt. 400.000 Bücher und buchnahe Produkte werden präsentiert.

Aus Deutschland kommen 3.300 Aussteller, viele Verleger kommen aus Großbritannien und den USA. Auch China schickt mit 160 Verlagen mehr und mehr Verlage ins internationale Literaturgeschäft und hat seine Ausstellungsfläche deutlich vergrößert.

130 katalanische Schriftsteller werben für die reichste spanische Provinz mit der Hauptstadt Barcelonas. Zahlreiche Ausstellungen, Konzerte und Theateraufführungen stellen Katalonien ins Rampenlicht. Das ist aber nur ein kleiner Teil der 2.500 Veranstaltungen mit etwa 1.000 Autoren, die auf der Frankfurter Buchmesse stattfinden. Dieses Jahr kann man z. B. Umberto Eco, Richard Ford, Fay Weldon, aber auch Politikern wie Klaus Wowereit, Joschka Fischer, Eduard Schewardnadse und vielen anderen über den Weg laufen.

Ein besonderer Schwerpunkt wird die Digitalisierung der Buchwelt sein. Da geht es um das E-Book oder das Online-Marketing für Bücher, um die Folgen der Digitalisierung für das Urheberrecht … Wichtige Themen, die noch nicht restlos geklärt sind.

Da Frankfurt auch der weltweit wichtigste Ort für den Lizenzhandel ist, hat man auch das Zentrum, wo Verlage und Literaturagenten um Rechte feilschen, vergrößert.

BuchmesseWeitere Schwerpunkte sind im Forum Film & TV, wo es um die Kooperation von Film- und Buchbranche geht, und bei den Fachverlagen, die sich mit Bildung be- schäftigen, zu besichtigen. Das Thema Analphabetis- mus ist am „Afrikatag“ (Samstag, 13. Oktober) sich- er nicht zu übersehen.

Meinen Sohn und meine Frau interessieren vor allem die englischen Verlage. Ich glaube nicht, dass sie an einem Tag alle Ausstellungsflächen dieser Sprache „schaffen“ werden. Was ich auf der Messe anschauen werden? Ich weiß noch nicht genau. Berufsmäßig müsste ich mich mit dem Thema „Digitalisierung“ beschäftigen, aber ich könnte mir auch vorstellen, mit meiner Frau und meinem Sohn zu gehen, da immer noch viel Neues aus der englischsprachigen Welt kommt.

Übrigens haben wir von Jokers ein Special zu Frankfurt vorbereitet, wo Sie noch eine von 1.000 Eintrittskarten und eine Reise nach Barcelona gewinnen können. Wenn die Buchmesse am 10. Oktober eröffnet ist, berichten wir auf diesem Special regelmäßig mit Podcasts direkt von der Messe.


02.10.2007, 08.25 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Bianka Schmidtlein:
Tatsächlich. Auf jokers.de führt die Sucheing
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Ute Berger:
es ist wirklich schlimm was mit den Handys un
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Gabi Bergermann:
Auweia. Jorges Verhalten erinnert schon sehr
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Anne-Marie Kollmannsberger:
Anti-BILD-Mail-Aktion:Hier klicken
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Gabi Bergermann:
Soso, man ist ein paar Wochen in Mittelamerik
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