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Tag: Fremdsprachen
Latein als erste Fremdsprache?
Eine meiner Nichten kommt im nächsten Schuljahr aufs Gymnasium: Jetzt steht die Entscheidung an, mit welcher Sprache sie startet. Ich selbst begann in meiner Schullaufbahn mit Latein, meine Schwester mit Englisch, aber heute ist sie der Meinung, dass Latein die besseren Voraussetzungen bietet, später die anderen Fremdsprachen an der Schule leicht erlernen zu können. Also versucht sie, meiner Nichte Latein schmackhaft zu machen.
Das ist nicht so leicht wie gedacht: Denn welches Kind hat schon Lust, sich mit den schwierigen Grammatikregeln auseinanderzusetzen? Doch Latein ist viel mehr als Ablativ und Co.: Latein, selbst wenn es heute eine tote Sprache ist, war einmal eine Weltsprache, war das Kommunikationsmittel schlechthin, das die Geschichte des Abendlandes mehr prägte als jede andere Sprache. Latein war Leben, beeinflusste und kreierte eine ganze Gesellschaft. Latein ist Rom, ist Nero, ist Caesar, ist Wein, ist Poesie, ist…
Als meine Schwester mich um Hilfe bat, die kleine Nichte von der Schönheit des Latein zu überzeugen, wusste ich, dass mir dies nur auf einem Weg gelingen konnte. Ich musste ihr zeigen, dass Latein vor allem „panem et circenses“ ist, Brot und Spiele. Also zeigte ich ihr mein wunderbares Puzzlebuch vom alten Rom: In 5 mal 63 Teilen wird das antike Leben in der einst brodelnden Stadt dargestellt. Klar, dass meine Nichte Feuer und Flamme war! Und natürlich will sie nun mit Latein als erster Fremdsprache beginnen… So einfach kann es manchmal sein, Kinder für die Schule zu begeistern!
Das ist nicht so leicht wie gedacht: Denn welches Kind hat schon Lust, sich mit den schwierigen Grammatikregeln auseinanderzusetzen? Doch Latein ist viel mehr als Ablativ und Co.: Latein, selbst wenn es heute eine tote Sprache ist, war einmal eine Weltsprache, war das Kommunikationsmittel schlechthin, das die Geschichte des Abendlandes mehr prägte als jede andere Sprache. Latein war Leben, beeinflusste und kreierte eine ganze Gesellschaft. Latein ist Rom, ist Nero, ist Caesar, ist Wein, ist Poesie, ist… Als meine Schwester mich um Hilfe bat, die kleine Nichte von der Schönheit des Latein zu überzeugen, wusste ich, dass mir dies nur auf einem Weg gelingen konnte. Ich musste ihr zeigen, dass Latein vor allem „panem et circenses“ ist, Brot und Spiele. Also zeigte ich ihr mein wunderbares Puzzlebuch vom alten Rom: In 5 mal 63 Teilen wird das antike Leben in der einst brodelnden Stadt dargestellt. Klar, dass meine Nichte Feuer und Flamme war! Und natürlich will sie nun mit Latein als erster Fremdsprache beginnen… So einfach kann es manchmal sein, Kinder für die Schule zu begeistern!
01.04.2008, 17.57 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
Wild entschlossen
Der normal gebildete Mensch in meinem Umfeld spricht zwei Fremd- sprachen, mindestens eine davon fließend. Viele haben außerdem irgendwann mal eine dritte gelernt, die sie zumindest noch als Bruchstücke im Urlaub oder in Form von verstaubten Redewendungen zu Familienfeiern oder Betriebsfesten hervorkramen können. Ein paar wenige Talentierte sprechen eine vierte Fremdsprache, meist deshalb, weil sie einen halbjährigen Studienaufenthalt in einem exotischen Land, wie etwa Peru, Norwegen oder Estland absolviert haben. Doch diese Sprachtalente sind spärlich gesät. Und ich kenne niemanden, der mehr als vier Fremdsprachen spricht.Umso erstaunter war ich, als ich neulich von einem 22-jährigen Studenten las, der sage und schreibe 35 Sprachen fließend sprechen soll. Angeblich beherrscht er unter anderem Altpersisch, Baktrisch, Sogdisch, Sakisch, Pashto, Urdu, Hindi, Farsi, Panjabi, Sindhi, Baluchi, Sanskrit, Pali, Gandhari, Kurmandschi-Kurdisch, Latein, Griechisch, Arabisch, Französisch und natürlich Englisch. Ehrlich: Von manchen dieser Sprachen hatte ich noch nie etwas gehört.
Sein Geheimnis beim Sprachenlernen: Wie andere täglich Sport machen, so lernt er täglich Vokabeln und paukt Grammatik. Eine durchaus einleuchtende Logik, finde ich. Und ich fühle mich ein bisschen ertappt. Denn wie lange schon wollte ich endlich fließend Italienisch sprechen und dem Gestopsel beim Italiener endlich ein Ende machen. Allein schon, weil Fremdsprachenlernen für das Gehirn so gesund sein soll, wie leichtes Joggen für den Kreislauf.
Und so habe ich es jetzt angepackt und (mal wieder) meinen Einsteiger-Kurs in Italienisch heraus gekramt. Dieses Mal bin ich wild entschlossen, im nächsten Italien-Urlaub fließend mit meinem Lieblings-Kellner zu plauschen. Als nächstes ist Russisch dran – wegen meiner Moskauer Freundin Olga, und zwar kommenden Sommer. Und wenn ich dann noch nicht genug habe, schaue ich mal hier nach, was ich als nächstes lernen könnte.
24.11.2007, 13.01 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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