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Tag: Gobi
Nicht nur ein Bergkraxler
Ich weiß noch genau, wie meine Mutter mit leuchtenden Augen in den Jahren zwischen 1970 und 1986 mit ihm fieberte, wenn die Medien wieder über eines seiner Abenteuer berichteten: Als erster Mensch eroberte er alle Gipfel der weltweit 14 Acht-Tausender. Die Rede ist von Reinhold Messner, der am 17. September 1944 in Brixen geboren wurde.Er ist ein Mensch, der nicht nur Höhen erlebte: Schon zu Beginn seiner atemberaubenden Karriere als „Extrembergsteiger“ verlor er im Jahre 1970 seinen Bruder Günther am Nanga Parbat. Was genau damals geschah, entzieht sich der Kenntnis, doch war Messners Darstellung des furchtbaren Unglücks Anlass zu vielen Diskussionen und Spekulationen.
Für mich jedoch ist Reinhold Messner einer der bewunderungswürdigsten Menschen unserer Zeit. Er, der den Spruch „Ich bin, was ich tue“ prägte, ist weit mehr als „nur“ ein besonders begabter und angstfreier Alpinist. Seit er nicht mehr im Rampenlicht des öffentlichen Interesses steht, hat sich im Leben des nun 64-Jährigen viel getan. Wussten Sie zum Beispiel um seine politische Karriere? War Ihnen bekannt, dass Messner nicht nur die Berge, sondern auch die Wüsten dieser Welt liebte? Als er 60 war, wagte er „einen letzten Grenzgang zwischen Leben und Tod“: Er durchquerte die Wüste Gobi...
„Die Wüste in mir“ ist der Untertitel seiner bewegenden Beschreibung dieses wagemutigen Unterfangens. Mir nimmt sein Bericht den Atem – und Ihnen?
(geschrieben von Matthias Stöbener)
21.09.2008, 17.40 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
Gobi
Kürzlich sah ich mir wieder einmal die „Geschichte vom weinenden Kamel“ auf DVD an. Dieser Film ist einer meiner Lieblingsfilme geworden. Und der Grund, weshalb ich Reiseangebote für die Mongolei studiere. Ich will unbedingt einmal selbst in die Wüste Gobi!Die Wüste Gobi ist eines der faszinierendsten Rätsel unserer Erde. Das fängt schon bei der genauen geographische Zuordnung an, die nicht eineindeutig ist. „Gobi“ meint eigentlich die Landschaftsform der zentralasia- tischen Fels- und Geröllwüsten. Die Gobi umfasst Gebiete Chinas sowie der Mongolei. Früher wurde sie nach dem Chinesischen oft „Shamo“ genannt, Sandwüste. Sie ist die fünftgrößte Wüste der Erde und besteht aus den Teilwüsten Bejschan und Alashan.
Vielleicht sind es ihre unendlichen Weiten, vielleicht auch die kafkaesk anmutenden Satellitenbilder der riesigen Landschaft, warum die Wüste Gobi oft als Vorlage verschiedener Science Fiction-Geschichten gebraucht und im Zusammenhang mit Verschwörungstheorien genannt wurde: Angeblich suchen die Kryptozoologen nach einem unheimlichen Killerwurm, der irgendwo dort leben soll. Der "Mongolian Death Worm", so heißt es, sei über einen Meter lang und habe bereits Menschen und Tiere getötet. Weder Gift noch andere Mittel konnten dem unbekannten Wesen bisher etwas anhaben. Es scheint, als sei die Kreatur immun gegen alle menschlichen Angriffe. Ein Forschungsgebiet für Militärs, meinen die Verschwörungstheoretiker.
Wenn ich in die Mongolei reise, will ich mich keinem Killerwurm gegenüber sehen. Ich glaube so wenig an ihn wie ich daran glaube, dass ich dort tatsächlich einem kleinen Albino-Kamel begegnen werde. Und falls auch Sie Lust auf ein Wüsten-Abenteuer bekommen haben: Bestellen Sie sich einfach die DVD der „Geschichte vom weinenden Kamel“ und genießen Sie an einem verregneten Sommerabend gemütlich die Weiten der Steppe!
15.07.2008, 16.25 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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