
Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Grass
Die Blechtrommel vertont
Es war ein doppelter Geburtstag: Am 3. Tag der Frankfurter Buchmesse, also am 16.10., feierte der Autor Günter Grass seinen 82. Geburtstag und gleichzeitig den „Runden“ seines wohl bekanntesten Werks: „Die Blechtrommel“ wurde 50 Jahre alt.
Günter Grass wurde am 16. Oktober 1927 in Danzig-Langfuhr geboren: Er ließ wohl keine Kunstrichtung aus, probierte sich mit großem Erfolg in den veschiedenen Künsten. So betätigte er sich im Laufe seines Lebens als Schriftsteller, Bildhauer, Maler und Grafiker.
Für seine „Blechtrommel“ erhielt er im Jahr 1999 den Nobelpreis für Literatur.Nicht nur in deutschsprachigen Ländern sondern weltweit gilt diese Erzählung als ein wichtiges Stück Literaturgeschichte. Heute ist das Buch in 52 Sprachen übersetzt.
Im großen Kino der Buchmesse fand eine Geburtstagsfeier der besonderen Art statt: Günter Grass und der Free-Jazzer Baby Günter Sommer traten zusammen auf und begeisterten mit einer unglaublichen Performance zur „Blechtrommel“ das Publikum. Schon vor rund 20 Jahren stand das Team zusammen auf der Bühne, um die „Blechtrommel“ den Lesern mit allen Sinnen nahe zu bringen: „Es war einmal ein Land“ war der Titel der musikalischen Lesung.
Wir haben zwar leider nicht den genialen Auftritt des unglaublichen Künstler-Gespanns im Mitschnitt, dafür aber „Die Blechtrommel“ als vertontes Meisterwerk im Angebot: Sehen Sie selbst!
Günter Grass wurde am 16. Oktober 1927 in Danzig-Langfuhr geboren: Er ließ wohl keine Kunstrichtung aus, probierte sich mit großem Erfolg in den veschiedenen Künsten. So betätigte er sich im Laufe seines Lebens als Schriftsteller, Bildhauer, Maler und Grafiker.Für seine „Blechtrommel“ erhielt er im Jahr 1999 den Nobelpreis für Literatur.Nicht nur in deutschsprachigen Ländern sondern weltweit gilt diese Erzählung als ein wichtiges Stück Literaturgeschichte. Heute ist das Buch in 52 Sprachen übersetzt.
Im großen Kino der Buchmesse fand eine Geburtstagsfeier der besonderen Art statt: Günter Grass und der Free-Jazzer Baby Günter Sommer traten zusammen auf und begeisterten mit einer unglaublichen Performance zur „Blechtrommel“ das Publikum. Schon vor rund 20 Jahren stand das Team zusammen auf der Bühne, um die „Blechtrommel“ den Lesern mit allen Sinnen nahe zu bringen: „Es war einmal ein Land“ war der Titel der musikalischen Lesung.
Wir haben zwar leider nicht den genialen Auftritt des unglaublichen Künstler-Gespanns im Mitschnitt, dafür aber „Die Blechtrommel“ als vertontes Meisterwerk im Angebot: Sehen Sie selbst!
(Geschrieben von Matthias Stöbener)
20.10.2009, 14.08 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Der erste Satz sagt mehr als 1000 Worte
Am Anfang steht der Satz – nur welcher? Eine Herausforderung, der sich Schrei- bende aller Art stellen müssen. Was für Blogs, Zeitungsartikel, Rezensionen, Tagebucheinträge, Waschzettel und Liebesbriefe gleichermaßen gilt, be- schäftigt vor allem auch den Buchautor. Zumal sein Werk ein umfangreicheres und in der Regel ausgeklügelteres werden soll, als der gemeine Jokers-Blog zum Beispiel. So entstehen denn oft wahre Meisterleistungen, welche jetzt die Initiative Deutsche Sprache und die Stiftung Lesen zu einem ganz besonderen Wettbewerb bewogen haben (ich hatte es schon erwähnt): Sie riefen Literaturfreunde auf, den schönsten Romananfang zu wählen. Über 17 000 Menschen schickten ihre Vorschläge, aus denen schließlich die Jury den schönsten Romananfang wählte.
„Ilsebill salzte nach.“ Dieser Satz von Günter Grass, knapp, prägnant, würzig, gefiel der Jury so gut, dass sie auf den ersten Platz hob. Er stammt aus dem Werk „Der Butt“.
„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.“ Der überraschend andere Einstieg brachte dem Werk „Die Verwandlung“ von Franz Kafka Platz 2 ein.
„Hamilkar Schaß, mein Großvater, ein Herrchen von, sagen wir mal, einundsiebzig Jahren, hatte sich gerade das Lesen beigebracht, als die Sache losging.“ Siegfried Lenz landete mit der Erzählung „Der Leseteufel“ auf dem dritten Platz.
So weit ich es herausfinden konnte, war mein Favorit leider nicht dabei, der erste Satz, der mich seit meiner Jugend immer wieder dazu brachte, „Narziß und Goldmund“ von Hermann Hesse zu lesen: „Vor dem von Doppelsäulchen getragenen Rundbogen des Klostereinganges von Mariabronn, dicht am Wege, stand ein Kastanienbaum, ein vereinzelter Sohn des Südens, von einem Rompilger vor Zeiten mitgebracht, eine Edelkastanie mit starkem Stamm.“ Schade.
22.11.2007, 09.56 | (0/0) Kommentare | TB | PL
80 geworden
Er sei "ein Autor von Weltrang, ein vielseitig bildender Künstler und ein streitbarer Demokrat" meinte Schles- wig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen in einer brieflichen Würdigung von Günter Grass. Am 16. Oktober feierte der international erfolgreiche Schriftsteller seinen 80. Geburtstag.Was verbinden Sie mit dem Namen Grass? Denken Sie an "Die Blech- trommel" oder kommt Ihnen sein Bekenntnis in den Sinn, zu Ende des Zweiten Weltkriegs Panzerschütze gewesen zu sein? Egal, wie man zu ihm steht, Günter Grass ist ein außer- gewöhnlicher Zeitgenosse, ein Mensch mit so zahlreichen Facetten, dass so mancher Biograph seine Probleme damit hat, dem genialen Autor gerecht zu werden: Welche Seite von ihm soll in den Vordergrund gerückt werden? Seine Liebe zur Kunst, seine kontinuierliche kritische Auseinandersetzung mit dem Zeitgeschehen, seine beeindruckende Wortgewalt, seine Fähigkeit, Leser von der ersten bis zur letzten Seite seiner Erzählungen zu fesseln?
Eine der treffendsten Biographien zu Günter Grass ist in meinen Augen das Werk von Ute Brandes. Sie beschreibt vor allem die Wechselbeziehungen zwischen Epik, Lyrik, bildender Kunst und öffentlichem Engagement, die Grass prägten. Damit bekommt der Leser einen bleibenden Eindruck, wie Günter Grass das werden konnte, was er ist: ein Autor von Weltrang, ein vielseitiger bildender Künstler und ein streitbarer Demokrat.
25.10.2007, 08.14 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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