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Tag: Halloween
Halloween
Am 23.09. begann der kalendarische Herbst, am 30.10. beginnt die Winterzeit. Keiner würde dran denken, den Oktober noch zum Sommer zu zählen, auch wenn die angenehmen Temperaturen des Altweibersommers definitiv wärmer als die des Monats Juli waren. Doch früher markierte die Nacht vom 31.10. zum timeMinute11Hour0101.11. den Übergang vom Sommer zum Winter wie auch den Jahreswechsel des keltischen Kalenders. In jener Nacht verabschiedeten keltische Priester den Sommer (Jahreszeit der Götter und des Lebens) und begingen feierlich die Ankunft des »Todenfürsten«Samhain (ausgesprochen: Sa huin, Bedeutung: Sommer-Ende). Samhain beherrschte den Winter.
Ein schauriger Glaube begleitete damals unser heutiges Halloween: Die Menschen fürchteten sich davor, dass sich ein Toter ihres lebendigen Körpers bemächtigen würde, um in ihm für ein ganzes Jahr zu leben also erbrachte man Opfer, um sich zu schützen.
Das Wetter unterschied sich zur Eisenzeit allerdings nicht allzu sehr vom heutigen: Auch damals musste die Ernte zum Winter eingebracht sein, die Bauern hatten dann wieder mehr Zeit für Tradition, Familie, Feiern und waren Meister darin, alle drei in eigentümlich anmutenden Ritualen zu vereinen.Ein keltischer Brauch beispielsweise veranlasste die Männer, zwei Brote in ein loderndes Feuer zu werfen. Verbrannten beide, verhieß dies eine reichhaltige Ernte im nächsten Jahr, hüpfte ein Laib jedoch wieder heraus, so bedeutete dies einen bevorstehenden Ehebruch. Getreide und seine Erzeugnisse wurden gern für besondere Prophezeiungsriten verwendet. So war es auch Usus, die Körner zur Zukunft zu befragen oder in ein Brot einen Ring zu backen wer diesen Ring dann nach dem Aufteilen des Brotes erwischte, hatte Aussicht zum Sommerbeginn zu heiraten.
Doch der wilde Halloween-Abend war mit diesen »einfachen« Bräuchen noch lange nicht zu Ende. Die Menschen verkleideten sich als Geister oder Tote, vor allem auch, um die wahren Toten, die auf der Suche nach einem lebendigen Körper waren, zu täuschen. Dennoch ging man früh zu Bett, jedoch nicht bevor nicht den Ahnen Speis und Trank in die gute Stube gestellt war, sollten sie in jener Nacht, in der es leicht war, zwischen den Welten zu wandeln, ihre Verwandten besuchen.
Auch die fortschreitende Christianisierung konnte die keltischen Riten nicht auslöschen. Erst als Papst Gregor IV im Jahre 837 veranlasste, dass am 1. November Allerheiligen und am darauf folgenden Tag Allerseelen begangen wurde, gab er den heidnischen Bräuchen ein anderes Gesicht. Halloween wurde dann erst im 16. Jahrhundert durch die protestantische Kirche geboren: Sie gab der christlichen Feier den Namen All Hallowed Evening.
Das »Trick or Treat« geht ebenfalls auf einen christlichen (und etwas makaberen) Usus zurück: »Seelenkuchen« waren im 9. Jahrhundert n. Chr. die »Treats«, auf die es junge Christen abgesehen hatten.
Am 2. November erbaten sie sich an jeder Tür solche Süßigkeiten, um als Gegenleistung Gebete anzubieten oder, sollte es keinen Seelenkuchen geben, einen »Trick«, also einen Fluch, auszusprechen.
Bild: Halloween © Lilo Kapp/www.pixelio.de
24.10.2011, 13.21 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Im Reich der Riesenbeeren…
Können Sie sich eine Beere vorstellen, die man braten, backen und kochen kann? Die als Viehfutter nützlich ist, die zum Basteln dient und mit der man sich sportlich betätigen kann? Wir helfen Ihnen auf die Sprünge: Es ist der Kürbis! Von der biologischen Einordnung her steht er also in der Nachbarschaft von Erdbeere, Himbeere und Stachelbeere. Nur ist er natürlich ungleich größer und vielseitiger.
Schon 5.000 v. Chr.
stand der Kürbis auf dem Speisezettel der Indianer Amerikas und Mexikos. Im 16.
Jahrhundert dann brachten ihn die portugiesischen Entdecker nach Europa. Dort
allerdings fristete er jahrhundertelang ein Dasein als Arme-Leute-Essen und
Viehfutter. Weil die Kürbispflanze unglaublich wüchsig ist und viele Früchte
hervorbringt, die sich auch noch optimal lagern lassen, war er gerade für arme
Bauern ein unverzichtbares Nahrungsmittel und wurde als billiges Winterfutter
auch dem Vieh gereicht. Dieses Image hat die Riesenbeere inzwischen
abgestreift. Heute weiß man, dass Kürbis nicht nur lecker schmeckt und
vielseitig zuzubereiten ist, sondern auch unglaublich gesund ist. Sein Fleisch
ist reich an Beta-Carotin, vielen Vitaminen und Mineralstoffen – und dabei
kalorienarm. Und aus den Kernen lässt sich ein hochwertiges Öl mit wertvollen
Fettsäuren herstellen.
Auch zum Basteln ist die flexible Frucht bestens geeignet - dieser Trend schwappte aus den USA zu uns, wo man zu Halloween aus den Kürbisköpfen gruselige Laternen schnitzt. Und wer im Sport schon alles durchgemacht hat, was der Markt hergibt, findet vielleicht am Kürbisweitwurf Gefallen. Auch diese sportliche Disziplin stammt aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Dort ist neben dem Wurf per Hand auch das Schleudern mit allerlei selbst gebauten pultartigen Gerätschaften beliebt.
Wer jetzt Lust bekommen hat, mit der Riesenbeere zu experimentieren, findet im „Großen Kürbisbuch“ jede Menge Tipps und Anregungen. Viel Spaß!
Das „Große Kürbisbuch“ bei Jokers
Bild: Lilo Kapp/pixelio.de
27.10.2010, 10.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Halloween-Problem
„Ooonkel, bald ist Halloween!“ tönte meine Nichte kürzlich – und mir kommt es vor, als ob ich erst gestern Kürbisse für ihre Party ausgehöhlt hätte. Und natürlich will sie auch dieses Jahr feiern. Doch mir gehen nach all den langen Jahren des Onkel-Daseins langsam die Ideen für originelle Feiern aus. Also klage ich mein Leid meiner Schwester, der Mutter des Kindes. Sie tröstet mich: „Du hast in deinem Alter aber ein schlechtes Gedächtnis! Weißt du nicht mehr, dass du mir erst neulich „Hallo Halloween“ mitgebracht hast? Da sind doch genug Ideen drin, wie wir so eine Grusel-Fete gestalten können!“Ich erinnerte mich tatsächlich nicht mehr an den hilfreichen Ratgeber, mit dem sich eine Monster-Feier aus dem Hut zaubern lässt. Aber egal – schlussendlich muss ich mir nun meinen Kopf nicht mehr wegen der Kostüm- und Kuchenfrage zerbrechen. Der hat ja schon genug damit zu tun, die ganzen vergangenen Erinnerungen zu behalten …
(geschrieben von Matthias Stöbener)
12.10.2008, 09.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Halloween und Kürbisgeist
Was fängt man mit Kindern an, die zu alt sind, sich von der Autorität Erwachsener beeindrucken zu lassen und zu jung sind, sich nicht als Kinder zu benehmen? Ich bin ratlos. Ans Kürbis- schnitzen traue ich mich nicht so recht ran. Ich habe Angst, dass sich die Kinder mit Messern verletzten könnten. Also frage ich meine Schwester, die Mutter meiner Nichte, was denn den Interessen der Kinder entspräche. "Essen und Spaß haben!" ist ihre klare Aussage, und auf mein Nachfragen hin verdeutlicht sie das "Spaß haben" noch ein wenig: Tanzen sei im Moment die neueste Entdeckung der Grundschüler.Aha, denke ich bei mir und durchsuche meinen CD-Schrank: Ob die Kleinen wohl auf Roxette stehen? Oder eher Eminem? Ich erzähle einer Kollegin von meinem Dilemma, sie grinst - und bringt mir am nächsten Tag eine simple Musikkassette mit: "Halloween und Kürbisgeist" heißt sie und beinhaltet 19 Songs, die angeblich jedes Kind zum Mitsingen und Mittanzen animieren. Das zumindest behauptet sie, und sie muss es wissen, schließlich hat sie gleich zwei Kinder in einem ähnlichen Alter. Dass wir sie selbst im Programm haben, wusste ich nicht, habe ich erst hinterher entdeckt. Aber bei 10 bis 12.000 Artikeln ist das ja wohl verzeihlich.
28.10.2007, 08.21 | (0/0) Kommentare | TB | PL



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