
Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Hund
Streicheln verboten!
Hunde, die bellen, beißen nicht? Der Hund von Baskerville schon! Er ist riesig, schwarz und leuchtet in der Dunkelheit phosphoreszierend. Der will nicht spielen, der will töten! Sir Arthur Conan Doyle ersann um 1900 den Höllenhund, der die Familie derer von Baskerville über Jahrhunderte terrorisiert und meuchelt. Sein Gruselroman „Der Hund der Baskervilles“ erschien ursprünglich als Fortsetzungsgeschichte im Londoner „The Strand Magazine“ und 1902 in Buchform.
Die Geschichte über den kläffenden Killer, inspiriert von altenglischen Geisterhundsagen, wurde unzählige Male verfilmt. Eine der brillantesten Versionen stammt von Meisterregisseur Carl Lamac aus dem Jahr 1936. Der lang verschollene Streifen wurde aufwändig restauriert. Fürchten Sie sich mit Bruno Güttner und Fritz Odemar in den Hauptrollen und hoffen Sie, dass Meisterdetektiv Sherlock Holmes sein Talent als Hundeflüsterer entdeckt, den Fluch bricht und das biestige Hundetier in die Schranken weist. Künftig werden Sie jedenfalls Nachbars Lumpi mit anderen Augen sehen…
"Der Hund von Baskerville" auf DVD bei Jokers
20.12.2010, 16.59 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Trend-Sport nicht nur für Menschen
Wer etwas auf sich hält, kommt heutzutage um eine Trendsportart nicht mehr herum. Inline-Skating etwa, Streetball oder Snowboarding stehen ganz oben auf der Beliebtheitsliste. Dabei muss man nicht einmal durch besondere sportliche Leistungen glänzen. Das richtige Outfit und ab und an hingeworfene Sätze wie: "Neulich beim Freeclimbing..." genügen völlig.
Das gilt übrigens auch für Hunde. Des Menschen treuster Vierbeiner glänzt beim Agility, Dogdancing oder Hunderennen. Und die ganz mutigen Zamperl treibt es zum Rettungshundetraining oder Leistungshüten. Und wer hat's erfunden? Lassie war's! Sie erinnern sich: der clevere Collie mit dem Helfersyndrom, der mit Vorliebe Menschen aus reißenden Fluten rettete, Bösewichte in die Flucht schlug und Familien zusammenbrachte. Und bei all den mit Bravour gemeisterten Katastrophen aussah, wie frisch geföhnt: stets das Langhaar perfekt in Form, niemals zerzaust, niemals wirklich nass - eine echte Hunde-Diva eben!
1938 erschuf der US-Schriftsteller Eric Knight den Schwanzwedler in der Geschichte "Lassie come home". Seitdem wurden unzählige Lassie-Filme gedreht, der erste 1943 mit der damals zehnjährigen Liz Taylor. Ein leuchtendes Beispiel für unsere Hunde, die statt echten Abenteuern ihr Glück auf dem Hundeplatz suchen müssen. Und wenn Ihnen beim Spazierengehen mal wieder ein gefühlter zwei Meter großer und 100 kg schwerer "Dertutnix" ins Gesicht hechelt, denken Sie positiv - und an Lassie. Wahrscheinlich hat das bellende Ungetüm nur zuviel Fernsehen geguckt und möchte Sie gerne retten...
Wer vom perfekten Hund träumt, greift zur DVD und genießt noch einmal die Lassie-Klassiker - ein großer Filmspaß für die ganze Familie!
Lassie-DVD-Box bei Jokers
Bild: Olaf Bucher/pixelio.de
31.08.2010, 07.47 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Von goldenen Salamandern und blutenden Lilien
Der kolumbianische Schriftsteller ist fürwahr ein echter Erzählkünstler. Allein, wie er auf den ersten Seiten die verzweifelte Reise durch den Dschungel schildert, machte mich sofort süchtig nach mehr: „In jenem Paradies aus Feuchtigkeit und Schweigen vor dem Sündenfall, wo die Stiefel in dampfenden Ölpfützen versanken und die Buschmesser blutende Lilien und goldene Salamander köpften, wurden die Männer der Expedition von ihren ältesten Erinnerungen heimgesucht.“ Düsterer, bezaubernder und schöner kann man einen Dschungel nicht beschreiben, finde ich. Diesen Stil nennt man „Magischen Realismus“. Er integriert magische Elemente in realistischen Situationen. Als Erfinder gilt Garcia Márquez.
Am liebsten würde ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. So begeistert bin ich, nach Rafik Schami wieder einen Schriftsteller gefunden zu haben, der mich fesselt. Und das Beste: „Hundert Jahre Einsamkeit“ ist nicht die einzige Perle, die ungelesen in meinem Regal schlummert. Dort stehen noch „Die Liebe in den Zeiten der Cholera“ und „Chronik eines angekündigten Todes“.
(Geschrieben von Matthias Stöbener)
11.03.2010, 16.36 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Münchhausens Tipps
Es hilft alles nichts, es ist mal wieder so weit: das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und die Zeit der guten Vorsätze beginnt. Selbst wenn man dem Ganzen entfliehen möchte, beinahe in allen Magazinen und Zeitungen, auf sämtlichen Fernsehkanälen wird man damit konfrontiert: der bessere (wahlweise auch gesündere, sportlichere, geselligere, ausgeglichenerer) Zeitgenosse ist gefragt im neuen Jahr.Der ärgste Feind des Besserwerdens: der innere Schweinehund. Das hinterlistige Tier sagt uns mit verführerischer Stimme, dass es doch viel kuscheliger ist, auf dem Sofa zu liegen als sich nach Feierabend noch einmal zum Joggen in den Wald zu begeben. Es flüstert uns ein, dass es Ok ist, immer wieder die wirklich letzte Zigarette zu rauchen. Und dass die Garage eigentlich gar nicht zugemüllt ist und ruhig noch ein wenig auf ihre Entrümpelung warten kann.
Haben Sie den inneren Schweinehund schon oft besiegt? Der Autor Marco von Münchhausen (ja, der Jurist ist tatsächlich ein entfernter Verwandter des berühmten Lügenbarons, aber das nur am Rande) rät dazu, das hartnäckige Vieh nicht zu bekämpfen, sondern sich mit ihm zu verbünden. Und schon sollen die Dinge weniger schwierig werden. „So zähmen Sie Ihren inneren Schweinehund“ heißt der Titel.
Die These ist verblüffend einfach: Es muss nicht immer alles zu hundert Prozent perfekt werden, diese Hürde stellen sich die meisten Schweinehund-Opfer selbst auf. Manchmal reichen auch 70 Prozent, Hauptsache, man fängt überhaupt erst einmal mit seinem Vorhaben an. Und wenn man dann das innere „Ich muss“ durch ein „Ich möchte“ ersetzen kann, ist man auf dem richtigen Weg, sich das Leben deutlich zu erleichtern. Klingt gut, oder?
Sie können dem Jahresende nun gelassener begegnen, es gilt nur noch einmal den inneren Schweinehund zu überwinden und das Buch zu lesen. Mit dem Schnäppchen-Preis machen wir es Ihnen extra einfach, Ihre guten Vorsätze umzusetzen ..
(Geschrieben von Matthias Stöbener)
24.12.2009, 09.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Kunstlexikon des 20. Jahrhunderts
Leisten kann ich mir ihre Werke nicht, aber klar kenne ich die Künstler Neo Rauch und Jonathan Meese. Die Medien berichten schließlich sehr gern über die neue deutsche Kunst mit ihren „wilden“ Vertretern. Einige ihrer Werke gefallen mir sogar ganz gut. Aber wenn ich ganz ehrlich sein soll, ich hab’s eher mit der Kunst des letzten Jahrhunderts. Für das Werk eines Andy Warhol würde ich schon ein paar Euro lockermachen. Wir hätten da auch noch eine geeignete Wand im Wohnzimmer. Bis genug zusammengespart ist, gehe ich mit meiner Frau eben ins Museum, um die berühmten Werke des 20. Jahrhunderts von Kandinsky, Klee, Picasso und Warhol zu bewundern.
Gut ist dann natürlich, wenn man ganz nonchalant ein paar Fachbegriffe wie „Abklatschverfahren“ oder „Konstruktivismus“ fallen lassen kann, um Menschen, die nahe stehen, in angemessenes Erstaunen zu versetzen. Noch besser ist es allerdings, wenn man sich tatsächlich einmal mit solchen Begrifflichkeiten und Stilrichtungen beschäftigt. Das macht einen Museums- oder Ausstellungsbesuch – wie heißt es im Moment allenthalben – nachhaltiger.
Selbstverständlich kann ich Ihnen dafür ein geeignetes Werk empfehlen, das ganz nach Jokers-Art zudem einen überaus attraktiven Preis hat: DuMonts Kunstlexikon des 20. Jahrhunderts. Damit werden Sie einfach ein bisschen mehr Kunstkenner – und das kann nicht schaden.
(Geschrieben von Matthias Stöbener)
22.10.2009, 09.19 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Immer diese Vorsätze …
Mit dem neuen Jahr kamen auch bei mir wieder mal die guten Vorsätze. An oberster Stelle natürlich das Abnehmen. Nachdem ich aber grundsätzlich bei Diäten mangels Selbstbeherrschung scheitere, soll es dieses Jahr per Sport gehen. Und zwar mit jenem Sport, den ich bis vor drei Jahren regelmäßig betrieb, nämlich mit Joggen. Aufgehört hatte ich damals, weil am linken Fuß die Bänder anrissen. Die Verletzung ist zwar mittlerweile ausgeheilt, doch die Angst vor neuen Verletzungen blieb.
Ein kurzer, atemloser Sprint zum Bus zeigte mir schließlich, dass ich handeln muss. So beschloss ich, wieder mit dem Laufen zu beginnen und zwar mit Strategie. Deshalb besorgte ich mir einige hilfreiche Ratgeber. Darunter „Lauf dich schlank!“, „Laufen – der Ratgeber für Ausrüstung, Technik, Training, Ernährung und Laufmedizin“ und zur Motivation „In 12 Wochen zum Marathon“. Lachen Sie nicht!
Ich kenne jetzt den Unterschied zwischen aerober und anaerober Verbrennung, kenne meinen optimalen Belastungspuls und habe sogar schon einen Trainingsplan aufgestellt. Doch jedes Mal, wenn ich mir vornehme zu laufen, komme ich einfach nicht von der Couch hoch. Ich brauche wohl noch einen weiteren Ratgeber: „Abnehmen mit dem inneren Schweinehund“ …
(geschrieben von Matthias Stöbener)
23.01.2009, 17.40 | (0/0) Kommentare | TB | PL



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