
Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Jules Verne
Hellseher oder Genie?
Es gibt Bücher, da kann ich nur noch mit Staunen über die Kreativität der Autoren reagieren. So geht es mir z. B. bei Michael Ende und seiner Fantasie, bei Edgar Allen Poe angesichts des Grusels, den er zu schaffen versteht, oder bei Thomas Harris angesichts der Spannung, die er in seine Zeilen streut.Doch manche Autoren überschreiten alle Grenzen. Wie zum Beispiel Jules Verne. Letztes Wochenende nahm ich seit langer Zeit wieder „20.000 Meilen unter dem Meer“ zur Hand und verfiel sofort der alten Faszination, die mich schon als Kind gepackt hatte. Jules Vernes war seiner Zeit so weit voraus, dass es aus heutiger Sicht an Hellseherei grenzt. Schon 1870 beschrieb er das Atom-U-Boot bis ins kleinste Detail, und das über 80 Jahre, bevor das erste gebaut wurde!
In „Von der Erde zum Mond“ beschrieb er 1865 – also etwa 100 Jahre, bevor das erste Mal ein Mensch seinen Fuß auf den Mond setzte - den Start einer Weltraumrakete so genau, als wäre er mal eben in die Zukunft nach Houston gereist und in Cape Canaveral dabei gewesen.
(geschrieben von Matthias Stöbener)
10.10.2008, 14.15 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Neue Welten entdeckt
Das Leben bleibt spannend. In letzter Zeit entdecke ich immer mehr Literatur-Genres, die mir bislang völlig unbekannt waren. Wie zum Beispiel den Steampunk. Auf diese Art von Literatur stieß ich, als mich meine Frau mal wieder ins Kino mitnahm. Wir sahen „Der goldene Kompass“, woran mich vor allem die Romanvorlage von Philip Pullman interessierte. Als ich mich über seine Fantasy-Trilogie „His Dark Materials“ informierte, die Vorlage des Kinderfilms war, las ich zum ersten Mal den Begriff Steampunk.Ich erfuhr, dass es sich dabei um fiktive Geschichten in einer Alternativwelt handelt, die stark an das viktorianische Zeitalter erinnert. Total erstaunt war ich aber, als ich las, dass die Romane von Jules Verne und H.G. Wells „Zeitmaschine“ als Ursprung dieser speziellen Variante von Science-Fiction gelten.
Den Begriff Steam, also Dampf, trägt das Genre, weil in diesen Welten Dampf eine ähnliche Rolle spielt, wie hierzulande Strom oder Benzin. Sämtliche Maschinen wie etwa Raumschiffe, Fahrzeuge und sogar Computer werden mit Dampf betrieben.
Als ich las, dass Steampunk eine Antithese zum Cyberpunk darstellt, stieg ich allerdings aus. Spätestens an diesem Punkt fühlte ich mich wie ein (literarischer) Goldgräber, der auf ein unterirdisches Labyrinth voll geheimnisvoller Räume und Tunnel stößt. Ich muss mich erst langsam in dieses Themenreich vortasten.
28.12.2007, 13.16 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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