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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Kommunikation

Ist mehr vom Guten besser?

Paul WatzlawickPaul Watzlawick avancierte zum Kult-Autor. Seine „Anleitung zum Unglücklichsein“ ist die Taschen-Fibel der Postmoderne geworden. Der schlaue und vor allem unterhaltsame wie tiefgründige „Ratgeber der anderen Art“ gibt dem Leser Hinweise, wir er das wunderbar selbst gemachte Unglück perfektionieren kann. Der Kommunikationspsychologe legt dabei die Mechanismen und Taktiken offen, mit denen wir alle uns so häufig das Leben selbst schwer machen. Der Titel des Werks ist ironisch gemeint: Gerade das Nichtbefolgen seiner Tipps sind der Schlüssel zur individuellen Zufriedenheit. Seit seinem Erscheinen im Jahr 1983 ist die „Anleitung“ in den Bestsellerlisten. Über 1 Million Exemplare wurden verkauft.

Natürlich finden Sie Watzlawicks Hauptwerk auch bei uns im Programm, aber wahrscheinlich sind Sie bereits mit dem Glücks-Büchlein vertraut. Was Sie aber sicher noch nicht kennen, ist die Doppel-CD „Mehr des Guten ist nicht notwendigerweise besser“. Zum Sonderpreis bieten wir Ihnen zwei Gespräche des im April 2007 verstorbenen Autors und einen Originalvortrag zum komplexen Thema der Kommunikationspsychologie.

Seine fünf „Grundregeln“ zur menschlichen Kommunikation werden bis heute als pragmatische Axiome von Psychologen genutzt, um das Funktionieren und die Missverständnisse von Kommunikation zu erklären:
  1. Man kann nicht nicht kommunizieren.
  2. Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt.
  3. Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung.
  4. Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten.
  5. Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär.

Wenn auch Sie sich für Psychologie interessieren, sollten Sie sich vor allem den Vortrag „An der Wiege der Missverständnisse - Über Störungen der Kommunikation“, der sich auf dem CD-Doppelpack befindet, zu Gemüte führen. Wetten, dass Sie genauso wie ich über die vielen Paradoxien menschlicher Kommunikation erstaunt sein werden?


(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

05.11.2009, 08.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Sei doch mal spontan!

Wege der AchtsamkeitPaul Watzlawick hat Bücher darüber geschrieben und auch im Alltag witzeln wir gerne über paradoxe Kommu- nikation. Das beste Beispiel für diese seltsame Gesprächsführung ist vielleicht die Aufforderung einer Frau an ihren Mann, ihr doch gefälligst mal „ganz spontan“ Blumen mitzubringen. Das Paradoxe hierbei ist, dass sobald die Aufforderung zu spontanem Verhalten ergeht, gerade das nicht mehr möglich ist.

Sehr häufig verhalten wir uns so absurd. Haben Sie zum Beispiel schon beobachtet, wie sich Paare streiten? Manchmal gibt einer von beiden zähneknirschend nach und etwa folgende Szene spielt sich ab: Er oder sie lehnt sich mit verschränkten Armen, die eng an den Körper gepresst sind, zurück, schiebt die Unterlippe vor und beißt die Zähne zusammen. Mit gefurchter Stirn und gerunzelten Braunen wird dann ein Zugeständnis an den anderen abgegeben. Der Zusatz „Das mache ich, weil du mir wichtig bist“ oder dergleichen wird durch die nonverbale Kommunikation ad absurdum geführt.

Nun haben wir eine Audio-CD im Angebot, die mir besonders zusagt: Professor Eurich stellt in „Wege der Achtsamkeit“ Elemente der emphatischen Kommunikation, die zentralen Kriterien des achtsamen und bewussten Umgangs miteinander, vor. In seinem Vortrag, der im Rahmen des Würzburger Kongress »Identitäten« am Mai 2008 stattfand, erfährt der Hörer alles Wissenswerte zur gewaltlosen Kommunikation.

(Geschrieben von Matthias Stöbener)

28.06.2009, 12.36 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Simsen und die Gerichte

Haben Sie den seltsamen Fall einer Kündigung per SMS mitbekommen? Ein Speditionsfahrer erhielt von seinem Chef eine Kurznachricht auf sein Handy. Der Inhalt lautete etwa so: "Heute dein letzter Arbeitstag - LKW-Schlüssel bei Kollegen lassen!" Der Fahrer klagte gegen diese SMS-Kündigung, der Fall wurde schließlich vor Gericht verhandelt - und der Fahrer bekam Recht. Eine Kündigung per SMS ist nicht möglich.

HandyDas Gericht stützte sich bei der Be- gründung seines Urteils auf Folgendes:

Es fehlt einer SMS an der vom Gesetz zwingend vorgeschriebenen Schriftform (§ 623 BGB) für eine Kündigung.

Nach § 126 BGB muss die Kündigung eigenhändig unterzeichnet sein. Auch das trifft bei einer SMS nicht zu.

Schöne neue Welt, denke ich mir und beäuge misstrauisch mein Handy: Was kann da alles noch kommen? Meine Frau kündigt mir die Scheidung an, ein Freund beendet per SMS die Freundschaft … Ob diese Form der Kommunikation ein Fortschritt ist? "Handy, Swatch und Partyline" von Peter Kemper setzt sich genau mit diesem Thema auseinander: Manch gepriesener technischer Fortschritt ist im Alltag mehr eine Zumutung als ein Geschenk... Aber lesen Sie doch einfach selbst, wie unterhaltsam der Autor die Trends des Zeitgeists auseinander nimmt!


29.11.2007, 14.01 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Wendy:
Hallo, vielen Dank für den Buchtipp! Das Buch
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Near-Dark.de:
Obwohl Polit-Thriller nicht so ganz mein Genr
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flo filmproduktion:
großartiger film! unbedingt ansehen! politthr
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Schüssler Salze abnehmen:
Toll, das ist endlich mal ein gut geschrieben
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E.Rasmus:
Ach ja, "die Rettung der Welt". Oder ist es n
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