
Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Krimi
Schnüffler, die aus der Kälte kommen
Sie sind kühl,
intelligent und spannend - die Krimis aus dem hohen Norden. Aus Schweden kommen
die meisten Thriller-Autoren der skandinavischen Länder. Dabei sollte man
meinen, im beschaulichen Bullerbü-Land Astrid Lindgrens gäbe es gar nicht genug
Inspiration für heimtückischen Mord. Henning Mankells grübeliger und knorriger
Kommissar Kurt Wallander lehrt uns das Gegenteil - und zeigt uns die Abgründe
der schwedischen Seele.
Wer es noch abseitiger mag, greift zu Krimis aus Island. Zwar geschehen auf der Insel aus Feuer und Eis, die nur 300.000 Einwohner zählt, praktisch keine Morde. Trotzdem ist die Dichte an isländischen Krimi-Autoren unglaublich hoch. Yrsa Sigurdardóttir etwa schickt ihre Heldin Dóra, alleinerziehende Mutter und Anwältin für Vertragsrecht, in Reykjavik auf Tätersuche. Und auf den Färöer-Inseln bringt uns Jógvan Isaksen die zurückhaltende Mentalität seiner 48.000 Landsleute nahe. Seinen Helden, den Journalisten Hannis Martinsson, treibt die Neugier immer wieder zur Mordermittlung. Und das ist für ihn mitunter genauso ungesund wie sein hoher Alkoholkonsum...
Für alle Fans des schwedischen Schnüfflers haben wir die große Wallander-Hörspiel-Edition:
http://www.jokers.de/3/16159894-1/hoerbuch/die-wallander-hoerspiel-edition-hoerbuch.html
Zu den Klassikern der Schweden-Krimis gehört auch Hakan Nesser, der mit seinem Inspektor Van Veeteren die Untiefen der schwedischen Seele auslotet. Hier ein „kriminalistischer“ Leckerbissen, der den Autor von einer ganz anderen Seite zeigt:
http://www.jokers.de/3/16380823-1/hoerbuch/shit-happens-1-audio-cd.html
Ebenfalls in Schweden unterwegs ist Komissar Roland Hassel, der sich gern selbst in die Schusslinie und damit in größte Schwierigkeiten bringt:
http://www.jokers.de/3/14868319-2/buch/als-vermisst-gemeldet.html
Landsmännin Asa Larsson, die als „Skandinaviens neuer Krimikomet“ gehandelt wird, schickt die Rechtsanwältin Rebecka Martinson auf Spurensuche – eine packende Mischung aus Krimi, Milieu- und Charakterstudie:
http://www.jokers.de/3/13673161-1/buch/der-schwarze-steg.html
Auch Schwedens Nachbarn gehen auf literarische Verbrecherjagd. In Norwegen etwa ermittelt Kommissar Yngvar Stubø in Zusammenarbeit mit der cleveren Psychologin Inger Vik. Stubøs "Schöpferin" weiß, wovon sie schreibt: Die Juristin Anne Holt ist die ehemalige norwegische Justizministerin. Ihr spannender Polit-Thriller „Die Präsidentin“ ist nichts für schwache Nerven:
http://www.jokers.de/3/13664084-1/buch/die-praesidentin.html
Noch ein Stück nördlicher, in Finnland, kämpfen die Krimi-Helden mit teils absurd verwickelten Fällen, die ihre Leser völlig in den Bann schlagen – so etwa Leena Lehtolainens Kommissarin Maria Kallio und Outi Pakkanens Inspektor Matti Martikka. Hier die besten finnischen Krimis zum Hören und Lesen:
http://www.jokers.de/3/14949163-1/hoerbuch/alle-singen-im-chor-4-audio-cds.html
http://www.jokers.de/3/14861234-1/buch/wer-sich-nicht-fuegen-will.html
http://www.jokers.de/suche/index.html?com=outi+pakkanen&f=search.getsearch&tracksearch=true
Bild: © Dietmar Meinert/PIXELIO
18.01.2011, 12.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Kommissar Beck ermittelt
Zugegebenermaßen bin ich nicht der Welt größter Krimifan, aber ein gut gemachter Kriminalroman kann mich trotzdem immer begeistern. Zumal wenn der Ermittler einer vom Schlag des Kommissar Martin Beck ist. So lakonisch, nachdenklich und mit einer so eigenen traurigen Familiengeschichte. Das gefällt mir, und offenbar nicht nur mir: Die inzwischen riesige Fangemeinde des kauzigen Kriminalers kann schließlich nicht irren.
Wenn Kommissar Beck im kühlen Stockholm ermittelt, muss man einfach dranbleiben. Denn hinter den Fällen des Schweden menschelt es oft gewaltig. Da tun sich Abgründe auf in der so heil scheinenden Welt der Nordlichter.
Zwar erschien Martin Beck schon Mitte der sechziger Jahre auf dem Markt, aber erst seit einigen Jahren – mit dem Boom der Schwedenkrimis – wird der Ahnherr dieses Krimi-Genres richtig gewürdigt. Das liegt sicherlich auch an der gut gemachten und erfolgreichen Fernsehserie mit Peter Haber in der Rolle von Kommissar Martin Beck. Hier werden immer auch die Schattenseiten der perfekt wirkenden schwedischen Gesellschaft kritisch thematisiert und Beck selbst ist oft zerknirscht und ratlos – einfach menschlich eben. Das Autorenpaar Per Wahlöö und Maj Sjöwall hat hier wirklich ganze Arbeit geleistet.
Dass die Bücher um Martin Beck so einen Spaß machen, liegt auch am Ermittlungsteam. Der rüpelhafte und nicht sonderlich beliebte Gunvald Larsson etwa ist einer dieser Charaktere, mit denen man sich als Leser gern beschäftigt. Oder als Hörer. Denn den Kommissar aus dem hohen Norden gibt es auch als Hörbuch. Ein Genuss – immerhin geben sich hier Kultsprecher wie Christian Brückner oder Hannelore Hoger ein Stelldichein.
Die heutige Devise lautet also: kaufen, hören, feinsten Krimistoff genießen!
„Kommissar Beck ermittelt“ als Hörbuch bei Jokers
Bild Stockholm: Alexander Hauk/pixelio.de
14.07.2010, 13.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Kriminell gut
Etwas enttäuscht war ich, als mein Freund Gregor bei unserem letzten gemeinsamen Videoabend ausgerech- net die eine Folge der Krimiserie „Bones – die Knochenjägerin“ einlegte. Darin kämpft eine forensische Anthro- pologin namens Dr. Temperance "Tempe" Brennan zusammen mit ihrem professionellen Wissenschaftsteam und einem gut aussehenden FBI- Agenten gegen das Verbrechen. Ich hatte noch nie eine Folge gesehen.An Hand von teilweise winzigen Knochenstücken rekonstruieren die Verbrechensjäger Opfer und Todes- ursache. Was auf den ersten Blick sehr weit hergeholt klingt, wird in der Serie sehr wissenschaftlich, schlüssig und sehr, sehr spannend erklärt.
Doch was das Beste ist: Die Anthropologin schreibt nicht nur in der Serie, sondern auch im wahren Leben unter dem Namen Kathy Reichs nicht minder spannende Bücher. Das war der Ausschlag, dass ich mir mit „Totgeglaubte leben länger“ zum ersten Mal nach langer Zeit wieder einen waschechten Krimi kaufte.
Ich wurde nicht enttäuscht. Ähnlich wie Umberto Eco unterlegt Reichs ihre Romane gern mit fundiertem und sauber recherchiertem Wissen. Man lernt eine Menge über Forensik, die Altersbestimmung von Knochen und Material sowie im genannten Buch die christliche und jüdische Glaubensgeschichte. Das Ganze ist in eine spannende Geschichte verpackt und dank perfider Fälle ziemlich gruselig.
Ob das aber der Beginn einer Leidenschaft für Kathy Reichs ist, wird sich zeigen. Mal sehen, vielleicht lasse ich mir noch „Knochen zu Asche“ aus dem Jokers Lager kommen.
(Geschrieben von Matthias Stöbener)
17.06.2009, 08.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Die Giftmörderin
Schwach in der Orthografie, eine ausgeprägte Affinität zu exklusiven Speisen, leider keine Singstimme, dafür eine einzigartige Fantasie. Vielleicht hätte Agatha Clarissa Miller sich selbst so charakterisiert. Sie kennen Sie nicht? Aber wahrscheinlich unter ihrem Namen Agatha Christie! Sie ist eine meiner Lieblings-Krimi-Schreiberinnen!
Am 15. September 1890 wurde die Bestseller-Autorin als drittes Kind in Torquay geboren. Sehr zum Leidwesen ihrer Mutter lernte die vorlaute Agatha schon vor ihrem 8. Lebensjahr lesen – allerdings nur, weil sie sich von ihren Kindermädchen, so die Legende, Straßenschilder vorlesen ließ. Daher stammte angeblich auch ihre Rechtschreibschwäche. Nach einer für damalige Verhältnisse wohl typischen Kindheit, das einzige wirklich tragische Erlebnis war, dass sie bereits mit 11 Jahren ihren Vater verlor, verlief ihr weiteres Leben wie im Bilderbuch:
1912 lernte Agatha als 22-Jährige auf einem Ball Archibald Christie kennen – er diente im ersten Weltkrieg an der französischen Front. Nur zwei Jahre später heirateten die beiden an Weihnachten 1914 und zogen nach London. Hier begann Agathas Karriere als Krimi-Autorin: Inspiriert von ihrer Arbeit in einer Krankenhausapotheke schrieb sie ihren Mord-Roman. Eine Prise Gift war dabei.
Belgische Kriegs-Flüchtlinge lieferten ihr schließlich die Vorlage für ihren berühmten Detektiv: Penibel ordnungsliebend und richtig schlau, so sollte er sein – der Logiker Hercule Poirot wurde als ihr Roman-Held geboren.
Am 12. Januar 1976 starb Agatha Christie in Winterbrook House – und hinterließ uns zahlreiche mitreißende Geschichten. Anlässlich ihres Geburtstages haben wir ein besonders umfangreiches Programm an Agatha Christie-Werken für Sie zusammengestellt: Vom Hörbuch bis hin zur Biografie finden Sie hier alles Lesens- und Hörenswertes zu der großartigen Dame.
(geschrieben von Matthias Stöbener)
28.10.2008, 23.23 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Nicht überfordern
Vielleicht kennen Sie die schaurige Geschichte, die auch verfilmt wurde: Rosemary bekommt ein Kind – vom Teufel höchstpersönlich. Meine damalige Freundin wünschte sich das Buch aus einem einfachen Grund: Einige Jahre zuvor, da war sie etwa 11, klaute sie sich den Thriller aus dem elterlichen Bücherschrank und begann ihn heimlich des Nachts unter der Bettdecke zu lesen. Doch ihre Mutter erwischte sie und machte das, was jede vernünftige Mutter getan hätte: Sie nahm ihr kurzerhand das Buch weg.
Fünf Jahre später bekam meine Freundin zum 16ten endlich das heiß ersehnte Buch – und Albträume, die einige Wochen andauerten.
Es ist verständlich, dass die Kinder auch spannende Geschichten lesen wollen. Aber genau hier fällt den Eltern die Aufgabe zu, genau hinzuschauen und ihre kleinen Leseratten nicht zu überfordern. Schlussendlich gibt es keine Altersfreigabe für Krimis, so wie es bei Kinofilmen der Fall ist. Eine kleine Hilfestellung können wir von Jokers doch geben: Auf die Bezeichnung „Kinder- und Jugendkrimi“ können Sie sich nämlich verlassen. Wenn ein Buch diesen Titel trägt, so wie zum Beispiel „Der Mann mit der Maske“ von Brian Doyle, dürfen Sie Ihre Sprösslinge ruhig schmökern lassen. Denn von diesen Büchern, die spannend und fesselnd sind, ohne zu verstören, werden Ihre Kinder keine Albträume bekommen.
(Ab und zu muss ich auch mal pädagogisch sein, immerhin ist meine Frau Lehrerin!)
(geschrieben von Matthias Stöbener)
29.06.2008, 13.24 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Wo haust das Verbrechen?
Zwischen Wiesen und Weiden in der Nähe des Wattenmeeres im Zentrum der grünen Halbinsel Butjadingen! Dort am Ortsrand von Stollhamm hat ein Kleinverlag namens Achilla Presse sein Büro aufgeschlagen. Der Verleger interessiert sich vor allem für Krimis, weshalb er schon seit vielen Jahren Krimis sammelte. Im Frühjahr 2007 hat er auf 175 Quadratmetern diese Privatbibliothek der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und damit das erste deutsche Krimimuseum geschaffen. Rund 4.500 Exponate ab 1792 zeigen, dass das Krimigenre eine lange Tradition hat. Hier lässt sich die Geschichte des Krimis verfolgen und Buchliebhaber werden sich kaum von den farbig gestalteten alten Buchumschlägen losreißen können.
Wenn jemand der Leser dieses Blogs das Zentrum des Verbrechens etwa in seinem Urlaub besuchen möchte, hier ist die Adresse:
Erstes deutsches Krimimuseum
Hauptstraße 80
26969 Butjadingen-Stollhamm
Telefon: 0 47 35 - 81 03 06
Link:
http://www.achilla-presse.de/
21.02.2008, 21.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Überführt: Der Erfinder des Krimis
Goethes Tod lag noch keine zehn Jahre zurück, hierzulande wand sich die Romantik in den letzten Zuckungen, da erfand ein kleiner, magerer Alkoholiker in Philadelphia eine neue Literaturgattung. »Die Morde in der Rue Morgue« markieren 1841 nicht nur die Geburtsstunde der Detektivgeschichte. Mit Auguste Dupin schuf Edgar Allan Poe auch den Vater aller Privatdetektive.
Hier ist alles schon angelegt: der nahezu unheimlich intelligente Ermittler, sein etwas begriffsstutziger Kumpel und natürlich der völlig vertrottelte Polizeichef. Wen das alles an Sherlock Holmes und Dr. Watson erinnert, kombiniert richtig.
Arthur Conan Doyle, dessen erste Holmes-Geschichte erst rund 50 Jahre später erschien, machte aus seinem Vorbild nie ein Geheimnis: »Wenn jeder Autor, der ein Honorar für eine Geschichte erhält, die ihre Entstehung Poe verdankt, den Zehnten für ein Monument des Meisters abgeben müsste, dann ergäbe das ein Pyramide so hoch wie die Cheops.« Chapeau!
TB
28.09.2007, 08.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Die Giftmörderin
Sicherlich haben Sie die meisten dieser Fragen aus dem FF beantworten können. Falls nicht, finden Sie hier die Auflösung: Natürlich fragte ich nach Agatha Christie, die unter ihrem Mädchennamen am 15.09.1890 als Agatha Clarissa Miller in Torquay geboren wurde. Ihre Großmutter, die angeblich immer nur das Schlechte aller Dinge sah (und dabei fast immer Recht hatte), war das reale Vorbild für die fiktive Figur der Miss Marple. Agatha lernte bereits vor der Schule und gegen den Willen ihrer Mutter das Lesen, indem sie sich von ihrem Kindermädchen Straßenschilder vorlesen ließ. Ihrem großen Wunsch, Opersängerin zu werden, stand ihre viel zu dünne Stimme gegenüber. Als sie Archibald Christie im Jahre 1914 heiratete und mit ihm nach London zog, arbeitete sie in einer Hospitalapotheke - und lernte hier alles Notwendige über Gifte, die zu ihrem beliebten literarischen Mordwerkzeug werden sollten. Eines ihrer erfolgreichsten Werke war "Mord im Orion Express" - als besonderes Geburtstagspräsent an die unschlagbare Krimiautorin bei uns nun als Hörbuch mit 3 CDs zu haben. Mit mörderisch günstigem Preis natürlich.
15.09.2007, 07.42 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Fast vergessen
Haben Sie schon mal was von Stefan Andres gelesen? Nein? Nicht weiter schlimm. Dann will ich Ihnen sagen: In den 50er Jahren war er einer der meistgelesenen deutschsprachigen Schriftsteller. Ich bin gerade vorhin im Zug von Recherchen auf ihn gestoßen und finde ihn interessant.Er scheint sehr vielfältig gewesen zu sein, hat alles Mögliche geschrieben, von Komödien über Krimis bis hin zu Romanen, Gedichten und Briefen. Mit der Romantrilogie "Die Sintflut" aus den Jahren 1949 bis 1959 muss er den größten Erfolg gefeiert haben. Zahlreiche Ehrungen sind ihm zuteil geworden: 1952 erhält er den Literaturpreis von Rheinland-Pfalz, 1954 den Großen Kunstpreis von Nordrhein-Westfalen, 1957 das Komturkreuz der Republik Italien (dorthin war er 1937 emigriert).
Vor ein paar Tagen, am 26. Juni, hätte er Geburtstag gehabt, wenn er nicht 1970 gestorben wäre.
Ein spannendes Kriminal-Hörbuch von ihm gibt es im Jokers Shop.
Ich werde es wohl hören müssen …
01.07.2007, 11.28 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Wer war der erste Krimi Autor?
Aber wer hat eigentlich den ersten Krimi, die Kurzform für Kriminal-Roman, aufs Papier gebracht? Wer hat den ersten literarischen Kommissar erfun- den? Wer hat Sherlock Holmes in die Bücher verholfen? Wir wissen, in einem Krimi, egal ob Kurzgeschichte, Novelle oder Roman, geht es immer um ein Verbrechen. Und um die Aufklärung dieses Verbrechens. Oft durch einen Detektiv, der vom Herrscher, vom Staat oder privat beauftragt ist. Heutzutage jagen auch weibliche Kommissare die Gangster. Meistens geht es um einen Mord. Oder mehrere.Die Literatur-Experten streiten sich noch immer, wem der erste Krimi zuzurechen ist. War es „Unterm Birnbaum“ von Theodor Fontane, war es Edgar Allan Poe mit „The Murders in the Rue Morgue“ oder war es F. M. Dostojewskij mit „Schuld und Sühne“? Aber auch Autoren wie Dickens, Fielding, Hoffmann und Balzac werden bei dieser Krimi-Pionier-Suche in die Debatte geworfen. Wie soll ich hier durchblicken? Ich nehme mir vor, die alten Schmöker selbst durchzukauen. Wie ein literarischer Detektiv.
Völlig klar dürfte allerdings sein, dass Sherlock Holmes, samt seinem Freund und Kollegen Watson, der erste berühmte Verbrecher-Jäger war, der mehr mit dem Ver- stand als mit der Waffe Mörder dingfest machte. Geschaffen hat das erfolgreiche Spürna- sen-Duo der Autor Sir Arthur Conan Doyle. Doyles berühm- ter Detektiv, der mit seiner karierten Mütze auch viele Filme und Hörbücher bevölkert, machte durch den Verkaufserfolg seinen Schöpfer zum Sklaven. Zum Schreib-Sklaven. Als sich Doyle von Holmes nach unzähligen Fortsetzungen befreien wollte, ließ Holmes seinen Pfeife rauchenden Detektiv in eine tiefe, tiefe Schlucht stürzen. Jedoch dauerte Doyles Freiheit von Holmes nicht lange. Die Leser - und dann auch die Verleger - verlangten nach weiteren aufregenden Abenteuern, bei denen Sherlock Holmes den Mörder suchte. Doyle musste Holmes wieder aus der Schlucht heraus schreiben, wo er laut seinem Erfinder irgendwie überlebt hatte.Durch Doyle wurde der stets schlau kombinierende Detektiv unsterblich. Und ich glaube, Holmes ist in unserer Zeit bekannter als sein Schöpfer. Eine ungewöhnliche Karriere für den Helden eines Romans.
Hier finden Sie die Abenteuer von Sherlock Holmes
05.04.2007, 10.14 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL



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