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Tag: Literatin
Eine Wiederentdeckung
Als Avantgardistin der modernen amerikanischen Literatur galt sie: Gertrude Stein, die die Dinge immer ein wenig anders betrachtete als ihr Umfeld, ist für mich eine der größten US-Autorinnen überhaupt. Das, was Menschen von Tieren unterscheide, sei nur das Geld, stellte sie einmal in einem ihrer Prosatexte fest. Sie hatte den hohen Anspruch, „Stücke wie Landschaften“ zu schreiben. Am 3. Februar 1874 in Allegheny, heute Pittsburgh, Pennsylvania, wurde sie geboren. Sie starb am 27. Juli 1946 in Paris. Dort war es auch, wo sie ihren berühmten Salon unterhielt.
Sie war Sprössling einer deutsch-jüdischen Familie. Ab 1902 lebte sie in Paris. Steins Salon wurde zum Treffpunkt von Malern der Moderne (Matisse, Picasso) und US-Schriftstellern (John Dos Passos, Ernest Hemingway). Gertrude Stein übte mit ihren sprachlich gewagten Experimenten (Klangspiele, keine Interpunktion etc.) einen bedeutenden Einfluss auf ihre Kollegen aus.
Ihr Leben war mehr als ungewöhnlich: In Cambridge studierte sie Biologie und Philosophie am Radcliffe College, dem Harvard-Ableger für Frauen. Als Hörerin des Psychologen und Philosophen William James beeindruckte dessen Begriff Bewusstseinsstrom (stream of consciousness) die gelehrige Studentin sehr. Ab 1897 nahm Gertrude Stein deshalb ein Studium der Psychologie und Medizin an der Johns Hopkins Medical School in Baltimore auf und bezog mit ihrem Bruder Leo eine gemeinsame Wohnung. Baltimore sollte ihr Leben grundlegend beeinflussen. Denn dort begann sie in einem Kreis von Gleichgesinnten die ästhetischen und moralischen Regeln des puritanischen Bürgertums zu hinterfragen und schließlich abzulehnen.
Die Jahre in Baltimore waren ebenso von ihrer langen Beziehung zu einer Kommilitonin geprägt: Gertrude Stein hatte ein Verhältnis mit May Bookstaver. Mary war diejenige, die Gertrude zu dem kurzen Roman Q. E. D. (Quod Erat Demonstrandum), 1903 verfasst, inspirierte. Posthum wurde er im Jahr 1950 unter dem Titel The Things as They Are veröffentlicht. Literaturkritiker betrachten den Roman, thematisch eine Dreierbeziehung, als Autobiografie.
Zu ihrem Geburtstag haben wir z. B. „Porträts und Stücke“ von Gertrude Stein im Angebot: Viele Werke der großartigen Literatin sind hier zusammengefasst.
Sie war Sprössling einer deutsch-jüdischen Familie. Ab 1902 lebte sie in Paris. Steins Salon wurde zum Treffpunkt von Malern der Moderne (Matisse, Picasso) und US-Schriftstellern (John Dos Passos, Ernest Hemingway). Gertrude Stein übte mit ihren sprachlich gewagten Experimenten (Klangspiele, keine Interpunktion etc.) einen bedeutenden Einfluss auf ihre Kollegen aus.
Ihr Leben war mehr als ungewöhnlich: In Cambridge studierte sie Biologie und Philosophie am Radcliffe College, dem Harvard-Ableger für Frauen. Als Hörerin des Psychologen und Philosophen William James beeindruckte dessen Begriff Bewusstseinsstrom (stream of consciousness) die gelehrige Studentin sehr. Ab 1897 nahm Gertrude Stein deshalb ein Studium der Psychologie und Medizin an der Johns Hopkins Medical School in Baltimore auf und bezog mit ihrem Bruder Leo eine gemeinsame Wohnung. Baltimore sollte ihr Leben grundlegend beeinflussen. Denn dort begann sie in einem Kreis von Gleichgesinnten die ästhetischen und moralischen Regeln des puritanischen Bürgertums zu hinterfragen und schließlich abzulehnen. Die Jahre in Baltimore waren ebenso von ihrer langen Beziehung zu einer Kommilitonin geprägt: Gertrude Stein hatte ein Verhältnis mit May Bookstaver. Mary war diejenige, die Gertrude zu dem kurzen Roman Q. E. D. (Quod Erat Demonstrandum), 1903 verfasst, inspirierte. Posthum wurde er im Jahr 1950 unter dem Titel The Things as They Are veröffentlicht. Literaturkritiker betrachten den Roman, thematisch eine Dreierbeziehung, als Autobiografie.
Zu ihrem Geburtstag haben wir z. B. „Porträts und Stücke“ von Gertrude Stein im Angebot: Viele Werke der großartigen Literatin sind hier zusammengefasst.
(Geschrieben von Matthias Stöbener)
03.02.2010, 08.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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