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Tag: Marcel Reich-Ranicki

Was man lesen sollte: Literatur im Kanon

Gehören Sie auch zu den VielleserInnen? Zu denjenigen also, die Bücher geradezu verschlingen, sich durch dicke Wälzer fressen und einen Schinken erst weglegen können, wenn Sie beim hinteren Buchdeckel angekommen sind? Willkommen im Club: Sie befinden sich in allerbester Gesellschaft.


Kritikerpapst Marcel Reich-Ranicki ist schon von Berufs wegen Großkonsument von Drucksachen. Und er hat sich Gedanken gemacht, welche Romane, Gedichte und Essays man gelesen haben sollte. In seinem »Kanon der deutschen Literatur« hat er die 50 besten Werke herausgefiltert. Insgesamt fast 25.000 Seiten und alle hat er sie gelesen!


Künftige Vielleser werden meist schon in jungen Jahren auffällig: Heimliches Lesen timeMinute0Hour0nachts unter der Bettdecke im Schein der Taschenlampe ist ein sicheres Anzeichen für das »Laster«. Zu schön ist es doch, mit einem spannenden Buch Raum und Zeit zu vergessen.


Als bibliophiler Mensch sollte man über eine geräumige Wohnung mit viel Stellfläche für Bücherregale verfügen, denn hartgesottene SchmökerianerInnen trennen sich nur ungern von ihren Schätzen. Das Ende vom Lied: Es werden immer mehr Druckwerke und die belegen nicht nur etliche Raummeter Regalfläche, sondern wiegen auch eine Kleinigkeit. Es soll in den Behausungen manch chronischer BüchersammlerInnen schon Probleme mit der Statik gegeben haben...


Falls bei Ihnen der Platz knapp, die Literaturleidenschaft dafür groß ist, habe ich einen Vorschlag: die schönsten deutschen Erzählungen in der Hörbuchversion auf 40 CDs, ausgewählt und kommentiert von Marcel Reich-Ranicki!


Hörbuch "Der Hörkanon" bei Jokers



Geschrieben von Petra Anne-Marie Kollmannsberger



10.02.2012, 15.33 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Ich empfehle ein vergnügliches leichtes Lispeln

Ueber AmerikanerMan liebt ihn, oder man findet ihn unerträglich: Marcel Reich-Ranicki ist Deutschlands bekanntester Literatur-Kritiker mit einem Faible für deutliche Worte. Welchen Autor er schätzt und welchen nicht, daran lässt Reich-Ranicki in der Regel keinen Zweifel. Auch wenn er polarisiert, mit seiner scharfen Zunge, der prägnanten Stimme und dem typischen leichten Lispeln gehört er zu den unterhaltsamsten Darstellern im Literaturbetrieb.

Von ihm verfasste Bücher zu lesen ist daher stets nur der halbe Spaß. Man liest seine markigen Aussagen über literarische Qualität zwar mit Vergnügen, hört aber nicht, wie er die Worte seinem Publikum temperamentvoll entgegenschleudert.

Anders beim Hörbuch „Über Amerikaner“, hier hört man die markante Stimme des „Literaturpapstes“ selbst. Und auch der Inhalt ist grandios: Kritiken zu großen amerikanischen Schriftstellern. Meist verbindet man Marcel Reich-Ranicki ja mit deutscher Literatur. Weniger bekannt ist, dass er sich auch den amerikanischen Autoren gewidmet hat: von Ernest Hemingway über Arthur Miller bis zu John Updike, Joyce Carol Oates und Philip Roth reicht die Palette der US-Schriftsteller, die Reich-Ranicki hier präsentiert.

Mein Tipp: lassen Sie sich von diesem älteren Herrn, der zweifellos eine Menge von Literatur versteht, die amerikanischen Schriftsteller und ihre Werke per Hörbuch nahe bringen – so bekommen Sie Hörvergnügen und wertvolle Lesetipps in einem.

 
(Geschrieben von Matthias Stöbener)

31.08.2009, 09.42 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Le Clézio – noch nie gehört

Sollten Sie schon einmal etwas von Jean-Marie Gustave Le Clézio gehört haben, dann haben Sie mir etwas Entscheidendes voraus. Ja selbst unser Oberkritiker Marcel Reich-Ranicki hat noch nichts von ihm gelesen. Überraschend, so hieß es, ging der Literaturnobelpreis an Le Clézio. Der erste Franzose seit 23 Jahren, der diesen Preis erhält. Die Begründung lautete, er sei „Verfasser des Aufbruchs, des poetischen Abenteuers und der sinnlichen Exstase“. Eine Million Euro bekommt der Dichter dafür.

Als er eine Pressekonferenz gab, konnte Le Clézio es noch nicht glauben, dass er den begehrten Preis erhielt. „Das ist eine mutige Entscheidung“, sagte er, und „Ich weiß nicht, ob ich den Nobelpreis überhaupt verdient haben“.

In der Zwischenzeit habe ich mich etwas über den Autor informiert. Scheint ein Weltenbummler zu sein und ein Zivilisationskritiker. Er gehört mehreren Kulturen an und weil er mit dem Preis seine Schulden bezahlen will, gönne ich ihm die Million von Herzen.


(geschrieben von Matthias Stöbener)

18.11.2008, 12.07 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Bianka Schmidtlein:
Tatsächlich. Auf jokers.de führt die Sucheing
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Ute Berger:
es ist wirklich schlimm was mit den Handys un
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Gabi Bergermann:
Auweia. Jorges Verhalten erinnert schon sehr
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Anne-Marie Kollmannsberger:
Anti-BILD-Mail-Aktion:Hier klicken
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Gabi Bergermann:
Soso, man ist ein paar Wochen in Mittelamerik
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