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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Mars

Planet der Sehnsucht: der Mars

Mars_Hubble.jpgMan stelle sich vor, mit wildfremden Menschen 520 Tage auf beengtem Raum zu verbringen, eingesperrt in einem Containersystem, ohne frische Luft und natürliches Tageslicht. Nein, wir sprechen nicht von der Sendung »Big Brother«, die für die Käfighaltung von Menschen bekannt ist. Hier haben wir es mit einem wissenschaftlichen Experiment zu tun!


Vor kurzem endete in der Nähe von Moskau das bislang längste Isolationsexperiment der Geschichte. Sechs Männer ließen sich im Dienst der Wissenschaft für eineinhalb Jahre in eine Raumschiff-Attrappe sperren. Auf etwas mehr als 200 Quadratmetern verbrachten sie ihre Tage streng reglementiert und waren nur über Funk und E-Mails zu erreichen. Der Sinn des Ganzen: Das Projekt »Mars500« simulierte einen bemannten Flug zum Mars, den es bislang nicht gab, und von dem die Menschheit seit jeher träumt.


Warum übt ausgerechnet dieser lebensfeindliche Planet eine solche Faszination auf die Menschheit aus, obwohl er mit seiner staubigen Atmosphäre aus überwiegend Kohlendioxid und einer Durchschnittstemperatur von minus 55 Grad nicht gerade gemütlich wirkt? Ich weiß es nicht. Fakt ist, dass der »Rote Planet« schon in der Antike eifrig beobachtet wurde. Durch seine enorme Helligkeit war er gut zu erkennen und wurde wegen seiner (blut)roten Farbe nach dem römischen Kriegsgott Mars benannt.


Was hat man dem Mars nicht alles angedichtet! In seiner zerklüfteten Oberfläche glaubte man ein »Marsgesicht« zu erkennen und schloss auf außerirdisches Leben. Gestützt wurde diese Fantasie durch die so genannten »Marskanäle«, die man als Bewässerungssysteme deutete. Kleine grüne Marsmännchen mit Fühlern auf dem Kopf spuken noch heute durch die Köpfe. Erfunden wurden sie um 1910 von dem amerikanischen Zeichner T.E. Powers, der sie in Comic-Strips verewigte.


Sogar besiedeln wollte man den Mars und damit das Problem der Überbevölkerung auf der Erde lösen. In den 1930er-Jahren wurde über riesige Glaskuppeln nachgedacht, unter denen man die Atmosphäre des Planeten den Lebensbedingungen für Menschen anpassen könnte: ein Prozess namens »Terraforming«. Ob und wann dieses Projekt Realität werden könnte, steht in den Sternen, das ist auch den WissenschaftlerInnen rund um die Mars500-Mission klar. Das Nahziel ist bislang lediglich, einen Menschen auf den Mars zu bekommen, um intensive Forschungen an dem Planeten vorzunehmen. Um 2030 herum soll es laut NASA so weit sein. Wir sind gespannt!


Bis dahin bleibt noch Zeit, sich eingehend mit dem faszinierenden Planeten zu beschäftigen:


Buch "Mars" bei Jokers


Buch "Mars attacks" bei Jokers


Buch "Krieg der Welten 2 - Die nächste Angriffswelle" bei Jokers


Buch "Edisons Eroberung des Mars" bei Jokers



Geschrieben von Petra Anne-Marie Kollmannsberger



Bild: Mars © NASA & ESA/wikimedia

19.01.2012, 15.59 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Der andere Weg

Derandere WegManch einer geht den Jakobsweg: Zu sich selbst finden, sich selbst kennen lernen, sich eine Auszeit nehmen – das sind meist die Beweggründe, die Menschen dazu treiben, für einige Tage oder auch Wochen ihr Haus zu verlassen und sich den Strapazen eines Fußmarsches zu stellen.

Mein Freund Joachim zog letzten Sommer los, um ein Teilstück des Jakobswegs zu absolvieren. Er brach vorzeitig ab, nicht nur, weil er einmal umknickte und sein Knöchel geschwollen war. Er beendete seine Route vor allem deswegen verfrüht, weil er die vielen Mitpilger um sich herum nicht mehr ertragen konnte. Einsam hatte er sich seinen Weg vorgestellt, mühsam und hart. Und dann fand er sich inmitten fröhlich plappernder Wanderer, die genau wussten, wo sie die Nacht verbringen und wo sie ihr nächstes Essen herbekommen würden.

Auf der anderen Seite gibt es viele Menschen, die den Jakobsweg tatsächlich „erleben“: Vielleicht haben sie eine andere Route gewählt, vielleicht eine andere Jahreszeit, ich weiß es nicht. Vielleicht haben sie auch einfach eine andere Einstellung.

So wie Andreas Altmann: Er ging nicht den Jakobsweg, der Einsamkeit und Entbehrung vortäuscht. Er entschied sich für eine Route, die unzählige Menschen schon mit dem Auto gefahren sind. Andreas ging von Paris nach Berlin. 34 Tage, 33 Nächte war er unterwegs. Ohne Geld, ohne Essen, ohne Netz und doppelten Boden startete er im heißen Sommer des Jahres 2003. Was Andreas Altmann auf seinem ganz persönlichen Jakobsweg erlebte, ist in seinem Buch „34 Tage, 33 Nächte“ zu lesen. Eine faszinierende Geschichte!

(geschrieben von Matthias Stöbener)

24.11.2008, 10.43 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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