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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Rezension

Himmelreich bei Jokers

"Fünfunddreißig: eine Midlife-Story" machte ihn bekannt, mit "Himmelreich" erzielte der Schriftsteller seinen endgültigen Durchbruch. Dabei hat der Schweizer Autor Rolf Dobelli seine Vielseitigkeit nicht verloren. 1966 in Luzern geboren, studierte er später Betriebswirtschaft und wurde in Sankt Gallen promoviert. Er lebte in verschiedenen Ländern wie z. B. Australien und England und ist regelmäßig im Wirtschafts-TV zu sehen.

 

Rolf Dobelli ist aber irgendwie anders als „typische“ BWLer. Er selbst bezeichnet sich als „besessener Schreiber“. Aus dieser Leidenschaft für das Schreiben geht auch Rolf Dobellis überzeugende Geschäftsidee getAbstract zurück. Die Idee ist so einfach wie schlagkräftig: Wer hat denn Zeit, all diese Bücher, die jährlich erscheinen, zu lesen? Warum also nicht gleich die Zusammenfassung lesen? Nein, wir sprechen hier natürlich nicht von Krimis, Thrillern oder anderer Unterhaltungslektüre. Es geht Dobelli es vor allem um Sach- und Fachbücher für den breiten Markt.

 

getAbstract nennt sich inzwischen "weltgrößte Bibliothek von Buchzusammenfassungen", der Erfolg im Business erfüllt die hohen Erwartungen von Rolf Dobelli durchaus. Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller und für getAbstract schreibt Rolf Dobelli auch Kundenrezensionen. Mit seinen fast schon zweitausend Rezensionen ist Dobelli einer der Top-Ten-Autoren der Amazon-Kundenrezensionen. Fragen Sie mich nicht, wie er das alles macht. Denn jedes Buch, das er entweder zusammenfasst oder rezensiert, muss er ja auch erst gelesen haben.

 

Himmelreich.jpgUns von Jokers hat er es vor allem als Schriftsteller angetan. "Und was machen Sie beruflich?" lautet der Titel seines ersten Romans, der 2006 erschien. Es ist ein spannendes Buch um die Entwicklung eines ehrgeizigen und dann arbeitslosen Managers. Die Erzählung, die wir Ihnen jetzt bei Jokers anbieten, heißt "Himmelreich". Das ist eine Liebesgeschichte der ganz anderen Art. „Rolf Dobelli schrieb mit `Himmelreich´ den neuen `Homo Faber´. Man darf Himmelreich als Reinkarnation von Max Frischs einprägsamer Figur und den Roman `Himmelreich´ … als Relaunch eines der zentralen Werke der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur betrachten… Es ist also eine durchaus gute Idee, das veraltete Meisterwerk durch ein aktuelles Pendant zu ersetzen, das ihm an Inhalt, Tiefe, Umsicht und Sprache gewachsen ist“, so die mitreißende Kritik von Martin Droschke, Junge Welt, 29. Jan 2007. Mir macht sie Lust auf die Lektüre dieses Buches.


"Himmelreich" von Rolf Dobelli bei Jokers



29.10.2010, 16.35 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Top 10 der Rezensierten

RezensionenDie Mühe muss man sich erst einmal machen! Dieser Tage las ich im Buchreport eine interessante Studie. Fleißige Menschen haben neun Wochen lang in 14 Print-Zeitungen und Magazinen gestöbert und kamen per Hochrechnung darauf, dass in deutschen Tages- und Wochen- zeitungen über 20.000 Buchbesprech- ungen jährlich veröffentlicht werden. Damit steht Deutschland an der Spitze der Kulturen, in denen in den Medien über Bücher berichtet wird. Kaum irgendwo sonst findet sich eine so rührige Rezensionswelt. Das hängt auch mit den Presseabteilungen der Verlage zusammen, die den Zeitungsredakteuren jährlich tausende von Vorabexemplaren gratis zukommen lassen.

So beeindruckend die 20.000 Buchbesprechungen pro Jahr klingen, so ernüchternd ist der genaue Blick auf sie. Da stellt sich nämlich heraus, dass die Neuerscheinungen der beiden Frankfurter Verlage S. Fischer und Suhrkamp am meisten rezensiert werden. Daniel Kehlmann hatte vor Wochen über die Konzentration auf wenige Titel geschimpft. Was nicht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises stehe, werden gar nicht mehr rezensiert. So der Schriftsteller.

Gut, so schlimm ist es noch nicht. Aber 20.000 Buchbesprechungen bedeuten nicht, dass 20.000 Bücher in die Mangel genommen werden. Der Buchreport wies genau nach, dass es vor allem die Bücher der Verlage S. Fischer, Suhrkamp, Beck, Rowohlt, Berlin Verlag, dtv, Hanser, Diogenes, Kiepenheuer & Witsch sowie Eichborn sind, die es zu Hauf in die Feuilletons deutscher Printmedien schaffen.

Woran das wohl liegen mag? Sind diese 10 Verlage wirklich diejenigen, die unsere besten Bücher herausbringen? Oder haben sie die besten Presseabteilungen oder die tollsten Buchmessefeste oder warum finden die Bücher von anderen Verlagen nicht so viel Aufmerksamkeit bei deutschen Kritikern?


(geschrieben von Matthias Stöbener) 

14.11.2008, 11.09 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Anfänge einer modernen Zensur

Mit Kritiken und Rezensionen ist es so eine Sache. Sie sind subjektiv. Und das ist gut so. Es trifft für Bücher und Filme ebenso zu wie für Spiele und Musik.

Empfindet der Schreiber einer Rezension das Buch, den Film, das Spiel oder die CD als nicht gut, als fehlerhaft, als unlogisch, als langweilig oder gefällt es ihm schlicht und ergreifend nicht, dann wird er dies in seiner Rezension kundtun. Ist er dagegen von dem Produkt überzeugt, hatte er Spaß damit, hat es ihn gefesselt, ihm Neues vermittelt, konnte er es genießen oder hat es ihm schlicht und ergreifend gefallen, dann wird er auch dies kundtun.

Und auch das ist gut so.

Jeder Autor einer Rezension schreibt diese aus seinem Erfahrungshorizont heraus, gespickt mit seinen persönlichen Bedürfnissen. Da kann er noch so um sachliche Objektivität bemüht sein. Eine sterile, vom Rest der Welt abgekoppelte Rezension wird und kann es nicht geben.

Und auch das ist gut so.

Auch jeder Leser einer Rezension konsumiert diese aus seinem Erfahrungshorizont heraus, gespickt mit seinen persönlichen Bedürfnissen. Der eine Leser möchte sich kurz über den Inhalt informieren, der andere interessiert sich für die persönliche Bewertung des Autors.

Und auch das ist gut so.

Es gibt Menschen, die huldigen den Rezensionen, kaufen nur die über den Klee gelobten Bücher, schauen sich nur die mit dicken bunten Sternen geschmückten Filme an und kaufen auch nur die CDs, die ein erlesener Zirkel von Hörgenussexperten anpreist wie warme Brötchen. Andere Menschen dagegen (ja, ich bekenne mich) machen sich einen Heidenspaß daraus, oftmals genau entgegengesetzt Medien zu konsumieren und fahren nicht immer schlecht damit. Einige Insider meinen sogar, dass ein Verriss die Verkaufszahlen weit mehr fördert als eine gefällig dahinplätschernde Besprechung.

Und auch das ist gut so.

Neuerdings aber gibt es Verlage und Labels, die gern einmal dem Rezensenten oder dessen Auftraggeber eine Abmahnung schicken, weil sie ihr Produkt nicht objektiv genug bewertet sehen. Nicht nur, dass der Lohn ein recht zweifelhafter Ruf für den Abmahnenden sein wird, er gleichzeitig Dritte in finanzielle Nöte bringt, vielmehr werden diese seltsamen Gestalten Türen zu einer modernen Form der Zensur aufstoßen.

Und das ist nun ganz und gar nicht gut so.

(geschrieben von André Kröckel, Pößneck)


25.06.2008, 20.35 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Amateur der Literatur

Manchmal frage ich mich, welche Berechtigung ich habe über Literatur zu schreiben. Ich habe Rechtswissenschaften und katholische Theologie studiert. Germanistik, Literaturwissenschaft oder ähnliche Fächer: Fehlanzeige. Ich bin also kein Profi des Literaturbetriebs, sondern ein Dilletant, ein Amateur. Amateur meint einen, der einen Gegenstand liebt. So gesehen, bin ich gerne ein Amateur. Ich muss nichts beweisen, ich bin nicht in einer Karrierepflicht, keinem Verlag verpflichtet, ich kann „frei Schnauze“ schreiben, was ich von einem Buch oder einem Autor halte. Ich muss auch nicht gedrechselt schreiben, damit alle anderen professionellen Literaturkritiker oder –wissenschaftler sehen, wie intelligent ich zu einem Thema schreiben kann oder dass ich ein Angebot von der FAZ bekomme …

Eigentlich gut, dass ich ein Amateur bin. So wie all die Menschen, die bei Amazon, Weltbild oder anderen Online-Buchhandlungen ihre Kritiken von Büchern hinterlassen. Eine tolle Sache und für viele andere Menschen eine Anregung oder Warnung, Geld für Bücher auszugeben – wenn sich hinter den Rezensenten nicht gerade die Autoren der jeweiligen Bücher verstecken, was ja auch schon vorgekommen sein soll.

KritikBei Jokers haben wir einen solche Buchkritik noch nicht eingebaut. Viele Kunden fragen, warum? Warum habt ihr das nicht auch? Ganz einfach: 90 Prozent unserer Titel sind Rest- auflagen und oft ganz schnell ausverkauft, weil wir nur noch geringe Mengen von ihnen haben. Bis da jemand eine Rezension geschrieben und eingestellt hätte, wäre so ein Titel oft schon ausverkauft. Oder es schreibt jemand eine Rezension und am anderen Tag ist der Titel schon aus dem Shop gefallen, weil er ausverkauft ist: Als Rezensent würde ich mich da gehörig ärgern.

Aber wer will, kann ja hier das Buch vorstellen, das er gelesen hat und toll findet. Einfach oben links den Text hochladen! Oder er kann eine Rezension für das Bücher-Wiki schreiben. Auch im Umfeld von Jokers gibt es also Möglichkeiten, sich als Amateur der Literatur einen Namen zu machen.

03.10.2007, 08.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Bianka Schmidtlein:
Tatsächlich. Auf jokers.de führt die Sucheing
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Ute Berger:
es ist wirklich schlimm was mit den Handys un
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Gabi Bergermann:
Auweia. Jorges Verhalten erinnert schon sehr
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Anne-Marie Kollmannsberger:
Anti-BILD-Mail-Aktion:Hier klicken
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Gabi Bergermann:
Soso, man ist ein paar Wochen in Mittelamerik
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