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Tag: Stand

Zum Nachdenken gezwungen

Sie hätte weit kommen können. Aufsteigen von der Eventmanagerin zur rechten Hand des Geschäftsführers, mit der Option, eines Tages selbst die oberste Chefin zu werden. Doch Silvia entschied sich dagegen und kündigte. Ihre Begründung: Burnout. Seitdem ist die 38-Jährige „arbeitssuchend“, geht regelmäßig in Therapie, pflegt ihre Hobbys und Freunde, und kann sich nach eigenen Aussagen „zum ersten Mal seit Langem wieder selbst empfinden“.

Wie meiner Bekannten geht es vielen. Prominentestes Beispiel ist Miriam Meckel, ehedem Deutschlands jüngste Professorin, Regierungssprecherin und Staatssekretärin. In ihrem Buch „Brief an mein Leben - Erfahrungen mit einem Burnout“ schildert die Expertin in Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, wie es ist, wenn der Körper plötzlich die Notbremse zieht. Wenn der Gang zur Arbeit wie bei Silvia unerträglich wird. Wenn Heulkrämpfe und Schüttelfrost das Arbeiten unmöglich machen und man wie gelähmt auf dem Bürosessel klebt – unfähig in die Besprechung, zum Chef oder auch nur ans Telefon zu gehen. Dass es in Zeiten von Wirtschaftkrise und Stellenabbau mutig, ja kühn ist, eine gut bezahlte Position mit Aussicht auf den Chefsessel aufzugeben, tritt dabei in den Hintergrund.

Darin liegt wohl das Gute am Burnout: Zum Stillstand gezwungen muss man sich wieder auf das Wesentliche im Leben besinnen – die Gesundheit und das private Glück.

Jokers 05.04.2010, 15.48 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die weiße Rose

Die Geschwister SchollEs gibt zahlreiche Filme, die den Widerstand im Nationalsozialismus behandeln. Gerade verzeichnete „Operation Walküre“ einen großen Kinoerfolg. Manchmal vergisst man bei so vielen Action-Bildern aus Hollywood, dass hinter dem Leinwandspektakel reale Geschichten stecken: Leidens- geschichten von Menschen, die in ihrem verzweifelten Versuch, Hitlers Regime zu stoppen, ihr Leben ließen.

Die wohl bekanntesten Widerstands- kämpfer Bayerns waren die Geschwister Hans und Sophie Scholl. Sie erreichten als Mitglieder und führende Köpfe der Weißen Rose, einer Münchener Studentengruppe, eine traurige Berühmtheit. Während des Zweiten Weltkriegs waren sie im Untergrund-Widerstand gegen den Nationalsozialismus aktiv. Mit Flugblättern versuchten sie gegen den Krieg und die Hitler-Diktatur vorzugehen. Und sie gaben ihr Leben in diesem Kampf.

Hans und Sophie Scholl wurden am 18. Februar 1943 beim Auslegen von Flugblättern an der Münchner Universität von dem Hausmeister Jakob Schmid entdeckt und denunziert. Bereits am 22. Februar 1943 hat sie der Volksgerichtshof zum Tod verurteilt. Noch am selben Tag tötete man sie im Gefängnis München-Stadelheim durch die Guillotine.

Michael Verhoeven übernahm die Regie der Verfilmung der „Weißen Rose“: Ohne aufdringliche Hollywood-Kunsteffekte erzählt dieser Film die tragische und doch hoffnungsträchtige Geschichte der Geschwister Scholl.


(geschrieben von Matthias Stöbener)

Jokers 07.03.2009, 09.57 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Den Geldbeutel pflegen – und die Umwelt

rettet die weltVielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an die Öko-Welle der frühen 80er Jahre? Manch einer ließ damals das Auto stehen, um die Erde vor der zunehmenden Umweltver- schmutzung zu retten. Heute lassen sogar noch mehr Leute als damals ihr motorisiertes Gefährt in der Garage oder schaffen sich gar keines mehr an: Sie steigen wieder auf die „Öffentlichen“ um. Aber nicht mehr aus Umwelt- schutzgründen, sondern weil sie sich schlicht und einfach ein Auto nicht mehr leisten können.

Damit sind zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen: In der Haus- haltskasse bleiben am Monatsende endlich wieder ein paar Mücken mehr und gleichzeitig wird die Umwelt weniger belastet. Ach ja, und schlanker wird man durch das Radeln auch noch!

Doch das Auto ist beileibe nicht der einzige Geldverschlinger und Umweltsünder im Otto-Normalverbraucher-Haushalt: Gerade habe ich der Zeitung gelesen, dass jeder den Stromversorgern im Jahr durchschnittlich 150 Euro schenkt, indem elektrische Geräte auf Stand by laufen.

50 einfache Dinge, die Sie tun können, um die Welt zu retten, und wie Sie dabei Geld sparen“ heißt das Buch von Andreas Schlumberger. Vom teuren und überflüssigen Stand-By-Betrieb bis hin zu ökologisch verträglichen und erschwinglichen Lebensmitteln verrät dieser Ratgeber zahllose Geheimtricks, die Ihnen dabei helfen, Lebensraum und Geldbeutel gleichermaßen zu schonen.


Jokers 11.06.2008, 16.53 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Wuuusch! Kaum da, schon wieder weg!

Wuuusch.jpg

Monika Birth, die Programmchefin, ist auf der Messe immer in Eile. Trotzdem huscht sie heute kurz an unserem Stand vorbei - so schnell, dass das Foto ein bisschen unscharf geworden ist ;-) Die Zeit reicht gerade noch, einen Aufkleber auf die Tasche zu kleben: "Macht unsere Bücher billiger." "Das", sagt Frau Birth, "ist auch ein Botschaft an unsere Lieferanten!" Sie lacht und ist schon wieder unterwegs...

Jokers 14.03.2008, 11.39 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Geschafft!

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Nach acht Stunden fertig mit den Nerven und mit dem Stand: Alles verräumt und etikettiert. Freuen sich auf viele Jokers-Bücherfreunde: Werbeleiter Timm Boßmann, Thomas Odau, Einkaufsbearbeitung, Peter Konietschke, Messeleitung, und Anne Eichmann von der Jokers Textredaktion.

Jokers 12.03.2008, 19.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Standbesetzung trifft ein

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Thomas Odau (Einkaufsbearbeitung) und Anne Eichmann (Texterin) treffen am Messestand ein und müssen gleich kräftig mit anpacken.

Jokers 12.03.2008, 17.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Jokers auf der Buchmesse

Typisch unser Werbeleiter! Lässt keine Gelegenheit aus auf Jokers hinzuweisen. Von unterwegs zur Leipziger Buchmesse schreibt er mir eine Mail:

"Nach den Aufregungen um unsere arme Andrea (eine Kollegin musste wegen des Blinddarms ins Krankenhaus) habe ich jetzt noch schnell ein Blog eigens zum Thema Jokers auf der Leipziger Buchmesse online gebracht. Ich werde versuchen ab Donnerstag stündlich ein neues Foto mit dem Handy hochzuladen und kurz zu kommentieren."

Wir sind gespannt - und schauen euch über die Schulter, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Jokers auf der Buchmesse




Jokers 12.03.2008, 16.31 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Buchclips

Es war nur eine Frage der Zeit. Und in Amerika, wo die Trends gemacht werden, sind sie schon längst üblich: kurze Filme zu Büchern, Werbevideos von ein paar Sekunden, Trailer, wie man so schön sagt. Jetzt verbreiten sie sich auch in Deutschland. Immer mehr Verlage lassen innovative Buchspots produzieren und es gibt auch schon hier und da Buchhandlungen, die sie im Laden laufen lassen, wenn man dem Börsenblatt, Branchenmagazin des Deutschen Buchhandels, glauben darf.

Lübbe, Ullstein, Random House oder Droemer Knaur sollen schon solche Werbeclips für ihre Bücher produziert haben. Und auf Standdisplays laufen sie in Buchhandlungen. Angeblich mit verkaufssteigernden Effekten. Gleich neben den LCD-Displays hat man die beworbenen Bücher aufgebaut und die Kunden griffen gern zu.

Die produzierten Trailer sind vielfältig einsetzbar: im Fernsehen, im Internet und eben am Point of Sale, wie die Buchhandlung in der Marketingsprache auf Neudeutsch genannt wird. Sicher eine interessante neue Werbeform für das Buch, vor allem natürlich im Zeitalter des Internet und seit es dort sogar einen Buchsender wie Buch-TV gibt.

Jokers 12.01.2008, 15.36 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Buchhandelszahlen aus Amerika

USADie Branchenpresse meldet heftige Umsatzrückgänge im amerikanischen Buchmarkt. Um ganze 6 Prozent soll der Umsatz der Buchhandelsunternehmen dort von einem Monat auf den anderen zurückgegangen sein. Alle Monate dieses Jahres zeichnen sich durch Rückgang aus. Im Juni 2006 hatten die US-Buch- händler den letzten Monat mit einer Umsatzentwicklung im positiven Bereich.

Das lässt aufhorchen. Normalerweise kommen amerikanische Entwicklungen in Europa etwas verzögert an. Für die deutschsprachigen Länder gilt schon jetzt, dass die Branche nicht wächst, sich allenfalls stabilisieren kann, aber im Grunde auch heute schon Umsatzverluste hinnehmen muss. Die Buchbranche ist eine schrumpfende Branche. Die Gründe dafür sind vielfältig und jeder hat seine eigenen Erklärungen dafür. Sollte aber die Vermutung zutreffen, dass die Kulturtechnik Lesen von nachwachsenden Generationen nur noch mangelhaft gelernt wird, bedeutet das sicher massive Wohlstandsverluste für Wissens- gesellschaften. Viel wird versucht dagegen zu tun, aber Patentlösungen hat niemand. Und so richtig zieht eigentlich nur Harry Potter. Aber der genügt nicht, Lesen dauerhaft auch in der nachwachsenden Generation attraktiv zu machen.


Jokers 30.06.2007, 07.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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