
Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Stephenie Meyer
Vampir-Regal
Eigentlich habe ich gedacht, das Thema sei durch. Nach der zigsten Auflage Bram Stokers Dracula, nach dem zigsten Teil der „Vampire Chronicles“ von Anne Rice, nach unzähligen Filmen, Comics und Serien schien es mir, als wäre das Thema Vampire endgültig blutleer. Der Besuch meines Lieblings- buchhändlers neulich belehrte mich etwas Besseren. Auf der Suche nach englischsprachigen Heldenepen stieß ich auf ein riesiges Regal namens „Vampire“. Dass Stephenie Meyer mit ihren Teenie-Phantasien insgesamt vier Mal in den Top 25 der Spiegel-Bestseller vertreten ist, war mir zwar bekannt, aber ich habe dem keine Bedeutung beigemessen. Ich hielt es für einen Trend unter Pubertierenden. Doch dieses Regal war voll mit Büchern jeder Art zum Thema Vampire. Von schicken, blutsaugenden Großstadtsingles à la „Sex and the city“ über pseudowissenschaftliche Abhandlungen zu „echten Vampiren“ in Los Angeles bis hin zu schier endlosen Schmachtromanen rund um den Vampir als gefährlichen aber leidenschaftlichen Retter der einsamen Frau.
Wenn es sich um einen extra Thementisch mit einigen Exemplaren gehandelt hätte, gut. Oder meinetwegen auch um eine Fensterauslage, dekoriert in schwarzem Samt, mit Kerzenständern, Totenschädeln und Kreuzen - meinetwegen. Aber gleich ein eigenes Regal? Zwischen „Lebenshilfe“, „Esoterik“ und „Englischen Romanen“ plötzlich auf „Vampire“ zu stoßen, war irgendwie seltsam. Ich meine, wie oft kommt es schon vor, dass Buchläden gleich eine eigene Rubrik eröffnen? Wie sieht es denn dann mit anderen Genres aus? Wenn Vampire das Recht auf eine eigene Abteilung haben, dann hätten doch zum Beispiel auch weiße Ritter, Elfen, Geister, Kobolde und Klabautermänner ein eigenes Regal verdient – oder?
(geschrieben von Matthias Stöbener)
21.02.2009, 10.50 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Man lernt nie aus
Neulich las ich ein Interview von Stephenie Meyer, einer amerikanischen Jugendbuchautorin, die in letzter Zeit immer häufiger in den Bestsellerlisten auftaucht. In dem Interview wurde sie als zweite Joanne K. Rowling gehandelt. Am meisten wunderte mich die Aussage, dass sie nur das Nötigste über ihre Monster weiß. Auf ihre Liebesgeschichte zwischen einem Vampir und einem jungen Mädchen kam sie durch einen Traum. Sie schrieb das Geträumte auf, erdachte noch eine Handlung drum herum – und fertig war ihr Erstlingswerk.
Ihre „Bis(s)“-Reihe („Bis(s) zum Morgengrauen“, 2006, „Bis(s) zur Mittagsstunde“, 2007, „Bis(s) zum Abendrot“, 2008) dreht sich nur um Vampire und verkauft sich wie geschnitten Brot: Immerhin wurden von ihrer Vampir-Reihe bislang weltweit über 5,5 Mio. Exemplare verkauft.
Das Erstaunliche an der Autorin: Meyer bezeichnet sich selbst als „Angsthasen“, verabscheut als Mormonin und dreifache Mutter Gewalt- und Bettszenen und lässt in ihren Büchern so wenig Blut fließen wie möglich. Wie kann das angehen? Wenn ich daran denke, wie viele Autoren sich erst einmal jahrelang in ihre Materie einarbeiten, Bücher wälzen, recherchieren: Nur, um ihren Lesern so authentische Geschichten wie möglich zu erzählen. Anscheinend gibt es auch ein paar seltene Glückspilze, denen ihre Geschichten einfach so „zufliegen“. Beneidenswert.
Ihre „Bis(s)“-Reihe („Bis(s) zum Morgengrauen“, 2006, „Bis(s) zur Mittagsstunde“, 2007, „Bis(s) zum Abendrot“, 2008) dreht sich nur um Vampire und verkauft sich wie geschnitten Brot: Immerhin wurden von ihrer Vampir-Reihe bislang weltweit über 5,5 Mio. Exemplare verkauft.Das Erstaunliche an der Autorin: Meyer bezeichnet sich selbst als „Angsthasen“, verabscheut als Mormonin und dreifache Mutter Gewalt- und Bettszenen und lässt in ihren Büchern so wenig Blut fließen wie möglich. Wie kann das angehen? Wenn ich daran denke, wie viele Autoren sich erst einmal jahrelang in ihre Materie einarbeiten, Bücher wälzen, recherchieren: Nur, um ihren Lesern so authentische Geschichten wie möglich zu erzählen. Anscheinend gibt es auch ein paar seltene Glückspilze, denen ihre Geschichten einfach so „zufliegen“. Beneidenswert.
Stephenie Meyer – Mystery and Suspense im Original
(geschrieben von Matthias Stöbener)
23.07.2008, 14.34 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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