
Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Steppe
Gobi
Kürzlich sah ich mir wieder einmal die „Geschichte vom weinenden Kamel“ auf DVD an. Dieser Film ist einer meiner Lieblingsfilme geworden. Und der Grund, weshalb ich Reiseangebote für die Mongolei studiere. Ich will unbedingt einmal selbst in die Wüste Gobi!Die Wüste Gobi ist eines der faszinierendsten Rätsel unserer Erde. Das fängt schon bei der genauen geographische Zuordnung an, die nicht eineindeutig ist. „Gobi“ meint eigentlich die Landschaftsform der zentralasia- tischen Fels- und Geröllwüsten. Die Gobi umfasst Gebiete Chinas sowie der Mongolei. Früher wurde sie nach dem Chinesischen oft „Shamo“ genannt, Sandwüste. Sie ist die fünftgrößte Wüste der Erde und besteht aus den Teilwüsten Bejschan und Alashan.
Vielleicht sind es ihre unendlichen Weiten, vielleicht auch die kafkaesk anmutenden Satellitenbilder der riesigen Landschaft, warum die Wüste Gobi oft als Vorlage verschiedener Science Fiction-Geschichten gebraucht und im Zusammenhang mit Verschwörungstheorien genannt wurde: Angeblich suchen die Kryptozoologen nach einem unheimlichen Killerwurm, der irgendwo dort leben soll. Der "Mongolian Death Worm", so heißt es, sei über einen Meter lang und habe bereits Menschen und Tiere getötet. Weder Gift noch andere Mittel konnten dem unbekannten Wesen bisher etwas anhaben. Es scheint, als sei die Kreatur immun gegen alle menschlichen Angriffe. Ein Forschungsgebiet für Militärs, meinen die Verschwörungstheoretiker.
Wenn ich in die Mongolei reise, will ich mich keinem Killerwurm gegenüber sehen. Ich glaube so wenig an ihn wie ich daran glaube, dass ich dort tatsächlich einem kleinen Albino-Kamel begegnen werde. Und falls auch Sie Lust auf ein Wüsten-Abenteuer bekommen haben: Bestellen Sie sich einfach die DVD der „Geschichte vom weinenden Kamel“ und genießen Sie an einem verregneten Sommerabend gemütlich die Weiten der Steppe!
15.07.2008, 16.25 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Ein weiser Mann
In diesen Tagen wäre Hermann Hesse 130 Jahre geworden, Grund genug, diesen großen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts zu würdigen. Zumal seine Werke „Narziss und Goldmund“, „Der Steppenwolf“, „Das Glasperlenspiel“ und „Siddhartha“ in einem bestimmten Alter zu meinen absoluten Lieblings- büchern zählten. Geboren wurde Hesse am 2. Juli 1877 in der Württembergischen Stadt Calw als eins von 5 Kindern. Dank seines weltoffenen und intellektuellen Eltern- hauses (Vater und Mutter hatten als Missionare in Indien gearbeitet) ent- wickelte er schon früh eine pazifistische Ader, einen Protest gegen alles Totalitäre und einen starken Individualismus.
Nach einer gescheiterten Buchhändlerlehre und 14 Monaten als Mechanikerlehrling arbeitete er ab 1899 in Basel als Buchhändler und Antiquar.
Mit dem Roman „Peter Camenzind“ gelang Hesse 1903 der Durchbruch als Schriftsteller. 1904 heiratete er die Baseler Fotografin Maria Bernoulli. Mit ihr bekam er insgesamt drei Söhne: Bruno (1905–1999), Hans Heinrich, auch „Heiner“ genannt (1909–2003) und Martin (1911–1968).Nach der Trennung von seiner Frau und drei Kindern siedelte Hesse 1919 allein ins Tessin über. 1924 heiratete er Ruth Wenger, allerdings ging die Ehe drei Jahre später ebenfalls in die Brüche. 1931 heiratete er zum dritten Mal, und zwar Ninon Dolbin.
Als wichtigste Meilensteine seines schriftstellerischen Schaffens gelten 1906 „Unterm Rad“, 1910 „Gertrud“, 1914 „Roßhalde“, 1919 „Demian“, 1920 „Klingsors letzter Sommer“, 1922 „Siddhartha“, 1927 „Der Steppenwolf“, 1930 „Narziss und Goldmund“ und 1943 „Das Glasperlenspiel“.
Hermann Hesse starb am 9. August 1962 an einem Gehirnschlag. Er liegt auf dem Friedhof Sant´Abbondio in Gentilino bei Montagnola begraben.
Sein komplettes Lebenswerk lässt sich als Autobiografie lesen, mit der Hesse den Leser auf einen „Weg nach innen“ führt. Am besten verdeutlicht das sein Gedicht „Stufen“.
Sollte glatt mal wieder etwas von ihm lesen!
13.07.2007, 08.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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