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Tag: Theodor Fontane

Effi Briest

Ich gehe gerne ins Kino, wie Sie ja vielleicht schon wissen. Besonders gerne aber schaue ich mir Literaturverfilmungen an. Seit einigen Jahren dürfen wir uns über richtig große Literatur auf den Leinwänden freuen. „Stolz und Vorurteil“ und „Die Buddenbrooks“ sind nur die letzten Beispiele für gelungene Literaturverfilmungen, wie ich finde.

Und jetzt kommt „Effi Briest“! Es soll eine moderne Adaption des Klassikers von Theodor Fontane sein, die auch junges Publikum begeistert, heißt es. Und was bei Fontane noch sein tragisches Ende findet (es waren Zeiten, in denen die aufgesetzte Moral einfach über jede Art von romantischen Gefühlen siegen musste), geht 2009 im Kino besser aus. Obwohl ich denke, dass es ein begnadeter Autor wie Theodor Fontane gar nicht nötig hat, auf „modern“ getrimmt zu werden. Seine Werke unterhalten trotz, oder vielleicht gerade wegen ihres eigentümlichen Stils auf wunderbare Weise:

Frühling

Nun ist er endlich kommen doch
In grünem Knospenschuh;
"Er kam, er kam ja immer noch"
Die Bäume nicken sich's zu.

Sie konnten ihn all erwarten kaum,
Nun treiben sie Schuss auf Schuss;
Im Garten der alte Apfelbaum,
Er sträubt sich, aber er muss.

Wohl zögert auch das alte Herz
Und atmet noch nicht frei,
Es bangt und sorgt; "Es ist erst März,
Und März ist noch nicht Mai."

O schüttle ab den schweren Traum
Und die lange Winterruh:
Es wagt es der alte Apfelbaum,
Herze, wag's auch du.

Ja, es klingt wundersam altertümlich, zugegeben. Das „Frühlingsgedicht“ ist sprachlich heute sicher nicht „cool“. Und doch: Zu seiner Zeit war „Frühling“ eines der trendigsten Gedichte überhaupt. Immerhin lebte Theodor Fontane mitten im 19. Jahrhundert (1819-1898)!

Wer ein wenig stöbern will, hier haben wir allerhand von dem deutschen Dichter zusammengestellt.


(geschrieben von Matthias Stöbener)

27.02.2009, 10.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Theodor Fontane

FontaneEin Bekannter feiert letztens seinen Ausstand - lange Jahre war er seiner Firma treu, doch nun zog es ihn zu anderen Ufern. Natürlich gab´s zu seinem Abschied ein kleines Fest. Und auch eine Chef-Rede.

Mein Bekannter erzählte mir, dass der Chef aufstand, sich räusperte und dann folgendes sagte: „Abschiedsworte müssen kurz wie eine Liebeserklärung sein, sagte schon Theodor Fontane. Wir wünschen dir alles Gute für deine Zukunft und bedanken uns für die wunderbare Zusammenarbeit.“ Sprach´s und setzte sich wieder.

Alle waren verblüfft: So kurz und treffend hatte der Chef noch nie gesprochen. Und das noch mit einem Fontane-Zitat! Grund, mal wieder in meiner Fontane-Ausgabe zu blättern. Dort fand ich auch folgendes schöne Gedicht mit der Überschrift „Die Frage bleibt“:
"Halte dich still, halte dich stumm,
Nur nicht fragen, warum? warum?

Nur nicht bittere Fragen tauschen,
Antwort ist doch nur wie Meeresrauschen.

Wie´s dich auch aufzuhorchen treibt,
Das Dunkel, das Rätsel, die Frage bleibt."

Dieses Gedicht eignet sich sicher auch für manche Rede. Ich wollte es mit Ihnen als Blog-LeserInnen teilen.

Wer sich weiter für Fontane interessiert, ist hier gut bedient:


24.05.2007, 07.14 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

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Hallo, vielen Dank für den Buchtipp! Das Buch
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Obwohl Polit-Thriller nicht so ganz mein Genr
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Schüssler Salze abnehmen:
Toll, das ist endlich mal ein gut geschrieben
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E.Rasmus:
Ach ja, "die Rettung der Welt". Oder ist es n
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