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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Tod

Bibliophiles 2012: Literarische Jubiläen im Überblick

Wie jedes Jahr feierte ich auch dieses Jahr Silvester im Freundeskreis. Und wie immer verbrachten wir den Abend bis zum Jahreswechsel damit, nicht nur auf das vergangene Jahr zurückzublicken, sondern konzentrierten uns auf das, was uns im neuen Jahr erwartet. Insbesondere für uns Bücherliebhaber wird 2012 ein ereignisreiches Literaturjahr. Ein rundes Jubiläum reiht sich an das andere. Ich habe Ihnen einen kleinen, nicht vollständigen Überblick wichtiger Literaturjahrestage - vielleicht möchten Sie ergänzen, welche Jahrestage großer Autoren, die hier nicht erwähnt sind, Ihnen wichtig sind.


Es geschieht wohl nicht oft, dass Wilhelm Busch und Novalis nacheinander genannt werden, doch vereint die beiden unterschiedlichen Schriftsteller, dass sie beide dieses Jahr einen runden Geburtstag feiern würden. Auch so große Namen wie Tolkien, Karl May, Douglas Adams oder José Saramago finden sich unter den Jubilaren, Karl May hat es 2012 sogar auf beide Seiten der Listen geschafft: Er hätte im Februar seinen 170. Geburtstag begangen, im März gedenken wir seines 100. Todestages.


Runde Geburtstage:


Du Fu 1300. Geburtstag


Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen 390. Geburtstag


J. R. R. Tolkien 120. Geburtstag am 3.1.


Umberto Eco 80. Geburtstag am 5.1.


Franz Fühmann 90. Geburtstag am 15.1.


Molière 390. Geburtstag am 15.1.


Virginia Woolf  130. Geburtstag am 25.1.


Lewis Carroll 180. Geburtstag am 27.1.


James Joyce 130. Geburtstag am 2.2.


Georg Trakl 125. Geburtstag am 3.2.


Charles Dickens 200. Geburtstag am 7.2.


Alexander Kluge 80. Geburtstag am 14.2.


Karl May 170. Geburtstag am 25.2.


Victor Hugo 210. Geburtstag am 26.2.


John Steinbeck 110. Geburtstag am 27.2.


John Irving 70. Geburtstag am 2.3.


Douglas Adams 60. Geburtstag am 11.3.


Wilhelm Busch 180. Geburtstag am 15.4.


Novalis 240. Geburtstag am 2.5.


Arthur Schnitzler 150. Geburtstag am 15.5.


Kurt Schwitters 125. Geburtstag am 20.6.


Ambrose Bierce 170. Geburtstag am 24.6.


Georg Christoph Lichtenberg 270. Geburtstag am 1.7.


Walter Benjamin 120. Geburtstag am 15.7.


Isabel Allende 70. Geburtstag am 2.8.


Günter Wallraff 70. Geburtstag am 11.10.


Georg Heym 125. Geburtstag am 30.10.


Arnold Zweig 125. Geburtstag am 10.11.


Gerhart Hauptmann 150. Geburtstag am 15.11.


José Saramago 90. Geburtstag am 16.11.


Bjrnstjerne Bjrnson 180. Geburtstag am 8.12.


Robert Gernhardt 75. Geburtstag am 13.12.


Ingo Schulze 50. Geburtstag am 15.12.



Runde Todestage:


Georg Heym 100. Todestag am 16.1.


Franz Grillparzer 140. Todestag am 21.1.


Astrid Lindgren 10. Todestag am 28.1.


Alexander Puschkin 175. Todestag am 10.2.


Edgar Wallace 80. Todestag am 10.2.


Georg Büchner 175. Todestag am 19.2.


Stefan Zweig 70. Todestag am 23.2.


Nikolai Gogol 160. Todestag am 4.3.


Johann Wolfgang von Goethe 180. Todestag am 22.3.


Stendhal 170. Todestag am 23.3.


Walt Whitman 120. Todestag am 26.3.


Karl May  100. Todestag am 30.3.


Robert Musil 70. Todestag am 15.4.


Bram Stoker 100. Todestag am 20.4.


Ralph Waldo Emerson 130. Todestag am 27.4.


Henry David Thoreau 150. Todestag am 6.5.


Peter Weiss 30. Todestag am 10.5.


August Strindberg 100. Todestag am 14.5.


Johann Nepomuk Nestroy 150. Todestag am 25.5.


J. M. R. Lenz 220. Todestag am 4.6.


E. T. A. Hoffmann 190. Todestag am 25.6.


William Faulkner 50. Todestag am 6.7.


Kenneth Grahame 80. Todestag am 6.7.


Clemens Brentano 170. Todestag am 28.7.


Waldemar Bonsels 60. Todestag am 31.7.


Hermann Hesse 50. Todestag am 9.8.


Tania Blixen 50. Todestag am 7.9.


Walter Scott 180. Todestag am 21.9.


Emile Zola 110. Todestag am 29.9.


Géza Gárdonyi 90. Todestag am 30.10.


Ezra Pound 40. Todestag am 11.11.


Ludwig Uhland 150. Todestag am 13.11.


Paul Éluard 60. Todestag am 18.11.


Marcel Proust 90. Todestag am 18.11.


Günter Eich 40. Todestag am 20.12.


Louis Aragon 30. Todestag am 24.12.



26.01.2012, 08.39 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Wie möchte ich gehen?

Tod.jpg»Ich möchte einmal friedlich im Schlaf sterben, wie mein Großvater. Nicht panisch schreiend wie sein Beifahrer.« Auch wenn sich mein Humor etwas geändert hat, musste ich erst wieder an meinen Lieblingswitz von früher denken, als ich im Buchshop zufällig über »Wie wir sterben ein Ende in Würde« stolperte. Sherwin B. Nuland entmystifiziert darin den letzten Gang, den jeder einmal gehen muss. Mit klinischem Blick beschreibt er, wie Patienten heute an den häufigsten Todesarten, also Krebs, Herzinfarkt, AIDS oder Verkehrsunfällen sterben. Am schlimmsten fand ich allerdings, dass dieses Werk dem Leser so gänzlich jede Illusion raubt, ein würdevoller Tod, wie ihn sich heute fast jeder wünscht, wäre etwas Normales. Leider ist genau das Gegenteil der Fall, so Nulands Fazit.


Zwar verdanken wir heute TV-Serien wie »CSI«, »Bones« oder »Dexter«, dass der Tod zur besten Sendezeit von all seinen hässlichen Seiten gezeigt wird. Jenseits unserer Wohnzimmer werden Krankheit und Endlichkeit heute aber, wie Thomas Macho in »Die neue Sichtbarkeit des Todes« erklärt, in Krankenhäuser, Hospizen und Schlachtereien an den Blickrand der Öffentlichkeit verbannt. Doch in TV-Sendungen, Computerspielen, Büchern und Songtexten kehrt das verdrängte Thema zurück ins Bewusstsein.


Ein ungesunder Weg. Hatte der bewusste Abschied vom Leben, wie ihn etwa Familien früher zelebrierten, doch seinen Sinn. Man konnte Abschied nehmen, sich auf ein mögliches jenseitiges Leben vorbereiten, Bilanz ziehen. Ohne all das könnte eine empfindsame Natur sogar die Gefahr fürchten, wie ein Poltergeist zwischen den Welten zu irrlichtern. Das mag für manchen Leser weit her geholt und fast schon zu mystisch klingen. Doch irgendwie finde ich, werden sich unsere Vorfahren mit ihren Totenkulten schon irgendetwas gedacht haben.


Bücher von Jokers zum Thema Sterben


Bild: Kreuz © ANDREAS MÄSING/www.pixelio.de




09.05.2011, 10.12 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Deutsch brachte Twain zum Schwitzen

Wenn Sie wissen, wer Samuel Langhorne Clemens ist, können Sie sich gleich bei »Wer wird Millionär« anmelden. Dass sich hinter diesem Namen der weltberühmte Autor Mark Twain verbirgt, weiß wirklich nicht jeder.

Dieser Tage ist der 100. Todestag des amerikanischen Schriftstellers, der mit seinen Geschichten über Tom Sawyer und Huckleberry Finn aus keinem Kinderzimmer-Buchregal wegzudenken ist.

Beckwith_Twain.jpgWas für die Mädchen Pippi Langstrumpf ist, sind für die Jungs die beiden kleinen Abenteurer vom Mississippi: frech, wild und ganz weit weg von jeglicher Autoritätshörigkeit Kinder müssen sie einfach lieben! Weniger bekannt ist, dass der Amerikaner Mark Twain als ruheloser Weltenbummler in seinem Leben viel in Europa unterwegs war und darüber den faszinierenden und humorvollen Bericht »Bummel durch Europa« verfasst hat. Auf mehreren Reisen entdeckte er die »Alte Welt« und hielt sich auch lange in Deutschland auf. Besonders gut gefielen ihm Heidelberg und Berlin, wo er jeweils einige Monate verbrachte.

Twain versuchte sogar sehr eifrig Deutsch zu lernen mit bescheidenem Erfolg, wie er selbst glaubte. Denn die deutsche Sprache habe so viele Fallstricke, dass ein Ausländer niemals in der Lage sein werde, eine deutsche Zeitung zu lesen und zu verstehen. »Die schreckliche deutsche Sprache« heißt daher auch das Buch, in dem er sich mit dem Deutschen und seinen Absonderlichkeiten befasst.

Für uns Muttersprachler ein großes Vergnügen, wenn der Amerikaner sich etwa über die typische Teilung von Verben auslässt, die der Deutsche so schön in seinen Sätzen versteckt, dass der Deutschlernende sie nur mit größter Konzentration finden und zu einem sinnvollen Ganzen zusammenfügen kann. So von außen betrachtet wirkt unsere Sprache wirklich höchst kompliziert ... Allein die zusammengesetzten Wörter wie »Wiederherstellungsbestrebungen« lassen Twain ins Schwitzen geraten und bei den verschiedenen Endungen der Fälle ist dann schließlich der Ofen aus. Und zwar so sehr, dass er für die Abschaffung des Dativs plädiert Bastian Sick, bitte weghören! Aber Mark Twain gibt freimütig zu, dass das Deutsche für die Bereiche Natur, Zuhause und Gemütlichkeit besonders schöne Worte bereithält und richtig gut klingt. Na, immerhin!

Tipp: Mark Twain bei Jokers

Bild: Gemälde von James Carroll Beckwith, gemeinfrei

15.04.2010, 16.17 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Her mit Beckett

Die Chemie des TodesAlles begann damit, dass ich aus reiner Neugier den Klappentext zu Simon Becketts „Obsession“ las. Die Geschichte eines jungen Mannes, der von heute auf morgen die Verantwortung für ein autistisches Kind übernimmt und dabei in große Konflikte mit dessen leiblichem Vater gerät, interessierte mich sofort. Becketts Kunst den Spannungsbogen leise, aber unwiderstehlich zu steigern, tat ihr übriges. Schließlich konnte ich nicht anders, als mir gleich das nächste Buch dieses wunderbaren Autors zu kaufen: „Die Chemie des Todes“.

Die Geschichte rund um den forensischen Anthropologen David Hunter erinnerte mich zwar sehr an Kathy Reichs Figur Temperance Brennan. Doch die anfängliche Skepsis verflog schnell, als mich auch dieses Mal die spannende Handlung von der ersten Seite an in ihren Bann zog.

Selbst die teilweise sehr unappetitlichen Beschreibungen der vielen verschiedenen Leichen konnte mich nicht schrecken. Vergangenen Urlaub habe ich dann Becketts neuestes Werk „Leichenblässe“ verschlungen und warte seitdem ungeduldig auf eine Fortsetzung.

Um meinen Hunger nach Thrillern zu stillen, greife ich jetzt auch zu anderem „Stoff“. Eben erst habe ich mir „Illuminati“ von Dan Brown gekauft. Der „Da Vinci Code“ liegt auch schon im Regal bereit. Ach ja, und in wenigen Tagen erscheint ja auch Dan Browns neuestes Werk, „Das verlorene Symbol“ …


(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

21.10.2009, 08.14 | (0/0) Kommentare | TB | PL

150 Jahre und kein bisschen alt

Sherlock HolmesSherlock Holmes, die berühmteste Figur von Arthur Ignatius Conan Doyle. Welcher Zufall genau dem gewieften Detektiv Geburtshilfe verlieh, ist un- gewiss. Der Schotte Conan Doyle war ursprünglich Arzt, veröffentlichte aber schon in seinem 28. Lebensjahr seine erste Geschichte von Holmes und Watson.  

Doch Doyle, der später einen seiner Vornamen (Conan) zu seinem Nach- namen umfunktionierte, schrieb bei weitem nicht nur bürgerliche Kriminal- geschichten. Nach seiner Rückkehr aus dem Burenkrieg beschäftigte er sich beispielsweise in „The Great Boor War“ mit dem südafrikanischen Geschehen.

Auch Schicksalsschläge hatte der begnadete Autor zu verkraften. So fiel z. B. sein Sohn im 1. Weltkrieg.

Zum 150. Todestag des schottischen Talents haben wir eine Reihe seiner Werke ins Programm genommen: Stöbern Sie einfach mal in unserem Angebot.

Das Leben des Arthur I. C. Doyle

1859: 22. Mai. Arthur Ignatius Conan Doyle wird als Sohn eines Beamten im schottischen Edinburgh geboren.

1882: Nach Abschluss des Medizinstudiums in Edinburgh praktiziert Doyle als Arzt in Southsea.

1887: In der Erzählung "A Study in Scarlet" taucht zum ersten Mal die Figur des Detektivs Sherlock Holmes auf.

1890: Tätigkeit als Schiffsarzt.

ab 1891: Doyle arbeitet als frei schaffender Schriftsteller. Er publiziert regelmäßig kurze Abenteuer seines Helden Sherlock Holmes im "Strand Magazine". Doyle gilt deshalb als Begründer des modernen Kriminalromans. Watson, der Assistent, wird zur Identifikationsfigur für das Lese-Publikum. Ebenfalls 1891 erscheint der erste Sammelband "The Adventures of Sherlock Holmes: mit durchschlagendem Erfolg.

1893: Doyle wollte den Meisterdetektiv nach dem Erscheinen des zweiten Sammelbands "The Memoirs of Sherlock Holmes" sterben lassen, gab aber dem Druck von Verleger und dem Leserwunsch nach mehr Crime-Stories mit Holmes nach: So folgen auf die ersten zwei Sammelbände mit "The Return of Sherlock Holmes" (1903/04) und "The Case Book of Sherlock Holmes" (1927) noch zwei weitere.

um 1896: Doyle, politisch konservativ eingestellt, nimmt als Arzt freiwillig am Burenkrieg teil.

1900: Nach seiner Rückkehr veröffentlicht er die Schrift "The Great Boor War" ("Der Krieg in Südafrika").

1901/02: Die Erzählung "The Hound of the Baskervilles" erscheint.

1902: Doyle wird wegen seiner Verdienste im Burenkrieg geadelt.

um 1918: Doyle wird Mystiker und Spiritualist, eventuell als Reaktion auf den Tod seines Sohns im Ersten Weltkrieg.

1930: 7. Juli. Arthur Conan Doyle stirbt in Crowborough (Sussex).

ab 1959: Die Geschichten von Sherlock Holmes werden in deutscher Fassung in Form der Sammelbände "Sherlock Holmes Abenteuer" (1959), "Sherlock Holmes Methoden" (1964), "Sherlock Holmes Rückkehr" (1964) und "Sherlock Holmes Abschied" herausgegeben.

Sherlock Holmes bei Jokers


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

13.06.2009, 23.33 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Haydn-Jahr

Die meisten bei Jokers sind schon in Sommerstimmung, und doch merkt man an den nächtlichen Temperaturen, dass immer noch Frühjahr ist. Immer, wenn die Jahreszeiten wechseln, kommt mir das wunderbare Gedicht „The Seasons“ von James Thomson in den Sinn, der von 1726 – 1730 lebte. Hier ein Auszug:

“Wide o’er the brim, with many a torrent swelled,
And the mixed ruin of its banks o’erspread,
At last the roused-up river pours along:
Resistless, roaring, dreadful, down it comes,
From the rude mountain and the mossy wild,
Tumbling through rocks abrupt, and sounding far;
Then o’er the sanded valley floating spreads,
Calm, sluggish, silent; till again, constrained
Between two meeting hills, it bursts a way
Where rocks and woods o’erhang the turbid stream”

Die JahreszeitenKlingen diese Zeilen nicht wie ein verlockendes Versprechen? Besingen diese Verse nicht die Schönheit unserer Welt?

Was wenige wissen: Genau dieses Gedicht inspirierte den großen Kom- ponisten Joseph Haydn zu seinem Oratorium „Die Jahreszeiten“. 2009 ehrt Österreich den unvergleichlichen Kom- ponisten zu seinem 200. Todestag mit einem „Haydn-Jahr“. Zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen vor allem in und um Wien gedenken seiner.

Bei Jokers finden Sie jetzt viele Musik-CDS mit den schönsten und wichtigsten Werken von Haydn: Auch „Die Jahreszeiten“ sind dabei!


(geschrieben von Matthias Stöbener)

19.05.2009, 14.14 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Kleistjahr 2011

Kleist für EiligeWir haben noch nicht mal 2010, und doch laufen die Vorbereitungen für das Kleist-Jahr 2011 bereits auf Hoch- touren: Wie die Nachrichtenagentur ddp mitteilte, gab der Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder), Martin Patzelt (CDU), bekannt, dass die Eröffnungs- veranstaltung zu dem großen Jubi- läumsjahr in Frankfurt stattfinden wird, die Abschlussveranstaltung in Berlin. „Die großen Veranstaltungen, die in Deutschland laufen sollen, sind mit der Kleist-Gesellschaft sowie der Landes- und Bundesregierung abgestimmt, und insofern kann man als gesetzt ansehen, dass die Eröffnungsveranstaltung in Frankfurt (Oder) stattfindet und die Abschlussveranstaltung in Berlin“, sagte er wörtlich. „Der Auftakt des Jubiläumsjahres soll in die Musikfesttage an der Oder im März 2011 eingebunden werden, schon um die Sprachbarriere zu überwinden“, teilte er weiterhin mit. Man rechnet also mit vielen ausländischen Gästen.

Ich habe es nicht gewusst: Frankfurt an der Oder ist die Geburtsstadt des im Oktober 1777 geborenen Heinrich von Kleist. Am 21. November 1811 starb er bei Berlin am Kleinen Wannsee. Somit jährt sich 2011 sein Todesjahr zum 200. Mal. Der noch nicht einmal 40 Jahre alte junge Mann starb keines natürlichen Todes. Er beging Selbstmord. Er hinterließ einen umfangreichen literarischen Nachlass. Mit am bekanntesten dürften „Der zerbrochene Krug“ sowie „Die Marquise von O...“ sein. Wir von Jokers haben nun ein besonders empfehlenswertes Übersichtswerk im Angebot: „Kleist für Eilige“. Es liefert nicht nur die wichtigsten Informationen über das Leben und Schaffen des Autors, sondern macht, meine ich, richtig Lust darauf, Kleist in voller Länge zu genießen.


(geschrieben von Matthias Stöbener)

13.05.2009, 09.56 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Eine ungewohnte Sicht der Dinge

Eine völlig neue Perspektive eröffnete mir neulich ein Geschenk meiner Schwägerin. Sie hatte mir zu Weihnachten „Die Bücherdiebin“ von Markus Zusak geschenkt, ein Buch, das lange auf seinen Einsatz warten musste. Meine Schwägerin hatte gemeint: „Du wirst es lieben!“ Uns so schlug ich das 580-Seiten-Werk dieser Tage auf und stand ab der ersten Seite in seinem Bann.

Ich bin nach Kräften bemüht, dieser ganzen Angelegenheit eine fröhliche Seite zu verleihen, aber die meisten Menschen haben einen tief sitzenden Widerwillen, der es ihnen unmöglich macht, mir zu glauben, so sehr ich auch versuche, sie davon zu überzeugen. Bitte glaubt mir: Ich kann wirklich fröhlich sein.“ So lässt sich der Tod in dem Buch vernehmen. Dennoch ist „Die Bücherdiebin“ alles andere als düster, sondern richtig amüsant, wie ich finde.

Das Buch beginnt im Jahr 1939, als Liesel Meminger gerade mal neun Jahre alt ist. Der Tod begegnet dem Mädchen zum ersten Mal, als Liesels kleiner Bruder stirbt. Seit dem ersten Anblick ist er von ihr fasziniert. Er begleitet ihren schweren Lebensweg durch die Nazizeit und beobachtet dabei immer wieder, wie Liesel ihre Liebe zu Büchern lebt. Aus Mangel an Geld stiehlt das Mädchen Bücher, wo sie sie findet. Der Tod begleitet Liesel staunend und mit viel Liebe zu den Wirrungen des Lebens bis zu ihrem Ende im hohen Alter und spricht sie schließlich auf ihre eigene Autobiographie an.

Dank der Leichtigkeit seiner Worte, der bildhaften Sprache und der augenzwinkernden Ironie Zusaks schmelzen die Seiten der „Bücherdiebin“ beim Lesen schnell dahin. Empfehlenswert!

(geschrieben von Matthias Stöbener)

21.04.2009, 17.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Gobi

Die Wüste GobiKürzlich sah ich mir wieder einmal die „Geschichte vom weinenden Kamel“ auf DVD an. Dieser Film ist einer meiner Lieblingsfilme geworden. Und der Grund, weshalb ich Reiseangebote für die Mongolei studiere. Ich will unbedingt einmal selbst in die Wüste Gobi!

Die Wüste Gobi ist eines der faszinierendsten Rätsel unserer Erde. Das fängt schon bei der genauen geographische Zuordnung an, die nicht eineindeutig ist. „Gobi“ meint eigentlich die Landschaftsform der zentralasia- tischen Fels- und Geröllwüsten. Die Gobi umfasst Gebiete Chinas sowie der Mongolei. Früher wurde sie nach dem Chinesischen oft „Shamo“ genannt, Sandwüste. Sie ist die fünftgrößte Wüste der Erde und besteht aus den Teilwüsten Bejschan und Alashan.

Vielleicht sind es ihre unendlichen Weiten, vielleicht auch die kafkaesk anmutenden Satellitenbilder der riesigen Landschaft, warum die Wüste Gobi oft als Vorlage verschiedener Science Fiction-Geschichten gebraucht und im Zusammenhang mit Verschwörungstheorien genannt wurde: Angeblich suchen die Kryptozoologen nach einem unheimlichen Killerwurm, der irgendwo dort leben soll. Der "Mongolian Death Worm", so heißt es, sei über einen Meter lang und habe bereits Menschen und Tiere getötet. Weder Gift noch andere Mittel konnten dem unbekannten Wesen bisher etwas anhaben. Es scheint, als sei die Kreatur immun gegen alle menschlichen Angriffe. Ein Forschungsgebiet für Militärs, meinen die Verschwörungstheoretiker.

Wenn ich in die Mongolei reise, will ich mich keinem Killerwurm gegenüber sehen. Ich glaube so wenig an ihn wie ich daran glaube, dass ich dort tatsächlich einem kleinen Albino-Kamel begegnen werde. Und falls auch Sie Lust auf ein Wüsten-Abenteuer bekommen haben: Bestellen Sie sich einfach die DVD der „Geschichte vom weinenden Kamel“ und genießen Sie an einem verregneten Sommerabend gemütlich die Weiten der Steppe!

(geschrieben von Matthias Stöbener)


15.07.2008, 16.25 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Das große Sterben im Frühjahr

Das Leben danachViele Statistiken zeigen, dass der Frühling für alte und kranke Menschen eine sehr belastende Jahreszeit ist. Wider Erwarten sterben im Frühjahr mehr Menschen als im Winter. Was so kühl und nüchtern klingt, ist doch jedes Mal ein bewegendes Schicksal: Ein Leben ging zu Ende, es bleiben Menschen zurück, die trauern, die hoffen, die glauben.

Viele Religionen versprechen uns ein Leben nach dem Tod, manche behaupten, dass das Leben erst mit dem Tod wahrhaft beginnt. Leider kann uns die Wissenschaft hier nicht weiterhelfen, schlussendlich bleibt jede Überzeugung dieser Art auf Glauben reduziert.

Das Werk von Bernard Jakoby beschäftigt sich genau mit dieser Thematik. In „Das Leben danach“ stellt er Ergebnisse der Sterbeforschung vor, die augenscheinlich belegen, dass es tatsächlich ein Leben nach dem Tod gibt. Um zu dieser Ansicht zu gelangen, wurden zahlreiche Nahtod-Erlebnisse und Ereignisse aus Rückführungs- therapien ausgewertet und miteinander verglichen.

Ob die Resultate wirklich einem logischen Auge standhalten, mag ich nicht beurteilen – sicher ist aber, dass der Glaube an ein Leben danach, egal, wie es aussieht, Hoffnung gibt und Trauer lindert.


21.03.2008, 16.21 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Bianka Schmidtlein:
Tatsächlich. Auf jokers.de führt die Sucheing
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Ute Berger:
es ist wirklich schlimm was mit den Handys un
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Gabi Bergermann:
Auweia. Jorges Verhalten erinnert schon sehr
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Anne-Marie Kollmannsberger:
Anti-BILD-Mail-Aktion:Hier klicken
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Gabi Bergermann:
Soso, man ist ein paar Wochen in Mittelamerik
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