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Tag: Vogelstimmen
Alle Vöglein sind schon da
Singen ist Männersache, zumindest bei den Vögeln. Bei den Piepmätzen haben die Männchen nicht nur das prächtigere Gefieder, sondern auch die schöneren Stimmen und das umfangreichere Gesangesrepertoire. Der Grund des hübschen Geträllers ist handfest und hat mit Freude am Musizieren nichts zu tun. Der Vogelmann will beeindrucken: seine Konkurrenten und die Weibchen. Ersteren signalisiert der Gesang: Dieses Revier ist besetzt; keine Chance, hier wohne ich! Letztere sollen angelockt werden.
Besonders toll treiben es die Gefiederten zur Paarungszeit im Frühjahr. Da wird tirilliert, was die Kehle hergibt. Im April und Mai liefern sich unsere heimischen Vögel einen wahren Sängerwettstreit und das über mehrere Stunden am Tag, bevorzugt in den Abend- oder Morgenstunden. Dann nämlich ist es nicht nur stiller auf der Welt, die Luft ist außerdem feucht und die Töne breiten sich besser aus, haben Vogelexperten herausgefunden.
Die Arien werden nach einem festen Zeitplan geschmettert, wobei jede Vogelart ihre festen Anfangszeiten hat. Morgens startet etwa der Haus- und Gartenrotschwanz bereits eineinhalb Stunden vor Sonnenaufgang, gefolgt von der Singdrossel, dem Zaunkönig, der Blaumeise Zu den Langschläfern zählen die Spatzen. Sie schaffen es gerade mal eine Viertelstunde vor Tagesanbruch, ihre Stimmen zu erheben. Im Sommer, wenn die Mauser einsetzt und das Gefieder erneuert wird, verstummen die Gesänge. Die Kraft wird nunzur »Rundumerneuerung« gebraucht.
Jetzt ist also die richtige Zeit, um den begabten Sängern im Garten zu lauschen. Und für die vogelgesangfreie Zeit sei diese CD mit den schönsten Vogelstimmen empfohlen:
CD "Vogelstimmenmusik" bei Jokers
Dazu allerlei Wissenswerte rund um unsere gefiederten Freunde:
Buch "Der große National Geographic Photoguide Vogelfotografie"
bei Jokers
Geschrieben von Petra Anne-Marie Kollmannsberger
Bild: Zaunkönig © RE.KO./www.pixelio.de
26.05.2011, 09.50 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Es piepst im Haus
Durch meine Wohnung hallt seit neuestem fröhliches Vogelgezwitscher. Nein, nicht wegen den Frühlingswochen. Ich höre bzw. lese ein neues Buch über Vogelstimmen mit CD! Ich hatte schon immer große Freude am mannigfaltigen Piepen und Tirilieren vor meinem Fenster. Naja, bislang konnte ich zwar eine Amsel von einer Nebelkrähe unterscheiden, aber oft nicht wirklich genauer bestimmen, was da so alles an Federvieh am Meisenknödel baumelte. Auch schallte mir bei Waldspaziergängen so manches Mysterium aus den Wipfeln entgegen, das ich nur allzu gern gelöst hätte. Jetzt meine ich langsam hinter die Vogelsprache zu hören und glaube zielsicher Feldschwirl, Gartengrasmücke und Gartenbaumläufer schon beim ersten Piep voneinander unterscheiden zu können.
Meine Frau begegnet meiner neuen Begeisterung für Vogelstimmen mit Skepsis. Sie befürchte, gestand sie mir neulich, ich würde schon bald mit einem Richtmikrophon im Gebüsch hocken und Vögel belauern. Die Sorge kann ich ihr getrost nehmen. Das Buch und die CD reichen mir völlig aus. Die kann man nämlich auch zu Hause genießen. Und ein Sofa ist mir immer noch lieber als ein Platz im Gebüsch oder auf einem Hochsitz.
11.04.2008, 23.36 | (0/0) Kommentare | TB | PL



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