Jokers Blog Deutschland

Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Weihnachten

Es weihnachtet

Vor Kurzem hatten wir 39 Grad: Der Sommer war zwar denkbar kurz, aber dafür mehr als heiß. Umso härter traf mich der plötzliche Temperatursturz um 25 Grad von einem Tag auf den anderen aber noch viel schlimmer war es, als meine Nichte mich dann wenige Tage später besuchte und mir ein Päckchen Lebkuchen mitbrachte. LEBKUCHEN!


Zuerst dachte ich, sie hätte die Packung noch von letztem Jahr übrig und beim Aufräumen zufällig wiederentdeckt, aber nein. Sie hatte im Supermarkt das neu aufgebaute Adventsregal entdeckt. Beginnt der Advent jetzt im September, wunderte ich mich.


Wenn man Evelyn Sanders, die 1934 in Berlin geborene Schriftstellerin, fragte, würde die Antwort sicher »Ja!« lauten: Zumindest heißt ihr Hörbuch, auf dem ihre überraschenden und witzigen Geschichten gekonnt vertont sind, »Advent fängt im September an«.


Inzwischen gibt es sogar eine offizielle Fan-Seite auf Facebook, die offiziell von Evelyn Sanders genehmigt ist! Dort sind neben Diskussionsbeiträgen etc. auch alltägliche Informationen zu finden, wie z.B., dass Fr. Sanders eben von ihrer Ägyptenreise zurück ist und nun weiter an ihrem neuen Buch arbeitet.

Advent_September.jpgDoch was macht die Autorin so bemerkenswert? Was hat eine »normale« Journalistin (mal von fünf Kindern abgesehen), was Andere nicht haben, was ist der Grund, dass sie so bekannt und beliebt ist? Immer wieder wird ihre besondere Fähigkeit, »den Alltag auf die Schippe zu nehmen« zitiert und, so banal es klingt, ich glaube, genau das trifft den Nagel auf den Kopf. Ihre Bücher wirken so, als ob sie aus einer Laune heraus entstanden sind, sind nie gekünstelt oder auf ein breites Publikum ausgerichtet, sie wirken alle so, wie auch ihr erstes Werk entstanden ist: zufällig. Denn ihr erster Erfolg entstand aus einem Fotoalbum, das sie, mit kleinen Texten versehen, ihrem Sohn zum Geburtstag schenkte. Und wahrscheinlich sind alle ihre Folgewerke eben weil sie nie gewollt, nie erzwungen wirken, so voller Humor, voller Spontaneität, voller Leben. Ihre Bücher wirken wie ein erfrischender Platzregen im Hochsommer.


Die zwei CDs des Hörbuchs »Advent fängt im September an« erzählen mit einer Spieldauer von mehr als zwei Stunden heitere Alltagsanekdoten zur »stillen Zeit«. Für Fans von Evelyn Sanders ein Muss, für alle, die sie noch nicht kennen, die beste Gelegenheit, sie lieben zu lernen!


Hörbuch »Advent fängt im September an« bei Jokers



16.09.2011, 15.40 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Schenken à la Tante Frieda

WeihnachtenBeim Entrümpeln eines meiner Bücherregale fand ich neulich einen echten Schatz. Zwischen dicken Bildbänden über Inneneinrichtung eingeklemmt entdeckte ich eine Sammlung alter Weihnachtslieder und –Texte, die ich vor langer Zeit bei der Wohnungsauflösung meiner Oma gefunden hatte. Damals schob ich sie erst einmal ins Regal und vergaß sie dann. Bis jetzt.

Vor dem Hintergrund der derzeitigen Wirtschaftskrise erstrahlt dieser Schatz noch einmal so hell. Denn die insgesamt 40 Seiten mit dem Titel „Viele shöne (sic) Weihnachtslieder – aufgeschrieben für Männlein und die Mama von Tante Frida“ zeigen, wie man auch mit wenig Geld, aber viel Liebe ein schönes Geschenk bereitet. Im Jahr 1923, zu einer Zeit, in der man in Deutschland für ein Kilogramm Brot rund 233 Mrd. Reichsmark zahlte, hatte „Tante Frida“ meinem Opa ein wertvolles Geschenk bereitet, ohne große Ausgaben.

Ich wusste gar nicht, welche Künstler ich in meiner Familie hatte. Denn nicht nur, dass die Texte auf den DIN A3 großen Kartonseiten in Schönschrift verfasst waren. Jedes Lied erhielt sogar eigene Illustrationen, die auf einem Niveau gezeichnet waren, wie es ein Laie wie ich niemals hinbekäme. Auch die Noten wurden mit fachkundiger Hand gezeichnet und stimmen bis auf den letzten Ton.

Noch sind Bücher keine Luxusartikel. Aber eine Inspiration habe ich mir schon für Weihnachten geholt. Zumindest die Weihnachtskarten werde ich wieder etwas persönlicher gestalten, vielleicht mit kleinen Zeichnungen. Denn einen Stern, einen Weihnachtsbaum oder einen kleinen Engel bekomme sogar ich noch hin. So wird das Weihnachtsfest wieder ein Stück persönlicher. Und das ohne Extra-Kosten.


(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

29.10.2009, 08.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Der Jöölboom

WehnachtsternJeder kennt und manche lieben ihn: den Christbaum. Hierzulande sind es meist Tannen, die für den heiligen Abend gefällt werden, um dann im heimischen Wohnzimmer prachtvoll geschmückt zu werden. Weihnachten wird überall gefeiert, nur wachsen nicht überall Tannen! Wie behelfen sich zum Beispiel die Bewohner der nordischen Inseln? Wie kommen z. B. die Sylter zu ihrem Christbaum?

Heute werden natürlich Tannen auf die Insel verschifft – doch noch bis 1900 mussten sich die Sylter anders behelfen. Und aus der Not wurde ein wunderschöner Weihnachtsbrauch geboren. Man verwendete einen Besenstil, um Weihnachten in die Stuben zu zaubern. Salzteigfiguren, Grünzeug und Früchte wurden kunstvoll um den Besenstil drapiert, jede der Figuren hatte ihre eigene symbolische Bedeutung. Den Sockel des Jöölbooms, wie man diesen Tannenbaum-Ersatz nannte, bildeten Adam und Eva mit einer Schlange, darüber befanden sich ein Pferd, ein Hund und an der Spitze ein Hahn. Adam und Eva mit der Schlange sind Symbol für die Erkenntnis. Das Pferd ist Ausdruck für Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit, der Hund symbolisiert die Treue. Der Hahn steht für Wachsamkeit.

Heute können die Sylter wieder wählen, ob sie eine Tanne oder ihren Jöölboom schmücken möchten. Immer mehr Touristen erwerben einen der außergewöhnlichen Jöölboome, die heute allerdings nicht mehr aus einem Besenstil bestehen. Möglich, dass es nicht mehr lange dauert, bis japanische Christen Weihnachten mit einem Jöölboom feiern …

25.12.2007, 15.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Ein junger Brauch

WeihnachtsbaumBräuche sind oft viele Jahrhunderte alt: Einer unserer beliebtesten Weihnachts- bräuche, das Aufstellen des Christ- baums, gehört zu den jüngeren. Bis vor ungefähr 400 Jahren waren es keine Nadelbäume, die für den Heiligabend geschmückt wurden, sondern man befestigte zur Weihnachtszeit immer- grüne Zweige an den Decken der Räume. Erst im 17 Jahrhundert fanden die Christbäume ihren Platz, den sie bis heute haben: Meist stellt man sie mitten in den Raum und putzt sie mit buntem Schmuck heraus. Früher bestand die Dekoration aus roten Äpfeln (ein Fruchtbarkeitssymbol zur Erinnerung an Adam und Eva), duftenden Lebkuchen, die für ein langes und unbeschwertes Leben standen, und aus Seide wurden Blüten in Form von Rosen angefertigt, um den Christbaum erblühen zu lassen. Die Krippe mit der nachgestellten Bibelszene bildete den Mittelpunkt des Geschehens. Sie wurde unter dem geschmückten Baum aufgestellt.

Doch auch wenn der Christbaum als Tanne, Fichte oder Föhre ab dem 19. Jahrhundert weite Verbreitung fand, gibt es auch heute noch Ausnahmen: Was zum Beispiel die Sylter am Weihnachtstag in ihren Zimmern schmücken, lesen Sie im nächsten Blog.

24.12.2007, 11.22 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Santa Lucia

WeihnachtsbrauchEin hierzulande eher unbekannter Brauch ist der Tag der Santa Lucia. In Italien und Schweden hingegen wird der 13. Dezember oft noch groß in der Familie gefeiert. In Deutschland feiern ihn nur manche Kirchengemeinden.

In Schweden trägt ein weiß gekleidetes Mädchen, die Lussibrud (Lucienbraut), einen Kranz mit brennenden Kerzen auf dem Kopf und weckt in der Familie die Schlafenden. Dabei bringt sie ihnen Gebäck. In christlichen Gemeinden ver- breitet oft ein ebenfalls weiß geklei- detes Mädchen mit dem Lichterkranz in einer dunklen Kirche den Glanz der Kerzen – die Zeit des Lichts bricht also an.

Hintergrund dieses zauberhaften Brauchs ist die Figur der jungen Lucia, einer Christin, die in der Zeit der Christenverfolgung geflüchteten Christen Nahrung in die dunklen Katakomben brachte. Um beide Hände zum Transport des Essens frei zu haben, trug sie einen Kerzenkranz auf dem Kopf, brachte so also Licht in die Dunkelheit der Katakombengewölbe. Ihr Verlobter jedoch verriet Lucia, als sie mit dem Gedanken spielte Nonne zu werden. Lucia sollte von Ochsen zu Tode geschleift werden. Die Tiere jedoch waren nicht dazu zu bringen auch nur einen Schritt zu tun, um Lucia zu töten. Soldaten mussten sie schließlich erstechen, berichtet die Legende.

23.12.2007, 11.55 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Wendy:
Hallo, vielen Dank für den Buchtipp! Das Buch
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Near-Dark.de:
Obwohl Polit-Thriller nicht so ganz mein Genr
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flo filmproduktion:
großartiger film! unbedingt ansehen! politthr
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Schüssler Salze abnehmen:
Toll, das ist endlich mal ein gut geschrieben
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E.Rasmus:
Ach ja, "die Rettung der Welt". Oder ist es n
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