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Tag: Wilhelm Busch

Glück für mein Bankkonto

ComicsLeider erfuhr ich viel zu spät vom 13. Internationalen Comic-Salon in Erlan- gen. In der Zeitung las ich ein Resümee von der Veranstaltung. Da war der Salon, der nur alle zwei Jahre stattfindet, aber schon vorbei. Ich bereute, dass ich nicht dabei war.

Denn der Salon ist nicht nur ein Muss für eingefleischte Kenner und Liebhaber der „Graphic Novel“. Gerade dieses Jahr feierten in Erlangen auch viele Comicfiguren der Pop-Kultur Jubiläum. Die Schlümpfe zum Beispiel erschienen vor genau 50 Jahren zum ersten Mal auf Papier. Entsprechend wuselten sie durch die Veranstaltung. Viele der kleinen blauen Männchen mit den weißen Zipfelmützen wanderten sogar durch Erlangen.

Anlässlich des 175. Geburtstags des wohl bekanntesten deutschen „Comiczeichners“ zeigte die Ausstellung „Wilhelm Busch und die Folgen“ Plisch und Plum, die fromme Helene, den Maler Klecksel und natürlich auch Max und Moritz.

Aber auch abseits von Superman, Batman, den Fantastischen Vier, Garfield und Co. scheinen viel bislang unbekannte interessante Zeichner in Erlangen gewesen zu sein. Und ich hätte dort noch echte Raritäten entdecken und kaufen können. Doch gerade aus diesem Grund ist es vielleicht sogar besser, dass ich den Salon verpasst habe. Mein Bankkonto dankte es mir.

Bankkontoschonende Comics bei Jokers


(geschrieben von Matthias Stöbener)

Jokers 20.06.2008, 15.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Ein Dichter voller Tücke

„Ritsche ratsche voller Tücke, in die Brücke eine Lücke.“ Ganz klar, das stammt von Wilhelm Busch, den Haus- und Hofdichter des Humors. Ich kenne manchen Haushalt, in dem ein Max-und-Moritz-Buch oder Buschs Gesammelte Werke im Regal stehen. Schon bald können wir seinen 100. Todestag feiern. Am 9. Januar 1908 starb Heinrich Christian Wilhelm Busch (geboren am 15. April 1832) in Mechtshausen/Harz im Alter von 76 Jahren an Herzversagen.

Der eigensinnige Dichter und Zeichner war zeitlebens ein starker Raucher und geprägt von einer stetigen, aber erfolglosen Suche nach der wahren Liebe. Tragisch: Schon als Kind wurde ihm von seiner Mutter echte Liebe verweigert. Als Eigenbrötler war er für seine Exzentrik bekannt. So konnte es durchaus vorkommen, dass er jemandem den Stuhl unterm Hintern wegzog oder ohne ersichtlichen Grund beim Abendessen die Käseplatte an die Wand.

Diesem seltsamen Kauz verdanken wir jenen einzigartigen Humor, der sich in Geschichten wie „Die Fromme Helene“, „Fips, der Affe“, „Balduin Bählamm“ oder „Plisch und Plum“ widerspiegelt:

„Zugereist in diese Gegend,

Noch viel mehr als sehr vermögend,

In der Hand das Perspektiv,

Kam ein Mister namens Pief.

‚Warum soll ich nicht beim Gehen‘ –

sprach er – ‚in die Ferne sehen?

Schön ist es auch anderswo,

Und hier bin ich sowieso.‘

Hierbei aber stolpert er

In den Teich und sieht nichts mehr.“


Jokers 03.12.2007, 13.34 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Vom Polytechniker zum Humoristen

Wilhelm Busch„Ach, was muss man oft von bösen Kindern hören oder lesen!“ Ob Wilhelm Busch damit auch sich selbst gemeint hat? Wenn man seine Eltern noch befragen könnte, hätten sie sicherlich die eine oder andere Anekdote aus dem Leben des berühmt-berüchtigten Maler und Autor zu erzählen… Sollte der Erstgeborene der Kaufmannsfamilie Busch doch schließlich Maschinen- bauer werden!

Am 15. April 1832 kam Wilhelm Busch in Wiedensahl zur Welt – der kleine Ort liegt nahe bei Hannover. Lange jedoch blieb Wilhelm nicht unter der Obhut seiner fürsorglichen Eltern: Als 1841 sein Bruder Otto geboren wird, schickt man den Stammhalter kurzerhand zu seinem Onkel nach Göttingen. Im Privatunterricht bereitet der wohlwollende Onkel den kleinen Wilhelm so gut vor, dass dieser 1847 die Aufnahme für die Polytechnische Schule zu Hannover besteht. Maschinenbauer wollte er jedoch nie werden, schon von frühester Kindheit an bewies Wilhelm ein ausgeprägtes künstlerisches Talent.

1851 schließlich folgte Wilhelm seinem Herzen und begab sich an die Kunstakademie in Düsseldorf, wechselt jedoch bereits ein Jahr später an die Königliche Akademie der schönen Künste in Antwerpen. Nach einer überstandenen Typhus-Erkrankung beendet Busch seine künstlerische Erstausbildung in München an der Akademie der Bildenden Künste, 1865 wird seine erste Bildergeschichte veröffentlicht: „Max und Moritz“ sollte den umtriebigen Künstler endlich berühmt machen.

Busch, der nie selbst eine Familie gründete, zieht nach dem Tod seines Schwagers zu seiner Schwester Fanny Nöldeke ins Pfarrwitwenhaus in seinem Geburtsort Wiedensahl und übernimmt die Vaterrolle für seine drei Neffen. Mit seiner Schwester sollte er auch bis an sein Lebensende zusammen bleiben, bevor er am 9. Januar 1908 in Mechtshausen stirbt.

Wilhelm Busch bei Jokers


Zum Wilhelm-Busch-Quiz

Jokers 22.04.2007, 07.53 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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