
Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Wissenschaft
Makroaufnahmen vom Leben
Unbekannte Welten – das klingt nach Raumschiff Enterprise und der Entdeckung seltsamer Aliens. Unser eigener Körper erscheint uns im Großen und Ganzen doch recht bekannt. Wer jedoch ein Buch von Lennart Nilsson aufschlägt, wird eines besseren belehrt. Der Wissenschaftsfotograf hat ganz fremd anmutende, fantastische Gebilde eingefangen, die doch alle zu unserem Körper gehören. Lennart Nilssons Buch „Ein Kind entsteht“ gehört zu den großen Sachbuch- Klassikern. Ein Weltbestseller, den fast jeder heute erwachsene Mensch kennt.
Unter dem Titel „Leben“ hat der berühmte Fotograf erneut ein Werk vorgelegt, das seinesgleichen sucht: Makroaufnahmen der menschlichen Entwicklung vor der Geburt ebenso wie die Darstellung von Viren und Bakterien lassen den Betrachter staunen über die anmutige und faszinierende Welt in uns.
Wissenschaft trifft Kunst: Blutkörperchen und Killerzellen, Nervenfasern und Hormone, all diese mit dem bloßen Auge nicht erkennbaren Bausteine des Körpers fängt Nilsson mit einem hochmodernen Rasterelektronenmikroskop ein und lässt die dabei entstehenden Bilder einfach für sich selbst sprechen – so kann der Betrachter ungestört in die beeindruckende Schönheit der Fotos eintauchen.
Der schwedische Fotograf gilt als Pionier der mikroskopischen Aufnahmen des menschlichen Körpers und ist mehrfacher Ehrendoktor. Wer sich den Bildband „Leben“ ansieht, weiß warum: so atemberaubend kann kein anderer die Geschehnisse in unserem Körper darstellen.
Und natürlich wären wir nicht Jokers, wenn wir bei diesem spannenden Buch nicht auch einen fantastischen Preis zu bieten hätten ...
07.04.2010, 15.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Hoffnung für Gelähmte
Mit Erstaunen las ich einen Artikel in der „Nature Neuroscience“. Forschern ist es geglückt, rückenmarksverletzte Ratten nach einer Lähmung wieder laufen zu lassen. Die Tiere wiesen eine Unterbrechung der Verbindung zwischen Rückenmark und Gehirn auf, wie sie etwa 2,5 Millionen Menschen, die beispielsweise bei einem Autounfall verletzt wurden, erlitten. Durch elektrische Stimulation und mit Hilfe spezifischer Medikamente ist es den Wissenschaftlern gelungen, die Aktivität der Beinmuskeln zu koordinieren. Eine unglaubliche Geschichte, finde ich.
Das Forscherteam um Grégoire Courtine, Professor an der Universität Zürich, arbeitet nun an Prothesen, die in die Wirbelsäule eingesetzt werden können und dort elektrische Impulse abgeben – es besteht Hoffnung, dass diese Prothesen binnen vier Jahren tatsächlich für Menschen funktionsbereit sind.
Ich selbst verfolge schon seit geraumer Zeit die Innovationen der Neuromedizin – dazu gehört für mich auch das genaue Studium des Gehirns. Vielleicht interessieren Sie sich auch für den Themenbereich Neurowissenschaft und Gehirn?
(Geschrieben von Matthias Stöbener)
29.09.2009, 14.12 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Ein kulturpolitisch wichtiges Engagement
Normalerweise werden englische Werke ins Deutsche übersetzt. Und in der Wissenschaft ist es in der Zwischenzeit oft üblich gleich in Englisch statt in Deutsch zu schreiben. Früher, um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert war Deutsch eine geachtete Wissenschaftssprache. Das ist lange her. Die anglo-amerikanische Welt ist größer und in der Wissenschaft hat sie die Führung übernommen. Viele deutschsprachige Veröffentlichungen haben es in der Welt der Wissenschaft schwer durchzudringen.
Das hat jetzt auch der Börsenverein des deutschen Buchhandels erkannt und fördert die Übersetzung geisteswissenschaftlicher Werke in s Englische. Denn diese, so der Vorsitzende der auswählenden Jury, der Germanist Wolfgang Frühwald, seien besonders auf die Muttersprache angewiesen. Denn in den Geisteswissenschaften schreibt man immer noch dicke Monografien in der Muttersprache und die werden von ausländischen Verlagen oft nicht entdeckt. Mit der Förderung soll Deutsch als Wissenschaftssprache im geisteswissenschaftlichen Sektor bewahrt werden und die Forschungsergebnisse doch einem weltweiten Publikum vorgestellt werden.
Um die Förderung zu erhalten, müssen sich Verlage mit ihren Titeln bewerben und die Option für einen Lizenzvertrag vorweisen können. Auch die Thyssen Stiftung und das Auswärtige Amt beteiligen sich an dem Förderpreis, so dass im Jahr etwa 400.000 Euro zur Verfügung stehen. Wie ich finde, ein wichtiger Anfang. Denn ich denke mit dem Preis wird Deutschland auch als Bildungs- und Wissenschaftsstandort gestärkt.
Bewerben kann man sich auf der Webseite des Börsenvereins (www.boersenverein.de). Weitere Infos gibt es auch bei Verena Sich vom Börsenverein (Tel. 069/1306-384 oder sich(at)boev.de .
Das hat jetzt auch der Börsenverein des deutschen Buchhandels erkannt und fördert die Übersetzung geisteswissenschaftlicher Werke in s Englische. Denn diese, so der Vorsitzende der auswählenden Jury, der Germanist Wolfgang Frühwald, seien besonders auf die Muttersprache angewiesen. Denn in den Geisteswissenschaften schreibt man immer noch dicke Monografien in der Muttersprache und die werden von ausländischen Verlagen oft nicht entdeckt. Mit der Förderung soll Deutsch als Wissenschaftssprache im geisteswissenschaftlichen Sektor bewahrt werden und die Forschungsergebnisse doch einem weltweiten Publikum vorgestellt werden.Um die Förderung zu erhalten, müssen sich Verlage mit ihren Titeln bewerben und die Option für einen Lizenzvertrag vorweisen können. Auch die Thyssen Stiftung und das Auswärtige Amt beteiligen sich an dem Förderpreis, so dass im Jahr etwa 400.000 Euro zur Verfügung stehen. Wie ich finde, ein wichtiger Anfang. Denn ich denke mit dem Preis wird Deutschland auch als Bildungs- und Wissenschaftsstandort gestärkt.
Bewerben kann man sich auf der Webseite des Börsenvereins (www.boersenverein.de). Weitere Infos gibt es auch bei Verena Sich vom Börsenverein (Tel. 069/1306-384 oder sich(at)boev.de .
28.04.2008, 15.56 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Die Schlacht der Geschlechter
„Jungs spielen mit Autos, Mädchen mit Puppen.“ Es soll sogar manches Elternpaar gegeben haben, das versuchte, die „natürliche Program- mierung“ ihrer Sprösslinge umzudrehen und beiden Geschlechtern das jeweils andere Standard-Spielzeug zu geben. Die Erziehungswissenschaften waren sich lange Jahre uneinig, ob die Genetik oder das soziale Umfeld, sprich die Erziehung, „schuld“ an den ge- schlechtsspezifischen Vorlieben der Kleinen hat.Jetzt scheinen neue Forschungser- gebnisse Licht ins Dunkel zu bringen. Niemand anderes als kleine Rhe- susäffchen sollen die Behauptung der Wissenschaft belegen, dass die Genetik die Verantwortung für das Spielverhalten der Nachkommen trage. Denn in verschiedenen Untersuchungsreihen wurde festgestellt, dass männliche Rhesusaffen vorzugsweise zu Spielzeugautos greifen, während weibliche Affen sich liebevoll um Puppen kümmern! Die vollständigen Forschungsergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Hormones and Behavior“ zu finden.
Wie steht es um Ihr Wissen um die Unterschiede zwischen den Geschlechtern? Sind Sie in der Lage, schnell das Verhalten Ihres Gegenübers zu beurteilen? Machen Sie die Probe aufs Exempel und spielen Sie die „Schlacht der Geschlechter“ – ein vergnügliches und durchaus überraschendes Quiz-Buch, das so manche delikaten Einzelheiten über die Vertreter des anderen Geschlechts verrät.
14.04.2008, 16.15 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Fachbesucher-Forum

Alle reden darüber, Jokers macht's: Web 2.0 - während Kommunikationswissenschaftler den interessierten Buchhändlern erklären, wie Netzwerke und Wikis funktionieren, blogt Jokers schon fleißig mit.
16.03.2008, 11.20 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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