Jokers empfiehlt: Das Küstengrab

Diese Woche empfehlen wir einen Kriminalroman, den man einfach nicht aus der Hand legen kann. Ein Buch voller undurchsichtiger Gestalten und düsteren Geheimnissen – raffiniert komponiert vom Autor des Spiegel-Bestsellers „Das Nebelhaus“. Hier ist höchste Konzentration gefordert…

Die Buchempfehlung

Ein Kriminalroman, der seine Leser in Atem hält. Hier ist Aufpassen angesagt und höchste Konzentration gefordert. Und trotzdem gelingt dem Autor ein Ende, das uns alle verblüfft die letzte Seite umblättern und ungläubig die zuvor gelesenen Sätze erneut überfliegen lässt. Das Küstengrab ist eine dramaturgische Meisterleistung: Zwei Handlungsstränge machen den Leser in Rückblenden nach und nach mit den Ereignissen vor 23 Jahren bzw. während Leas Besuch vor vier Monaten vertraut. Eine dritte Ebene schildert die gegenwärtige Entwicklung aus Sicht der mittlerweile ca. 40-jährigen Frau. Nach und nach erarbeitet sich der Leser eine Vorstellung davon, wie die Handlungsstränge miteinander verknüpft sein könnten, um am Ende damit überrascht zu werden, wie diese tatsächlich zusammenhängen. Die Gedächtnisstörung der Protagonistin ermöglicht ein undurchsichtiges Gefüge der Handlungsstränge: Wem kann Lea trauen und wer belügt sie? Welche ihrer ehemaligen Freunde sind es tatsächlich auch heute noch?

Aus diesen Undurchsichtigkeiten heraus entwickelt sich eine langsam ansteigende, immer bedrohlicher werdende Atmosphäre, deren düstere Wirkung schwarze Schatten auf die idyllische Kulisse der kleinen Ostsee-Insel wirft. Ein Buch, das man einfach nicht aus der Hand legen kann und das bis zum verblüffenden Ende äußerst spannend bleibt.

Das Küstengrab von Eric Berg

Zum Inhalt

Eine abgelegene Insel. Eine verschworene Gemeinschaft. Eine gemeinsame Vergangenheit, die sie verbindet. Zum ersten Mal nach 23 Jahren kehrt Lea in ihr winziges Heimatdorf auf der Insel Poel zurück. Doch der Besuch endet in einem schrecklichen Unglück. Bei einem rätselhaften Unfall kommt Leas Schwester ums Leben, Lea selbst wird schwer verletzt und leidet seither an Amnesie. Vier Monate nach dem Unfall reist Lea gegen den ausdrücklichen Rat ihrer Ärztin erneut nach Poel. Sie will herausfinden, was sie im Mai auf die Insel führte und wie es zu dem Unfall kommen konnte. Sie selbst kann sich an diese Zeit auf Poel nicht erinnern und ist auf die Hilfe ihrer alten Freunde angewiesen – doch deren Berichte widersprechen sich. Die Jugendfreunde scheinen ein Geheimnis vor Lea zu verbergen, das weit in ihre gemeinsame Vergangenheit reicht …

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