Jokers empfiehlt: Drachenläufer

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Khaled Hosseini – Drachenläufer

Diese Woche empfehlen wir ein sogenanntes Graphic Novel, also einen illustrierten Roman, meist etwas auführlicher und ernster als die Comics, die man vielleicht aus der Kindheit kennt. „Drachenläufer“ von Khaled Hosseini erschien zuerst als Roman, in dem der afgahnisch-amerikanische Autor Erlebnisse aus seiner eigenen Kindheit einband. Schöne Zeichnungen, die Geschichte einer Freundschaft, aber keine leichte Kost…

Die Buchempfehlung

Das Graphic Novel ist detailreich gezeichnet und komplett in Farbe. Wir begleiten die beiden afghanischen Jungen Amir und Hassan, deren Kindheit und Freundschaft unschuldig und fröhlich beginnt. Die kindliche Heiterkeit wird jedoch jäh zerstört, denn es gibt nicht nur eine gesellschaftliche Kluft zwischen den beiden. Auch der drohende Krieg, die Herrschaft der Taliban und die wachsenden Unruhen entzweien die beiden Jungen. Erst Jahre später kehrt Amir, der inzwischen in den USA Fuß gefasst hat, nach Afghanistan zurück, um seine Schuld zu begleichen und Hassan um Verzeihung zu bitten. Auch ohne explizite Gewaltdarstellung rührt der Inhalt auf, fesselt uns als Leser und lässt uns mit einem beklemmenden Gefühl in der Brust umblättern. Dennoch begleitet uns das Motiv des fliegenden Papierdrachen als Hoffnungsschimmer. In wunderschönen Bildern erleben wir anhand des Schicksals zweier Jungen die Probleme eines Landes, was Krieg und Hass aus Menschen machen und was Freundschaft und Liebe bewirken können. Schnell zu lesen, bewegend und nachdenklich. Eenn man sich darauf einlässt, so wird man eine emotionale, nachdenkliche Geschichte erleben.

Khaled Hosseini – Drachenläufer

Zum Inhalt

„Drachenläufer“ von Khaled Hosseini, illustriert von Mirka Andolfo und Fabio Celani.

Kabul 1975: Der 12-jährige Amir stammt aus gutem Haus und geht mit seinem Freund Hassan, dem Sohn eines ihrer Diener, immer Drachensteigen. Als sie bei einem Wettbewerb gewinnen, rächt sich der sadistische Nachbarsjunge Assef brutal: Er schlägt Hassan zusammen und missbraucht ihn. Amir versteckt sich und hilft Hassan nicht. Aus Scham über seine eigene Feigheit bricht Amir den Kontakt zu Hassan ab und schiebt ihm einen angeblichen Diebstahl unter. Nach dem Einmarsch der Russen flieht Amirs Familie nach Amerika. Viele Jahre später will er seine Schuld sühnen. Er kehrt ins Afghanistan der Taliban zurück und macht sich auf die Suche nach Hassan…

Hier geht’s zum Buch!

Fans von Graphic Novels dürfen sich aktuell außerdem über zahlreiche weitere Schnäppchen freuen.

 


Dieser Beitrag wurde von Babsi geschrieben, die als TheBlueSiren einen eigenen Buchblog betreibt und in der Jokers Filiale in Bamberg arbeitet. Besucht mich doch mal auf meiner Seite oder im Laden!

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