
Ausgewählter Beitrag
Was Chefs oft nicht merken
Eine Begegnung der dritten Art hatte neulich eine Bekannte. Sie erzählte: „Gestern traf ich meinen ehemaligen Super-Duper-Wichtig-Chef und zwar genau da, wo ich ihn am wenigsten vermutet hätte – in meinem kleinen Fitness-Studio um die Ecke! Plötzlich stand er in Tennisschuhen und knallroter Boxer-Short vor mir. Irgendwie hatte ich meinen früheren Verlagschef einschüchternder in Erinnerung, das kannst du mir glauben. Wie er so vor mir stand, musste ich mich stark zusammennehmen, nicht loszulachen.
Er fragte, ob er sich für zehn Züge mal schnell an die Pectoralis-Maschine schieben dürfe. Ich ließ ihn vor und musste zusehen, wie er sich mit viel zu vielen Gewichten abquälte. Als er fertig war, erhob er sich stark schwitzend und völlig außer Atem. Dann betrachtete er mich genauer und bemerkte nachsinnend: `Wir kennen uns doch, oder?!´ Und schon waren wir mitten im Geschäftsgespräch. Er erkundigte sich, wie es denn so mit meinen Geschäften laufe, welche Kunden ich betreue und ob ich auch vom Wirtschaftsaufschwung profitiere.
Alles schön und gut, dachte ich mir, doch eigentlich war ich ja im Fitness-Studio, um mich nach einem langen Tag am PC auszupowern. Da kam es mir überhaupt nicht gelegen, dass Herr M. nach jeder seiner Trainingseinheiten zu mir spazierte, um das Schwätzchen fortzusetzen. Noch dazu wartete er beharrlich neben mir, wenn ich z. B. gerade mitten in meinen Wiederholungen am Brusttrainer saß.
Schließlich konnte ich mich dem Gespräch nur noch dadurch entziehen, dass ich mein Trainingsprogramm früher beendete und einen wichtigen Termin vorgab. Was Chefs oft nicht merken: Wann sie genug geredet haben.
Er fragte, ob er sich für zehn Züge mal schnell an die Pectoralis-Maschine schieben dürfe. Ich ließ ihn vor und musste zusehen, wie er sich mit viel zu vielen Gewichten abquälte. Als er fertig war, erhob er sich stark schwitzend und völlig außer Atem. Dann betrachtete er mich genauer und bemerkte nachsinnend: `Wir kennen uns doch, oder?!´ Und schon waren wir mitten im Geschäftsgespräch. Er erkundigte sich, wie es denn so mit meinen Geschäften laufe, welche Kunden ich betreue und ob ich auch vom Wirtschaftsaufschwung profitiere.
Alles schön und gut, dachte ich mir, doch eigentlich war ich ja im Fitness-Studio, um mich nach einem langen Tag am PC auszupowern. Da kam es mir überhaupt nicht gelegen, dass Herr M. nach jeder seiner Trainingseinheiten zu mir spazierte, um das Schwätzchen fortzusetzen. Noch dazu wartete er beharrlich neben mir, wenn ich z. B. gerade mitten in meinen Wiederholungen am Brusttrainer saß.
Schließlich konnte ich mich dem Gespräch nur noch dadurch entziehen, dass ich mein Trainingsprogramm früher beendete und einen wichtigen Termin vorgab. Was Chefs oft nicht merken: Wann sie genug geredet haben.
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