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Buchhandelszahlen aus Amerika
Die Branchenpresse meldet heftige Umsatzrückgänge im amerikanischen Buchmarkt. Um ganze 6 Prozent soll der Umsatz der Buchhandelsunternehmen dort von einem Monat auf den anderen zurückgegangen sein. Alle Monate dieses Jahres zeichnen sich durch Rückgang aus. Im Juni 2006 hatten die US-Buch- händler den letzten Monat mit einer Umsatzentwicklung im positiven Bereich. Das lässt aufhorchen. Normalerweise kommen amerikanische Entwicklungen in Europa etwas verzögert an. Für die deutschsprachigen Länder gilt schon jetzt, dass die Branche nicht wächst, sich allenfalls stabilisieren kann, aber im Grunde auch heute schon Umsatzverluste hinnehmen muss. Die Buchbranche ist eine schrumpfende Branche. Die Gründe dafür sind vielfältig und jeder hat seine eigenen Erklärungen dafür. Sollte aber die Vermutung zutreffen, dass die Kulturtechnik Lesen von nachwachsenden Generationen nur noch mangelhaft gelernt wird, bedeutet das sicher massive Wohlstandsverluste für Wissens- gesellschaften. Viel wird versucht dagegen zu tun, aber Patentlösungen hat niemand. Und so richtig zieht eigentlich nur Harry Potter. Aber der genügt nicht, Lesen dauerhaft auch in der nachwachsenden Generation attraktiv zu machen.
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