Jokers Blog Deutschland

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Nur zu treuen Händen

Eigentlich wohne ich schon ziemlich lange in Augsburg, und doch habe ich hier neulich ein Plätzchen entdeckt, das mir bislang vollkommen unbekannt war.

In einem lauschigen kleinen Park direkt hinter dem Dom gibt es einen besonders schönen Ort für Bücherfreunde. Umgeben von Parkbänken und Sitzgruppen steht da, idyllisch beplätschert durch einen kleinen Springbrunnen, einfach ein offener Bücherschrank. Ein bisschen durcheinander, aber rührend in der Zusammensetzung ist er bis oben hin gefüllt mit den unterschiedlichsten Werken. Ein Schild lädt die Besucher ein, sich zu bedienen, die Bücher auf den Bänken vor Ort zu lesen, oder gleich mit nach Hause zu nehmen.
Umgekehrt kann jeder, der vorbeikommt, neue Bücher, die er bereits gelesen hat, für weitere Leser frei geben und zu den anderen in den Schrank stellen.

Eine hochinteressante Mischung ist dabei herausgekommen. Neben Enid Blytons »Hanni und Nanni« fand ich Tolstois »Anna Karenina«, ein deutsch-französisches Wörterbuch, ein »Pschyrembel Klinisches Wörterbuch« und viele Karl-May-Bände.

Schon jetzt freue ich mich auf die vielen sonnigen Mittagspausen, Abende und Wochenenden, die ich an diesem Leseplätzchen verbringen werde. Eine riesige Auswahl, zusammengestellt von den verschiedensten Literaturliebhabern, edel gebundene und reich verzierte Sammelwerke neben Groschenromanen, vertrauensvoll weitergereicht zu treuen Händen eine kleine, aber sehr eigene Welt wartet darauf, erforscht zu werden.

Zudem löst sich ein Problem, das mich immer wieder einholt. Endlich weiß ich, wohin mit den Büchern, die ich gelesen habe, aber nicht mehr aufheben will. Bücher einfach in den Müll werfen, konnte ich eh noch nie. Ab sofort schicke ich sie auf Reisen und übergebe sie dem öffentlichen Bücherregal in dem lauschigen kleinen Park direkt hinter dem Dom.
Aber natürlich nur zu treuen Händen

12.06.2006, 16.00

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Kommentare zu diesem Beitrag

3. von Peter Garski

Wir könnten ja erst das Eis schlecken und dann das Interview machen? Also, die zwei Euros müssten doch drin sein, für ein nervenzerfetzenes Interview mit Deutschlands gefährlichstem Mann, um das Sie die ganz Medien-Welt beneiden wird. Das können Sie sicher bestens für einige Koffer Geld weiterverdealen...
P.S: Und für Sie eine Kugel, äh, Eis, von mir, wenn Sie Ihren Fehler-Generator abstellen, der aus "spannendes" "sapnnendes" macht und andere kriminelle Wortspiele produziert.

vom 23.06.2006, 17.23
Antwort von :

Das mit dem Interview mit Ihnen überlege ich mir besser noch mal ...
2. von Peter Garski

Natürlich, lieber Jokers-Blogger, können wir ein sapnnendes Interview durchziehen. Im schattigen Hofgarten, mit einem Becher Eis in der Hand. Da ist um die Ecke gleich eine Eis-Diele! Mir könnt ihr vier Bollen im Becher mitbringen: Aprikose, Pisatzie, Amarena und Zitrone. Aber ohne Sahne. Ich freue mich dann auf das Krimi-Interview.
P.S. Und vergessen Sie nicht, in der ersten Zeile meines ersten Kommentars das Wort Innenstadt-Paradies zu berichtigen. Dankeschöööön!

vom 22.06.2006, 19.31
Antwort von :

Hat man da noch Worte? Wo kämen wir hin, wenn wir zu jedem Interview so hohe Ausgaben hätten? Und außerdem lässt sich mit Eis in der Hand so schlecht interviewen.
1. von Peter Garski

Besonders imponieren mir in diesem kleinen Innentstadt-Paradies die steinernen Zwerge. In meinem nächsten Krimi "Geheimnis im Glaspalast" wird von Privat-Schnüffler Klaus Kessler eine Leiche aus dem Hofgarten-Teich gefischt. Diesen Krimi werde ich natürlich auch in die Open-Air-Bücherei stellen. Verpsprochen!

vom 22.06.2006, 15.14
Antwort von :

Sehr geehrter Herr Garski,

ich habe mir Ihre Seite genau angesehen. Sie scheinen schwer erreichbar und eine multiple Persönlichkeit zu sein. Dennoch: Wären Sie bereit für ein Interview zu Ihrer Person und Ihren Büchern?

Bianka Schmidtlein:
Tatsächlich. Auf jokers.de führt die Sucheing
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Ute Berger:
es ist wirklich schlimm was mit den Handys un
...mehr

Gabi Bergermann:
Auweia. Jorges Verhalten erinnert schon sehr
...mehr

Anne-Marie Kollmannsberger:
Anti-BILD-Mail-Aktion:Hier klicken
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Gabi Bergermann:
Soso, man ist ein paar Wochen in Mittelamerik
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