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Reiseverlage haben es schwer
Früher konnte man mit Reiseführern als Verlag gute Einnahmen erzielen. Heute scheint es so, dass es im Internet die Reiseführer-Informationen von früher gratis gibt.
Die Gründerzeit der modernen Reiseführer waren die 70er Jahre, als der Massentourismus immer mehr Länder der Welt entdeckte. Viele reisten damals in Länder, zu denen es noch keine deutschsprachigen Reiseführer gab und wurden selbst nebenbei zu Reiseschriftstellern oder –verlegern. So entstanden Verlage wie „Lonely planet“, der Oase-Verlag oder der Apa-Guide-Verlag.
Der deutschsprachige Marktführer bei Reiseliteratur ist der Verlag Mair-Dumont, der um die 80 Prozent des deutschsprachigen Marktes abdeckt. Man kennt vielleicht die „Marco Polo“-Reihe und den Baedecker aus diesem Verlag.
Der Reiseführermarkt ist heute jedoch in der Bedrängnis. Nicht nur durch Dienste wie Google-Earth, sondern auch durch den Kostendruck auf dem engen Markt. Vor allem Service-Informationen, die über Gratis-Informationen im Internet hinausgehen kosten Geld. Aber teurere Preise für Reiseführer sind am Markt nur schwer durchzusetzen. Viele Verlage versuchen sich dadurch zu helfen, dass sie die einmal erarbeiteten Informationen in den verschiedensten Publikationen im Print- und Onlinebereich anbieten. Aus Datenbanken werden so Bücher, Magazine, Handys, ja sogar Navigationsgeräte gefüttert. Ob das aber nicht dazu führt, dass die einzelnen Produkte immer austauschbarer werden? Die Zukunft wird zeigen, ob es neben den Internetinformationen noch einen eigenständigen Markt für Reiseführer geben wird – und wie groß es ist.
Kein Wunder, dass einer der weltweit bestens verkauften Reiseführer der letzten Jahre, einer über ein Land war, das gar nicht existiert: Die Reiseführersatire "Molwanien - Land des schadhaften Lächelns". Drei australische Autoren stellen den Phantasiestaat Molwanien als sympathisches Land am Rande Osteuropas vor, in dem Hexenverbrennungen noch zu Folklore gehören.
Dabei lässt das Autorenteam kaum ein Klischee des Reisejournalismus aus. Inklusive der Leserorientierung. Auf der letzen Seite steht: "Ihre Meinung ist uns wichtig. Wenn sie auf Ihrer Molwanien-Reise auf etwas Großartiges stoßen, etwa ein Dorf mit trinkbarem Wasser - Schreiben sie uns."
Die Gründerzeit der modernen Reiseführer waren die 70er Jahre, als der Massentourismus immer mehr Länder der Welt entdeckte. Viele reisten damals in Länder, zu denen es noch keine deutschsprachigen Reiseführer gab und wurden selbst nebenbei zu Reiseschriftstellern oder –verlegern. So entstanden Verlage wie „Lonely planet“, der Oase-Verlag oder der Apa-Guide-Verlag.
Der deutschsprachige Marktführer bei Reiseliteratur ist der Verlag Mair-Dumont, der um die 80 Prozent des deutschsprachigen Marktes abdeckt. Man kennt vielleicht die „Marco Polo“-Reihe und den Baedecker aus diesem Verlag.
Der Reiseführermarkt ist heute jedoch in der Bedrängnis. Nicht nur durch Dienste wie Google-Earth, sondern auch durch den Kostendruck auf dem engen Markt. Vor allem Service-Informationen, die über Gratis-Informationen im Internet hinausgehen kosten Geld. Aber teurere Preise für Reiseführer sind am Markt nur schwer durchzusetzen. Viele Verlage versuchen sich dadurch zu helfen, dass sie die einmal erarbeiteten Informationen in den verschiedensten Publikationen im Print- und Onlinebereich anbieten. Aus Datenbanken werden so Bücher, Magazine, Handys, ja sogar Navigationsgeräte gefüttert. Ob das aber nicht dazu führt, dass die einzelnen Produkte immer austauschbarer werden? Die Zukunft wird zeigen, ob es neben den Internetinformationen noch einen eigenständigen Markt für Reiseführer geben wird – und wie groß es ist.
Kein Wunder, dass einer der weltweit bestens verkauften Reiseführer der letzten Jahre, einer über ein Land war, das gar nicht existiert: Die Reiseführersatire "Molwanien - Land des schadhaften Lächelns". Drei australische Autoren stellen den Phantasiestaat Molwanien als sympathisches Land am Rande Osteuropas vor, in dem Hexenverbrennungen noch zu Folklore gehören.
Dabei lässt das Autorenteam kaum ein Klischee des Reisejournalismus aus. Inklusive der Leserorientierung. Auf der letzen Seite steht: "Ihre Meinung ist uns wichtig. Wenn sie auf Ihrer Molwanien-Reise auf etwas Großartiges stoßen, etwa ein Dorf mit trinkbarem Wasser - Schreiben sie uns."
(geschrieben von Matthias Stöbener)
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