
Ausgewählter Beitrag
Weg mit dem Gerümpel!
Seit Neujahr beutelt meine Familie ein seltsames Fieber: das so genannte Entrümpelungs-Fieber. Seinen Mittelpunkt fand es in meinem Schwager, der vor einiger Zeit „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ von Karen Kingston entdeckte. Nachdem er sich die Ratschläge darin streng zu Herzen genommen hatte, wollte er auch die Familie an seiner neuen Erkenntnis Teil haben lassen und verschenkte das Buch zu Weihnachten an seine Verwandten. Seitdem wird reihum fleißig entrümpelt, aussortiert, weggeschmissen. Es ist die wahre Freude.
Selbst meine Mutter, die eine Überflutung im Keller vor drei Jahren unfreiwillig zum Entrümpeln zwang, kriegt vom Wegschmeißen derzeit nicht genug. Auch ich entmiste fleißig. So fleißig, dass schon am ersten Tag, nachdem ich Schreibtisch, Kommoden, Küchenschränke und Kleiderschrank durchforstete, die Mülltonne im Hof fast überquoll. Ich staune selbst, wie leicht ich mich nach der Lektüre von meinen Habseligkeiten trenne.
Liebgewonnenes aus über drei Jahrzehnten, darunter alte Fotos, Briefe, CDs, DVDs, selbst gestaltete Musikkassetten und sogar Bücher habe ich entsorgt. Ja, tatsächlich, ich habe auch meinen Bücherschrank aussortiert und viele Bücher dem Papiermüll übergeben: veraltete Lexika, Romane, die mir nie gefallen haben, geschenkte Bücher, die ich nie zu lesen gedenke. Bislang schien mir das Wegwerfen von Büchern ein Frevel. Doch der neu gewonnene Platz für gute Bücher, die ich längst in zweiter Reihe oder oberhalb des Regals gestapelt hatte, entschädigt mich für alles. Nun herrscht in Regalen, Schränken und Schubladen wieder mehr Platz.
Erstaunlicherweise fühle ich mich, als hätte ich auch meinen Kopf entrümpelt. Frisch, erleichtert und so, als bekäme ich nach jahrelanger Bedrückung durch zu viel Gerümpel wieder Luft.
Selbst meine Mutter, die eine Überflutung im Keller vor drei Jahren unfreiwillig zum Entrümpeln zwang, kriegt vom Wegschmeißen derzeit nicht genug. Auch ich entmiste fleißig. So fleißig, dass schon am ersten Tag, nachdem ich Schreibtisch, Kommoden, Küchenschränke und Kleiderschrank durchforstete, die Mülltonne im Hof fast überquoll. Ich staune selbst, wie leicht ich mich nach der Lektüre von meinen Habseligkeiten trenne.
Liebgewonnenes aus über drei Jahrzehnten, darunter alte Fotos, Briefe, CDs, DVDs, selbst gestaltete Musikkassetten und sogar Bücher habe ich entsorgt. Ja, tatsächlich, ich habe auch meinen Bücherschrank aussortiert und viele Bücher dem Papiermüll übergeben: veraltete Lexika, Romane, die mir nie gefallen haben, geschenkte Bücher, die ich nie zu lesen gedenke. Bislang schien mir das Wegwerfen von Büchern ein Frevel. Doch der neu gewonnene Platz für gute Bücher, die ich längst in zweiter Reihe oder oberhalb des Regals gestapelt hatte, entschädigt mich für alles. Nun herrscht in Regalen, Schränken und Schubladen wieder mehr Platz.
Erstaunlicherweise fühle ich mich, als hätte ich auch meinen Kopf entrümpelt. Frisch, erleichtert und so, als bekäme ich nach jahrelanger Bedrückung durch zu viel Gerümpel wieder Luft.
(Geschrieben von Matthias Stöbener)
Kommentare hinzufügen
Die Kommentare werden redaktionell verwaltet und erscheinen erst nach Freischalten durch den Bloginhaber.
Kein Kommentar zu diesem Beitrag vorhanden

Musik Prominente Zitate Bibliothek Frühling Brauch Wilhelm Busch Hermann Hesse Poesie Messe Thomas Mann Kinder Buchmesse Gewinner Halloween Humor Liebe Gedichte Geburtstag Jokers Märchen Tod Lyrik Reise Hörbuch Gewinnspiel lesen Bücherfreunde Lesen Nobelpreis Buch Sherlock Holmes Comic Krimi Bücher-Wiki Bücher Herbst Diät Autor Weihnachten Advent Philosophie Gedicht E-Books DVD Buchhandel Katalog Buchhändler Harry Potter Wien


ø pro Tag: 0,6
Kommentare: 265
ø pro Eintrag: 0,2
Online seit dem: 15.05.2005
in Tagen: 2460





















