
Ausgewählter Beitrag
Zusammenbruch
Am Wochenende traf ich mich mit einem Freund, den ich seit längerer Zeit nicht mehr gesehen hatte. Wir wollten eine kleine Bergwanderung unternehmen. Eigentlich bin ich ja relativ sportlich, das meinen zumindest meine Freunde, und ein wenig Anstrengung macht mir nichts aus. Also stapfte ich frohgemut los, um die ungefähr 1000 Meter Höhendifferenz in Angriff zu nehmen.
Es war richtig heiß, und nach den ersten 150 Metern hatte ich mich schon bis aufs Unterhemd ausgezogen und überlegte, ein wenig langsamer zu gehen. Ich blickte nach oben: Noch circa 850 Meter trennten mich von der ersehnten Hütte. „Lass uns eine Abkürzung nehmen“, meinte da mein Freund, der vorauseilte, und ich stimmte zu. So schlugen wir uns querfeldein in direkter Linie zum Gipfel.
Nach einer Stunde fing ich an, meine Beine mit meinen Armen zu unterstützen: An einigen Stellen musste ich mein Bein hochheben, um den nächsten Schritt unternehmen zu können, so müde waren meine Muskeln. Mein Freund wartete liebenswürdig ab und an auf mich, er plapperte ununterbrochen, während bei mir nur noch ein Röcheln aus meiner Luftröhre drang. Er schwitze nicht einmal, während ich das Gefühl hatte, in einem Dampfbad gefangen zu sein. „Normalerweise jogge ich hier immer hoch“, grinste er, als ich ihn keuchend fragte, woher er seine unverschämte Fitness nähme.
Nach weiteren fast zwei Stunden – sie erschienen mir endlos - waren wir oben. Und ich brach über meiner Wasserflasche zusammen. Himmel, dachte ich, als ich in den wolkenverhangenen Horizont blickte, ich bin dir ein Stück näher.
Für alle, die ebenso wie ich die wunderschöne Aussicht von Gipfeln und Aussichtsplattformen schätzen, aber sich diese einzigartigen Momente vielleicht nicht unbedingt selbst ersteigen wollen: Das reich bebilderte Werk „Mythos Berge“ entführt jeden Naturliebhaber in die wundersame Welt unserer Gebirge. Ohne Zusammenbruch.
(geschrieben von Matthias Stöbener)
Es war richtig heiß, und nach den ersten 150 Metern hatte ich mich schon bis aufs Unterhemd ausgezogen und überlegte, ein wenig langsamer zu gehen. Ich blickte nach oben: Noch circa 850 Meter trennten mich von der ersehnten Hütte. „Lass uns eine Abkürzung nehmen“, meinte da mein Freund, der vorauseilte, und ich stimmte zu. So schlugen wir uns querfeldein in direkter Linie zum Gipfel.
Nach einer Stunde fing ich an, meine Beine mit meinen Armen zu unterstützen: An einigen Stellen musste ich mein Bein hochheben, um den nächsten Schritt unternehmen zu können, so müde waren meine Muskeln. Mein Freund wartete liebenswürdig ab und an auf mich, er plapperte ununterbrochen, während bei mir nur noch ein Röcheln aus meiner Luftröhre drang. Er schwitze nicht einmal, während ich das Gefühl hatte, in einem Dampfbad gefangen zu sein. „Normalerweise jogge ich hier immer hoch“, grinste er, als ich ihn keuchend fragte, woher er seine unverschämte Fitness nähme. Nach weiteren fast zwei Stunden – sie erschienen mir endlos - waren wir oben. Und ich brach über meiner Wasserflasche zusammen. Himmel, dachte ich, als ich in den wolkenverhangenen Horizont blickte, ich bin dir ein Stück näher.
Für alle, die ebenso wie ich die wunderschöne Aussicht von Gipfeln und Aussichtsplattformen schätzen, aber sich diese einzigartigen Momente vielleicht nicht unbedingt selbst ersteigen wollen: Das reich bebilderte Werk „Mythos Berge“ entführt jeden Naturliebhaber in die wundersame Welt unserer Gebirge. Ohne Zusammenbruch.
(geschrieben von Matthias Stöbener)
Kommentare hinzufügen
Die Kommentare werden redaktionell verwaltet und erscheinen erst nach Freischalten durch den Bloginhaber.
Kommentare zu diesem Beitrag

Prominente Kino E-Book Musik Harry Potter Bücher Gedicht Katalog Buchmesse Hörbuch Halloween Philosophie Comic Wilhelm Busch Messe Buchhändler Weihnachten Buch Tod Lesen Goethe Bücherfreunde Jokers Poesie Thomas Mann Lyrik Märchen Krimi Gedichte Thriller Geburtstag Liebe Herbst Kinder Gewinner Nobelpreis Reise Autor E-Books Bücher-Wiki Wien Sherlock Holmes Gemüse Brauch Frühling Bibliothek Hermann Hesse Buchhandel Humor Gewinnspiel


ø pro Tag: 0,6
Kommentare: 265
ø pro Eintrag: 0,2
Online seit dem: 15.05.2005
in Tagen: 2459






















Lieber Matthias,
über deinen Bericht zum Beinahe-Zusammenbruch am Bergmassiv musste ich noch lange Zeit mitfühlend schmunzeln. Auch ich war vor wenigen Wochen - es war grad mächtig heiß in Deutschland - mit einer Truppe junger Menschen auf Achse. Es gab in dieser Gegend viele Berge und wir waren meist recht flotten Schrittes unterwegs. Es ist erstaunlich welche Mengen ein normaler Mitteleuropäer in so kurzer Zeit ausschwitzen kann. Nicht nur aus diesem Grund heraus habe ich mich seither bei Jokers ein wenig mehr in der Rubrik Sachbuch und dort im Bereich "Sport & Freizeit" umgeschaut.
vom 22.07.2008, 10.05