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Totale Überwachung

BiergartenManchmal überfällt mich die nackte Panik. Zum Beispiel, wenn ich in der Zeitung lese, dass Konzerne wie Lidl sogar die privatesten Handytelefonate ihrer Mitarbeiter überwachen. Was George Orwell 1949 mit dem Roman „1984“ vorhersagte, ist bittere Realität. Die Zeichen, so scheint mir, deuten darauf hin, dass auch bei uns bald die totale Überwachung herrscht, und schon Gedanken reichen, um Menschen hinter Gitter zu stecken.

Man muss es sich nur mal vor Augen führen: Per Handy – auch wenn es ausgeschaltet ist – kann jeder Schritt überwacht werden. Sobald der PC hochgefahren wird, ist man automatisch online. Alles, was dann am Bildschirm passiert, ist legal nachprüfbar. Egal, ob ich meiner Frau per Mail für die wunderbare Nacht danke oder Rechnungen schreibe. Doch auch ohne PC und Handy ist es ganz leicht, jeden von uns zu orten. Die automatische Kennzeichenregistrierung speichert jede Autonummer, inklusive Fahrer natürlich, der vorbeifährt. Und auch an Bahnhöfen und S- oder U-Bahn-Stationen sorgen Kameras dafür, dass dem Staat niemand entgeht. Selbstverständlich alles nur zum Schutze des Bürgers.


Und heute las ich, dass sogar Biergärten per Kamera überwacht werden. Da stellt sich dann doch die Frage: Warum? Weil Biergärten der übliche Ort sind, um Terroranschläge zu planen? Ich kann die Gründe nicht mehr nachvollziehen, die uns aufgetischt werden, damit wir die Überwachung schlucken.


20.04.2008, 17.18 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kultur und Gesellschaft | Tags: Biergarten, Ueberwachung, Spionage,

Ein Arzt mit Humor

Vor wenigen Tagen hörte ich zufällig im Radio ein Interview mit einem neuen Comedian, Eckart von Hirschhausen. Zunächst war ich skeptisch, denn die meisten so genannten Humoristen bringen mich eher zum Weinen als zum Lachen. Doch diesen fand ich wirklich lustig zu sein. Interessant erschien mir, dass er als praktizierender Arzt eines Tages zum Komiker-Dasein wechselte und seither als Comedian, Zauberkünstler und Moderator arbeitet.

Ich war von seinen Witzen über das Gesundheitssystem, die Bahn und den Gesundheitswahn so begeistert, dass ich gleich zur nächsten Buchhandelung steuerte und mir sein Werk „Die Leber wächst mit ihren Aufgaben“ zulegte. Und in der Tat: Hier ist endlich mal wieder ein Humorist am Werk, der wenigstens ein bisschen Intelligenz von seinem Publikum verlangt. Denn neben eher einfachen Witzen findet man bei ihm auch schöne Wortspiele („Sauna – Ungeheures aus Well Ness“ oder „Schnarchen – mit dem Gaumensegel hart am Wind“) und gute Erklärungen des alltäglichen Irrsinns aus Sicht eines Mediziners. Ein Humorist, den ich auf jeden Fall weiter im Auge behalten werde.


19.04.2008, 17.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Sonstiges | Tags: Humor, Witze, Humorist,

Die Delete-Taste – ein Gottesgeschenk

LoeschtasteSusannes PC erlitt einen Totalausfall. Durch einen Virus, der heimtückisch von keinem ihrer sage und schreibe drei Virenschutz-Programme erkannt wurde. Ungehindert hat er sein böses Werk vollbracht. Und so musste die freie Journalistin eine Woche lang mittels guter alter Schreibkunst ihre Arbeit erledigen.

„Ich wusste gar nicht mehr, wie anstrengend das Schreiben sein kann“, erzählte sie mir danach. „Die Delete- Taste ist ein wahres Gottesgeschenk, und das Schnelltippen sowieso. Ich brauchte fünf Mal länger, um meine Sätze zu Papier zu bringen. Vom Versenden ganz zu schweigen.“

Geschlagene 7 Tage saß Susanne vor ihrem schwarzen Bildschirm und kritzelte rund 100 Blockseiten voll. Erst am folgenden Wochenende konnte ihr Freund das Problem bannen und den PC wieder zum Laufen bringen.

Dass ihre Arbeiten trotz allem in gewohnter Form bei ihren Kunden einliefen, verdankte sie ebenfalls ihrem Freund, mit dem sie telefonierte und der ihre Sätze zu Papier – pardon – zur Datei brachte und schließlich versandte.

18.04.2008, 17.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Jokers intern | Tags: Arbeitserleichterung, PC, Löschfunktion,

Jetzt gehts lohos: Musterverkauf bei Jokers!

Musterverkauf.jpg

Traditionell werden am Messesonntag die Muster verkauft. Da machen wir natürlich auch mit. Um 15 Uhr geht's los und wir werden von begeisterten Bücherfreunden überrannt! Isabella Eichner (Abt. Internet), Martin Knauth (Filial-Marketing) und Helga Schröck (Werbung) haben alle Hände voll zu tun, aber behalten trotzdem ihre gute Laune.

18.04.2008, 13.21 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Jokers intern | Tags: Musterverkauf, Muster,

Neue Frauen hat das Land

emanzipationHaben Sie es auch schon bemerkt? Es tut sich etwas unter den Frauen. Lange nach „Der kleine Unterschied“ und dem „Großen Unterschied“ von Alice Schwarzer nimmt die Emanzipation wieder richtig Anlauf zum großen Sprung.

Mit Büchern wie „Neue deutsche Mädchen" von Jana Hensel und Elisabeth Raether, „Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche oder „Die neue F-Klasse“ von Thea Dorn setzen die heutigen Frauen um die 30 ein starkes Zeichen für eine neue Generation. Anders als bei der ersten großen „Frauenbewegung“ der 80er-Jahre scheinen die Frauen von heute weniger radikal in ihrer Abgrenzung zu den Männern. Stattdessen leben sie wie selbstverständlich das, was ihnen ihre Mütter beigebracht haben.

Dass die Emanzipation allerdings nach wie vor in den Kinderschuhen steckt, beweisen folgende Zahlen: Noch immer verdienen Frauen im Schnitt 23 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen in vergleichbaren Positionen. Und über 60 Prozent aller Frauen kehren nach dem Mutterschutz nicht mehr in ihren Job zurück.

Es kann sich also noch viel tun im Geschlechter-Verhältnis. Bleibt abzuwarten, in welche Richtung sich die Dinge entwickeln. Die Bücher, die daraus hervorgehen, finde ich auf jeden Fall aufregend interessant.

Emanzipation bei Jokers

17.04.2008, 16.45 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kultur und Gesellschaft | Tags: Emanzipation, Frauenbewegung,

Hoch die Krüge!

„Haben Sie das Lied, wo der Henry Maske singt?“ Ich erinnere mich noch genau, wie ich vor 15 Jahren bei einem kleinen CD-Händler in einem noch kleineren Dorf die neuesten Auslagen durchforstete und staunte. Neben mir stand gerade ein Jungbauer und verlangte nach „Conquest in paradise“ von Vangelis, dem hymnischen Instrumentalstück, das der Boxer Henry Maske damals verwendete, um seinem Einzug in den Ring etwas mehr Glanz und Glamour zu verleihen.

An diesen denkwürdigen Moment meiner persönlichen Musikgeschichte dachte ich kürzlich, als ich „Fleisch ist mein Gemüse“ von Heinz Strunk las. In diesem großartigen Roman über die „Musikszene“ der ländlichen Bevölkerung rekapituliert der „Mucker“ und Humorist Strunk seine Zeit als Saxophonist in der Dorfband „Tiffanys“.

Seine Auftritte auf Schützenvereinsfeiern, Dorffesten und Hochzeiten kamen mir irgendwie bekannt vor und ich entsann mich eines alten Schulkameraden. Schon während des Abiturs hatte sich Rainer das Taschengeld mit Gelegenheitsjobs als Alleinunterhalter aufgebessert und dabei ähnliche Erlebnisse mit der Dorfbevölkerung im Bierzelt gehabt wie Strunk.

„Fleisch ist mein Gemüse“ ist ein sehr einfühlsam geschriebenes Buch über eine sehr schratige Musikkultur, die den Gegenpol bildet zu allen Castingshows dieser Welt. Lesenswert!


16.04.2008, 15.13 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kultur und Gesellschaft | Tags: Musikszene, Musikkultur, Strunk,

Olympia-Hintergründe

Die olympischen Spiele sind derzeit in aller Munde – schlussendlich ist der Austragungsort der diesjährigen Sportwettkämpfe mehr als umstritten.

Die weltweite Aufmerksamkeit ist historisch betrachtet durchaus gerechtfertigt: Schließlich war eine „Olympiade“ in der griechischen Antike das geltende Zeitmaß! Eine Olympiade, 4 Jahre, meinte die Periode zwischen zwei olympischen Wettkämpfen, die damals allerdings nicht nur dem Sportsgeist gewidmet waren, sondern vielmehr zur Huldigung der Götter und Helden, Zeus und Pelops, dienten.

Als Entstehungsjahr der Spiele wird in der Literatur das Jahr 776 vor Christus angegeben, die kultischen Wettkämpfe dauerten 3 bis 5 Tage. Ab 394 n. Chr. fanden keine Olympischen Spiele mehr statt, bis sie im Jahr 1896 auf Anregung des französischen Barons Pierre de Coubertin wieder eingeführt wurden und seither, unterbrochen nur durch die Weltkriegsjahre zu den 6., 12. und 13. Olympischen Spielen, regelmäßig abgehalten werden.

Die Teilnahme steht qualifizierten Sportlern aller Länder offen, und ganz wie damals im alten Griechenland genießen die Gewinner der Wettkämpfe höchstes Ansehen.

Sehen Sie hier einen Überblick über die Daten von Olympia seit ihrer Wiedereinführung:



Es gibt zahlreiche Beispiele, wie die alte griechische Kultur auch unser heutiges modernes Leben beeinflusst, egal, ob es sich um das griechische Alphabet oder die antike Götterwelt handelt. Für Lehrer und Erzieher haben wir ein besonderes Materialienbuch im Programm: „Griechenland – Olympiade“ beinhaltet zahlreiche Kopiervorlagen und andere Hilfsmittel, die den Schülern der Unterstufe anschaulich das Leben einer der wichtigsten antiken Kulturen zeigen.

15.04.2008, 22.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Jokers intern | Tags: Olympiade, Griechenland, Antike, Materialienbuch,

Die Schlacht der Geschlechter

Geschlechterkampf„Jungs spielen mit Autos, Mädchen mit Puppen.“ Es soll sogar manches Elternpaar gegeben haben, das versuchte, die „natürliche Program- mierung“ ihrer Sprösslinge umzudrehen und beiden Geschlechtern das jeweils andere Standard-Spielzeug zu geben. Die Erziehungswissenschaften waren sich lange Jahre uneinig, ob die Genetik oder das soziale Umfeld, sprich die Erziehung, „schuld“ an den ge- schlechtsspezifischen Vorlieben der Kleinen hat.

Jetzt scheinen neue Forschungser- gebnisse Licht ins Dunkel zu bringen. Niemand anderes als kleine Rhe- susäffchen sollen die Behauptung der Wissenschaft belegen, dass die Genetik die Verantwortung für das Spielverhalten der Nachkommen trage. Denn in verschiedenen Untersuchungsreihen wurde festgestellt, dass männliche Rhesusaffen vorzugsweise zu Spielzeugautos greifen, während weibliche Affen sich liebevoll um Puppen kümmern! Die vollständigen Forschungsergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Hormones and Behavior“ zu finden.

Wie steht es um Ihr Wissen um die Unterschiede zwischen den Geschlechtern? Sind Sie in der Lage, schnell das Verhalten Ihres Gegenübers zu beurteilen? Machen Sie die Probe aufs Exempel und spielen Sie die „Schlacht der Geschlechter“ – ein vergnügliches und durchaus überraschendes Quiz-Buch, das so manche delikaten Einzelheiten über die Vertreter des anderen Geschlechts verrät.


14.04.2008, 16.15 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher | Tags: Geschlechterkampf, Wissenschaft, Unterschied,

Wendy:
Hallo, vielen Dank für den Buchtipp! Das Buch
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Near-Dark.de:
Obwohl Polit-Thriller nicht so ganz mein Genr
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flo filmproduktion:
großartiger film! unbedingt ansehen! politthr
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Schüssler Salze abnehmen:
Toll, das ist endlich mal ein gut geschrieben
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E.Rasmus:
Ach ja, "die Rettung der Welt". Oder ist es n
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