Jokers Blog Deutschland

Ein engagiertes Buch gegen Jugendgewalt

Die verschiedenen Magazine der TV-Sender tragen das Thema in die hintersten Stuben: Jugendgewalt. Da geht es um Bedrohung von Mitschülern, um Erpressung von Schwächeren, um Überfall, Raum, Körperverletzung und nicht zuletzt um Amokläufe von Schülern, die andere Menschen in ihre Hassorgien einbeziehen.

Das Buch von Dirk Heinrichs „Da hab ich nur noch Rot gesehen“ geht der ansteigenden Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen nach und stellt die Frage: Woher kommt diese Gewalt? Zu einer Antwort versucht der Autor zu kommen, indem er die Täter sprechen und aus ihrem Leben erzählen lässt. Der Autor will die Täter verstehen lernen, um ihnen so helfen zu können und gleichzeitig uns andere vor Gewalt durch Jugendliche zu schützen.

Der Autor Dirk Heinrichs ist Schauspieler und war in zahlreichen Theater-, Kino- und Fernsehproduktionen zu sehen. 2002 wurde er in der Hauptrolle der Grimme-Preis nominierten TV-Serie „Die Sitte“ bundesweit bekannt. Seit 2006 engagiert er sich mit der Initiative „Sprache gegen Gewalt“ (www.sprache-gegen-gewalt.de) ehrenamtlich für gewaltfreie Wege zu einem guten Miteinander.

Sein Buch sieht die Gewalt auf der Straße und in Gefängnissen ganz realistisch und entlarvt das angebliche Heldentum von Gewalttätern. Dabei wird auch nach der Rolle der Eltern und des Staates gefragt, die an der zunehmenden Jugendgewalt einen großen Teil von Verantwortung haben. Mit Vorträgen, Diskussionen, Theater- und Filmprojekten, Sport und Aktionen zur Gewaltverhinderung zeigt der Autor in seinem Engagement konkrete Hilfen auf.

Das Buch gibt es bei www.fredeboldundfischer.de


27.04.2008, 16.02 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher | Tags: Fredeboldundfischer, Jugendgewalt, Dirk Heinrichs, Sprache gegen Gewalt,

China als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2009

chinaNach der Türkei wird China Gastland der Frankfurter Buchmesse sein. Manchem Verantwortlichen in der Buchbranche schlägt das Gewissen. Es gibt Verlags- leiter, Buchhändler, Ehrenamtliche und Funktionäre der Buchhändler- und Verlagsverbände, denen das quer im Magen liegt und die sich dafür aussprechen, im September 2008 nicht an der chinesischen Buchmesse in Peking teilzunehmen, die ein Jahr vor der Frankfurter Buchmesse stattfindet. Angesichts des Vorgehens der chinesischen Staatsmacht gegen die Tibeter mahnt man Distanz an.

Die offizielle Haltung der Frankfurter Buchmesse und der Buchhandelsverbände ist natürlich eine andere. Man glaube an Dialog und freie Meinungsäußerung als Mittel zur Lösung von Konflikten, heißt es. Auch die chinesischen Verbände signalisierten den Wunsch zum Kontakt, gerade auch in dieser schwierigen Situation. Man sei sich einig, dass die weiter Öffnung Chinas nur über persönliche Kontakte und gegenseitiges Verständnis laufen könne. Dafür seien Buchmessen eine mögliche Plattform.

Eine schwierige Situation, gerade für eine Branche, die Freiheit, Menschenrechte, Demokratie, Gewaltlosigkeit und Offenheit mit ihrem Wirken durchsetzen will. Was ist der richtige Weg? Hätte Adolf Hitler den Zweiten Weltkrieg nicht vom Zaun gebrochen, wenn die Länder der Welt seine olympischen Spiele boykottiert hätten? Wäre ein Jude weniger vergast worden? Würde die chinesische Regierung ihre Unterdrückungsmaßnahmen in Tibet stoppen, wenn wir sie boykottieren? Wahrscheinlich ist der Weg des Dialogs der richtige. Die eigene Meinung deutlich sagen, aber den Kontakt nicht lassen. Nur so kann Veränderung geschehen – auch wenn sie uns viel zu langsam zu geschehen scheint.

26.04.2008, 08.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Sonstiges | Tags: Frankfurter Buchmesse, Gastland China, Tibet, Boykott,

Auf den Traumjob bewerben

Praxismappe OrientierungDie Tochter einer Freundin macht nächstes Jahr ihren Schulabschluss. Und damit gehen schon dieses Jahr die Bemühungen um einen Ausbildungsplatz los. Denn die Zeiten, in denen Jungs und Mädchen ihren Qualifizierten Hautschulabschluss machten, um sich dann ganz gemütlich eine Lehrstelle auszuwählen, sind schon lange vorbei. Heute heißt es: Wer nicht mindestens ein Jahr vor Schulabschluss die Zusage eines Unternehmens in der Tasche hat, geht meistens leer aus.

Doch für einen 8-Klässler ist es natürlich schwierig, sich vorzustellen, was er mit seinem Leben anfangen will. Soll er sich zum Einzelhandelskaufmann oder zum Mechaniker ausbilden lassen? Will das junge Mädchen Arzthelferin oder Friseuse werden? Oder vielleicht macht es mehr Sinn, noch ein paar Jahre Schule anzuhängen, die Mittlere Reife oder das Abi zu machen, um dann vielleicht Architektur zu studieren oder ein Freiwilliges Soziales Jahr abzuleisten?

Die Eltern stecken hier oft in einer Zwickmühle: Auf der einen Seite wissen sie, wie wichtig es für ihre Kinder ist eine Arbeit zu finden, auf der anderen Seite kennen sie ihre Kinder gut genug, um zu wissen, dass sie vor allem eins nicht wissen: was sie wollen.

Als praktische Hilfe nicht nur für Schul- und Studienabgänger, sondern auch für all jene, die sich beruflich umorientieren wollen oder müssen, haben wir die „Praxismappe – berufliche Orientierung“ in unser Programm aufgenommen. So kann jeder für sich gezielt seine beruflichen Vorlieben und Fähigkeiten an Hand von vielen Tests und Übungen herausfinden – und sich so gezielt auf seinen Traumjob bewerben!



24.04.2008, 15.48 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher | Tags: Berufliche Orientierung, Lehrstelle, Ausbildungsplatz , Fähigkeiten, Traumjob,

Branchenmarketing fürs Buch



In meiner Kindheit und Jugend hörte ich noch oft den Ruf „Brillenschlange“. „Brillenschlangen“ waren Mädchen, die eine Brille trugen. Man äffte sie nach, man machte sich über sie lustig. Heute kann ich mir nicht vorstellen, dass man einen solchen Ruf noch hört. Heute sind Brillen ein Lifestyle-Produkt. Ich kenne Menschen, die sammeln Brillen wie andere Leute Schmuck und jeden Tag der Woche tragen sie eine andere Brille, um ihrem Ego die ihrer Meinung nach nötige Ausstrahlung zu geben.

Dass das so ist, hat ein raffiniertes Branchenmarketing der Augenoptiker geschafft. Über etwa zwanzig Jahre hinweg, haben sie es durch ein branchenweit abgestimmtes Marketing geschafft, jemanden mit Brille als cool, sexy und trendig darzustellen. Ich will nicht sagen, dass sich die Menschen um eine Brille reißen, aber es ist – außer dass es viel Geld kostet – nichts Tragisches mehr.

Nun hat der Gestalter und Kommunikationsfachmann Rainer Groothuis, ein Mann, dessen Agentur schon viele Cover und ganze Bücher gestaltet hat, eine Diskussion darüber losgetreten, ob sich nicht auch die Buchbranche zusammentun sollte, um per Branchenmarketing das Buch als etwa Lifestyliges darzustellen. Die Menschen würden wieder nach der Manufaktur suchen, nach dem authentisch Erlebten. In der Buchbranche gehe der Weg aber in Richtung Filialisierung und die kulturelle Aura der Buchhandlungen werde immer mehr verloren gehen. Wegen der Austauschbarkeit der einzelnen Buchhandlungen, sähen es viele Menschen nicht mehr ein, eine Buchhandlung zu besuchen und kauften gleich bei Amazon.

Es gebe aber auch andere Wege, neue, authentische. Wege für die anspruchsvollen Kunden, die das Unterscheidbare suchten. Und die Buchbranche könnte sich eine Kampagne überlegen, wie diese neuen Wege aussehen. Man müsse eine kulturelle Idee dafür entwickeln und durch das Verzichten auf ein halbes Prozent Rabatt das Marketing und die Werbung für diese Idee finanzieren.

Eine gute Idee, wie ich finde. Ich bin gespannt, was unsere Branchenverbände daraus machen. Wir von Jokers unterstützen dieses Jahr zum ersten Mal den Welttag des Buches, eine Marketingidee des Buchhandels, die das Lesen und das Buch wenigstens an diesem besonderen Tag in den Fokus der Betrachtung stellt. Wir stellen die Frage: Was bedeutet Ihnen lesen? Jeder, der mitmacht, kann einen Warengutschein von 30 Euro gewinnen:

http://www.jokers.de/welttag

Schon die bisher geschriebenen Statements sind gutes Branchenmarketing, zeigen sie doch, wie Menschen vom Lesen und vom Buch profitieren.



23.04.2008, 08.56 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Sonstiges | Tags: Branchenmarketing, Buchhandel, Lesen, Lifestyle, Filialisierung, Warengutschein, Groothuis,

Eine Empfehlung für Hannover-Messe-Besucher

WettermacherBiogas, Solarthermie, Wind und Geothermie sind Trendthemen des Klimaschutzes. Diese Jahr dreht sich vieles auf der Hannover Messe um diese neuen Energien. Mit Japan als Partnerland findet die riesige Messe vom 21. bis 25. April in der nieder- sächsischen Landeshauptstadt statt. Mehr als 5.000 Aussteller aus 62 Ländern präsentieren ihre Produkte sowie Dienstleistungen auf 170.000 Quadratmetern Fläche.

Immer mehr rückt der Umweltschutz in den Fokus der Industrie. Und dennoch: Die Zahlen, die das Sekretariat der Klimarahmenkonvention von Rio (UNFCCC) in Bezug auf Treibhausgas- Emissionen in westlichen Industriestaaten und früheren Ostblockländern vorlegte, zeigen, dass Klimaschutz scheinbar nur als Kunstwort fungiert. Was vor 10 Jahren in Kyoto beschlossen wurde, ist bis heute meilenweit von seiner Realisierung entfernt. Es gibt kaum ein Land, das seine Verpflichtung zur Reduktion der Schadstoffemissionen eingehalten hätte. Vielmehr steigen die Emissionen klimaschädlicher Spurengase in fast allen Industrie- und Umbruchsländern.

Kennen Sie sich aus, welche Faktoren unser Klima beeinflussen? Wissen Sie, was Sie von Schlagworten wie der „globalen Erwärmung“ oder dem „Abschmelzen der Pole“ zu halten haben? Wenn auch Sie sich unsicher sind, wie Sie die neuen Versprechen der Politik zum Klimaschutz einzustufen haben, schlagen Sie doch einfach mal in „Wir Wettermacher“ von Tim Flannery nach. In diesem Standardwerk zum Klima erklärt der Autor anschaulich alle wissenschaftlichen Fakten, Folgen und Lösungsansätze. Das Buch empfehle ich auch allen Wirtschaftbossen, die in dieser Woche die Hannover Messe besuchen.


22.04.2008, 08.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher | Tags: Klimawandel, Wettermacher, Umweltschutz, Hannover Messe,

Horrend!

Die Uni hat wieder begonnen und die Universitätsstädte profitieren wieder von den zahlreichen Studenten, die sich zum Sommersemester eingefunden haben. Dass seit 2007 vielerorts die Studiengebühr von ca. 500 EUR gilt, tut dem Studieneifer keinen Abbruch – denn für Nebenjobs und Gelegenheitsarbeiten sind sich die Studis selten zu schade.

Dass es nicht ohne Nebenverdienst gehen kann, zeigen Zahlen, die das Deutsche Studentenwerk veröffentlichte. Ungefähr 770 Euro kostet die Wissbegierigen ihre Ausbildung jeden Monat, und bei diesem Bundesdurchschnitt sind typische studentische Vergnügungen wie Feiern und Ausgehen noch gar nicht mitgerechnet. Allein für das Zimmer im Studentenheim müssen die Lernenden mehr als 200 Euro rechnen, und die Zimmer in den Heimen sind rar. Da bleibt oft nur das Kabuff in der WG, und wer hier einmal über den Campus schlendert und die Zimmeranzeigen studiert, ist verblüfft: 15 qm für 260 EUR, 310 EUR für 17 qm und so weiter. Im Schnitt an die 270 EUR müssen Studenten allein für Miete inkl. Nebenkosten entlöhnen – unglaublich. „Jeder fünfte Studierende liegt mit seinem Monatsbudget sogar unter dem BAföG-Höchstsatz von 585 Euro“, gibt der DSW-Generalsekretär Rolf Dobischat Auskunft. Mit rund 450 EUR im Monat bezuschussen die meisten Eltern ihre studentische Nachkommenschaft.

Kein Wunder, dass unsere Bücherschnäppchen und Restauflagen auch bei angehenden Akademikern beliebt sind: Denn unter den abertausenden Romanen finden sich auch zahlreiche Ausgaben anspruchsvoller Fachliteratur aus den verschiedensten Disziplinen. Meist sind es nur die letzten Reste der Ausgaben, die neu aufgelegt werden. Und nicht immer werden die Bücher neu geschrieben, meist nur hier und da ergänzt oder auf den neuesten Stand gebracht, den man als Student in der Vorlesung sowieso mitbekommt.


21.04.2008, 17.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Jokers intern | Tags: Universitätsstädte, Studentenwerk, Studiengebühr,

Bianka Schmidtlein:
Tatsächlich. Auf jokers.de führt die Sucheing
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Ute Berger:
es ist wirklich schlimm was mit den Handys un
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Gabi Bergermann:
Auweia. Jorges Verhalten erinnert schon sehr
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Anne-Marie Kollmannsberger:
Anti-BILD-Mail-Aktion:Hier klicken
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Gabi Bergermann:
Soso, man ist ein paar Wochen in Mittelamerik
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