
Der Bär ist los!

Weil der echte Bär im Allgäu, der vor einigen Tagen auftauchte, aus Hunger schon ein Schaf gerissen hat, ist die Bevölkerung in heller Aufregung und streitet über das Lebensrecht des Bären. Einem Bär ist halt leichter beizukommen als einem Vogelgrippe-Virus, weswegen Hunderttausende von Hühnern abgeschlachtet und vernichtet werden. Ohne ein natürliches Hungergefühl zu bekämpfen.
Für die Medien ist der Bär ein gefundenes Fressen. Jetzt erfahren die Menschen um den Bodensee herum, wie man sich verhalten soll, wenn vor einem der Bär auftauchen sollte. Hunderte von Fotografen und Kameraleuten warten aufgeregt darauf, dass Meister Petz auf der Suche nach Nahrung und einem Gefährten vor ihre Linse kommt. Sollte das zu lange dauern, können sie ja das nette Lied von Balu, dem kuscheligen Bären aus dem Dschungelbuch-Trickfilm, vor sich hinsummen: „Versuch's mal mit Gemütlichkeit ..." Das Dschungelkind Mowgli lernt vom alten Balu, dass Honig und Nüsse genau so gut schmecken wie rohes Fleisch. Vielleicht liegt neben den gestressten Reportern auch noch eine Tüte bunter Gummi-Bären, die sie zur Entspannung kauen können.
Sollten die Journalisten schlimmen Hunger bekommen, müssen sie sich nicht auf ein Schaf stürzen, nein, sie können sich auch auf den Bären stürzen, der zu Römerzeiten im Colosseum getötet und dann - bis auf die Milz - genüsslich verspeist wurde. Das Fell des Bären diente als feste Kleidung und Sattel. Sein Fett, die Galle, das Blut und die Hoden wurden zur Heilung von Krankheiten verwendet und in der Landwirtschaft zur Bekämpfung von Raupen, Läusen und Frostschäden. Ob Sie aber mit ihm klarkommen? Sicherer für die ausharrenden Journalisten, denen der Magen knurrt, ist sicher das Verspeisen von Beeren.
26.05.2006, 19.07 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Jokers intern
Oleoleole?
Man kommt nicht drum herum: Deutschland ist im Fußball-Wahn. Überall wo man hinsieht: Fußbälle. In Kneipen, Friseursalons, Schaufenstern, in Parks und im Fernsehen sowieso. Klar, dass so ein Hype seine Schatten voraus wirft. Deutschland das Fußball-WM-Land, so warb sogar die Frankfurter Buchmesse vergangenes Jahr auf der „Beijing International Bookfair“, der größten Buchmesse Chinas. Und damit sich die chinesischen Besucher, deren Nationalsport eigentlich Tischtennis ist, ein genaues Bild machen konnten, wurde auf der Buchmesse auch noch Tischfußball gespielt.
Fußball – China? Eine Kombination, die mir als Laie auf diesem Gebiet zum ersten Mal begegnet und eher ungewohnt vorkommt. China, das Land der Jahrtausende alten Tradition und 22 Spieler, die nichts anderes im Sinn haben, als einen Ball im gegnerischen Tor zu versenken? 
Ein fußball-affiner Freund klärte mich neulich auf, so ungewöhnlich sei die Kombination nicht. Für die nächste WM 2014 steht China sogar als Austragungsort zur Diskussion, die Weltmeisterschaft im Frauenfußball nächstes Jahr findet definitiv dort statt. Auch die deutsche Nationalmannschaft habe einen legendären Mitspieler aus China gehabt. Guangming Gu (geboren am 31. Januar 1959) sei der erste Chinese im deutschen Profifußball gewesen. Bis 1992 schoss er in insgesamt 107 Spielen acht Tore!
Alles Fakten, die ein Fußball-Fan wissen muss, meinte er. Gut, dass ich kein Fußball-Fan bin – noch nicht zumindest. Sollte ich es noch werden, gibt es viele Fußball-Bücher bei Jokers. Ich zumindest will mich mit meiner Unwissenheit nicht mehr ins Abseits spielen…
25.05.2006, 13.50 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kultur und Gesellschaft
Traumdeuten nach Freud?

Aber zurück zu meinem Freund: Ohne auf Freuds Interpretationen zurückzugreifen, riet ich ihm einfach, bald in den Urlaub zu fahren - ein bisschen Abstand von dem Alltagstrubel soll so manchem geholfen haben, Albträume loszuwerden.
23.05.2006, 20.56 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kultur und Gesellschaft
Abizeit

22.05.2006, 21.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher



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