
Der Ball rollt wieder!
Jetzt ist es soweit: Der Ball rollt wieder und Millionen von
Fußballfans fiebern mit ihrem Nationalteam dem Pokal
entgegen... Wer wird Weltmeister? Nichts anderes scheint in
den nächsten Wochen mehr wichtig. Doch was machen die Millionen Menschen, die das runde Leder gar nicht interessiert? Der
Fernseher ist blockiert, die Kneipen sind mit grölenden Fans
überfüllt, und auch im Supermarkt stolpert man über Knirpse im
Trikot.
Wie soll ich dem Fußball ausweichen? Ich weiß mir keine Abhilfe mehr. Lesen ist selbst zu Hause kaum mehr möglich, denn meine Frau gehört zum Lager der Fußballfans. Mit ihren Freundinnen und Bekannten blockiert sie das Wohnzimmer, vor dem TV werden Sektflachen und Sixpacks geleert, Chipstüten überall...
Ich ziehe mich vor den Computer zurück, der steht zum Glück im Arbeitszimmer, schlürfe einen Cappuccino und tobe mich bei unserem neuen Online-Spiel aus: Die Jokers Fußball-Meisterschaft ist selbst für Leute wie mich etwas!
Hier geht´s zu unserem Jokers Fußballspiel
Wie soll ich dem Fußball ausweichen? Ich weiß mir keine Abhilfe mehr. Lesen ist selbst zu Hause kaum mehr möglich, denn meine Frau gehört zum Lager der Fußballfans. Mit ihren Freundinnen und Bekannten blockiert sie das Wohnzimmer, vor dem TV werden Sektflachen und Sixpacks geleert, Chipstüten überall...
Ich ziehe mich vor den Computer zurück, der steht zum Glück im Arbeitszimmer, schlürfe einen Cappuccino und tobe mich bei unserem neuen Online-Spiel aus: Die Jokers Fußball-Meisterschaft ist selbst für Leute wie mich etwas!
09.06.2006, 10.38 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kultur und Gesellschaft
Paulinchen, die Pyromanin?
Mensch, jetzt sitz doch mal still« wie oft habe ich als Kind diesen Satz von meiner Mutter gehört! Wenn draußen die Sonne schien, die Vögel sangen und meine Freunde bereits auf dem Bolzplatz das vierte Tor schossen, ich aber erst noch brav zu Ende essen musste, konnte ich mich nur mühsam am Esstisch halten. »
Alter Zappelphilipp« entfuhr es meiner Mutter gerne. Woran sie und viele Menschen damals bei diesem Ausspruch niemals gedacht hätten, ist heute weit verbreitet. Psychologen würden der Figur aus dem »Struwwelpeter«, die vor lauter Unruhe schließlich gleich den kompletten Esstisch umreißt (»Was der Vater essen wollt, unten auf der Erde rollt«), ohne lange zu zögern eine Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS) attestieren. Auch das Ruhelose-Beine-Syndrom (Restless Legs Syndrom RLS) wird heutzutage gerne mit dem Zappelphilipp verbunden.
Die Geschichte von »Hans-guck-in-die-Luft« könnte ebenso von einem Kind handeln, das an ADS leidet. »Die gar traurige Geschichte mit dem Feuerzeug«, in der Paulinchen höchst dramatisch verbrennt (»Es brennt die Hand, es brennt das Haar, es brennt das ganze Kind sogar«) wurde von den Skandal-Musikern Rammstein gar pyroman interpretiert.
Nicht, dass ich auch nur ansatzweise hyperaktiv gewesen wäre! Wie die meisten Kinder war ich ein vollkommen normaler Junge. Genauso ein normales Kind wie Carl, der Sohn Heinrich Hoffmanns. Weil er kein geeignetes Bilderbuch fand, entschied sich der Arzt im Jahre 1844 kurzerhand, das Weihnachtsgeschenk für seinen Sohn selbst zu machen. In ein leeres Schreibheft schrieb und zeichnete er »Geschichten und lustige Bilder für Kinder von 36 Jahren«. Vor allem die Moral war ihm wichtig, handelte sein Werk ja hauptsächlich von bösen Kindern, die ihren Eltern nicht folgen, und denen daher etwas Schlimmes als Strafe widerfährt.
Heute wie damals sind Eltern wie auch Kinder gleichermaßen fasziniert von den teils lustigen, teils martialischen (»Weh! Jetzt geht es klipp und klapp mit der Scher' die Daumen ab«) Geschichten.
Und die Moral von der Geschicht? Der Struwwelpeter ist einfach ein Klassiker. Für brave wie böse Kinder und Erwachsene mit viel Platz für Fantasie und Interpretation.
Alter Zappelphilipp« entfuhr es meiner Mutter gerne. Woran sie und viele Menschen damals bei diesem Ausspruch niemals gedacht hätten, ist heute weit verbreitet. Psychologen würden der Figur aus dem »Struwwelpeter«, die vor lauter Unruhe schließlich gleich den kompletten Esstisch umreißt (»Was der Vater essen wollt, unten auf der Erde rollt«), ohne lange zu zögern eine Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS) attestieren. Auch das Ruhelose-Beine-Syndrom (Restless Legs Syndrom RLS) wird heutzutage gerne mit dem Zappelphilipp verbunden.
Die Geschichte von »Hans-guck-in-die-Luft« könnte ebenso von einem Kind handeln, das an ADS leidet. »Die gar traurige Geschichte mit dem Feuerzeug«, in der Paulinchen höchst dramatisch verbrennt (»Es brennt die Hand, es brennt das Haar, es brennt das ganze Kind sogar«) wurde von den Skandal-Musikern Rammstein gar pyroman interpretiert.Nicht, dass ich auch nur ansatzweise hyperaktiv gewesen wäre! Wie die meisten Kinder war ich ein vollkommen normaler Junge. Genauso ein normales Kind wie Carl, der Sohn Heinrich Hoffmanns. Weil er kein geeignetes Bilderbuch fand, entschied sich der Arzt im Jahre 1844 kurzerhand, das Weihnachtsgeschenk für seinen Sohn selbst zu machen. In ein leeres Schreibheft schrieb und zeichnete er »Geschichten und lustige Bilder für Kinder von 36 Jahren«. Vor allem die Moral war ihm wichtig, handelte sein Werk ja hauptsächlich von bösen Kindern, die ihren Eltern nicht folgen, und denen daher etwas Schlimmes als Strafe widerfährt.
Heute wie damals sind Eltern wie auch Kinder gleichermaßen fasziniert von den teils lustigen, teils martialischen (»Weh! Jetzt geht es klipp und klapp mit der Scher' die Daumen ab«) Geschichten.
Und die Moral von der Geschicht? Der Struwwelpeter ist einfach ein Klassiker. Für brave wie böse Kinder und Erwachsene mit viel Platz für Fantasie und Interpretation.
08.06.2006, 15.46 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher
Ein Muskelprotz unter den Fischen?
Ist Ihnen schon einmal eine „Muskellunge“ begegnet? Mir auch noch nicht. Zumindest bis gestern. Da stieß ich beim Stöbern in ein paar alten Fachzeitschriften auf die Überschrift: „Muskellunge frisst Bisamratte“. Im ersten Moment überkam mich ein Schaudern und vor meinem geistigen Auge entstanden Szenen wie aus alten Horrorstreifen der frühen 80er-Jahre. Doch beim zweiten Hinsehen entpuppte sich das Blatt als Fachorgan für Angler, und das „Monster“ als seltener Fisch der Hecht-Familie, wie er heute vor allem noch in Nordamerika vorkommt.
Der Name an sich klingt sehr seltsam, hat aber weder mit „Muskel“ noch mit „Lunge“ zu tun. Nähere Recherchen ergaben, dass er sich aus einem Wort der Ojibwa, einem nordamerikanischen Indianervolk, ableitet. Aus „maashkinoozhe“ (in etwa gleichbedeutend mit „hässlicher Hecht“) wurde „Muskellunge“. Ein Wort - eine vollkommen andere Bedeutung: Hatte ich bei näherem (und weniger intuitivem) Nachdenken über den Begriff noch die Assoziation „Marathon-Läufer“, wäre ich ohne weiteres Nachs
chlagen niemals auf die Bezeichnung für einen Fisch gekommen. Und das, obwohl dieses Phänomen gerade unter Tiernamen sehr häufig zu finden ist. Das „Schlehen-Federgeistchen“ zum Beispiel ist ein Schmetterling – allerdings sieht er (anders als die „Muskellunge“, die weder etwas „muskulöses“ an sich hat, noch an ein Atmungsorgan erinnert) auch tatsäch
lich aus wie ein kleines Geistchen… Der Palpenläufer mag zwar auch bei gutem Willen zunächst nach Marathon klingen, gehört aber tatsächlich zu den Spinnentieren.
Solche Namen sind für mich immer eine großartige Gelegenheit, ein bisschen in den Untiefen der Etymologie zu schmökern. Das Standardwerk ist dabei „der große Störig“, das Wörterbuch der deutschen Sprache. Allerdings lässt sogar er ein paar Fragen offen, die mich interessieren würden. Zum Beispiel: Hat der „Störig“ gar mit dem „Stör“ zu tun? Und hilft mir bei dieser Frage (wie bei der „Muskellunge“) etwa auch das „illustrierte Lexikon der Fische“ weiter?...
07.06.2006, 11.19 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher
Mein Haus, mein Auto, mein Gebet?
Zuerst ging ein päpstliches Haus durch die Presse: Einen neuen
Anstrich bekam der alte Wohnsitz des neuen Kirchenoberhauptes,
Papst Benedikt XVI. Nun ist das Auto von
Papst Johannes Paul II. in aller Munde bzw. auf allen
Bildschirmen: Für den FSO Warszawa M20, einen russisch-polnischen
Nachbau eines Ford-Modells aus den 50er Jahren, wurden sage und
schreibe an die einhundertausend US-Dollar auf den Tisch geblättert. Elektronisch, denn
das Vehikel wurde bei Ebay versteigert. Ob es wohl noch fährt,
mag sich so manch einer verwundert fragen?
Bei gerade mal guten 50.000 gefahrenen Kilometern sollte das der Fall sein...

Was mich verblüfft ist, welch Aufsehen derartige Besitztümer
erregen... Wieso steigt der Verkaufswert eines Objekts mit dem Grad der Berühmtheit seines Besitzers? Was
verspricht sich der Käufer von seinem Neuerwerb? Eine weitere
Wertsteigerung wohl kaum... Soll etwas von dem Ruhm des
ehemaligen Eigentümers auf ihn abfallen? Auch das kann nicht
der Beweggrund sein, so viel Geld für ein altes Auto
hinzulegen, das nicht mal ein echter Oldtimer ist... Wer kennt
denn schon dieses Modell? Ich zumindest hatte bis dato keine
Ahnung, dass es existierte... Und auch als Reliquie ist das Fahrzeug noch nicht zu gebrauchen. Seelenheil erwirbt man folglich kaum
damit. Was also ist es, das uns so fasziniert auf die berühmten
Objekte blicken lässt?

06.06.2006, 10.47 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kultur und Gesellschaft
Geheime Geheimnisse
Der Bundesnachrichtendienst, ein deutscher Geheimdienst mit der Abkürzung BND, bespitzelte deutsche Journalisten. Das ist nicht seine Aufgabe. Eigentlich ist der BND für die Geheimnisse außerhalb Deutschlands zuständig. Er ist offiziell der Auslandsnachrichtendienst und damit laut Gesetz zuständig für die Beschaffung von sicherheits- und außenpolitisch relevanten Informationen außerhalb Deutschlands. Vor allem zur Abwehr der Feinde, die unser Land schädigen wollen.
Die Bespitzelung von Journalisten im Inland war gleich so geheim, dass nicht mal die BND-Chefs davon wussten. Logo, deswegen konnten sie auch nicht gegen diese Sache vorgehen. Tja, so lieben wir Geheimdienste, so kennen wir sie aus unzähligen Spionage-Thrillern. Besonders mögen wir es, wenn ein Geheimdienstler einen anderen beschattet, der wiederum einen anderen beschattet, der wiederum den ersten beschattet oder vor lauter Geheimhaltung womöglich sich selbst überwacht. Geheim ist allerdings auch, was uns dieser Spaß kostet, von dem manche glauben, er sei völlig überflüssig.
Überflüssig? Nein! Ein Geheimdienst wie der BND bringt auch viel. Vor allem Unterhaltung. Was wären Literatur, Film und Fernsehen ohne Geheimdienste? Leider werden in der Kunst auch nicht alle Geheimnisse der Geheimdienste aufgedeckt. Ich denke dabei an Streifen wie „Mission Impossible“. Wer hat da jetzt wen geködert, getäuscht, verladen, reingelegt, ausgetrickst, beschissen? Ich verrat’s jedenfalls nicht. Auch ich, jeder Mensch, braucht ein Geheimnis. Es ist nur bekannt, dass die Titelmelodie von „Mission Impossible“ auf fast jedem Handy der BND-Leute als Klingelton zu hören ist.
Das Schöne am Geheimdienst ist, dass er immer mehr Arbeitskräfte braucht. Warum? Das BND-Archiv wächst und wächst und wächst durch die moderne Datenflut mit Internet und SMS wahnsinnig an. Eine Daten-Lawine von ungeahnten Ausmaßen! Das will analysiert, aufgearbeitet, ausgewertet und archiviert sein. Wenn das so weitergeht, wird das gesamte Arbeitslosenheer bald beim BND beschäftigt sein. Leider werden wir das nicht mitbekommen. Wird sicher als Geheimsache behandelt.
Spionage bei Jokers
Die Bespitzelung von Journalisten im Inland war gleich so geheim, dass nicht mal die BND-Chefs davon wussten. Logo, deswegen konnten sie auch nicht gegen diese Sache vorgehen. Tja, so lieben wir Geheimdienste, so kennen wir sie aus unzähligen Spionage-Thrillern. Besonders mögen wir es, wenn ein Geheimdienstler einen anderen beschattet, der wiederum einen anderen beschattet, der wiederum den ersten beschattet oder vor lauter Geheimhaltung womöglich sich selbst überwacht. Geheim ist allerdings auch, was uns dieser Spaß kostet, von dem manche glauben, er sei völlig überflüssig.
Überflüssig? Nein! Ein Geheimdienst wie der BND bringt auch viel. Vor allem Unterhaltung. Was wären Literatur, Film und Fernsehen ohne Geheimdienste? Leider werden in der Kunst auch nicht alle Geheimnisse der Geheimdienste aufgedeckt. Ich denke dabei an Streifen wie „Mission Impossible“. Wer hat da jetzt wen geködert, getäuscht, verladen, reingelegt, ausgetrickst, beschissen? Ich verrat’s jedenfalls nicht. Auch ich, jeder Mensch, braucht ein Geheimnis. Es ist nur bekannt, dass die Titelmelodie von „Mission Impossible“ auf fast jedem Handy der BND-Leute als Klingelton zu hören ist.
Das Schöne am Geheimdienst ist, dass er immer mehr Arbeitskräfte braucht. Warum? Das BND-Archiv wächst und wächst und wächst durch die moderne Datenflut mit Internet und SMS wahnsinnig an. Eine Daten-Lawine von ungeahnten Ausmaßen! Das will analysiert, aufgearbeitet, ausgewertet und archiviert sein. Wenn das so weitergeht, wird das gesamte Arbeitslosenheer bald beim BND beschäftigt sein. Leider werden wir das nicht mitbekommen. Wird sicher als Geheimsache behandelt.
Spionage bei Jokers
05.06.2006, 19.02 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Sonstiges

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