
Verrückte Potter-Buchwelt
Bald gibt es den neuen Band von Harry Potter. Mit diesem siebten Band soll dann für alle Zeiten Schluss sein. Deshalb ein riesiger Hype um das Buch „Harry Potter an the Deathly Hallows“. Jeden Tag brüsten sich die großen Buchhandlungen und Versender mit neuen Vorbestellungszahlen. Bei Ama- zon Amerika sollen es schon mehr als eine Million sein.An sich ein toller Erfolg. Erfolge sind in der Buchbranche ja selten geworden. Allerdings: Aufgrund des starken Preiswettbewerbs in Ländern ohne Preisbindung werden die Buchhändler nichts an dem Buch verdienen. Nur die Autorin wird noch reicher. Viele britische Buchhändler rechnen sogar mit einem Verlustgeschäft. Sprich: Sie werden wohl noch Geld drauflegen müssen, wenn sie Harry Potter verkaufen. Aber das Buch nicht zu verkaufen, können sie sich auch nicht leisten. Man stelle sich eine Buchhandlung vor, in der es den Zauberknaben nicht gibt!
14.07.2007, 07.15 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher | Tags: Harry Potter, Preiswettbewerb, Zauberknabe,
Ein weiser Mann
In diesen Tagen wäre Hermann Hesse 130 Jahre geworden, Grund genug, diesen großen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts zu würdigen. Zumal seine Werke „Narziss und Goldmund“, „Der Steppenwolf“, „Das Glasperlenspiel“ und „Siddhartha“ in einem bestimmten Alter zu meinen absoluten Lieblings- büchern zählten. Geboren wurde Hesse am 2. Juli 1877 in der Württembergischen Stadt Calw als eins von 5 Kindern. Dank seines weltoffenen und intellektuellen Eltern- hauses (Vater und Mutter hatten als Missionare in Indien gearbeitet) ent- wickelte er schon früh eine pazifistische Ader, einen Protest gegen alles Totalitäre und einen starken Individualismus.
Nach einer gescheiterten Buchhändlerlehre und 14 Monaten als Mechanikerlehrling arbeitete er ab 1899 in Basel als Buchhändler und Antiquar.
Mit dem Roman „Peter Camenzind“ gelang Hesse 1903 der Durchbruch als Schriftsteller. 1904 heiratete er die Baseler Fotografin Maria Bernoulli. Mit ihr bekam er insgesamt drei Söhne: Bruno (1905–1999), Hans Heinrich, auch „Heiner“ genannt (1909–2003) und Martin (1911–1968).Nach der Trennung von seiner Frau und drei Kindern siedelte Hesse 1919 allein ins Tessin über. 1924 heiratete er Ruth Wenger, allerdings ging die Ehe drei Jahre später ebenfalls in die Brüche. 1931 heiratete er zum dritten Mal, und zwar Ninon Dolbin.
Als wichtigste Meilensteine seines schriftstellerischen Schaffens gelten 1906 „Unterm Rad“, 1910 „Gertrud“, 1914 „Roßhalde“, 1919 „Demian“, 1920 „Klingsors letzter Sommer“, 1922 „Siddhartha“, 1927 „Der Steppenwolf“, 1930 „Narziss und Goldmund“ und 1943 „Das Glasperlenspiel“.
Hermann Hesse starb am 9. August 1962 an einem Gehirnschlag. Er liegt auf dem Friedhof Sant´Abbondio in Gentilino bei Montagnola begraben.
Sein komplettes Lebenswerk lässt sich als Autobiografie lesen, mit der Hesse den Leser auf einen „Weg nach innen“ führt. Am besten verdeutlicht das sein Gedicht „Stufen“.
Sollte glatt mal wieder etwas von ihm lesen!
13.07.2007, 08.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Autoren | Tags: Hermann Hesse, Geburtstag, Steppenwolf, Autobiografie,
Der neoromantische Vagabund
Heutzutage hätte Stefan George schnell seinen Stempel. Wenn heute jemand als Adresse "ohne festen Wohnsitz" angibt, gilt er als obdachlos. Wer die erstaunliche Biografie des Sohns eines Gastwirts und Weinhändlers liest, mag vielleicht schon in seiner frühen Kindheit Anzeichen erkennen, die zu seinem ungewöhnlichen Lebensstil führten: Stefan George galt immer schon als Einzelgänger, den manchmal Anflüge von Narzissmus überkamen.
Wer das Werk des bedeutenden deutschen Lyrikers kennt, erhält Einblick in eine zarte Seele, die zwischen Zweifel und Hoffnung hin- und her gerissen ist. Die Titel seiner Gedichte reichen von "Sieg des Sommers" bis zu "Der Verworfene".
Geboren wurde Stefan George am 12. Juli 1868 in Büdesheim, er starb am 4.12.1933 in Minusio. Er nutzte seine Begabung. Schon während seiner Gymnasialzeit lernte der Schüler Italienisch, Hebräisch, Griechisch, Latein, Dänisch, Holländisch, Polnisch, Englisch, Französisch und Norwegisch - und entwickelte schließlich seine eigne Sprache. Nach dem Abitur versuchte er es mit der Philosophie, gab das Studium jedoch bald auf und zog durch Europa: "Ohne festen Wohnsitz" quartierte er sich bei Freunden ein - und schrieb. Geld hatte er, das Erbe seiner Eltern war nicht knapp, und dennoch zog Stefan George es vor, der Umtriebigkeit seines Geistes zu folgen.
Er, der immer auf der Suche war, baute sein Leben ab dem Jahr 1900 auf strikten moralischen Grundsätzen auf: Er versuchte, in sich selbst sein Idealbild des "neuen Menschen" zu verwirklichen. Weil es so schön passt, möchte ich die letzte Strophe aus "Juli-Schwermut" zitieren:
"Nichts was mir je war raubt die vergänglichkeit.
Schmachtend wie damals lieg ich in schmachtender flur
Aus mattem munde murmelt es: wie bin ich
Der blumen müd • der schönen blumen müd!"
Für alle, die mehr von Stefan George wissen möchten, gibt es die letzten Reste einer umfangreichen CD-ROM!
Wer das Werk des bedeutenden deutschen Lyrikers kennt, erhält Einblick in eine zarte Seele, die zwischen Zweifel und Hoffnung hin- und her gerissen ist. Die Titel seiner Gedichte reichen von "Sieg des Sommers" bis zu "Der Verworfene".
Geboren wurde Stefan George am 12. Juli 1868 in Büdesheim, er starb am 4.12.1933 in Minusio. Er nutzte seine Begabung. Schon während seiner Gymnasialzeit lernte der Schüler Italienisch, Hebräisch, Griechisch, Latein, Dänisch, Holländisch, Polnisch, Englisch, Französisch und Norwegisch - und entwickelte schließlich seine eigne Sprache. Nach dem Abitur versuchte er es mit der Philosophie, gab das Studium jedoch bald auf und zog durch Europa: "Ohne festen Wohnsitz" quartierte er sich bei Freunden ein - und schrieb. Geld hatte er, das Erbe seiner Eltern war nicht knapp, und dennoch zog Stefan George es vor, der Umtriebigkeit seines Geistes zu folgen.Er, der immer auf der Suche war, baute sein Leben ab dem Jahr 1900 auf strikten moralischen Grundsätzen auf: Er versuchte, in sich selbst sein Idealbild des "neuen Menschen" zu verwirklichen. Weil es so schön passt, möchte ich die letzte Strophe aus "Juli-Schwermut" zitieren:
"Nichts was mir je war raubt die vergänglichkeit.
Schmachtend wie damals lieg ich in schmachtender flur
Aus mattem munde murmelt es: wie bin ich
Der blumen müd • der schönen blumen müd!"
Für alle, die mehr von Stefan George wissen möchten, gibt es die letzten Reste einer umfangreichen CD-ROM!
12.07.2007, 09.09 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Autoren | Tags: Stefan George, Biografie, Philosophie,
Neulich auf dem Hochhaus …
Was passiert, wenn sich auf einem Hausdach zufällig vier Menschen treffen, die nichts gemeinsam haben - außer dem Wunsch zu springen? Sie erzählen sich gegenseitig ihre Lebensgeschichte und passen von da ab aufeinander auf.
Zumindest im Fall des gescheiterten Talkmasters Martin, der frustrierten Hausfrau Maureen, dem erfolglosen Rockmusiker JJ und der schwer erziehbaren Jess. Denn um genau diese vier Hauptpersonen geht es in „A long way down“ von Nick Hornby. Hornby wurde Ende der 90er dem breiten Publikum bekannt, als sein Buch „About a boy“ mit Hugh Grant in der Hauptrolle verfilmt wurde.
Ich stieß auf „A long way down“ dank eines Tipps von einem Freund. Wie einfach kann es doch sein, dass sich, besonders in Großstädten, wo die Einsamkeit oft höher aufragt als die Wolkenkratzer, Menschen mit dem gleichen Schicksal zusammen tun und gemeinsam die Fallstricke des Alltags meistern!
So einfach ist es natürlich in Echt nicht immer. Und doch ist der Gedanke tröstend. Wenn alle Stricke reißen, ist es einfach das Beste, sich mit anderen Gleichgesinnten zusammen zu tun. Und wenn es auch nur darum geht, gemeinsam ein bestimmtes Buch zu lesen. Zum Beispiel „A long way down“ von Nick Hornby.
Zumindest im Fall des gescheiterten Talkmasters Martin, der frustrierten Hausfrau Maureen, dem erfolglosen Rockmusiker JJ und der schwer erziehbaren Jess. Denn um genau diese vier Hauptpersonen geht es in „A long way down“ von Nick Hornby. Hornby wurde Ende der 90er dem breiten Publikum bekannt, als sein Buch „About a boy“ mit Hugh Grant in der Hauptrolle verfilmt wurde.Ich stieß auf „A long way down“ dank eines Tipps von einem Freund. Wie einfach kann es doch sein, dass sich, besonders in Großstädten, wo die Einsamkeit oft höher aufragt als die Wolkenkratzer, Menschen mit dem gleichen Schicksal zusammen tun und gemeinsam die Fallstricke des Alltags meistern!
So einfach ist es natürlich in Echt nicht immer. Und doch ist der Gedanke tröstend. Wenn alle Stricke reißen, ist es einfach das Beste, sich mit anderen Gleichgesinnten zusammen zu tun. Und wenn es auch nur darum geht, gemeinsam ein bestimmtes Buch zu lesen. Zum Beispiel „A long way down“ von Nick Hornby.
Ach ja, bei Jokers kann man es auch hören!
10.07.2007, 09.22 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: andere Medien | Tags: Nick Hornby, Einsamkeit,
JOKERS-Mannschaft gewinnt Funrafting-Cup
"Merkt euch: Ehre und Dabei-sein ist gar nichts - es zählt nur der erste Platz!" Mit dieser gewohnt erfolgsorientierten Ansage entließ unser Coach Franz Appel (Controlling) die Rafting-Mannschaften (Werbung) aus dem Trainings-Camp (Grafik-Büro). Dann ging's mit dem Fahrrad zur Olympia-Strecke am Augsburger Eiskanal. 50 Teams traten beim WELTBILD-Sommerfest zum Funrafting-Cup an. Am Ende blieb nur eines übrig.

Ausgeklügelte Strategie beim Rafting-Cup auf dem Augsburger
Eiskanal: "Die Wasserleichen".
In der Vorrunde setzten die Skipper von JOKERS auf eine ausgeklügelte Strategie. Boot 1, "Die Wasserleichen", verwirrte die GegnerInnen: Marc Steurer (Leitung Grafik), Anja Mayinger und Tilmann Horch (Text) wählten eine riskante Rotations-Taktik und wiegten die anderen Teams so in trügerischer Sicherheit. Boot 2, "Die Heulbojen", räumte das Feld derweil von hinten auf: Tim Miller (Grafik), Steffi Beck und Dirk Neu (Text) sicherten sich mit souveränen 1,59 Minuten einen dritten Platz und die optimale Startposition für die Endrunden.

Mit vollem Einsatz dabei: Die Landratten von Jokers.

Jetzt bloß nicht nachlassen: "Die Heulbojen" im Finish.

Die Pokalfeier in den Biergärten der Augsburger Altstadt soll bis nach Mitternacht gedauert haben...

So sehen Sieger aus: Das JOKERS-Team mit Geschäftsleiter
Wolfgang Nikrandt nach der Pokalverleihung.

Mit vollem Einsatz dabei: Die Landratten von Jokers.
Auf den Zuschauer-Tribünen gaben die übrigen JokerianerInnen ihr Bestes: Ausgerüstet mit schwarzroten Wimpeln und bunten Transparenten ("Wir können alles - außer paddeln!") verunsicherten sie die GegnerInnen und feuerten ihre Mannschaft lautstark an. Drei weitere Male mussten Tim, Steffi und Dirk die an Schikanen reiche Stecke hinter sich bringen. In direkter Konkurrenz mit den ebenso ehrgeizigen KollegInnen aus Lager/Versand und dem Ideenshop von WELTBILD wurde mit harten Bandagen gekämpft und gewonnen.

Jetzt bloß nicht nachlassen: "Die Heulbojen" im Finish.
Nach vier Stunden Nervenkrieg war es soweit: "Die Heulbojen" rauschten - von Schweiß und Wasser gleichermaßen durchtränkt - ins Ziel. Sieg für JOKERS!

Pitschnass aber glücklich: Steffi, Tim und Dirk nach dem letzten
Rennen.
Rennen.
Die Pokalfeier in den Biergärten der Augsburger Altstadt soll bis nach Mitternacht gedauert haben...

So sehen Sieger aus: Das JOKERS-Team mit Geschäftsleiter
Wolfgang Nikrandt nach der Pokalverleihung.
09.07.2007, 17.25 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Jokers intern | Tags: Jokers, Fun, Sport, Rafting,

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