Jokers Blog Deutschland

Hermann-Hesse-Preis

Literaturzeitschriften gibt es viele: Nur wenige werden über einen kleinen Fan-Kreis hinaus bekannt. Der Leipziger „Poet“ ist eine der wenigen Ausnahmen, die das schaffte. Ein Grund mag auch der neuartige Ansatz sein, die Zeitschrift mit einem Internetportal (www.poetenladen.de) zu ergänzen. Das Konzept und der Inhalt treffen den Zeitgeist so sehr, dass der diesjährige Calwer Hermann-Hesse-Preis an die Leipziger Macher des „Poeten“ geht.

Am Geburtstag Hermann Hesses, also am 2.Juli, wird der Preis alle zwei Jahre vergeben. Er ist mit 15.000 Euro dotiert und wird seit 1990 verliehen. Abwechselnd geht er an eine deutschsprachige Literaturzeitschrift und an einen Übersetzer der Werke Hermann Hesses. Getragen wird die Auszeichnung von der Calwer Hermann-Hesse-Stiftung und dem Land Baden-Württemberg. Ausgezeichnete Zeitschriften waren zuletzt „Sprache im technischen Zeitalter“ und „EDIT“.

Der diesjährige Gewinner, die halbjährlich erscheinende Zeitschrift „Poet“, ist die Printausgabe des 2005 gestarteten Literatur-Internetportals poetenladen.de. Die Jury begründet ihre Wahl so: Sowohl die Zeitschrift wie die Webseite seien „eigenständige Foren, die das jeweilige Medium in herausragender Weise nutzen“, zusammen böten sie „ein beispielhaftes Konzept für die Förderung und Verbreitung junger Literatur“. „Es beeindruckt nicht nur durch sein frisches Layout, sondern auch durch seine inhaltliche Konzeption“, teilte Kunststaatssekretär Dietrich Birk (CDU) anlässlich der Preisverleihung mit.

Auch ich finde, dass sich ein Blick in den „Poetenladen“ lohnt. Er ist ein virtueller Raum für Dichtung, in den Regalen findet der Besucher Storys und Gedichte, Erzählungen und Kurzprosa unterschiedlicher Spielart. Ergänzt wird der literarische Teil durch aktuelle Buchkritiken, Essays und Nachrichten zur Poesie, wesentlich für den Internetauftritt ist auch der grafische Bereich, der Illustrationen und Arbeiten darstellender Künstler einschließt. Ich finde es immer wieder schön, auf diese Weise unkonventionelle Lyrik und Texte (noch) unbekannter Nachwuchskünstler zu lesen. Klicken Sie doch auch mal rein!


29.07.2010, 16.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Sonstiges | Tags: Poetenladen, Lyrik, Literaturportal, Hermann-Hesse-Preis,

Brille nicht vergessen!

281.pngMal ehrlich, lieber Mann: Wo gucken Sie hin, wenn im Hochsommer wieder haufenweise Frauen in kurzen Röcken und engen Tops durch die Straßen flanieren? „Mann“ braucht kein schlechtes Gewissen haben, wenn er mal einen Blick riskiert. Es kann nämlich passieren, dass sich auch eine Frau mal umdreht, wenn ein durchtrainiert gestählter, sonnenverwöhnter Männerkörper vorbeischlendert. Sagt zumindest meine Frau, und der will ich mal glauben.

Letztes Mal habe ich bei meinem Stadtbummel die folgende Erfahrung gemacht: Ich hatte meine Brille zu Hause liegen lassen, was eigentlich nicht weiter schlimm ist. Ich muss nicht unbedingt meine Brille dabei haben, wenn ich einfach nur durch die Straßen bummeln will. So gut sehe ich immer noch. Aber dann blieb mein Blick an einem knallig orangefarbenen Shirt hängen. Nein, kein verlockender Frauenkörper steckte in dem Shirt,
ein Mann trug das Shirt zur Schau. Ich konnte, so sehr ich mich auch anstrengte, einfach nicht entziffern, was auf das Shirt gedruckt war. Unauffällig versuchte ich mit zusammengekniffenen Augen, den Text doch zu entziffern, während ich langsam, ganz langsam, an dem Mann vorbei ging. Es war nicht unauffällig genug. „Kann ich helfen?“, sprach er mich grinsend an, als ich, meine Augen auf seine Brust fixiert, gegen einen Laternenpfahl stieß. Ich musste die Katze aus dem Sack lassen und fragte ihn unverblümt nach dem Aufdruck. „Read books not T-Shirts“, entgegnete der Mann lachend. Ich lachte ebenfalls laut auf: Read books, not T-Shirts! Wenn das kein gelungener Spruch für ein T-Shirt ist!

Ich habe nicht gefragt, wo der Mann das T-Shirt gekauft hat. Jetzt könnte er es auch in unserem T-Shirt-Shop bestellen, denn klar: Den Spruch habe ich gleich auf einem unserer T-Shirts verewigt. Aber auch die Zitate „Never judge a book by its movie“ oder „Gesegnet seien alle, die nichts zu sagen haben und trotzdem den Mund halten“ finde ich ganz witzig.

Übrigens: vom 30.07. - 01.08. können die Shirts versandkostenfrei bestellt werden.
Der Gutscheincode lautet: GRATISWOCHENENDE

T-Shirts im Jokers T-Shirt-Shop




27.07.2010, 16.21 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Sonstiges | Tags: Literaturshirts, T-Shirts, Zitate, Brille,

Bianka Schmidtlein:
Tatsächlich. Auf jokers.de führt die Sucheing
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Ute Berger:
es ist wirklich schlimm was mit den Handys un
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Gabi Bergermann:
Auweia. Jorges Verhalten erinnert schon sehr
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Anne-Marie Kollmannsberger:
Anti-BILD-Mail-Aktion:Hier klicken
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Gabi Bergermann:
Soso, man ist ein paar Wochen in Mittelamerik
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