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Der Mond bleibt faszinierend

Waren sie wirklich oben? Oder ist die Mondlandung der Amerikaner vor 40 Jahren nichts als ein riesiger Schwindel? Die Verschwörungstheorien treiben in diesen Tagen wieder viele bunte Blüten. Angeblich sei die Mondlandung in irdischen Studios aufgenommen worden. Da ist vom Wind die Rede, der die amerikanische Flagge auf dem Mond zum Flattern brachte, obwohl dort gar kein Wind weht. Und von fehlenden Rußspuren rund um die Landefüße von Apollo 11. Die damals üblichen Computer seien außerdem nicht in der Lage gewesen, in Echtzeit das lunare Geschehen zu verfolgen, geschweige denn die Rückflugbahn zu berechnen. Und warum kann man die auf dem Mond verbliebenen Reste des Mondmobils auch mit den besten Kameras nicht entdecken?

Magischer MondNun hat der Mond schon immer die Menschen, die Kunst und auch die Literatur beeinflusst. Man denke etwa an die bronzezeitliche Himmelsscheibe von Nebra, an Jules Vernes „Reise zum Mond“, Pink Floyds berühmtes Album „Dark Side of the Moon“, einschlägige Ratgeber und Mondkalender oder an Caspar David Friedrichs stimmungsvolle Mondscheinbilder. Dessen Malerfreund Carl Gustav Carus fasste die Wirkung des Mondes poetisch zusammen: „Denn wie der die Erde umkreisende Mond den Pulsschlag der Gewässer der Erde, die Ebbe und Flut des Meeres bestimmt, so wirkt die Erscheinung des Mondlichts mit sehr entschiedener Sicherheit auf den Herzschlag unseres Seelenlebens, auf das Gemüt!“

Viel Vergnügen also mit unseren Büchern zum Thema Mond, natürlich mit Bestpreis und ohne Verschwörungstheorie...


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

07.08.2009, 08.43 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Jokers intern | Tags: Mondlandung, Mondbücher, Carl Gustav Carus,

Eine Hommage an seine Mutter

Die Asche meiner Mutter„Die Asche meiner Mutter“ war sein berühmtestes Werk – Frank McCourt ist dieser Tage im Alter von 78 Jahren verstorben.

Seine Kindheitserinnerungen, die er erst nach seiner Pensionierung als Lehrer verfasste, wurden international millionenfach verkauft. Die Eltern, irische Einwanderer in New York, kehrten nach einigen Jahren in der Armut Brooklyns zurück in ihre Heimat, nur um dort in noch größerem Unglück zu leben.

Der stets betrunkene Vater verließ die Familie, um in Liverpool zu arbeiten, schickte jedoch nie Geld und blieb schließlich ganz fort. Die Mutter und Frank, das älteste der Geschwister, mussten versuchen die Familie durchzubringen. Doch drei der sieben McCourt-Kinder starben durch die elenden Lebensumstände.

Für die autobiographische Schilderung dieser von Armut, Alkoholismus und Arbeitslosigkeit geprägten Kindheit in Irland erhielt Frank McCourt 1997 den Pulitzerpreis. Und es ist kaum zu glauben, aber trotz des ernsten Themas gelingt es Frank McCourt in seinem Buch immer wieder, auch den typisch irischen trockenen Humor durchblicken zu lassen: „Schlimmer als die gewöhnliche unglückliche Kindheit ist die unglückliche irische Kindheit", heißt es in „Die Asche meiner Mutter“.

Wie der Titel schon andeutet, ist das Buch eine Hommage an die Mutter des Autors, die sogar betteln ging, um die Familie ernähren zu können. McCourt selbst erfüllte sich seinen Kindheitstraum, ging mit 19 Jahren zurück nach Amerika und arbeitete viele Jahre als Englischlehrer in New York.

Den Bestseller Frank McCourts können Sie bei uns als Hörbuch-Schnäppchen entdecken, basierend auf der großartigen deutschen Übersetzung von Harry Rowohlt:

Die Asche meiner Mutter


(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

06.08.2009, 09.06 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: andere Medien | Tags: Frank McCourt, Irland, Die Asche meiner Mutter, Hörbuch-Schnäppchen,

Man on the moon: 40 Jahre Mondfieber

First ManMondlandung. Das Thema begeistert mich, wie Sie sehen können. Der Erden-Mond ist der bislang einzige Himmelskörper, der von Menschen betreten wurde. Die amerikanischen Apollo-Astronauten brachten 382 kg Mondgestein zur Erde. Auch die Russen „stahlen“ dem Mond einige Gramm: 300 g des Mondmaterials brachten sie mit den Raumsonden Luna 16, Luna 20 und Luna 24 auf die Erde.

Apollo war nicht das erste Raumgefährt, das dem Mond einen Besuch abstattete: Schon 1959 besuchte ihn die sowjetische Raumsonde Luna 2. Doch das Ereignis, das in die Geschichte einging, war die erste Landung von Menschen auf dem Mond: am 20. Juli 1969. Die letzte menschliche Mondlandung fand im Dezember 1972 statt. Dann statteten ihm nur noch High-Tech-Geräte Besuche ab: Im Sommer 1994 wurde er sehr umfangreich durch das kleine Raumfahrzeug Clementine und dann noch einmal 1999 von Lunar Prospector kartographiert.

Am 20. Juli 1969 landete der "Eagle", die Mondfähre der Apollo 11, auf der Mondoberfläche und setzte im "Meer der Stille" auf. Rund 600 Millionen Fernseh-Zuschauer sahen auf ihren Schwarz-weiß-Geräten dabei zu, wie Neil Armstrong und Edwin Aldrin den Mond betraten. Zehn Jahre lang hatte die amerikanische Weltraum-Behörde NASA auf diesen Augenblick hingearbeitet, gut 25 Milliarden Dollar wurden in das Projekt investiert.

Seitdem wurde der kleine Trabant gut untersucht, wir wissen sehr viel über ihn: Der Mond zeigt eine schwache geologische Aktivität. Die von den Apolloastronauten installierten Seismometer registrieren jährlich etwa 500 „Mondbeben“. Die Mondbeben sind schwächer als die meisten Erdbeben. Die Stärke beträgt etwa 2 auf der Richterskala, einige der stärksten Mondbeben erreichten aber auch schon einen Wert von 5. Nicht eine irdische Plattentektonik, sondern der Gravitationseinfluss der Erde ist Ursache für die Mondbeben. Die Häufigkeitsspitzen der Beben liegen beim Apogäum- und Perigäum-Durchgang (alle 14 Tage).

Wer war der Mann, der als erstes menschliches Wesen seinen Fuß auf den Mond setzte? Neil Armstrongs Spruch wurde weltbekannt: "That´s one small step for a man, one giant leap for mankind." Ein anderes Zitat von ihm lautet: „I believe every human has a finite number of heartbeats. I don´t intend to waste any of mine.”

„First Man - The Life of Neil A. Armstrong” ist eine besonders detailreiche Biografie, die Sie den Mann hinter dem Astronauten verstehen lässt.


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

05.08.2009, 10.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher | Tags: Mondlandung, Neil A. Armstrong, Apollo,

Mein Leben als Leser

Nick HornbyOh, jetzt muss ich mich wieder gut konzentrieren, das ist keine leichte Kost. Denken Sie das auch manchmal, wenn Sie sich einen neuen Bestseller auf den Nachttisch legen?

Dabei kann vermeintlich leichte Kost auch gute Literatur sein. Englischen Autoren gelingt diese Verbindung schon immer recht gut. Nick Hornbys Bücher gehören für mich in diese Kategorie: Ich fühle mich blendend unterhalten, die Charaktere sind witzig, aber nicht flach, überall perlt ein wenig Ironie zwischen den Zeilen.

Denken Sie an „About A Boy“, verfilmt mit dem herrlich schnöseligen Hugh Grant oder an „High Fidelity“, das es ebenfalls als Film (mit John Cusack) gibt. In beiden Fällen nicht so richtig erwachsen gewordene Männer, die sich mit Mitte 30 als wohlhabende Junggesellen ohne Lust auf Verantwortung oder als liebeskranke Musikfreaks durchs Leben hangeln.

Gut als Film, als Buch noch besser: „A Long Way Down“ erzählt von vier Selbstmordkandidaten, die sich in der Silvesternacht zufällig auf dem Dach einen Hochhauses treffen, von ihrem Plan aber erst einmal Abstand nehmen und schließlich zu einer skurrilen Gemeinschaft werden.

Von einem solchen Autor möchte man nicht nur alles lesen, sondern auch gern wissen, welche Lektüre ihn selbst fasziniert. Mit „Mein Leben als Leser“ tut uns Vielleser Nick Hornby diesen Gefallen und zeigt uns seinen – offensichtlich überquellenden – Bücherschrank von Dostojewski bis Salinger. Nicht im Sinne eines „Literaturkanons“, sondern als vergnügliche und informative Lesetipps. Wer mag, kann den Titel bei uns auch im englischen Original finden. Nick Hornby gibt es bei uns zum gewohnt unschlagbaren Preis:

Mein Leben als Leser - Nick Hornby


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

04.08.2009, 09.45 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Autoren | Tags: Nick Hornby, Leichte Kost, Mein Leben als Leser,

Luna, Selene, Artemis: Was wir wissen wollen

MondführerEr hat viel Namen, der stille Begleiter der Erde: Die deutsche Sprache ist eine der wenigen, die ihm den männlichen Artikel „der“ verpasst. Doch egal, wie wir ihn nennen mögen, unseren Mond, Luna, Selene oder Artemis: Als einzig natürlicher Satellit der Erde ist er seit langer Zeit nicht aus unserer Mythologie wegzudenken. Doch was hat es wissenschaftlich mit dem Himmelsgestirn auf sich?

Seine Umlaufbahn ist 384.400 km von der Erde entfernt, sein Durchmesser umfasst 3.476 km, seine Masse beträgt 7,35•1022 kg.

Die Mondgeburt wird auf ein katastrophales Ereignis in der Frühgeschichte des Sonnensystems zurückgeführt: Der Mond entstand, als ein etwa marsgroßer Protoplanet Theia mit der Erde zusammenstieß. Nicht nur Computersimulationen, auch Isotopenvergleiche mit dem Mondgestein, die Apollo-Astronauten zur Erde mitbrachten, sprechen für diese Annahme.

Durch die so genannte „gebundene Rotation“ zeigt der Mond der Erde beständig dieselbe Seite: Während einer Erdumrundung vollführt er exakt eine Drehung. Das liegt an der „Libration“. Wenn der Mond im Perigäum steht, kann ein Erdenbewohner mehr von der rechten Seite des Mondes sehen, wenn er im Apogäum steht, etwas mehr von der linken Seite (Libration in Länge). Durch die Neigung der Bahnebene zur Rotationsachse um 6,7° kann der Beobachter im Laufe eines Monats zeitweilig über den Nordpol bzw. über den Südpol hinwegsehen.

Der Mond ist 81 Mal leichter als die Erde. Die Anziehungskraft des Mondes ist ganze 6-mal geringer als die der Erde.

Die gegenseitigen Anziehungskräfte zwischen Erde und Mond bewirken faszinierende Effekte wie zum Beispiel die Gezeiten: Die Anziehungskraft des Mondes ist auf der mondzugewandten Seite am stärksten und auf der gegenüberliegenden etwas schwächer. Ich versuche mich einmal an einer vereinfachten Darstellung: Da die Erde, insbesondere durch die Ozeane, nicht „starr“ ist, wird sie entlang der Linie zum Mond gestreckt. Unsere Perspektive zeigt zwei kleine Ausbuchtungen der Erde, eine in Richtung auf den Mond zeigend und eine genau gegenüber. Der Effekt wirkt sich auf unser Wasser wesentlich stärker aus als auf die feste Erdenkruste, so dass die Wasserausbuchtungen höher sind. Da die Erde wesentlich schneller um die eigene Achse rotiert, als der Mond sie umkreist, wandern diese „Ausbuchtungen“ um die Erde und treten durch zwei Fluten am Tag in Erscheinung.

Woher ich das alles weiß? Aus unserem Buch „Der Kosmos Mondführer“. Jetzt für nur 3.95 im Angebot!

(Geschrieben von Matthias Stöbener)

03.08.2009, 09.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher | Tags: Kosmos Mondführer, Luna, Selene, Mondwissen,

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Hallo, vielen Dank für den Buchtipp! Das Buch
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Obwohl Polit-Thriller nicht so ganz mein Genr
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großartiger film! unbedingt ansehen! politthr
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Toll, das ist endlich mal ein gut geschrieben
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Ach ja, "die Rettung der Welt". Oder ist es n
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