Jokers Blog Deutschland

Rätselhaft

Dürer ist 43 Jahre alt, als er 1514 das Blatt "Melencolia I" sticht. Der Kupferstich ist und bleibt in seiner Gegenständlichkeit und Deutung rätselhaft. Die Forschung zur "Melencolia" hat zahlloses Material zum geistes- und ikonologiegeschichtlichen Hintergrund und zur Wirkungsgeschichte hervorgebracht.

Die Probleme beginnen mit der Identifizierung der Gegenstände auf dem Bild: Wer oder was ist die sitzende Figur? Eine Frau, ein Engel, ein Mann, ein Genius? Ist das Bauwerk ein Haus, eine Baustelle, ein Turm? Ist die geflügelte kleine Figur ein Putto, ein unschuldiges malendes Kind, gar ein Dämon, eine Muse, die Eingebungen der Melancholie notiert? Ist das Tier, auf dessen Flügel "Melencolia I" steht, eine Fledermaus, ein Echsenwesen oder der Drache des Saturns? Ist das Zeichen "I" im Schriftzug der Flügel die Zahl "Eins", die Ordnungszahl "Erstens", der Buchstabe "I" in der Bedeutung des Imperativs des lateinischen "ire" (gehen), womit sich die Bedeutung: "Melencolia - geh weg!" ergeben würde? Was stellt der Bogen im Hintergrund dar? Den Regenbogen, Mondbogen oder den Saturnring?

Melencolia_I_(Duerer).jpgAuch alle anderen Darstellungen des Stichs sind keineswegs eindeutig. Doch genau das macht die Faszination des Kunstwerks aus. Nicht zuletzt verewigte Dürer ein „diabolisches magisches Quadrat“ in diesem Stich. Ein Magisches Quadrat ist eine wiederholungsfreie Anordnung positiver ganzer Zahlen von 1 bis n², bei der jede Reihe, Spalte und Diagonale dieselbe Summe bilden. Dabei ist n die Ordnung, Basis, das Modul oder die Wurzel des Quadrats. Natürlich gibt es bei magischen Quadraten ganz harte Sonderfälle, so genannte diabolische Quadrate. Sie haben noch zusätzliche Eigenschaften, zum Beispiel die Summe der zentralen Kästchen oder das gleiche Ergebnis bei der Addition der vier Ecken.

Bis heute entstehen Lösungen magischer Quadrate durch Versuch und Irrtum – es konnte noch nicht geklärt werden, nach welchen mathematischen Gesetzen sich die Zahlen in magischen Quadraten verteilen. Spannend, nicht? Wenn Sie sich ein wenig weiter in die unglaubliche Welt logischer Rätsel wagen wollen, ist das Buch „BrainMatics. Definitiv Logische Rätsel“ genau das Richtige für Sie: Ähnlich wie bei Dürers „Melencolia“ gibt es hier unglaublich viele faszinierende Denkanstöße zu entdecken! Auch sein diabolisches magisches Quadrat wird hier beschrieben.

„BrainMatics. Definitiv Logische Rätsel“ bei Jokers


Bilder: Selbstportrait Albrecht Dürer/wikimedia, Melencolia I/wikimedia



13.08.2010, 12.53 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher | Tags: Melencolia, Dürer, magisches Quadrat,

Der kleine Nick – ab 26. August 2010 im Kino

nick1.jpgDer kleine Nick (Maxime Godart) führt ein friedliches Leben: Er hat Eltern, die ihn lieben, eine Clique von fabelhaften Freunden – und er hat überhaupt kein Bedürfnis, daran irgendetwas zu ändern.

Doch eines Tages belauscht Nick ein Gespräch seiner Eltern (Kad Merad und Valérie Lemercier) und denkt fortan, seine Mutter sei schwanger. Er gerät in Panik und fürchtet das Schlimmste: ein kleiner Bruder! Nicks Eltern werden keine Zeit mehr für ihn haben. Vielleicht werden sie ihn sogar aussetzen, im Wald, wie den Däumling im Märchen. Um diesem unglücklichen Schicksal zu entgehen, entwirft der kleine Nick eine Strategie, um sich für seine Eltern unentbehrlich zu machen. Doch obwohl er sich alle Mühe gibt, tritt er in ein Fettnäpfchen nach dem anderen und beschwört mit der Zeit immer mehr Ärger herauf…

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Endlich kommt DER KLEINE NICK ins Kino! Die Geschichten um den vorwitzigen Grundschüler und seine Bande begeistern seit Jahrzehnten junge und jung gebliebene Leser und machten die 1960 erstmals in Buchform erschienenen Geschichten zu einem internationalen Bestseller. Die Abenteuer von Nick und seinen Kameraden Roland, Chlodwig, Otto, Franz, Georg und Adalbert stammen aus der Feder des „Asterix“- und „Lucky Luke“-Erfinders René Goscinny und wurden von Jean-Jacques Sempé illustriert.

nick4.jpg

Sempé und Goscinnys Tochter Anne, die Ideen zu einem Nick-Film stets abgelehnt hatten, ließen sich von Regisseur Laurent Tirard (MOLIÈRE) schließlich doch überzeugen – und das Ergebnis gibt ihnen recht: Die Neuentdeckung Maxime Godart in der Titelrolle führt ein hochkarätig besetztes Ensemble an, so sind in den Hauptrollen u.a. Kad Merad (WILLKOMMEN BEI DEN SCH’TIS) als Nicks Vater, Valérie Lemercier (EIN PERFEKTER PLATZ) als Nicks Mutter und Sandrine Kiberlain (HABEN (ODER NICHT)) als die Klassenlehrerin zu sehen.

Jokers verlost zum Start des Films 3 Gewinnspiel-Pakete, jeweils bestehend aus:

2 Kinofreikarten
1 Kinoplakat
1 Gummiball
1 Buch mit dem Titel "DER KLEINE NICK IST WIEDER DA"




Die Gewinnfrage lautet: 
Von wem stammt die Buchvorlage von „Der kleine Nick“?


a)    René Goscinny
b)    Antoine de Saint-Exupéry




Schicken Sie die Lösung bitte an jokersrestseller@jokers.de mit dem Betreff "Nick".


Teilnahmeschluss ist der 26. August 2010.

13.08.2010, 09.03 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Sonstiges | Tags: Kino, Gewinnspiel, Der kleine Nick,

Wasserdicht bis 20 Meter

Über E-Books, Kindle und iPad kann man geteilter Meinung sein. Jetzt in der Urlaubszeit allerdings tritt der große Vorteil „analoger“ Literatur wieder deutlich zu Tage. Denn bei allen Vorzügen, die elektronische Reader bieten, habe ich in Freibädern, an Seen und Stränden die letzten Wochen fast ausschließlich Gedrucktes gesehen.

Klar: Sand, (Salz-)Wasser und tropfendes Eis richten auf Papier weniger Schaden an als auf Touchscreen, Platinen oder in Lüftungsschlitzen. Auch auf der Liegewiese gepflügte Blumen trocknen schöner zwischen Papierseiten als im Batterie-Fach oder zwischen Lesegerät und Schutzhülle. Und doch bin ich mir sicher, dass die Technik auch gegen diese Nachteile bald ein Mittelchen entwickelt.

Wahrscheinlich sind die E-Books dieser Welt wie viele Uhren bald wasserdicht bis zu 20 Meter Tiefe, stemmen einen Druck von vier Zentnern und können Urlaubsmitbringsel wie Muscheln und Blumen täuschend echt in Bild und Ton nachahmen. Doch bis es so weit ist, werde ich mich auch dieses Jahr wieder lange nach Urlaubsende an meinem vom Meerwasser gezeichneten Buch erfreuen. Noch nach vielen Wochen rieseln Grashalme und Sandkörnchen heraus und erinnern mich an sonnige Strandtage.


Bild: Rainer Sturm/pixelio.de

11.08.2010, 12.39 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kultur und Gesellschaft | Tags: E-Books, Kindle, iPad, Touchscreen, Buch,

Bettwäsche: der neue (literarische) Bezug zu Arthur Miller

Die Kaufentscheidungen mancher Frauen werde ich wohl nie ganz verstehen. So erzählte mir zum Beispiel Susanne neulich, dass sie vor drei Jahren ein Buch gekauft hatte, nur weil sie der Titel an ihre Lieblingsbettwäsche erinnerte. Ja, der Zusammenhang erschloss sich auch mir erst spät. Nämlich erst dann, als sie mir den Buchtitel („Pippa Lee“ von Rebecca Miller) und den Designernamen (Pip Studio) ihrer Bettwäsche nannte.

Ohne meine Freundin wäre ich wohl nie im Leben auf die beiden Namen gestoßen. Denn weder kann ich mit den großformatigen, bunten Blumenmotiven der Amsterdamer Designerin etwas anfangen, noch kannte ich bis dato Rebecca Miller. Spätestens nach der jüngsten Kino-Verfilmung des Romans weiß ich aber, dass es sich bei Letzterer um die Tochter des amerikanischen Schriftstellers Arthur Miller und der deutschen Fotografin Inge Morath handelt. Auch die Handlung des Romans rund um die lebenslustige Pippa ist mir mittlerweile aus Programmheften geläufig. Nach 20 Ehejahren bricht sie noch einmal aus, um das wilde Leben ihrer Jugend zu genießen.

In die Verlegenheit, mit Susanne zusammen den Film anzusehen, werde ich wohl nicht kommen. Denn das Buch hat sie schon längst wieder vergessen. Auch die bunte Bettwäsche ist wieder out. Sie steht jetzt nach eigenen Worten „mehr auf Clean Chick“. Bin ja gespannt, welcher literarische Bezug sich daraus noch entwickelt …


Bild Arthur Miller: wikimedia

09.08.2010, 12.22 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Sonstiges | Tags: Pippa Lee, Rebecca Miller, Pip Studio, Bettwäsche,

Bianka Schmidtlein:
Tatsächlich. Auf jokers.de führt die Sucheing
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Ute Berger:
es ist wirklich schlimm was mit den Handys un
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Gabi Bergermann:
Auweia. Jorges Verhalten erinnert schon sehr
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Anne-Marie Kollmannsberger:
Anti-BILD-Mail-Aktion:Hier klicken
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Gabi Bergermann:
Soso, man ist ein paar Wochen in Mittelamerik
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