Jokers Blog Deutschland

Zeit zum Träumen: Avalon

Die Hueterin von AvalonAls meine Bekannte Susanne noch einiges jünger war, verschlang sie alle Bücher von Marion Zimmer Bradley, erzählte sie mir. Für sie existierte keine andere Autorin, die es so wunderbar verstand, den Leser mit in eine zauberhafte Welt voll Magie, Abenteuer und Liebe zu nehmen.

Gerade für Jugendliche weiblichen Geschlechts scheinen die Werke der Science Fiction- und Fantasy-Autorin oft ein Schlüsselerlebnis zu sein. Marion Zimmer Bradley spinnt ihre Erzählungen sehr oft um die Geschichte einer Frau, die mit ihrem Mut und ihrer Klugheit der Männerwelt selbstbewusst entgegentritt.

„Die Nebel von Avalon“ und „Die Feuer von Troja“ waren die ersten Romane, die Susanne von ihr las. Dann entdeckte sie ihre Science Fiction-Welten um „Darkover“, doch die magische Welt zur Zeit des König Artus blieb nach wie vor ihre Sehnsucht.

Als ich nun auf der Suche nach der geeigneten Ferienlektüre für meine Nichte war, entdeckte ich „Die Hüterin von Avalon“. Die Erzählung ist als Vorgeschichte zu „Die Nebel von Avalon“ zu sehen und nicht einmal Susanne kannte das Buch! Es versteht sich von selbst, dass sie es auch bestellen musste.

Da werden wohl bald zwei unterschiedlich alte Frauen mit roten Wangen und leuchtenden Augen in ein sagenhaftes Epos eintauchen ...


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

28.08.2009, 09.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher | Tags: Marion Zimmer Bradley, Avalon, Artus, Darkover,

Nur militärisches Sperrgebiet bleibt verschont

Der malerische Sonnenuntergang in Italien, Fischerkähne am Nordseestrand, ein Esel in der heißen Sonne Griechenlands – im Sommer hat sie Hochsaison, die Fotografie. Ein jeder knipst, was Kamera und Speichermedium hergeben. Zu Hause glüht dann die Festplatte, wenn die vielen Ferienfotos hochgeladen werden.

Oft nehme ich mir vor, ausgewählte Fotos auszudrucken und mal wieder ein schönes Album zu machen, das man sich im Winter dann auf dem Sofa gemütlich anschauen kann. Meist wird allerdings nichts draus, stattdessen landen die digitalen Schätze im Daten-Nirwana. Vielleicht kennen Sie das ja auch.

Dann denke ich ein wenig wehmütig an die gute alte Analogfotografie und kaufe mir gleich wieder einen Farbfilm, den ich unter leisem Fluchen umständlich in meine in die Jahre gekommene analoge Kamera packe. Zur Belohnung fühle ich mich aber fast wie ein verkannter Künstler, wenn ich mit der schweren Ausrüstung auf Fototour ziehe.

Manche sehen mich verdutzt an, es scheint auch etwas Mitleid dabei zu sein. Aber ich entschließe mich, die Blicke für Bewunderung zu halten und es werden, so bin ich zuversichtlich, bestimmt tolle Bilder. Das Ergebnis: manche Aufnahmen sind über-, manche sind unterbelichtet. Egal, ich habe mich kurzzeitig wie ein Foto-Rebell gefühlt und einige Bilder sind wirklich ganz gut ... Beim nächsten Mal bekommt die Digitalkamera wieder eine Chance – soll sie mal zeigen, was sie draufhat!

Wenn Sie sich auch fürs Fotografieren interessieren, werden Sie bei uns auf jeden Fall fündig, und sparen können Sie bei diesen Titeln natürlich auch.



Ach so, noch etwas: Auf www.bilderpics.de können Sie Ihre Urlaubsbilder natürlich auch hochladen – statt die eigene Festplatte zu belasten.

(Geschrieben von Matthias Stöbener)

27.08.2009, 08.20 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Bücher | Tags: Bilderpics, Fototour, Fotografieren auf Reisen, ,

Stau? Na und!

HörbuecherMitteleuropa ist im Urlaubsfieber: Die Staus auf den Autobahnen zeigen es. Ich selbst gehöre zu den Menschen, die sich gerne aufregen, wenn sie zwischen Tausenden von Mitreisenden im Auto gefangen sind. Meine Geduld reicht nicht einmal aus, mir einen Radiosender mit guter Musik auszusuchen und einfach meine Gedanken ein wenig fließen zu lassen. Ganz im Gegenteil: Mich machen Staus wahnsinnig!

Ganz anders ist da eine Freundin. Kürzlich erzählte sie mir, dass sie die lange Warterei auf den Straßen ab und zu sogar genießt. Weil eben dieses erzwungene Nichtstun einem Zeit-Geschenk gleichkomme. Plötzlich gewinnt man Zeit, kann sie nicht mit Effizienz füllen, man muss diese Zeit mit sich selbst verbringen. Sie hat einen ganz einfachen Trick, sich Staus zu verkürzen: Wenn sie sich an den kleinen Szenen, die sich in den Autos vor, neben und hinter ihr abspielen, satt gesehen hat, hört sie sich ein Buch an. Dazu ist sie ja immer ausgestattet. Sie benutzt nämlich ihr Handy, um ein Audio-Book zu genießen.

Sie können das auch. Denn die Hörbücher, die wir im Angebot haben, laufen auf ganz unterschiedlichen Geräten, vom Computer bis zum Handheld. Gucken Sie doch mal selbst nach, ob Sie sich lieber mit einem Krimi oder einer Novelle den Stau verkürzen wollen! Ich probiere es diesen Sommer ebenfalls.

http://www.jokers-audio.de/


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

26.08.2009, 08.58 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: andere Medien | Tags: Stau, Zeitgeschenk, Handy, Audio-Book, Urlaubsfieber, Zeitvertreib,

Ich lese sie gern nörgeln

Die FahrtWas ich an Sibylle Berg mag: Sie kann gut schreiben, ihre Charaktere wirken immer ein bisschen verloren, sie nennt auch unangenehme Dinge beim Namen und sie kann unnachahmlich schimpfen, zetern, motzen, nörgeln und zynisch sein.

Ich weiß, das klingt jetzt alles ganz schön negativ, aber Frau Berg macht das auf eine sehr nonchalante Art. Sie macht es so, dass man, wenn man ein Bergsches Werk gelesen hat, nicht mehr selbst schimpfen und nörgeln muss, weil das ja gerade auf unübertroffene und sehr effiziente Weise bereits erledigt wurde. Gern lässt sie Menschen in der Nähe und in der Ferne das Glück suchen. Klar, dass das meist schief geht. Kommt ja immer irgendwas dazwischen. Ein Tsunami oder die lästigen Mitmenschen.

In „Die Fahrt“ begeben sich die unbelehrbaren Glückssucher an die exotischsten Orte, um Sinn zu finden. Andere bleiben zu Hause und hoffen dort darauf, dass endlich etwas passiert. Wie wahrscheinlich alle Berg-Leser glaube auch ich daran, dass sich hinter der vordergründigen Misanthropie, hinter all dem Ekel und der brillant formulierten Wut so etwas wie zarte Menschenfreundlichkeit verbirgt. Ihre Figuren sind immer scharf konturiert und werden in ihrem Scheitern ausgeleuchtet. Gerade deshalb kommt oft Sympathie auf mit diesen Menschen, die alles daran setzen, ihrem belanglosen Leben ein paar beseelte Momente abzutrotzen. Das alles ist in der eleganten Unverblümtheit geschrieben, wie ich sie an Sibylle Berg schätze. Mein Tipp: Unbedingt lesen!


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

25.08.2009, 08.51 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Sibylle Berg, Die Fahrt, Glückssucher, Misanthropie,

Happy birthday, Mr. Ex President

Am 19. August 1946 wurde William Jefferson „Bill“ Clinton geboren. Er war von 1993 bis 2001 der 42. Präsident der Vereinigten Staaten. Amtsnachfolger von George H. W. Bush und Vorgänger von George W. Bush. Seit 1975 ist der Baptist mit Hillary Clinton verheiratet, die Lewinsky-Affäre brach ihm neben anderen Faktoren politisch das Genick. Der Prozess gegen ihn glich einer Inszenierung, einer Show. Trotz des Vorwurfs des Meineids wurde er freigesprochen. Lange Zeit blieb er der Buh-Mann in der amerikanischen Öffentlichkeit und darüber hinaus.
Es gab keinen Präsidenten, über den so viele schmutzige Witze kursierten. Sein Privat- und Liebesleben empörte und faszinierte die ganze Welt. Und bis heute fragt man sich, ob ein Politiker, also ein Mann der öffentlichen Aufmerksamkeit, tatsächlich auch im Privaten ein ethisch unantastbares Leben führen muss – oder ob er sich, wie jeder andere Sterbliche, nicht auch einmal einen Ausrutscher erlauben darf. Bill Clinton wurde sein Ausrutscher nie verziehen.
Michael Schwelien widmet sich in einem ganz besonderen Werk der Entzauberung eines Mythos: „Die voyeuristische Gesellschaft oder Bill Clinton und die Selbstzerstörung der amerikanischen Demokratie“ untersucht auf anschauliche Weise, wie es dazu kommen konnte, dass das höchste amerikanische Amt entzaubert wurde, ein politisch gelähmter Präsident mit sprichwörtlichem Knebel und metaphorischen Handfesseln im Amt bleiben, die Volksvertreter das Volk vergessen konnten und schlussendlich die Gewaltenteilung aus dem Gleichgewicht geriet.


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

24.08.2009, 17.45 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kultur und Gesellschaft | Tags: Bill Clinton, Demokratie, Gewaltenteilung, Buh-Mann,

Wendy:
Hallo, vielen Dank für den Buchtipp! Das Buch
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Near-Dark.de:
Obwohl Polit-Thriller nicht so ganz mein Genr
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flo filmproduktion:
großartiger film! unbedingt ansehen! politthr
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Schüssler Salze abnehmen:
Toll, das ist endlich mal ein gut geschrieben
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E.Rasmus:
Ach ja, "die Rettung der Welt". Oder ist es n
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