Jokers Blog Deutschland

Bob Marley gegen Milbenallergie!

Dass Kühe, die im Stall mit der geeigneten Hintergrundmusik beschallt werden, mehr Milch geben, ist eine seit längerem erprobte Tatsache. Vor allem Mozart soll das Tier glücklich machen.

Bob MarleyWas jetzt aber Mediziner herausfanden, ist durchaus eine Meldung hier im Blog wert: Hardrock gegen Schmerzen, sprang mir als Überschrift einer Online-Zeitung kürzlich ins Auge. Natürlich habe ich gleich mal nach- geklickt und staunte nicht schlecht, als ich las:
Musik hilft gegen Krankheiten. Flöten- musik gegen Tinnitus, Pink Floyd gegen Übergewicht, Rockmusik statt Narkose- mittel. Ein ganzer Wissenschaftszweig, namentlich die Musikmedizin, beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Harmonien und Disharmonien auf den menschlichen Organismus. Angeblich kann sogar die geeignete Musik einem Herzinfarkt vorbeugen.

Eric ClaptonIch finde das richtig klasse - zumal sich meine Frau schon öfter beschwerte, wenn ich zu Hause Bob Marley aufdrehte statt Staub zu wischen. Aber jetzt habe ich ja eine stichhaltige und echt medizinische Entschuldigung: Ich will nur meiner Milbenallergie entgegen- wirken. Und wenn ich die los bin, stört ein wenig Staub in der Wohnung ja gar nicht mehr. Und damit sie sich nicht so aufregt, bringe ich ihr einfach eine CD von Eric Clapton aus unserem Musik-Programm mit ...

09.09.2006, 09.18 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kultur und Gesellschaft

Das sitzt!

knigge.jpg„Nimm Platz!“ – Bisher bin ich dieser Aufforderung stets gefolgt, indem ich mir einfach die nächste freie Sitz- gelegenheit geschnappt habe. Was aber alles in der Tisch-Etikette so seinen Platz hat, erfuhr ich erst neulich. Bei einem recht heiteren Umtrunk erzählte mir ein Kollege von der so genannten „Westfälischen Reihe“. Da es sich bei dem Herrn um einen großen Fleischliebhaber handelte, nahm ich an, er sprach von einer Würstchen-Kette. Groß war seine Entrüstung, als ich ihm meine Vermutung offenbarte. Ich erfuhr, dass es sich um eine Sitzordnung handelte, bei der abwechselnd Männer und Frauen am Tisch „bunt“ positioniert werden. Meine anschließenden Recher- chen ergaben sogar, dass es sich bei dieser Anordnung um eine geschickte Methode handeln soll, Konflikte bei Gesprächsrunden zu vermeiden, bzw. das Zusammensein zu harmonisieren.

Doch die subtile Einflussnahme bei Tisch kann noch weiter getrieben werden: Sitzen sich zwei Streithähne gegenüber, so soll dies den Konflikt zum Eskalieren bringen, da sich die Opponenten Auge um Auge, Zahn um Zahn konfrontieren. Ans Eck gesetzt, würden die Streithammel jedoch konstruktiv zusammenarbeiten. Nicht ganz so neu war mir die Erkenntnis, dass, wer Wichtiges zu sagen hat oder einfach nur wichtig ist, am Kopfende sitzt. Saß schon früher bei Familientreffs die Oma am Tischende, so sitzt auch heute selbstverständlich der Chef an der Stirnseite des Besprechungstischs. Sitzt, passt und hat Luft – möchte man da sagen. Auf jeden Fall werde ich das nächste Mal weniger auf die Weichheit der Sitzfläche und mehr auf die Sitzordnung achten.

Wer sich für Umgangsformen allgemein interessiert: Hier gibt es Literatur dazu!



07.09.2006, 07.07 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kultur und Gesellschaft

Von Depressionen verfolgt

Caspar David Friedrich"Die einzig wahre Quelle der Kunst ist unser Herz, die Sprache eines reinen kindlichen Gemütes. Jedes echte Kunstwerk wird in geweihter Stunde empfangen und in glücklicher gebo- ren, oft dem Künstler unbewusst aus innerem Drange des Herzens. Schließe dein leibliches Auge, damit du mit dem geistigen Auge zuerst siehest dein Bild. Dann fördere zutage, was du im Dunkeln gesehen, dass es zurückwirke auf andere von außen nach innen."

Dieses bekannte Zitat von Caspar David Friedrich fasst vortrefflich die außergewöhnliche Sichtweise des bedeutenden deutschen Malers zu- sammen: Stets war er bemüht, seinen Mitmenschen mehr zu geben als "nur" kunstvolle Gemälde. Er, dessen Werke oftmals verlassene Individuen in weiten Landschaften zeigen, würde heute Geburtstag feiern: Am 05.09.1774 wurde er in Greifswald geboren, am 07.05.1840 starb er. Sein Leben war geprägt von einer beinahe ungreifbaren Sehnsucht, der stetigen Suche nach innerem Frieden und Ruhe. Oft begab sich der große Künstler der Romantik, der an Depressionen erkrankt war, auf lange Bergwanderungen. Um unsterblich zu sein, müsse man sich dem Tod stellen, meinte er und bezog sich auf die Neigung, oft Tod, Untergang und Verderben in Gemälden festzuhalten. Dies macht sich auch in seiner Farbwahl bemerkbar: Mehrmals verwendet er die Farbe violett, das Symbol für Trauer und Melancholie, in seinen Bildern. Diese Schwermut zieht sich durch sein gesamtes Werk, auch wenn viele seiner bezaubernden Landschafts- malereien Friede und Einklang fast spürbar verströmen. Doch insbeson- dere die Natur war für Caspar David Friedrich immer ein mystisches, beinahe spirituelles Erleben: In ihr fand er seine innere Stille, die er suchte und dennoch nicht auf Dauer ertrug.

"Alles ist Stille-Stille-Stille um mich her; allein und immer allein; es tut mir wohl, aber immer möchte ich es nicht so haben", schrieb er einst an seine Frau - seine Werke spiegeln dies vortrefflich wider. Ihm ist es gelungen, sein Seelenbildnis an seine Bewunderer zu vermitteln.

Caspar David Friedrich bei Jokers

05.09.2006, 09.40 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kultur und Gesellschaft

Alles im Lot auf´m Boot …

Ich hatte mir das so gedacht: Ein Kanukurs in einer einsamen Idylle irgendwo hinter Regensburg. Die Natur, der Fluss, das Kanu, ein paar andere gelassene Kursteilnehmer irgendwo am fernen Horizont – und ich. Ein beschauliches Wochenende mit Lagerfeuer, Zelten und viel, viel Kanufahren.

Zwischen Zoff und ZärtlichkeitDeshalb habe ich mich vor ein paar Monaten bei einem Kanukurs einge- schrieben. Für einen hübschen kleinen Kurzurlaub mit mir allein und viel Ruhe. Vor ein paar Tagen war es dann endlich so weit. Ich hatte mir extra ein schönes Wochenende ganz allein für mich ausgesucht. Mit großen Erwartungen trudelte ich an der vereinbarten Stelle ein, von weitem schon erkennbar an den vielen Booten, die da am Ufer im Gras warteten. Doch etwas stimmte nicht. Als sich schließlich alle Kurs-
teilnehmer versammelt hatten, wusste ich, was es war: Außer mir waren nur Väter mit mindestens einem Sohn dabei! Ich war weit und breit die einzige Einzelperson!

Als wir Stunden später, stetig von den Söhnen umjubelt, mit großem Hellau auf dem Wasser schipperten – ich hatte die Ehre und durfte im Zweier-Boot zusammen mit der hübschen Kanuführerin paddeln – erfuhr ich endlich die Hintergründe: Der Kurs war in einem anderen Programm irrtümlich als „Kanukurs für Vater und Kind“ ausgejubelt worden. Und ich als nachgerückter Teilnehmer war ohne Anhang dabei: Zum ur- sprünglichen Termin im Mai hatte ich leider keine Zeit und wurde quasi auf den Termin im August „verlegt“. Eine Tatsache, die die anderen Väter nicht müde wurden, zu hinterfragen. Die Hoffnung auf Ruhe war längst davon geschwommen.

Die 10 Gebote der ErziehungEs wurde dennoch ein Erfahrungstrip. Ich lernte viel. Neben „Ziehschlägen“ und Wendemanövern unter anderem auch über Erziehungsmethoden und überforderte Väter. Vor allem der Abend in den Zelten war herrlich akustisch. Es gab die unterschiedlichsten Ansätze, wie die Mitreisenden versuchten, ihre von den Abenteuern des Tages auf- gedrehten Sprösslinge zum Schlafen zu bewegen. Manche erzählten Gruselge- schichten, manche zählten Sterne. Genau in meinem Nachbarzelt war der verzagteste Vater untergebracht. Seine zwei Kinder sprangen juchzend und lachend im Familienzelt umher. Selbst gegen Mitternacht konnte er mit seinem zarten „Moritz, Felix! Wir wollen jetzt doch langsam schlafen!“ einfach nichts er- reichen. Bis schließlich eine andere sonore Stimme aus der Dunkelheit befahl: „Jetzt ist da aber endlich Ruhe!“ Ab da herrschte Stille. Am nächsten Tag sah man den Vater, dem man die Erziehung aus der Hand genommen hatte, ziemlich zerknirscht. Doch auch die anderen Teilnehmer machten Entwicklungen durch. Und war es auch nur beim Durchhalte-Willen. Von den ursprünglich zehn Grüppchen waren am Sonntag nur noch sieben übrig. Ich zumindest hatte durchgehalten und kehrte überglücklich nach Hause zu meinem eigenen Sohn zurück.

Vielleicht sollte der ein oder andere Vater doch mal einen Erziehungsratgeber von Jokers zur Hand nehmen. Hier gibt es eine Auswahl!




04.09.2006, 09.44 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher

Wendy:
Hallo, vielen Dank für den Buchtipp! Das Buch
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Obwohl Polit-Thriller nicht so ganz mein Genr
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flo filmproduktion:
großartiger film! unbedingt ansehen! politthr
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Schüssler Salze abnehmen:
Toll, das ist endlich mal ein gut geschrieben
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E.Rasmus:
Ach ja, "die Rettung der Welt". Oder ist es n
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